DE2053473A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von Roheisen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von Roheisen

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DE2053473A1
DE2053473A1 DE19702053473 DE2053473A DE2053473A1 DE 2053473 A1 DE2053473 A1 DE 2053473A1 DE 19702053473 DE19702053473 DE 19702053473 DE 2053473 A DE2053473 A DE 2053473A DE 2053473 A1 DE2053473 A1 DE 2053473A1
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Germany
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heating device
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Application number
DE19702053473
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English (en)
Inventor
Paul Emile Embourg Nilles (Belgien)
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Centre de Recherches Metallurgiques CRM ASBL
Original Assignee
Centre de Recherches Metallurgiques CRM ASBL
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C5/00Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
    • C21C5/28Manufacture of steel in the converter
    • C21C5/30Regulating or controlling the blowing
    • C21C5/34Blowing through the bath

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Description

"Verfahren und Vorrichtung zum Prischen von Roheisen"
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Frischen von Roheisen in bodenblasenden Konvertern.
Es ist bekannt, Roheisen für Stahl in einem Konverter in der Weise zu frischen, indem gleichzeitig Sauerstoff oder ein an Sauerstoff angereichertes Gas und ein unter endothermer Reaktion dissoziierendes Medium, beispielsweise Kohlenwasserstoff, durch konzentrische Düsen, die in der feuerfesten Auskleidung insbesondere in der Konvertersohle angeordnet sind, eingeblasen wird.
Bei diesen bekannten Verfahren verläuft das Einblasen in der Weise, daß der Sauerstoff einen zentralen Basstrom bildet, der von einem Sohleier bzw. Stahl des endotherm dissoziierenden Me diums umhüllt ist.
Im allgemeinen wird das endotherm dissoziierende Medium in einem an der freien Atmosphäre befindlichen Behälter gelagert, d. h. es ist den Witterungseinflüssen unterworfen und insbesondere den Temperaturänderungen, die von den wechselnden Jahreszeiten herrühren.
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Yon dem Vorratsbehälter aus wird das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium unter seinem Eigendruok einem Verdampfer zugeführt, von wo aus es den Leitungen für das Einblasen zugeleitet wird.
Es kann jedoch vorkommen. Insbesondere wenn die Außentemperatur niedrig ist, daß der Eigendruck des Mediums im Vorratsbehälter nicht genügend hoch ist, um den notwendigen Druck am Eingang der Düsen zum Blasen aufrechtzuerhalten.
Andererseits ist es vorteilhaft, das Leitungsrohr für das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium mit einem Rückschlagventil zu versehen, dessen Aufgabe darin besteht, ein eventuelles Rückschlagen von Flammen in der Leitung zu verhindern und auf diese Weise die Gefahr einer Explosion in der Einrichtung weitestmöglich herabzusetzen.
Ein derartiges vorhandenes Rückschlagventil bringt jedoch den erheblichen Nachteil mit sich, daß ein zusätzlicher und relativ beträohtlioher Druckabfall in der Leitung für das mit endothermer Reaktion dissoziierende Medium entsteht, und daß folglich der Druck am Eingang der Düsen zum Blasen ebenfalls herab- * gesetzt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermelden und sicherzustellen« daß ein genügender Druck des Mediums am Eingang der Blasdüsen vorhanden ist, unabhängig von der Außentemperatur und trotz eines vorhandenen Rückschlagventils.
Diese Aufgabe wird erfindungagemäß im wesentlichen durch einen Überhitzer in der Leitung des unter endothermer Reaktion dissoziierenden Mediums gelöst.
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Dieser Überhitzer ist erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise zwischen dem Verdampfer und den Düsen zum Blasen angeordnet.
Infolge einer derartigen erfindungsgemäßen Anordnung verläßt das Medium den Verdampfer gasförmig und wird anschließend überhitzt; infolgedessen steigt sein Druck und kann auf einen genügend hohen Wert am Eingang der Düsen zum Blasen eingestellt werden.
Die Verwendung eines unter endothermer Reaktion dissoziierenden Mediums erfordert noch weitere Maßnahmen, insbesondere dann, wenn die Einrichtung während den Zeiträumen funktionierten muß, in denen die Außentemperatur niedrig ist; dies ist insbesondere im Winter der Fall.
Es ist bekannt, daß das Blasen nur einen Teil der Zyklusdauer für das Frischen beträgt. Abgesehen vom Blasen umfaßt dieser Zyklus noch das Beschicken des Konverters, ein eventuelles Vergüten des gefrischten Stahls und das Abgießen des Stahls und der Schlacke. Folglich vergeht zwischen dem Ende der einen Blasphase und dem Beginn der folgenden Blasphase eine gewisse Zeitspanne, die ungefähr 15 Minuten beträgt.
Außerdem werden, insbesondere wegen der erforderlichen Reparaturen an der Auskleidung, die Konverter regelmäßig für Perioden von mehreren Stunden außer Betrieb gesetzt.
Diese Stillstandsperioden rufen eine Abkühlung der Leitungen für das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium hervor. Der Grad dieser Abkühlung hängt von der Außentemperatur , ab; während der Kälteperiode kann das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium kondensieren, wenn es naoh einer mehr oder weniger langen Stillstandsperiode den kalten Leitungen zugeführt wird.
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Der Erfindung liegt daher weiterhin die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und ein Abkühlen der Leitungen zu verhindern.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Frischen von Roheisen, das darin besteht. Düsen aus zwei konzentrischen Rohren zu verwenden durch die ein zentraler Strom Sauerstoff oder eines an Sauerstoff angereicherten Oases, der von einem ringförmigen Strom eines Schutzgases wie beispielsweise eines unter endothermer Reaktion dissoziierenden Gases, wie beispielsweise Ψ Kohlenwasserstoff, umgeben ist, zugeführt wird, ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium nach dem Passieren eines Ver. dampfers einem überhitzer und/oder mindestens einer Leitung mit einer Heizvorrichtung zugeführt wird.
Eine beispielsweise Art der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Leitungen zu heizen besteht darin, in ihnen eine gewisse Menge heißes Qas strömen zu lassen beispielsweise Wasserdampf, bevor das unter endothermer Reaktion dissoziierende Medium zugeführt wird.
Eine andere erfindungsgemäße Art die Leitungen zu wärmen bzw. zu heizen besteht darin, um diese Leitungen eine Rohrschlange anzuordnen, in der ein warmes Medium strömt beispielsweise Wasserdampf oder heißes Wasser. In diesem Falle ist es möglich, die Temperatur dieser Leitungen zu regeln, indem einfach entweder der Durchsatz oder die Temperatur des in der Rohrschlange zirkulierenden Mediums geändert wird. Es ist insbesondere vorteilhaft, die Temperatur der Leitungen dadurch konstant zu halten, daß in ihnen ein Thermostat angeordnet wird, der automatisch den Durchsatz des Mediums in der Rohrschlange steuert,
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und zwar in Abhängigkeit von den Temperaturänderungen der Leitungen unter dem Einfluß der äußeren Umweltbedingungen.
Ein anderes vorteilhaftes Verfahren zum Heizen der Leitungen besteht darin, die Leitungen mit mindestens einer Induktionsspule zu versehen, die in den Leitungen Foucault'sehe Ströme induzieren und folglich die Heizung dieser Leitungen gewährleisten. In diesem Falle kann die Temperatur der Leitungen ebenfalls in einfacher Weise, nämlich durch Änderung des induzierenden Stromes gesteuert werden. Es ist in gleicher Weise möglich die Steuerung der Temperatur in diesen Leitungen selbsttätig zu bewirken.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele bzw. Maßnahmen oder Merkmale beschränkt. Sie umfaßt auch alle fachmännischen Abwandlungen sowie Teil- und Unterkombinationen der Merkmale bzw. Maßnahmen.
- Ansprüche -
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Claims (8)

