DE204207C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F27/00—Details of transformers or inductances, in general
- H01F27/34—Special means for preventing or reducing unwanted electric or magnetic effects, e.g. no-load losses, reactive currents, harmonics, oscillations, leakage fields
- H01F27/341—Preventing or reducing no-load losses or reactive currents
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Electromagnets (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c. GRUPPE
Die Erfindung betrifft eine Schaltung, welche bezweckt, die Leerlaufsverluste in Transformatoren
mit Hilfe eines einfachen Relais zu vermeiden. Dieses Relais, welches als ein Elektrömagnet
in seiner einfachsten Form ausgebildet, sein kann, besitzt eine Wicklung, welche in
Reihe mit einem für gewöhnlich eingeschalteten Transformator liegt. Die Vorrichtung ist so
gedacht, daß, wenn die Belastung in diesem
ίο Transformator über einen gewissen Wert (Volllast)
gestiegen ist, ein zweiter oder mehrere Transformatoren parallel mit dem ersten geschaltet
werden und somit einen Teil der Belastung übernehmen. Die Zu- und Abschaltung der Transformatoren selbst kann in bekannter
Weise durch elektrisch beeinflußte Fernschalter erfolgen, welche durch das Relais
gesteuert werden (s. Fig. 7 und 8). Es ergibt sich nun bei der Anwendung eines gewöhnliehen
Elektromagneten, durch dessen Wicklung der gesamte Verbrauchsstrom fließt (siehe
Fig. 1), folgende Schwierigkeit: Sobald der Anker des. Relais angezogen wird, steigt die
Zugkraft an demselben ganz bedeutend an, und es müßte die Stromstärke nunmehr erheblich
heruntergehen, bevor der Anker wieder in seine Anfangslage zurückgeht. Dieser starke
Abfall in der Stromstärke ist aber nicht erwünscht, da der zweite Transformator bereits
wieder abgeschaltet werden soll, wenn die Stromstärke nur um einen geringen Betrag
unter den Vollaststrom' des ersten Transformators fällt, da andernfalls ja die Transformatoren
sehr wenig belastet würden, was einem ungünstigen Wirkungsgrad derselben entspricht.
Das Relais wäre also in dieser einfachen Form noch zu unempfindlich für den gewollten
Zweck. Man hat sich nun bisher dadurch geholfen, daß man Relaismagnete verwendete,
deren Anker in einer Magnetspule schwebend 40' angeordnet war, und welche nur einen sehr
unvollkommenen magnetischen Rückschluß für die Kraftlinien besaßen. Mit derartigen Relais
läßt sich aber nur ein sehr geringer Kontaktdruck erzielen, so daß man gezwungen war,
noch besondere .Zwischenrelais zu benutzen, welche erst den Stromkreis für die Fernschalter
bedienten. . . .'
Um nun am Relais gleichzeitig große Empfindlichkeit und .guten Kontaktdruck zu erreichen,
wird es — und das ist das Wesentliche dieser Erfindung —, wie es in den Fig. 2
bis 6 dargestellt ist, geschaltet. Es wird hier der Strom für den oder die zuzuschaltenden
Transformatoren unmittelbar an der Wicklung des Relais abgezweigt (Fig. 3 und 4) oder
auf dem Relais noch eine Kurzschlußwicklung aufgebracht (Fig. 5 und 6). In den Figuren
sind nur die Hinleitungen zu den Transformatoren gezeichnet, während die Rückleitungen
der Deutlichkeit halber fortgelassen sind; die Fig. 7 und 8 zeigen Fig. 4 und 5
ergänzt.
