DE2038663B2 - Hydraulische Steuervorrichtung für rückbare Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u.dgl - Google Patents
Hydraulische Steuervorrichtung für rückbare Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u.dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Steuervorrichtung zur Steuerung von maschinell rückbaren
Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u. dgl., mit baueigenen, insbesondere aus Planflächen-Steuergeräten
bestehenden Steuergeräten, die für das Rauben, Rücken und Setzen der Ausbaueinheiten in verschiedene
Schaltstellungen einstellbar sind.
Hydraulische Steuervorrichtungen dieser Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Dabei kann die
Steuerung des Ausbaus als Fernsteuerung von einer Zentralstelle aus über im Streb verlegte Steuerleitungen
oder aber als Handsteuerung ausgeführt werden. Im letztgenannten Fall ist vor allem die sogenannte
»Nachbarsteuerung« zweckmäßig, bei der die handbetätigten Steuergeräte der einzelnen Ausbaueinheiten
jeweils an den benachbarten Ausbaueinheiten angeordnet sind, so daß der Bedienungsmann das Rücken der
Ausbaueinheiten jeweils vom gesicherten Feld der benachbarten Ausbaueinheil aus vornehmen kann.
Die bekannten Ausbausteuerungen sind im allgemeinen so ausgebildet, daß die einzelnen Arbeitsvorgänge
beim Rücken einer Ausbaueinheit, nämlich das Rauben, Rücken und Setzen, durch Einzelbetätigungen des
Steuergerätes herbeigeführt werden. Andererseits ist es aber auch bekannt, mit einer druck-, weg- oder
zeitabhängigen Folgesteuerung zu arbeiten. In diesem Fall braucht der Steuerzyklus lediglich von Hand oder
durch einen Steuerimpuls ausgelöst zu werden; der Steuerzyklus vollzieht sich dann automatisch, d. h. ohne
weitere Beeinflussung von der Bedienungsseite her.
In den vorgenannten Fällen erfolgt der Ablauf der einzelnen Arbeitsvorgänge in zeitlicher Aufeinanderfolge,
d. h. derart, daß zunächst die Stempel vom Druck entlastet, dann die geraubten Ausbaueinheiten gerückt
und anschließend wieder gesetzt werden. Andererseits ist es aber auch schon bekannt, Ausbaurahmen oder
Ausbauböcke unter Last, sei es unter der vollen Setzlast oder bei verminderter Last, zu rücken. Diese Arbeitsweise
läßt sich aber nur bei glattem, ebenflächigem Hangenden durchführen.
Es ist in diesem Zusammenhang auch eine automatische Ausbausteuerung bekanntgeworden, bei der
jeweils der Rückzylinder und die Stempel einer Ausbaueinheit einen Regelkreis bilden, der in einer die
üruckräume der Stempel mit dem Rücklauf verbindenden Leitung ein servobetätigtes Steuerventil aufweist,
dessen Servokolben an die zu dem Rückzylinder führende Druckleitung angeschlossen ist (Glückauf,
1965, Heft 12, S. 715 bis 720, insbesondere Abb. 4). Die Anordnung ist auch hier so getroffen, daß der Ausbau
ohne Druckentlastung der Stempel, also bei voller Last gerückt wird. Lediglich für den Fall, daß der
Schreitwiderstand des Ausbaus einen vorbestimmten Betrag übersteigt, bei welchem ein Rücken unter Last
nicht mehr möglich ist, wird auf Grund des Druckanstiegs im Zylinderraum des Rückzylinders das Steuerventil
über den Servokolben aufgesteuert, wodurch
ίο Flüssigkeit aus den Stempeln abströmen kann und die
Stempellast gerade so weit gesenkt wird, daß anschließend ein Schreiten des Ausbaus unter Teillast möglich
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Steuervorrichtung der eingangs genannten Art so herzurichten, daß sich mit ihr das Rücken der Ausbaueinheiten in der — von den Betriebsverhältnissen her gesehen — jeweils zweckmäßigsten Weise und möglichst rasch vornehmen läßt, ohne daß aber die Schwierigkeiten, die sich beim Rücken unter Last ergeben können, zwangläufig in Kauf genommen werden müssen und die für das Rücken unter Last erforderlichen Steuervorrichtungen benötigt werden. Dabei soll dem Bedienungspersonal vor allem auch eine Wahlmöglichkeit geboten werden, die es in die Lage versetzt, das Rücken entweder in der üblichen Weise in zeitlicher Aufeinanderfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge oder, falls es die Betriebsverhältnisse zulassen, beschleunigt von Hand oder auf automatischem Wege durchzuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydraulische Steuervorrichtung der eingangs genannten Art so herzurichten, daß sich mit ihr das Rücken der Ausbaueinheiten in der — von den Betriebsverhältnissen her gesehen — jeweils zweckmäßigsten Weise und möglichst rasch vornehmen läßt, ohne daß aber die Schwierigkeiten, die sich beim Rücken unter Last ergeben können, zwangläufig in Kauf genommen werden müssen und die für das Rücken unter Last erforderlichen Steuervorrichtungen benötigt werden. Dabei soll dem Bedienungspersonal vor allem auch eine Wahlmöglichkeit geboten werden, die es in die Lage versetzt, das Rücken entweder in der üblichen Weise in zeitlicher Aufeinanderfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge oder, falls es die Betriebsverhältnisse zulassen, beschleunigt von Hand oder auf automatischem Wege durchzuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Steuergerät zusätzlich zu den genannten
Schaltstellungen mindestens eine weitere, wahlweise einstellbare Eilgangschaltstellung aufweist, bei der das
Rauben der Stempel und das Umsetzen der Ausbaueinheiten gleichzeitig einleitbar sind.
