DE205996C - - Google Patents
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- DE205996C DE205996C DENDAT205996D DE205996DA DE205996C DE 205996 C DE205996 C DE 205996C DE NDAT205996 D DENDAT205996 D DE NDAT205996D DE 205996D A DE205996D A DE 205996DA DE 205996 C DE205996 C DE 205996C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21K—MAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
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- B21K1/28—Making machine elements wheels; discs
- B21K1/32—Making machine elements wheels; discs discs, e.g. disc wheels
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Description
DEUTSCHES REICH
REICH SPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JV! 205996 -KLASSE 49#. GRUPPE
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung schmiedeiserner Wagenräder vermittels
Pressens, welches im wesentlichen darin besteht, daß zunächst ein mittlerer Ringteil
des Werkstückes von den Preßstückeri erfaßt und behufs Bildung eines Scheibenteiles in
seiner Dicke vermindert wird und alsdann, während dieser Teil stetig eingeklemmt gehalten
wird, nacheinander Nabe und Kranzteil
ίο geformt werden. Auf diese Weise wird erreicht,
daß schon bei dem ersten Preßgang das Material für die Bildung der Nabe sowie dasjenige
für die Bildung des Kranzes nach seiner Menge genau bestimmt und hierdurch sowie durch
das Einklemmen des Scheibenteiles das sonst behufs richtiger Materialverteilung etwa erforderliche
Fließen des Materials von der ,Nabe nach dem Kranz oder umgekehrt vermieden
wird. Das hat den Vorteil, daß die Wege, welche das Material bei seinem Fließen unter
dem Preßdrucke zurückzulegen hat, möglichst kurz werden, und infolgedessen der erforderliche
Kraftaufwand auf ein verhältnismäßig geringes Maß beschränkt wird. Ähnliche Verfahren
sind bereits bekannt. Doch beginnt
\ bei dem einen, obgleich das Werkstück auch hier von dem Preßstempel zunächst in seinem
mittleren Ringteil getroffen und durchgebogen wird, der eigentliche Preßvorgang am Rande
des Werkstückes, weil die beiden Gesenkteile bei der gegenseitigen Annäherung an dieser
Stelle den geringsten Abstand normal zu den Druckflächen haben. Infolgedessen muß ein
großer Teil des Materials bei der weiteren Annäherung der Gesenkteile durch diese engste,
also den größten Widerstand bietende Stelle der Druckrichtung entgegen nach außen fließen.
. Die Materialwege werden daher größer, und das Fließen erfolgt unter ungünstigen Verhält- '
riissen, durch die ein großer Kraftaufwand bedingt wird.
Gemäß einem anderen bekannten' Verfahren
wirken die Preßgesenke bei dem ersten Preßgang ebenfalls auf einen mittleren Ringteil
des ■ Arbeitsstückes behufs Vorbereitung der Radscheibe ein, zugleich erfolgt aber durch
das Vordringen eines Ober- und Unterdornes die Bildung der Nabe dadurch, daß die Dorne
das Material nach außen drängen, welches also, da das Werkstück nicht von vornherein
in dem Scheibenteil festgeklemmt wird, möglicherweise in den Scheibenteil zurück- und
durch diesen nach außen fließt. Die Bestimmung des für die Bildung der Nabe erforderlichen
Materials ist bei dieser Arbeitsweise um so mehr erschwert, als die Nabendorne ihre
Verdrängungstätigkeit eher beginnen, als der :zur Bildung der Scheibe bestimmte Teil des
Werkstückes von den Gesenken gefaßt wird. .
Auf den beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen die Figuren verschiedene Ausführungsformen..
Fig. i, 2, 3, 4 und 5 zeigen in der Schnittansicht eine Presse in den verschiedenen
Stellungen für die ersten Preßstufen.
Fig. 6 und 7 zeigen ebenfalls im Schnitt eine Presse zum Schmieden des Laufflächenteiles.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Presse zur weiteren Bearbeitung des Rades und zum weiteren Zusammendrücken
der Lauffläche und des Flansches:
Fig. 10 zeigt in einer vergrößerten Schnittansicht den Flansch, wie er in der Presse der
Fig. 6 und 7 gebildet wird, während die punktierten Linien den Flansch nach Verlassen der
in Pig. ι bis 5 gezeigten Presse darstellen.