Des besseren Verständnisses halber sollen nun zunächst folgende zwei Grenzfälle betrachtet
werden: nämlich daß die Abzweigung einmal ganz am Ende der Relaiswicklung und das
andere Mal ganz an ihrem Anfang gemacht wird. Im ersteren Falle erhalten wir die Anordnung,
welche in Fig. 1 dargestellt ist, und
(2. Auflage, ausgegeben am 3. Oktober igio.j
es ergibt sich dann der bereits erläuterte Nachteil, daß die Stromstärke nach erfolgter Anziehung
des Relaisankers erheblich, z. B. auf den vierten bis zehnten Teil, je nach Größe
des Luftabstandes zwischen Anker und Polschuh, sinken müßte, bevor der Magnet den
Anker wieder freigibt.
Der zweite Grenzfall ist in Fig. 2 dargestellt. Nachdem hier das Relais seinen Anker angezogen
und vermittels des in dieser Stellung geschlossenen Kontaktes α die Zuschaltung des
Transformators II bewirkt hat, übernimmt der letztere einen Teil der Belastung. Es geht
somit die Stromstärke in der Wicklung c entsprechend herab. Da nun in den meisten Fällen
der zuzuschaltende Transformator eine größere Leistung als der erste besitzt, außerdem aber
auch geringere Eigenverluste hat, so kann es vorkommen, daß die Stromstärke nach erfolgter
Zuschaltung im Transformator I so weit sinkt, daß das Relais seinen Anker sofort wieder
losläßt, wodurch der Transformator II sofort wieder abgeschaltet würde. Da jedoch jetzt
die Belastung wieder ganz auf den Transformator I gelegt ist, wird der Anker des Relais
wieder angezogen und schaltet den Transformator II wieder zu. Das Relais beginnt somit
zu pendeln.
Es ist nun leicht einzusehen, daß durch Ver-Schiebung des Anschlusses des Transformators
II gemäß Fig. 3 ein Punkt gefunden werden kann, wo das Relais gerade aufhört zu pendeln, da wir uns ja mehr dem ersten Grenzfan
(Fig. 1) nähern. An dieser Stelle besitzt das Relais seine größte Empfindlichkeit, jedoch
ohne daß ein schlechter Kontaktdruck erzielt würde. Der Druck wird zwar geringer,
jedoch erst dann, wenn die Zu- oder Abschaltung des zweiten Transformators bereits besorgt
ist. Da die Verteilung der Belastung bei verschieden großen Transformatoren, welche
primär und sekundär parallel geschaltet sind, bei Leerlauf stets eine andere ist als bei voller
Last,. d. h. da sich die Belastung nicht mehr proportional den Leistungen der Transformatoren
entsprechend verteilt, so ist es von großer Wichtigkeit, daß die Einstellung des
Relais an Ort und Stelle leicht erfolgen kann. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
daß für die Abzweigung zum zweiten Transformator ein auf der Relaiswicklung verschiebbar
angeordneter Kontakt dient.
Es kann nun auch der Fall. eintreten, daß zwei genau gleiche Transformatoren verwendet
werden; dann sinkt die Belastung in demjenigen, welcher dauernd angeschlossen ist, auf die
Hälfte, sobald der andere zugeschaltet wird. Es könnte dann je nach Lage des Anschlusses d
(z. B. Mitte der Spule) die bei der Zuschaltung eintretende Verminderung der Amperewindungen
der Relaiswicklung nicht genügen, um das Relais so empfindlich zu machen, daß es bei
gegebenenfalls eintretender Verringerung der Belastung um nur wenige Prozent seinen Anker
wieder freigibt, wie beabsichtigt wird. Es ist nun in diesem Falle nur nötig, die Anschlüsse d
und e miteinander zu vertauschen (Fig. 4 und 7). Da jetzt der Strom des zweiten Transformators
durch die unteren Windungen g in entgegengesetzter Richtung als durch die oberen f fließt,
wird der Magnetismus des Relais so weit verringert, daß die gewünschte Empfindlichkeit
erreicht ist. Die gewünschte Empfindlichkeit kann ebenfalls leicht durch Veränderung der
Windungszahlen der beiden Spulen g und f bzw. durch Verschiebung des Anschlusses e
erreicht werden.