In der Eilgängstellung erfolgen also die Druckentlastung
der hydraulischen Stempel und die Druckbeaufschlagung des Rückzylinders in Schreitrichtung gleichzeitig,
so daß der Rückvorgang insgesamt beschleunigt durchgeführt wird.
Während des Rückvorgangs bleiben die Stempeldruckräume an den Ablauf angeschlossen, so daß die
Stempel über den Rückweg mehr oder weniger einschieben. Vorteilhaft ist dabei, daß der Einschub der
Stempel durch die beim öffnen des Rauhventils zunächst noch in Anlage am Hangenden befindlichen
und beim Rücken am Hangenden entlangbewegten Kappen unterstützt wird, sofern der Einschub der
Stempel nicht sofort allein durch das Eigengewicht der Innenstempel und der von ihnen getragenen Kappen
erfolgt. Da in der Anfangsphase des Rückvorgangs die von den Stempeln getragenen Kappen im allgemeinen
noch Hangendkontakt haben und sich erst im weiteren Verlauf des Rückvorgangs gegenüber dem Hangenden
absenken, ergibt sich auch der Vorteil, daß die Kappen in der Anfangsphase des Rückens sich schleifend am
Hangenden entlangbewegen, wodurch etwaiges auf den Kappen aufliegendes feinstückiges Hangendmaterial
durch den sich zunehmend öffnenden Spalt zwischen Kappe und Hangendem in gewissem Umfang abgestreift
wird, so daß die anzustrebende großflächige Unterfangung des Hangenden bei erneutem Setzen des
Ausbaus begünstigt wird. Da in der Eilgangstellung die
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Stempel während des Rückvorgangs voll entlastet werden, können auch die beim Rücken unter Last
bestehenden Schwiergkeiten sowie entsprechende lastabhängige Steuerungen vermieden werden. Die
genannte Eilgangstellung ist eine zusätzliche Schaltposition des Steuergerätes, welches im übrigen auch die
Möglichkeit bietet, das Rücken der Ausbaueinheiten in der herkömmlichen Weise vorzunehmen, d. h. die
Stempel zunächst zu rauben und erst dann den Rückvorgang einzuleiten. Insofern ist dem Bedienungspersonal
also hinsichtlich der Art des Rückvorgangs eine Wahlmöglichkeit gegeben, die es in die Lage
versetzt, den Rückvorgang den jeweiligen Betriebsverhältnissen entsprechend durchzuführen und auch
während des Rückvorgangs durch Umschaltung des Steuergerätes in den Arbeitsablauf einzugreifen. Die
durch die Eilgangstellung gegebene Zusatzfunktion läßt sich bei Verwendung an sich bekannter Planflächen-Steuergeräte
in einfacher Weise bewerkstelligen, die sich dabei in vorteilhafter Weise so ausbilden lassen, daß
in einer weiteren Schaltstellung die Arbeitsfolge Rauben — Rücken — Setzen sich ohne Handschaltung
des Steuergerätes automatisch vollzieht. In tiiesem Fall kann die Bedienungsperson also die Ausbaueinheiten
entweder durch Handschaltung des Steuergerätes oder aber auf automatischem Wege rücken, wobei sie
jederzeit von Handsteuerung auf die Steuerautomatik und umgekehrt umschalten kann. Die automatische
Steuerung arbeitet nach Art einer druck-, zeit- oder wegabhängigen Folgesteuerung, wie dies an sich
bekannt ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 ein Schaltbild einer Bocksteuerung für Hobelbetriebe mit Nachbarsteuerung und dosierter
Beaufschlagung des Rückzylinders,
F i g. 2 ein Schaltbild einer für die Steuerung von Rahmengespannen dienenden Steuervorrichtung gemäß
der Erfindung mit Nachbar- und Folgesteuerung,
F i g. 3 im Schnitt ein als Drehschieber ausgebildetes Planflächen-Steuergerät, welches bei der erfindungsgemäßen
Steuervorrichtung zur Anwendung kommt,
Fig.4 und 5 das Planflächen-Steuergerät gemäß
F i g. 3, welches über eine Verteilerplatte mit den weiteren Steuer- und Arbeitsventilen der hydraulischen
Steuervorrichtung zu einem Steuerblock vereinigt ist.