Fig. ti zeigt in der Schnittansicht in vollen
Linien den fertigen Flansch nach Verlassen der in Fig. 8 und 9 gezeigten Presse, während
die punktierten Linien den Flansch nach Verlassen der in Fig. 6 und 7 gezeigten Presse
darstellen.
Fig. 12 zeigt in vollen Linien den Nabenteil nach Verlassen der in Fig. 6 und 7 gezeigten
Presse und in punktierten Linien den Nabenteil nach Verlassen der in Fig. 1 bis 5 gezeigten
Presse.
Nach einer Ausführungsform wird ein Arbeitsstück 1, welches auf eine geeignete Schmiedhitze
gebracht ist,.auf eine Matrize 2 aufgelegt und darauf durch geeignete Mittel, beispielsweise
durch Nuten oder Stufen 3,1 zentriert. Eine Patrize 4 wird darauf von einer beispielsweise
hydraulischen Presse nach abwärts - bewegt. Die Matrize 2 besitzt eine schalenförmige
Aushöhlung 5, die bei der gezeigten Ausführungsform im wesentlichen zylindrisch
ist, und unterhalb welcher sich ein verengter Teil 50 zur Formung der Rippe, des Rades
befindet.
Dieser Teil 50 ist dann mit dem oberen Teil 5 durch eine gekrümmte Fläche 51 verbunden.
Unterhalb des Teiles 50 zur Formung der Rippe ist, mit demselben durch eine Kurve
verbunden, eine mittlere Aushöhlung 11 zur Bildung des Nabenteiles vorgesehen. An diese
Aushöhlung schließt sich eine mittlere Bohrung zur Aufnahme eines Domes 13 an.
Die Patrize 4 besitzt geringeren Durchmesser als die Mündung oder der obere Teil der
schalenförmigen Aushöhlung 5 der Matrize, so daß beim Abwärtsbewegen der Patrize ein
Raum 52 zur Bildung der Lauffläche 7 des Rades verbleibt.
Ein ringförmiger Ansatz der Patrize 4 preßt beim Abwärtsdrücken das Arbeitsstück in eine
schalenförmige Gestalt. Die Wangen des Ansatzes kommen dabei zuerst mit dem äußeren
Rippenteil des Arbeitsstückes bei 8 in Berührung (Fig. 2), so daß das Arbeitsstück zunächst
an dieser Stelle einen Druck erfährt, und das Metall von hier nach einwärts in die
Nabenaushöhlungen 10. und 11 der Matrize
bzw. Patrize gepreßt wird. Das bei dieser Bildung eines verdünnten Rippenteiles 9 nach
einwärts gepreßte Metall wird infolgedessen dazu benutzt, die Bildung des Nabenteiles zu
unterstützen, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Der Rippenteil des Arbeitsstückes wird beim ersten
Arbeitshub der Matrize bzw. Patrize zur endgültigen Dicke gebracht, und dieser Teil dann
in den folgenden Stufen derart zwischen der Matrize und Patrize eingeklemmt gehalten,
daß ein Rückwärtsfließen des Metalles nach auswärts verhindert wird.
Die folgende Arbeitsstufe besteht darin, den Nabenteil des Rades durch Auswärtspressen
des Metalles zu bilden. Die Dorne 12 und 13 werden zu diesem Zweck gegeneinander gepreßt. ,
Der Rippenteil 9 wird hierbei jedoch zwischen der Matrize und Patrize eingeklemmt gehalten,
so daß das Metall beim Gegeneinanderpressen der Dorne 12, 13 auf die Räume 10,11
der Matrize und Patrize beschränkt wird, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Die Räume 10,11
für die Nabenteile werden dabei nahezu mit Metall gefüllt. Wenn gewünscht, kann der
obere mittlere Dorn 12 mit der Patrize 4 nach abwärts bewegt und der Dorn 13 nach Vollendung
des Hubes der Patrize 4 und des Domes 12 gehoben werden, wodurch ebenfalls die in
Fig. 4 gezeigte Lage der Teile erzielt wird.
