DE205260C - - Google Patents

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DE205260C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/90Carbides
    • C01B32/914Carbides of single elements
    • C01B32/942Calcium carbide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVt 205260-KLASSE 12«. GRUPPE
Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid. Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. August 1907 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen in dem Verfahren der Herstellung von Calciumcarbid aus Kalk und kohlenstoffhaltigem Material, wie Kohle u. dgl. Der Hauptzweck der Erfindung ist, in dem bezeichneten Verfahren sich alle Vorteile der Kohle zu sichern und alle deren Nachteile zu beseitigen, wie z. B. übermäßige Rauchentwicklung während der Reduktion und übermäßiger Stromverbrauch infolge des Auftretens kleiner Hartkohlenteilchen in der zu schmelzenden Ladung.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, die • kleinen Kalkteilchen mit den kohlenstoffhaltigen Materialteilchen während des Reduktionsvorganges im elektrischen Schmelzofen in enge Verbindung zu bringen.
Bei der Ausführung der Erfindung wird Kalk und kohlenstoffhaltiges Material in den bisher gebräuchlichen Mischungsverhältnissen gebraucht, wobei jedoch gebrannter Kalk zur Anwendung gelangt, welcher vor dem Brennen zerkleinert und pulverisiert worden ist. Der gebrannte Kalk wird aus dem Brennofen in stark erhitztem Zustande entnommen und in richtigem Verhältnis mit dem kohlenstoffhaltigen Material, welches gemäß der vorliegenden Erfindung aus einer Mischung von Hartkohle (Anthracit) und Koks oder Holzkohle besteht, gemischt. Vorzugsweise werden Anthracitkohlenabfälle, welche sich in mehr oder weniger feinem Zustande befinden, verwandt, und zwar werden zu 80 oder 90 Prozent dieser Kohle 10 bis 20 Prozent Koks oder Holzkohle, welche ebenfalls vorher gemahlen oder zerkleinert sind, zugesetzt. Durch Verwendung von Anthracit 40
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und Koks ist es möglich, die billigeren Kokssorten, wie z. B. Breeze oder Abfallkoks, welche mehr Asche und Verunreinigungen wie Stückkoks und Anthracit aufweisen, auszunutzen. Diese beiden Bestandteile werden gut durcheinandergemengt und mit dem pulverisierten Kalk gemischt, während derselbe sich in stark erhitztem Zustande befindet, und die ganze Masse dann in einem elektrischen Ofen der Wirkung des elektrischen Stromes unterworfen, bis sie schmelzflüssig geworden ist. Die Anthracitkohle ist reich an kohlenstoffhaltigem Material, ihr Gebrauch ist jedoch mit gewissen Unbequemlichkeiten verbunden, wie z. B. übermäßiger Rauch, welcher eine gute Inaugenscheinnahme der Elektroden ausschließt, wenn der Ofen während des Schmelzvorganges durch den bedienenden Arbeiter von Zeit zu Zeit geöffnet wird; überdies stellt die Anthracitkohle dem elektrischen Strom einen größeren Widerstand entgegen und bedingt infolgedessen eine höhere Stromspannung. Diese Nachteile jedoch werden hinreichend aufgehoben durch den Zusatz von Koks, welcher in großem Maße zu der Leitungsfähigkeit der Ofenladung zwischen den Elektroden beiträgt.
Das Resultat kann noch weiter verbessert werden durch Hinzufügung eines geringen Prozentsatzes (etwa 3 bis 20 Prozent) einer ungefähr 5 Prozent Teerverbindungen enthaltenden bituminösen Kohle zu dem kohlenstoffhaltigen Bestandteil der Schmelzmasse. Die bituminöse Kohle wird ebenfalls in zerkleinertem Zustande dem Kalk zugesetzt, wenn der letztere gerade aus dem Brennofen kommt und sich in stark erhitztem Zustande befindet.
Die Mischung des heißen Kalks mit der bituminösen Kohle hat die Umwandlung der letzteren zu Koks zur Folge, und deren Teerbestandteile werden mehr oder weniger flüssig und setzen sich auf den kleinen Kalk- und Kohlenteilchen ab und dienen als Bindemittel, um kohlenstoffhaltiges Material in enger Verbindung mit dem Kalk zu halten und so ;" jedem Kalkteilchen seinen geeigneten Prozent-
40.'satz von kohlenstoffhaltigem Material zu geben.
■ · Das schließliche Erzeugnis weist infolgedessen eine mehr gleichmäßige Reduktion auf, wie bisher erzielt werden konnte.
Die Weichkohle (bituminöse Kohle) kann auch mit dem Anthracit oder Koks gemischt werden, ehe sie mit dem stark erhitzten Kalk in den Mischapparat gelangt.
Die Temperatur ist genügend hoch, um den Teer und den Kohlenstoff der Kohle in Koks ,umzuwandeln, und vor und während des Misch prozesses dient der Teer als Bindemittel für den Koks, die Anthracitkohle und den stark erhitzten Kalk der gemischten Schmelzofenladung, während die weiche, bituminöse Kohle gleichweise in Koks umgewandelt wird, und ein Teil der Ladung wird, wenn diese den Mischapparat verläßt, in den Schmelzofen eingeführt.
Es wird betont, daß die kleinen Teilchen von heißem Kalk, Koks und Anthracitkohle sich mehr oder weniger auf mechanischem Wege vereinigen, während die Teerbestandteile der Weichkohle in Koks verwandelt werden. ' . - . - ■
Die während des Mischprozesses ausge triebenen Gase bilden Heizelemente und tragen gleichzeitig wesentlich zu dem mechanischen Mischprozeß bei infolge der durch sie verursachten Bewegung der Weichkohle, da ihre Hitze sozusagen ein Kochen dieser Kohle verursacht.
Die infolge der Zuführung von Weichkohle auftretenden Gase verhindern auch den Zutritt von Luft zu der Mischung und schließen dadurch jede Möglichkeit der Oxydation der anderen kohlenstoffhaltigen Materialien (Anthracit und Koks), welche gasarm sind, aus.

Claims (2)

.Patent-Ansprüche;
1. Verfahren zur Herstellung von CaI-ciumcarbid, dadurch gekennzeichnet, daß das kohlenstoffhaltige Material der Schmelzladung aus einer Mischung von Anthracitkohle und Koks oder Holzkohle besteht.
2. Verfahren zur Herstellung von CaI-ciumcarbid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzladung noch bituminöse Kohle zugesetzt wird, um deren Teerbestandteile als Bindemittel auszunutzen·.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0037898A1 (de) * 1980-04-10 1981-10-21 Hoechst Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0037898A1 (de) * 1980-04-10 1981-10-21 Hoechst Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid

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