Ist die Verteilung der Belastung der zwei Transformatoren von vornherein bekannt, so
kann die Anzahl der erforderlichen Windungen der Wicklungen f und g festgelegt werden,
und es ist nicht unbedingt erforderlich, einen verschiebbaren Kontakt anzuordnen. Eine genaue
Einstellung kann dann an Ort und Stelle leicht dadurch erfolgen, daß man vermittels
einer Einstellschraube h (Fig. 1) den Hub des Ankers etwas vergrößert oder verkleinert.
Es kann nun auch der Fall eintreten, daß sich die Belastung zweier verschieden großer
Transformatoren gerade so verteilt, daß die Windungszahl der Spulenhälfte g für die größte
Empfindlichkeit des Relais gerade Null wird (Fig. 2). Dies ist natürlich ein Spezialfall der
Anordnung nach Fig. 3 bzw. 4.
Die Schwächung des Magnetismus nach erfolgter Zuschaltung des zweiten Transformators
kann auch auf folgende Art geschehen: Das Relais erhält gemäß Fig. 5 und 8 eine
Hauptstromwicklung c, welche nach Fig. 1 geschaltet ist, und eine Sekundärwicklung k,
welche durch einen Hilfskontakt i an dem durch das Relais beeinflußten Fernschalter
(Fig. 8) nach erfolgter Einschaltung des zweiten Transformators kurzgeschlossen wird. Die
Kurzschlußstromstärke kann durch einen zwischengeschalteten Regulierwiderstarid m oder
durch eine regulierbare Drosselspule bequem auf das gewünschte Maß eingestellt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die, daß die Sekundärwicklung direkt kurzgeschlossen und die
Veränderung des Kurzschlußstromes durch Änderungen der räumlichen Lage dieser Kurzschlußwicklung
gegenüber der Hauptstromwicklung bewirkt wird. Ist z. B. der Abstand zwischen den beiden Wicklungen groß, so tritt
eine große Streuung zwischen den beiden Wicklungen auf, d. h. es wird nur ein Teil
der Erregung gegenseitig übertragen. Diese Anordnung ist in Fig. 6 dargestellt. Die Vergrößerung der Streuung läßt sich auch durch
einen magnetischen Nebenschluß zur Primärspule erzielen.
Claims (2)
- Patent-An Spruch e:ι. Einrichtung zur Vermeidung von Leerlaufsverlusten in Transformatoren, bei welcher ein oder mehrere Transformatoren zu einem dauernd eingeschalteten Transformator mittels eines in seinem Stromkreise liegenden Relais parallel geschaltet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die. zu- und abzuschaltenden Transformatoren an dem nicht mit dem dauernd eingeschalteten Transformator unmittelbar verbundenen Ende der Relaiswicklung oder an einem mittleren Punkte der letzteren so angeschlossen sind, daß gleichzeitig die größtmögliche Empfindlichkeit des Relais für die Wiederabschaltung der Transformatoren erzielt und ein Pendeln des Relaisankers vermieden wird.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei beliebigem Anschluß der. zu- und abzuschaltenden Transformatoren an die Relaiswicklung außer der im Stromkreise des dauernd eingeschalteten Transformators liegenden Relaiswicklung noch eine zweite Wicklung auf dem Relaiskern angeordnet ist, welche durch einen an dem durch das Relais beeinflußten Schalter angeordneten Kontakt kurzgeschlossen wird, wobei die Kurzschlußstromstärke dieser Wicklung durch einen Ohmschen oder induktiven Widerstand oder auch durch Veränderung der Streuung zwischen den beiden Relaiswicklungen geregelt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT40269D AT40269B (de) | 1908-01-02 | 1909-01-07 | Einrichtung zur Vermeidung von Leerlaufsverlusten in Transformatoren. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE204207C true DE204207C (de) |
Family
ID=466558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908204207D Expired - Lifetime DE204207C (de) | 1908-01-02 | 1908-01-02 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE204207C (de) |
-
1908
- 1908-01-02 DE DE1908204207D patent/DE204207C/de not_active Expired - Lifetime
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