Die endgültige Durchbohrung des mittleren Nabenteiles 16,17 erfolgt dann durch einen
Spitzdorn 14, welcher nach Herausnahme des Domes 13 in die Presse eingesetzt' und durch
die verbliebene mittlere Rippe hindurch aufwärts bewegt wird. Das Metall wird dabei
wieder nach auswärts gepreßt, jedoch infolge der Einklemmung des Rippenteiles 9 auf den
Nabenteil beschränkt, wo es die noch freigelassenen Räume 10,11 der Matrize und Patrize
ausfüllt.
Der Dorn 13 könnte auch von Anfang an durch einen Dorn 14 ersetzt werden, wobei
die Wirkung mit Bezug auf die Bearbeitung des Metalles dieselbe bleibt.
Es ist ersichtlich, daß das Metall bei allen Stufen des oben beschriebenen Arbeitsprozesses
unter Druck steht, und daß ein Auswärtsfiießen des Metalles über den verdünnten Rippenteil 9
nicht eintreten kann. Ferner treten irgendwelche Verluste an Metall nicht ein. Das
ganze Metall des Arbeitsstückes wird zur Bildung des Rades benutzt.
Zur Bildung des schalenartigen Arbeite-Stückes wird vorteilhaft ein anfängliches Ar-'
beitsstück 1 benutzt, welches größeren Durchmesser besitzt als das endgültige Rad, aber
dünner ist als dasselbe. Die Dicke und Größe des ursprünglichen Arbeitsstückes kann jedoch
in gewissen Grenzen abgeändert werden, wie in Fig. ι in punktierten Linien angedeutet.
In diesem Falle wird mehr Metall in den Nabenteil gepreßt, und der die Lauffläche bildende
Teil des Rades muß mehr verdünnt werden.
Es ist ersichtlich, daß der verdünnte Rippenteil 9 des schalenförmigen Arbeitsstückes mit
dem die Lauffläche bildenden Teil 7 durch eine allmählich verlaufende Kurve verbunden
ist. Durch den allmählichen .· Übergang von dem verdünnten Rippenteil zum dickeren Laufflächenteil
wird verhindert, daß Brüche oder Risse am verdünnten Rippenteil während Bildung
desselben auftreten.
Das in der beschriebenen Weise erzeugte schalenförmige Arbeitsstück 20 wird darauf
vorteilhaft wieder erhitzt und darauf in weiteren Schmiedepressen bearbeitet, um die Lauffläche
zu bilden und wenn notwendig, die Nabe des
Rades weiter zusammenzupressen. Nach der Fig. 6 wird das Arbeitsstück 20 zu diesem
Zweck auf einem gewölbten ringförmigen Teil 21 der mittleren Matrize 22 gebracht und der
mittlere Dorn 23 dann durch das Auge 24 des Arbeitsstückes hindurchgeführt. Die Matrize 22
wird darauf gehoben, um während eines Einklemmens des Rippenteiles 9 das Arbeitsstück
20 zu pressen. Letzteres wird hierbei etwas umgeformt, wenn auch nicht wesentlich zusammengepreßt.
Sollte dies erforderlich sein, dann wird der vorher gebildete Nabenteil des Arbeitsstückes um den Dorn 23 zusammengepreßt,
wie Fig. 12 dies in punktierten und vollen Linien zeigt. Nach dem Einklemmen
des Arbeitsstückes in der angegebenen Weise wird der die Lauffläche bildende Teil 7 des
Arbeitsstückes zur Bildung der Lauffläche und des Flansches bearbeitet und mit Bezug auf
den Rippenteil zentriert. Das wird mittels der ringförmigen Matrize 27 bewirkt, welche
bei der Aufwärtsbewegung (s. Fig. 7) den Laufflächen- und Flanschteil bearbeitet. Die ringförmige
Matrize 27 besitzt eine Aushöhlung 28, welche mit der Grundfläche 29 der seitlich geneigten
Fläche 30 zur Formung der Lauffläche sowie der erweiterten Aushöhlung 31 versehen
ist. Letztere arbeitet mit einer ringförmigen Aushöhlung 32 der Patrize 25 zusammen, um
die Lauffläche und den Flansch zu schmieden, wie dies in Fig. 7 und 10 veranschaulicht ist.