Das in den F i g. 3 bis 5 dargestellte Planflächen-Steuergerät weist, wie an sich bekannt, einen Planflächenkörper
10 auf, welcher zugleich eine Anschluß- und Montageplatte bildet und der mit Anschlußbohrungen
Z\ bis Zn versehen ist, die auf einem gemeinsamen Teilkreis liegen. Insgesamt sind zwölf Anschlußbohrungen
auf dem Teilkreis angeordnet, die in der ebenen Steuerspiegelfläche 11 des Planflächenkörpers münden,
welcher am Umfang der Steuerspiegelfläche eine Eindrehung 12 mit einer Ringschulter 13 aufweist, gegen
welche sich eine topfförmige Gehäuseglocke 14 legt, die mit dem Planflächenkörper 10 durch Verschrauben
verbunden ist. In der Gehäuseglocke 14 sitzt ein Drehschieberorgan 15, welches am Umfang mittels
eines Dichtringes 16 gegenüber der zylindrischen Innenwand der Gehäuseglocke abgedichtet ist. Das
Drehschieberorgan 15 faßt mit einem Drehzapfen 17 in eine zentrale Bohrung 18 des Planflächenkörpers 10 ein
und ist mittels eines Dichtringes 19 gegenüber der Bohrung abgedichtet. Der Drehzapfen 17 bildet das
Anschlußorgan für die Hauptdruckleitung P, die an die zentrale Anschlußbohrung 18 angeschlossen wird. Die
Pumpenrücklaufleitung R wird an eine Anschlußbohrung 20 des Planflächenkörpers 10 angeschlossen, die
ebenfalls außerhalb des genannten Teilkreises der Anschlußbohrungen und außermittig an dem Planflächenkörper
so angeordnet ist, daß sie in den Ringspalt 21 zwischen der Steuerspiegelfläche und der Stirnfläche
des Drehschieberorgans einmündet.
Das Drehschieberorgan 15 weist einen zentralen axialen zylindrischen Ansatz 22 auf, der durch eine Bohrung im Boden der Gehäuseglocke 14 nach außen herausragt und in der Bohrung mittels Dichtringe 23 und 24 abgedichtet ist. Der axiale Ansatz 22 ist mit einer gestuften axialen Innenbohrung 25 versehen, in der ein
Das Drehschieberorgan 15 weist einen zentralen axialen zylindrischen Ansatz 22 auf, der durch eine Bohrung im Boden der Gehäuseglocke 14 nach außen herausragt und in der Bohrung mittels Dichtringe 23 und 24 abgedichtet ist. Der axiale Ansatz 22 ist mit einer gestuften axialen Innenbohrung 25 versehen, in der ein
ίο stößelbetätigtes Rückschlagventil 26, bestehend aus
einer Ventilkugel 27, einer Ventilfeder 28 und einem Ventilsitzglied 29, sitzt. Ein Hülsenglied 30 legt sich von
der anderen Seite gegen das Ventilsitzglied. Die Teile 29 und 30 werden von einem Verschlußglied 31 in ihrer
Lage gehalten, welches von außen in die Innenbohrung des axialen Ansatzes 22 eingeschraubt ist. In der
zentralen Innenbohrung des Verschlußgliedes ist ein Stößel 32 dichtend geführt, der am vorderen Ende einen
Finger 33 aufweist und am rückwärtigen Ende unter der
2U Einwirkung eines Exzenterhebels 34 steht, der an dem
axialen Ansatz 22 um eine Achse 35 schwenkbar ist. Beim Verschwenken des Exzenterhebels 34 wird der
Stößel 32 nach innen gedruckt, so daß sein Finger 33 die Ventilkugel 27 entgegen der Rückstellkraft der Feder 28
von dem Ventilsitz abhebt.
Die Gehäuseglocke 14 weist am Boden eine ringförmige Ausdrehung 36 auf, deren Durchmesser
größer ist als der Durchmesser des Teilkreises der Anschlußbohrungen Z\ bis Zn. In dieser Ausdrehung
ω sitzt ein Wälzlager 37, an welchem sich das Drehschieberorgan
15 rückseitig abstützt. Letzteres ist mit einer außermittigen Bohrung 38 versehen, in der eine
Rastkugel 40 sitzt, die unter der Wirkung einer Feder 39 steht. Am Boden der Gehäuseglocke 14 sind Rastvertiefungen
41 vorgesehen, in die die Rastkugel 40 unter der Wirkung der Feder 39 in den verschiedenen Schaltstellungen
einrasten kann.
Das Drehschieberorgan 15 weist ferner mindestens eine axiale Steuerbohrung 42 auf, die an der dem
Sleuerspiegel 11 zugewandten Stirnseite des Drehschieberorgans mündet und die über eine Radialbohrung 43
mit der Axialbohrung 25 des Rückschlagventils in Verbindung steht. Das Hülsenglied 30 weist Durchbrechungen
44 auf, die eine Verbindung zwischen den
Vy Bohrungen 42,43 und der Bohrung 18 der Hauptdruckleitung
Pherstellen.
Die Bohrungen 42 liegen auf dem Teilkreis der Bohrungen Z\ bis Z,2. In den Bohrungen 42 sind
Scherhülsen 45 kolbenartig verschiebbar geführt und
w mittels Federn 46 gegen die Steuerspiegelfläche 11
andrückbar. Die Scherhülsen 45 weisen Ringdichtungen 47 auf, die sich am Umfang der miteinander fluchtenden
Bohrungen Z\ bis Zn und 42 gegen die Steuerspiegelfläche 11 anpressen und dadurch die Verbindung der
r>"> Bohrungen gegenüber dem an den Pumpenrücklaut
angeschlossenen Ringspalt 21 abdichten.