Ansprüche
1. Verfahren zum Frischen von Roheisen in einem Konverter, mit aus zwei konzentrischen Rohren bestehenden Düsen, durch die ein zentraler Sauerstoffstrom oder ein zentraler Strom von an Sauerstoff angereichertem Gas, der von einem ringförmigen Strom eines Schutzgases wie beispielsweise eines unter endothermer Reaktion dissoziierenden Mediums« wie beispieleweise Kohlenwasserstoff, umgeben ist« eingeblasen wird« wobei die Düsen vorzugsweise im Konverterboden angeordnet sind und das Schutzgas aus einem Behälter über einen Verdampfer zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Passieren des Verdampfers das Schutzgas durch einen Überhitzer und/oder mindestens durch eine Leitung mit einer Heizvorrichtung geleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überhitzung des Schutzgases derart gesteuert wird» daß sein Oasdruck am Eingang der ringförmigen Leitung für die Blasdüsen einen gewünschten Wert hat.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine automatische Steuerung der überhitzung in Abhängigkeit von den Änderungen des Schutzgasdruckes am Eingang der ringförmigen Leitung der Blasdüsen erfolgt.
K. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet« daß die Temperatur der Leitungen für das Schutzgas auf einen gewünschten Wert gesteuert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bla 4, dadurch gekennzelohnet, dal eine automatische Steuerung der Temperatur der Leitungen für da« Schutzgas inebesonder« In Abhängigkeit von den Änderungen der Außentemperatur vorgenoanen wird.
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6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens einen Überhitzer für das Schutzgas aufweist, wobei der Überhitzer vorzugsweise dem Verdampfer nachgeschaltet ist und/oder daß die Leitung(en) die das Schutzgas der ringförmigen Leitung der Blasdüsen zuleitet (zuleiten), mit einer Heizeinrichtung versehen ist (sind).
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung für die Leitungen des Schutzgases mindestens aus einer um die Leitungen geführten Rohrschlange besteht in der ein Medium von vorgegebener Temperatur strömt, beispielsweise heißes Wasser oder Wasserdampf.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtung für die Leitungen des Schutzgases mindestens aus einer Induktionsspule besteht, die Foucault'sehe Ströme in dem Metall der Leitungen induziert und auf diese Weise das Heizen der Leitungen sicherstellt.
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DE19702053473 1969-11-18 1970-10-30 Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von Roheisen Pending DE2053473A1 (de)

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FR2173060A1 (en) * 1972-02-22 1973-10-05 Centre Rech Metallurgique Fluid injection simultaneously with oxygen in converter - - protects refractory lining in region of tuyere

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