Es ist zu bemerken, daß der zur Bildung der Lauffläche dienende Teil des Arbeitsstückes
dicker ist als der Ringraum 28, so' daß das
Metall bei diesem Preß- oder Schmiedevorgang zuerst gegen den Rippenteil nach einwärts gepreßt
wird, wodurch ein größerer Druck auf den Teil 7 des Arbeitsstückes bzw. auf die
Lauffläche ausgeübt wird, um dasselbe in hohem Maße zusammenzupressen. Das dabei nach
innen und rückwärts fließende Metall füllt dann die Aushöhlung 31 der Matrize 27 sowie
den Ringraum 32 der Patrize 25, so daß zunächst das Metall zur Bildung des Kopfteiles 33
gepreßt und darauf ausgebreitet wird, um den Flansch teil 34 der Lauffläche zu bilden. Bei
diesem Arbeitsvorgang wird die Lauffläche ferner mit Bezug auf den Rippenteil zentriert,
und die verschiedenen Teile des Arbeitsstückes werden nahezu auf die gewünschte Gestalt gebracht.
Bei diesem Arbeitsvorgange wird der die Lauffläche tragende Teil jedoch dicker
oder tiefer gelassen als dies für das vollendete Rad erforderlich ist, um Metall für das weitere
Zusammenpressen und Schmieden der Lauffläche nach erfolgter Abkühlung zu lassen und
dadurch das Verdichten des Arbeitsstückes zu vergrößern. Aus der in Fig. 7 gezeigten Presse
wird das Arbeitsstück in eine weitere, vorteilhaft nach den Fig. 8 und 9 ausgebildete Presse
gebracht, um den Rippenteil durch Umlegung der Kurve nochmals zu bearbeiten und gleichzeitig die Lauffläche mit dem den Laufflansch
bildenden Teil nochmals zusammenzudrücken. Das Arbeitsstück wird nach Fig. 8 auf eine Matrize 36 und den mittleren Dorn 37
gebracht und darauf die Patrize 38 nach abwärts gepreßt. Dieser letzte Preßvorgang
wirkt hauptsächlich auf die Lauffläche und den Flansch des Arbeitsstückes und bringt denselben
von der in Fig. 11 in punktierten Linien gezeigten zu der in dieser Figur in vollen
Linien gezeigten Form. Dieser letzte Arbeitshub findet dabei ohne Wiedererhitzung des
Arbeitsstückes statt, nachdem dasselbe sich genügend abgekühlt hat, um eine große Zusammendrückung
und Verdichtung der Lauffläche und des Flanschteiles bei niedriger Temperatur zu erhalten. Hierbei werden dann die
Vorteile erzielt, welche durch die Bearbeitung des Metalles bei niedriger Temperatur sich ergeben.
Die Faserstruktur des Laufteiles des Rades wird dabei voll ausgebildet und so ein
starker gehärteter Laufflächen- und Flanschteil erzielt. Die einzigen Behandlungen, welche
das in dieser Weise gebildete Rad noch notwendig hat, betreffen das Bearbeiten der Nabenbohrung
sowie das Entfernen des bei den Preß- und Schmiedevorgängen gebildeten Grates.
Claims (2)
1. Preß verfahren zur Herstellung von schmiedeisernen· Wagenrädern, dadurch gekennzeichnet,
daß zuerst durch Verminderung der Dicke des Ringteiles des Werkstückes der Rippen- oder Scheibenteil des
Rades geformt, dann, während letzterer stetig eingeklemmt gehalten wird, nacheinander
die Nabe dadurch gebildet wird, daß das Metall durch Ober- und Unterdorn in Aushöhlungen
des Gesenkes gepreßt und durch einen weiteren Dorn unter Vollendung der Nabenform durchlocht wird und hierauf
der Laufkranz des Rades durch Einwärtspressen, der Flansch durch Auswärtspressen
des Metalles hergestellt wird.
2. Presse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus Obergesenk
lind schalenartig ausgehöhltem Untergesenk mit einander gegenüberliegenden ringförmigen
Vorsprüngen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge bei der Einstellung
der Gesenkteile gegeneinander das Werkstück zuerst in einem mittleren konzentrisehen
Ringteile zusammenpressen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE205996C true DE205996C (de) |
Family
ID=468211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE205996C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5493900A (en) * | 1993-03-06 | 1996-02-27 | Bernhardt Apparatebau Gmbh U. Co. | Indicator for compressed air bottles |
-
0
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5493900A (en) * | 1993-03-06 | 1996-02-27 | Bernhardt Apparatebau Gmbh U. Co. | Indicator for compressed air bottles |
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