Die Anschlußbohrungen Z\ bis Zn werden an die
verschiedenen Steuer- und Arbeitsventile und die sonstigen Verbraucher der hydraulischen Steuervor-
w) richtung angeschlossen. Bei geschlossenem Rückschlagventil
26 ist die Verbindung zwischen der Anschlußbohrung 18 und der Anschlußbohrung Z\ abgesperrt. Wird
der Exzenterhebel 34 geschwenkt, so drückt der Stößel 32 die Ventilkugel 27 in die Öffnungsstellung, so daß die
tv> Verbindung der Pumpendruckleitung P über die
Bohrungen 18, 44, 43, 42 und Z\ hergestellt wird. Beim Zurückschwenken des Exzenterhebels gelangt die
Ventilkugel 27 wieder in die Schließstellung, so daß die
Verbindung zwischen den Bohrungen 18 und Z\ unterbrochen wird. Es ist jetzt möglich, das Drehschieberorgan
15 mittels des Exzenterhebels 34 um seine Achse zu drehen, wodurch sich die Steuerbohrungen 42
mit den verschiedenen Anschlußbohrungen Z\ bis Zn in vorbestimmten Kombinationen in Verbindung bringen
lassen.
Wie die F i g. 4 und 5 zeigen, wird das Planflächen-Steuergerät
S mittels Schrauben an eine Verteilerplatte 5Ϊ angeschlossen, welche mit Bohrungen 56 versehen
ist, die die Verbindungen zwischen den Bohrungen Z\ bis Zn, 18 und 20 des Steuergerätes und den Anschlußleitungen
des Verbrauchers bzw. der Steuerventile herstellen. An der Verteilerplatte sind ferner die mittels
des Steuergerätes angesteuerten Arbeitsventile 52 sowie die servogesteuerten Steuerventile 53 der
hydraulischen Steuervorrichtung nebst den Pumpenleitungen Pund Wangeschlossen. Die gesamte Baueinheit
bildet einen Steuerblock, der an der Ausbaueinheit angeordnet wird.
Im folgenden wird die in Fig. 1 dargestellte Steuervorrichtung für Ausbauböcke näher erläutert.
Jedem einzelnen Ausbaubock eines Strebs ist hier ein Planflächen-Steuergerät S der in den Fig.3 bis 5
gezeigten Bauart zugeordnet, wobei im Falle einer Nachbarsteuerung die den einzelnen Ausbauböcken
zugeordneten Steuergeräte jeweils an den benachbarten Ausbauböcken angeordnet sind.
In F i g. 1 sind die beiden vorderen, abbaustoßseitigen Stempel mit 60 und die beiden rückwärtigen, versatzseitigen
Stempel mit 60/4 bezeichnet. Die hydraulischen Stempel 60 und 60/4 sind am Liegenden über eine
Sohlkonstruktion und am Hangenden über eine Kappenkonstruktion zu einem rückbaren Ausbaubock
verbunden. Der Rückzylinder, der mit seiner Kolbenstange 61 am Strebförderer angeschlossen ist, trägt die
Bezugsziffer 62. Das dem Ausbaubock zugeordnete Planflächen-Steuergerät Sweist sieben Schaltstellungen
I bis VII auf.
Die längs durch den Streb hindurchgeführte Pumpendruckleitung ist mit P, die Pumpenrückliaufleitung mit R
bezeichnet. Die Steuergeräte S der einzelnen Ausbauböcke sind über Leitungen fund R' an diese Leitungen
angeschlossen, wobei die Leitungen P' und R' mit den Anschlußbohrungen 18 und 20 des betreffenden
Steuergerätes Sverbunden sind.
Den vier Stempeln eines jeden Ausbaubocks ist ein servogesteuertes Raubventil 63 zugeordnet, dessen
Servozylinder 64 über eine Steuerleitung 65 an eine der Anschlußbohrungen Z\ bis Zn des Steuergerätes
angeschlossen ist. Das Raubventil ist über Leitungen 66 und 67 an die Hauptdruckleitung Pbzw. die Rücklaufleitung
R sowie über eine Leitung 68 an die auf der Kolbcnstangenseite liegenden Zylinderräume 60' der
Stempel angeschlossen. Es ist erkennbar, daß das Ventil 63 so geschaltet werden kann, daß die Räume 60' der
Stempel mit der Druckleitung P verbunden werden, wodurch die Stempel zwangsweise eingeschoben
werden. Es versteht sich, daß hierbei die Stempeldruckräume 60" mit der Rucklaufleitung R verbunden sein
müssen.
Den beiden vorderen Stempeln 60 des Ausbaubocks ist ein servogestcuertes Setzventil 69 zugeordnet,
welches über Leitungen 70 und 71 an die Leitungen P und R und über eine Leitung 72 an die Stempeldruckräu- μ
mc 60" der beiden vorderen Stempel angeschlossen ist. Der Servozylinder 73 des Setzventils ist über eine
Leitung 74 mit einer der Anschlußbohrungen Z\ bis Zn
des Steuergeräts Sverbunden.
Entsprechend weisen die beiden hinteren Stempel 60/4 ein gemeinsames Setzventil 75 auf, welches über
Leitungen 76 und 77 mit den Leitungen P und R und über eine Leitung 78 mit den Stempeldruckräumen 60"
dieser Stempel verbunden ist. Der Servozylinder 79 dieses Ventils ist über eine Steuerleitung 80 an eine der
Anschlußbohrungen Z\ bis Zn des Steuergerätes
angeschlossen. In Zweigleitungen 81 und 82 der Leitungen 72 und 78 liegen hydraulisch entsperrbare
Arbeitsventile 83 und 83/4 (Überdruckventile), die über Leitungen 84 und 84/4 an die Rücklaufleitung R und über
eine Steuerleitung 85 an eine weitere Anschlußbohrung Z\ bis Zi 2 des Steuergerätes angeschlossen sind.
