DE205033C - - Google Patents

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DE205033C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Displays For Variable Information Using Movable Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4 rf. GRUPPE
EDUARD ZICKWOLFF in SIEGEN i.W.
und Zündflamme an Gasfernzündern.
Zusatz zum Patente 191101 vom 15. April 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. August 1907 ab. Längste Dauer: 14. April 1920.
Bei dem durch Patent 191101 geschützten Gasfernzünder sind in bekannter Weise das Umschaltventil für die Gaszuleitungen und die mit ihm durch ein Hebelgetriebe verbundene Schwimmerglocke oder Membran in einem in die Gasleitung eingeschalteten Gehäuse untergebracht. Das wesentliche Merkmal der älteren Erfindung besteht darin, daß die Hubstange der Schwimmerglocke an dem langen Arm eines zweiarmigen Hebels angreift, dessen kürzerer Arm als Verschlußkörper für die Gaswege ausgebildet ist. Bei dem praktischen Gebrauch dieses Gasfernzünders hat sich gegezeigt, daß es nicht immer möglich ist, durch den kurzen Hebelarm den Verschlußkörper so gegen den zur Leuchtflamme führenden Ventilsitz zu pressen, daß ein vollständig dichter Abschluß erzielt wird. Es setzen sich nämlich im Laufe der Zeit — wenn auch geringe — Verunreinigungen an den Sitz und Verschlußkörper an, so daß, wenn letzterer nur allmählich gegen seinen Sitz bewegt wird, die angesetzten Verunreinigungen dem dichten Schließen hinderlich sind.
Um diesem Mangel zu begegnen, ist gemäß der Erfindung zwischen die Hubstange und den den Gasdurchlaß steuernden Hebel ein an sich für Druckstoßgasfernzünder bekanntes Schaltwerk mit Daumenscheibe so eingeschaltet worden, daß der lange Hebelarm auf der 35
Daumenscheibe frei aufliegt. Bei dem jeweiligen Abgleiten von einem Daumen fällt er frei nieder und bewegt dadurch unter Schlagwirkung den Verschlußkörper gegen seinen Sitz.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. 1 einen Längsschnitt des neuen Gasfernzünders, Fig. 2 eine Stirnansicht zu Fig. 1, Fig. 3 das Schaltwerk im Grundriß und Fig. 4 eine Einzeldarstellung einer Anzeigevorrichtung für die Ventilstellung. Die Fig. 5 bis 8 erläutern das Schaltwerk in seinen verschiedenen Stellungen.
Der zweiarmige Hebel h h1 ist um die Achse c drehbar in dem Gehäuse d gelagert. Das freie Ende des längeren Hebelarmes h ist durch ein Gewicht q belastet und ruht mit einem nasenartigen Ansatz lose auf der Daumenscheibe v, die auf der Welle b des Schaltrades m sitzt. Die Schaltklinke p ist am freien Ende eines gabelartig gestalteten, um die Achse α des Bockes r (Fig. 3) schwingenden Hebels β e1 angelenkt, der mit der Hubstange t der Schwimmerglocke s in Verbindung steht. Wird die Schwimmerglocke s durch einen in die Gasleitung geschickten Druckstoß gehoben, so wird der Hebel e durch die Stange t um seine .Achse a so weit geschwungen, daß die Klinke fi das Rad m um eine Teilung weiterschaltet (Fig. 5 und 6).
Nach dem Verschwinden der Druckwelle sinkt die Schwimmerglocke wieder; hierbei legt sich die Schaltklinke -p hinter den nächstfolgenden Zahn des Schaltrades m. Die Daumenscheibe ν ist je nach Erfordernis einzuteilen, wie das in den Fig. 5, 6 und 7, 8 beispielsweise dargestellt ist. Nach Fig. 5 befindet sich der Apparat in seiner Ruhestellung. Der Hebelarm h kommt in dieser Stellung mit den Daumen noch nicht in Berührung, sondern steht vor denselben. Infolgedessen wird der Gasweg g zur Leuchtflamme durch den Hebel h h1 verschlossen gehalten. Bei der nächstfolgenden Druckwelle kommt die Daumenscheibe in die Stellung nach Fig. 6. Hierdurch wird der belastete Hebelarm h angehoben , so daß der kürzere Arm A1 den Gasweg zur Leuchtflamme freigibt und dafür den zur Zündflamme führenden Gasweg g1 schließt.
Nach einem weiteren zu beliebiger Zeit veranlaßten Aufsteigen der Schwimmerglocke s gleitet der Hebelarm h auf dem Daumen, auf dem er lose auflag, bis er über dessen Kante frei niederfällt und mit angemessenem Stoß den Verschlußkörper gegen seinen Sitz bewegt. Infolge des Stoßes ist unter allen Umständen zu erwarten, daß der Verschlußkörper sofort in richtige Verschlußlage kommt und den Gasweg gänzlich verschließt. Nach den Fig. 7 und 8 erfolgt das Zünden der Leuchtflamme ebenfalls nach dem ersten Aufsteigen der Schwimmerglocke; nach dem zweiten Aufsteigen brennt die Flamme noch weiter und erlischt erst nach der dritten Schaltbewegung, was in bekannter Weise dadurch erreicht worden ist, daß die Daumenscheibe mit breiteren Daumen besetzt worden ist.
Zweckmäßig wird der Gasfernzünder mit einer Anzeigevorrichtung ausgestattet, durch die außerhalb des Gehäuses d kenntlich gemacht wird, welche Stellung die Daumenscheibe ν einnimmt.
An den über den Gehäusedeckel hinaus verlängerten Teil der Hubstange t ist eine Schaltklinke k an gelenkt, die mit einem auf der Zeigerwelle w sitzenden Schaltrad η im Eingriff steht. Nach der Stellung des Zeigers ζ kann aus einer Einteilung der Scheibe u gesehen werden, in welcher Stellung sich der längere Hebelarm h befindet. Diese Anzeigevorrichtung ist nicht Gegenstand der Erfindung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Durch Änderung des Gasdruckes in Betrieb gesetzte Vorrichtung zum abwechselnden öffnen und Schließen der Zuleitungsrohre für die Haupt- und Zündflamme an Gasfernzündern, bei denen das Umschaltventil für die Gaszuleitungen und die mit ihm durch ein Hebelgetriebe verbundene Schwimmerglocke oder Membran in einem in die Gasleitung eingeschalteten Gehäuse untergebracht sind, nach Patent 191101, dadurch gekennzeichnet, daß der längere Arm (Ji) des zweiarmigen Hebels (h h1) mit einem Gewicht (q) belastet ist und auf einer Daumenscheibe (v) ruht, die durch ein von der Glocke gesteuertes Schaltwerk (mfi) gedreht wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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