Mit 86 ist ein Arbeitsventil bezeichnet, welches in einer Leitung 87 liegt, die die Rücklaufleitung R mit
einer Leitung 88 verbindet. Letztere ist an den Zylinderraum 62" des Rückzylinders angeschlossen.
Außerdem ist das Arbeitsventil 86 über eine Steuerleitung 89 an eine weitere Anschlußbohrung Z\ bis Zn des
Steuergerätes angeschlossen.
In der Leitung 88 liegt ein servogesteuertes Ventil 90, welches über Leitungen 91 und 92 mit den Leitungen P
und R verbunden ist, während sein Servozylinder 93 über eine Steuerleitung 94 an eine weitere Anschlußbohrung
Z\ bis Zn des Steuergerätes angeschlossen ist. Das Ventil dient zum Rücken des Strebförderers.
Zum Nachziehen des Ausbaubocks dient ein servogesteuertes Ventil 95, welches über eine Leitung 96 an den
kolbenstangenseitigen Zylinderraum 62' des Rückzylinders 62 und über Leitungen 97 und 98 an die Leitungen P
und R angeschlossen ist. Der Servozylinder 99 ist über eine Leitung 100 mit der Steuerleitung 89 verbunden.
Mit 101 ist eine an sich bekannte Dosiervorrichtung bezeichnet, mit der der Zylinderraum 62" des
Rückzylinders verbunden ist und die ihrerseits an die Leitungen P und R sowie an eine Steuerleitung 10Γ
angeschlossen ist. Die Steuerleitung 10Γ ist mit einer längs durch den Streb hindurchgeführten Hauptsteuerleitung
ST verbunden. Mit Hilfe der Dosiervorrichtung läßt sich der Druckmittelzufluß zu dem Rückzylinder
genau dosieren, so daß der Rückzylinder den Strebförderer um ein vorbestimmtes, der Schnittiefe des am
Strebförderer geführten Hobels entsprechendes Maß vorschiebt. Dosiereinrichtungen dieser Art sind an sich
bekannt.
Die Arbeitsweise der Steuervorrichtung ist folgende:
Schaltstellung III des Steuergerätes 5
In dieser Nullstellung sind sämtliche Steuerleitungen 65, 74, 80, 89 und 94 an die Rücklaufleitung R
angeschlossen, wie dies in Fi g. 1 schematisch angedeutet ist. Die vier Stempel des Ausbaubocks sind gesetzt.
Das Ventil 86 ist geschlossen, so daß der Zylinderraum 62" des Rückzylinders gegenüber der Rücklaufleitung R
abgesperrt ist und der Rückzylinder den als Hobelführung dienenden Strebförderer starr abstützt. Die
Arbeitsventile 83 und 83/4 verhindern eine Überlastung der Stempel, indem sie bei einem vorbestimmten
Nenndruck die Druckräume 60" über die Leitungen 72, 78 und die sich öffnenden Ventile mit der Rücklaufleitung
R verbinden.
Schaltstellung Il
In dieser Schaltslcllung ist die Steuerleitung 94 an die
Druckleitung Pangeschlossen. Über die Leitung 94 wird
der Servokolben 93 des Steuerventils 90 vom Druck beaufschlagt, wodurch dieses Ventil so geschaltet wird
daß die Leitung 88 über die Leitung 92 mit der Druckleitung P verbunden und der Zylinderraum 62"
des Rückzylinders vom Druckmittel beaufschlagt wird. Die sich ausschiebende Kolbenstange 61 drückt den
Strebförderer gegen den Abbaustoß vor, wobei das Rückmaß mit Hilfe der Dosiervorrichtuing 101 genau
festgelegt wird.
Schaltstellung IV
Bei dieser Schaltstellung sind die Steuerleitungen 65 und 85 an die Druckleitung P angeschlossen. Über die
Steuerleitung 85 werden die Arbeitsventile 83 und 83/4 vom Steuerdruck beaufschlagt, so daß die Arbeitsventile
die zu den Stempeldruckräumen 60" führenden Leitungen 72 und 78 über die Leitungen 84 und 84Λ an
die Rücklaufleitung R anschließen. Zugleich wird über die Steuerleitung 65 das Ventil 63 so gesteuert, daß die
Stempelräume 60' über die Leitung 68 und das Ventil 63 an die Druckleitung P angeschlossen werden. Die
Stempel 60 und 60/4 werden hierdurch zwangsweise eingeschoben.
Schaltstellung V
In dieser Schaltstellung werden die Steuerleitungen 85 und 89 an die Druckleitung fangeschlossen. Dadurch
werden über die Steuerleitung 85 die Arbeitsventile 83 und 83/4 so umgeschaltet, daß die Stempeldruckräume
60" über die Leitungen 72 und 78 an die Rücklaufleitung R angeschlossen werden. Zugleich wird über die
Steuerleitung 89 das Steuerventil 95 so umgesteuert, daß die zu dem Zylinderraum 62' des Rückzylinders
führende Leitung 96 mit der Druckleitung P verbunden wird. In dieser Schaltstellung wird also der Ausbaubock
geraubt und zugleich durch Druckbeaufschlagung seines Rückzylinders gerückt. Diese Schaltstellung entspricht
somit der Eilgangschaltstellung.
Schaltstellung VI
Hierbei ist die Steuerleitung 74 an die Druckleitung P angeschlossen. Über die Steuerleitung 74 wird das
Steuerventil 69 so geschaltet, daß die zu den Druckräumen 60" der beiden vorderen Stempel 60
führende Leitung 72 mit der Druckleitung P verbunden und damit die beiden vorderen Stempel 60 unabhängig
von den beiden hinteren Stempeln 60/4 gesetzt werden.
Schaltstellung VII
Hierbei sind die Steuerleitungen 74 und 80 an die Druckleitung P angeschlossen. Über die Steuerventile
69 und 75 werden die Druckräume 60' der vorderen und so
hinteren Stempel 60, 60/4 an die Druckleitung P angeschlossen, so daß in diesem Fall sämtliche Stempel
des Ausbaubocks gleichzeitig gesetzt werden.
Die Umschaltung des Steuergerätes 5 erfolgt von Hand mittels des Exzenterhebels 34. Selbstverständlich
besteht aber auch die Möglichkeit, die Umschaltung auf andere Weise, z. B. über Fernsteuerleitungen u. dgl.,
herbeizuführen.
In F i g. 2 ist die erfindungsgemäße Steuerung für ein Rahmengespann gezeigt, dessen beide Rahmen A und B
in bekannter Weise über einen doppelt wirkenden Schreitzylinder 162 so verbunden sind, daß die beiden
Rahmen in aufeinanderfolgenden Schritten und unter gegenseitiger Abstützung gerückt werden können. Die
beiden Rahmen weisen jeweils zwei hydraulische Stempel 160 und 160/4 auf, von denen die Stempel 160
die vorderen und die Stempel 160/4 die hinteren StemDcl sind.
Die Steuerventile und Arbeitsventile sind mit 163 bis
179 bezeichnet. Dabei entsprechen die Arbeitsventile 164, 166, 171, 173 den Arbeitsventilen 83 und 83/4 der
Fig. 1, die Steuerventile 165, 167, 170 und 172 den Steuerventilen 69 und 75 der F i g. 1 sowie das
Steuerventil 163 dem Steuerventil 63 der F i g. 1.
Die Steuerventile 163,165,167,168,169,170 und 177
sind mit Doppelservokolben ausgerüstete Ventile, während die Steuerventile 176 bis 179 nur einen
einfachen Servokolben aufweisen.
Die Steuerleitungen sind mit 180 bis 188 bezeichnet. Das als Drehschieber (F i g. 3) ausgebildete Anwähl- und
Steuergerät Sweist hier elf Schaltstellungen I bis XI auf. Mit 190 bis 195 sind sogenannte »Wechselventile«, d. h.
in beiden Druckrichtungen arbeitende Rückschlagventile bezeichnet, während die Ventile 192 und 196 nur in
einer Richtung arbeitende Rückschlagventile sind. Außerdem sind im Steuerkreis Zeitglieder 198 und 199
angeordnet.
Die Arbeitsweise dieser Steuervorrichtung ist wie folgt:
Schaltstellung VI (Nullstellung)
In dieser Nullstellung sind sämtliche Steuerleitungen
180 bis 188 über das Steuergerät S an die Rücklaufleitung R angeschlossen. Die Stempel beider Rahmen A
und B sind gesetzt. Die hydraulisch entsperrbaren Ventile 164, 166, 172 und 173 arbeiten als Überdruckventile,
die bei Überdruck in den Druckräumen 160' einen Abfluß des Druckmittels über die Leitungen 200
zur Rücklaufleitung R freigeben, an die diese Ventile angeschlossen sind. Die beiden Druckräume 162' und
162" des Schreitzylinders sind vom Druck entlastet.
Schaltstellung V
(Rauben des linken Rahmens A)
(Rauben des linken Rahmens A)
Bei dieser Schaltstellung des Steuergerätes 5 sind die
Steuerleitungen 180 und 188 an die Druckleitung P angeschlossen. Über die Leitung 180 werden die jetzt als
Raubventile dienenden Arbeitsventile 171 und 173 so verstellt, daß sie die Stempeldruckräume 160' des linken
Rahmens A über die Leitung 200 mit der Rücklaufleitung R verbinden und die Stempel damit entlasten.
Zugleich wird über die Steuerleitung 188 der Servozylinder 163' des Steuerventils 163 vom Druck beaufschlagt,
der dadurch das Ventil in eine Stellung bringt, in der die Druckräume 160" der Stempel des linken
Rahmens über eine Leitung 201 an die Druckleitung P angeschlossen werden, so daß diese Stempel unter
Druck eingeschoben werden. Die Stempel 160,160/4 des
rechten Rahmens B bleiben hierbei gesetzt, da ihre Druckräume 160' keine Verbindung zum Rücklauf
haben.
Schaltstellung IV
(Eilgangschaltstellung)
(Eilgangschaltstellung)
In diesem Fall sind die Steuerleitungen 180 und 183 über das Steuergerät S an die Druckleitung P
angeschlossen. Die Druckräume 160' der Stempel des linken Rahmens werden in der beschriebenen Weise
über die Ventile 171, 173 entlastet. Zugleich wird über die Steuerleitung 183 der eine Servokolben 169' des
Steuerventils 169 beaufschlagt, wodurch dieses Ventil so geschaltet wird, daß über eine Leitung 202 der
Zylinderraum 162' des Schreitzylinders vom Druck der Leitung P beaufschlagt und damit der entlastete
Rahmen A gerückt wird. Das Rauben des Rahmens A
und das Vorrücken desselben erfolgen hier also gleichzeitig.
Schaltstellung III (Rücken des linken Rahmens)
Hier wird nur die Steuerleitung 183 an die Druckleitung P angeschlossen, so daß über den
Servokolben 169' des Steuerventils 169 der Druckraum 162' des Schreitzylinders an die Druckleitung P
angeschlossen und dadurch der Rahmen A gerückt wird. Diese Schaltstellung bietet damit die Möglichkeit, unter
Umgehung des Eilganges zunächst den Rahmen A zu rauben (Schaltstellung V) und dann zu rücken oder aber
unter Umgehung der Schaltstellungen IV und V den Rahmen unter Last zu rücken.
Schaltstellung II (Setzen des Rahmens A)
Die Steuerleitung 181 wird an die Druckleitung P angeschlossen. Dadurch werden die Servokolben 170'
und 172' der Setzventile 170 und 172 vom Druck beaufschlagt, wodurch die Setzventile so umgeschaltet
werden, daß die Druckräume 160' der Stempel des Rahmens A über die Leitung 200 an die Druckleitung P
angeschlossen werden. Die Stempel 160 und 160/4 werden gleichzeitig gesetzt.
Schaltstellung I (aktives Rauben der Vorderstempel)
Die Leitung 182 wird an die Druckleitung P angeschlossen. Dadurch werden die Arbeitsventile 166
und 171 so geschaltet, daß sie die Druckräume 162" der vorderen Stempel 160 der beiden Rahmen A und B an
die Rücklaufleitung R anschließen, während die Arbeitsventile 164 und 173 der hinteren Stempel
unbeeinflußt bleiben, da die Verbindung über die Rückschlagventile 190, 193 abgesperrt ist. Über eine
Zweigleitung 203 wird der Servokolben 163" des Steuerventils 163 beaufschlagt wodurch die Druckräume
160" der beiden vorderen Stempel 160 mit der Druckleitung P verbunden werden. Die vorderen
Stempel werden in diesem Fall aktiv, d. h. auf hydraulischem Wege eingeschoben, um z. B. die beiden
vorderen Stempel ausrichten oder eine von den vorderen Stempeln getragene Kappe vorziehen zu
können.
Schaltstellung VII (aktives Rauben des Rahmens B)
Sie entspricht sinngemäß der Schaltstellung V, wobei hier jedoch die Steuerleitungen 187, 188 an die
Druckleitung P angeschlossen und die Arbeitsventile 164, 166 zur Entlastung der Druckräume 160' geöffnet
und zugleich die Druckräume 160" der Stempel des Rahmens B zum aktiven Stempeleinschub über das
Ventil 163 an die Druckleitung Pangeschlossen werden.
Schaltstellung VIII (Eilgangschaltstellungfür Rahmen B)
Sie entspricht sinngemäß der Schaltstellung IV, wobei jedoch die Steuerleitungen 184 und 187 an die
Druckleitung Pangeschlossen sind.
Schaltstellung IX (Rücken des rechten Rahmens B)
Diese Schaltstellung entspricht sinngemäß der Schaltstellung III.
10
Schaltstellung X
(Setzen des Rahmens B)
(Setzen des Rahmens B)
Sie entspricht sinngemäß der Schaltstellung II.
Schaltstellung XI
(Einschalten der Steuerautomatik)
In dieser Schaltstellung ist die Steuerleitung 185 an die Druckleitung Pangeschlossen. Über die Leitung 185
ίο wird das Zeitglied 199 vom Druck beaufschlagt.
Zugleich werden über eine Zweigleitung 185' und das Steuerventil 178 die Arbeitsventile 164, J66 vom Druck
beaufschlagt, so daß diese die Druckräume 160' der Stempel des rechten Rahmens B an die Rücklaufieitung
R anschließen und damit die Stempel entlasten. Zugleich wird über die Leitungen 185' und 185" der Servokolben
163" des Steuerventils 163 beaufschlagt, so daß die Druckräume 160" der Stempel an die Druckleitung P
angeschlossen und die Stempel aktiv eingeschoben werden.
Nach einer vorbestimmten Zeitdauer schaltet das Zeitglied 199 das Ventil 178 von der Raubstellung in die
Rückstellung um. Hierbei wird eine Steuerleitung 204 mit der Steuerleitung 185,185' verbunden, wodurch der
eine Servokolben 168' des Steuerventils 168 vom Steuerdruck beaufschlagt und dieses Ventil so geschaltet
wird, daß der Druckraum 162" des Schreitzylinders 162 über die Leitung 205 an die Druckleitung P
angeschlossen wird. Dadurch wird der Rahmen B
M) gerückt.
In der Leitung 205 sitzt eine Meßblende 206, die das durchflußabhängig arbeitende Servoventil 179 steuert.
Sobald der Schreitzylinder seinen Schreithub beendet hat und der Durchfluß in der Leitung 205 wieder auf
i. Null zurückgegangen ist, wird das Ventil 179 so geschaltet, daß es die Leitung 185' über das Ventil 178
an eine Steuer'eitung 208 anschließt, wodurch die Servokolben 165' und 167' der Ventile 165 und 167
beaufschlagt werden, so daß diese Ventile die Leitung
IU 200 an die Druckleitung P anschließen und damit die
Stempel des Rahmens B wieder setzen. Dabei ist das Ventil 175 so geschaltet, daß der Durchfluß von der
Leitung 208 zu einer Leitung 207 freigegeben ist, in der das Zeitglied 198 angeordnet ist. Über die Leitung 207
und das Schaltventil 177 werden dann die Arbeitsventile 171 und 173 beaufschlagt, so daß die Druckräume der
Stempel des Rahmens A entlastet und diese Stempel über das Steuerventil 163 aktiv eingeschoben werden.
Nach einem vorbestimmten, am Zeitglied 198 eingestellten Zeitintervall wird das Ventil 177 von dem Zeitglied
geschlossen, wodurch nun über den Servokolben 169" des Steuerventils 169 der Druckraum 162' des
Schreitzylinders beaufschlagt und der Rahmen A gerückt wird. Eine durchflußabhängige Meßblende 206
schaltet nach erfolgtem Rücken auf »Setzen« um, so daß nun die Stempel des Rahmens A wieder gesetzt werden.
Damit ist der automatische, zeit- und druck- bzw. mengenabhängig gesteuerte Rückzyklus beendet.
Die Zeitglieder 198 und 199 bestehen aus Verzögerungsventilen, die z. B. von einem Druckspeicher
gesteuert werden. Der Druckspeicher wird über die mit ihm verbundene Steuerleitung vom Steuerdruck über
eine Drossel beaufschlagt, wodurch seine Gasdruckblase je nach Drosscleinstellung mehr oder weniger schnell
es zusammengedrückt wird. Bei einer bestimmten Kompression
der Druckblase schultet diese das Verzögerungsventil um.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Hydraulische Steuervorrichtung zur Steuerung von maschinell rückbaren Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u. dgl., mit baueigenen, insbesondere aus Planflächen-Steuergeräten bestehenden Steuergeräten, die für das Rauben, Rücken und Setzen der Ausbaueinheiten in verschiedene Schaltstellungen einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuergerät (S) zusätzlich zu den genannten Schaltstellungen mindestens eine weitere, wahlweise einstellbare Eilgangschaltstellung aufweist, bei der das Rauben der Stempel (60, 60Λ, 160, 160/4; und das Umsetzen der Ausbaueinheiten gleichzeitig einleitbar sind.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702038663 DE2038663C3 (de) | 1970-08-04 | 1970-08-04 | Hydraulische Steuervorrichtung für rückbare Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u.dgl. |
| FR7124064A FR2100097A5 (de) | 1970-08-04 | 1971-07-01 | |
| SU711685101A SU797601A3 (ru) | 1970-08-04 | 1971-07-29 | Гидравлическое устройство дл управ-лЕНи пЕРЕдВигАЕМыХ СЕКций КРЕпи ВшАХТАХ |
| US16783271 US3821880A (en) | 1970-08-04 | 1971-07-30 | Hydraulic control systems and devices therefor |
| PL1971149795A PL73754B1 (de) | 1970-08-04 | 1971-08-02 | |
| CS567271A CS199231B2 (cs) | 1970-08-04 | 1971-08-04 | Hydraulické řídicí zařízení pró řízení mechanizované výztuže |
| GB3670871A GB1381303A (en) | 1970-08-04 | 1971-08-04 | Hydraulic control system |
| JP5891571A JPS5347323B1 (de) | 1970-08-04 | 1971-08-04 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702038663 DE2038663C3 (de) | 1970-08-04 | 1970-08-04 | Hydraulische Steuervorrichtung für rückbare Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u.dgl. |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2038663A1 DE2038663A1 (de) | 1972-02-10 |
| DE2038663B2 true DE2038663B2 (de) | 1978-08-10 |
| DE2038663C3 DE2038663C3 (de) | 1984-05-03 |
Family
ID=5778823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702038663 Expired DE2038663C3 (de) | 1970-08-04 | 1970-08-04 | Hydraulische Steuervorrichtung für rückbare Ausbaueinheiten in Form von Rahmen, Böcken u.dgl. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5347323B1 (de) |
| DE (1) | DE2038663C3 (de) |
| FR (1) | FR2100097A5 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1032021A (en) * | 1964-01-14 | 1966-06-08 | Dowty Mining Equipment Ltd | Advanceable roof support assembly |
| US3440501A (en) * | 1967-02-02 | 1969-04-22 | Gen Electric | Double-triggering semiconductor controlled rectifier |
-
1970
- 1970-08-04 DE DE19702038663 patent/DE2038663C3/de not_active Expired
-
1971
- 1971-07-01 FR FR7124064A patent/FR2100097A5/fr not_active Expired
- 1971-08-04 JP JP5891571A patent/JPS5347323B1/ja active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2100097A5 (de) | 1972-03-17 |
| DE2038663C3 (de) | 1984-05-03 |
| DE2038663A1 (de) | 1972-02-10 |
| JPS5347323B1 (de) | 1978-12-20 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8281 | Inventor (new situation) |
Free format text: WEIRICH, WALTER BEHRENS, VOLKER, 4600 DORTMUND, DE MARQUARDT, ALFRED, 4670 LUENEN, DE |
|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: GEWERKSCHAFT EISENHUETTE WESTFALIA GMBH, 4670 LUEN |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |