DE2061027C3 - Vorrichtung zum Anbringen einer Querprofilierung an einem Rohr aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents
Vorrichtung zum Anbringen einer Querprofilierung an einem Rohr aus thermoplastischem KunststoffInfo
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Description
Die F.rfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem
Gattungsbegriff des vorsiehendcn Palentanspruchs I.
Kunststoffrohr mit Querprrfilierung. insbesondere
mit ring oder sthraubenlinienförmigen Qüerwellen.
werden in bekannter Weise in der Regel auf Vorrichtungen
hergestellt, bei denen sich /ur langsgeieilicn
Hohlform ergänzende Formhälften im Kreislauf ge
führt sind. Das mit der Querprofilierung zu versehende
Rohr wird auf einem Extruder stfanggepreßl und läuft
von diesem in die Fofmstrecke und w'rd entweder
durch inneren Überdruck oder durch Absaugen der Luft von außen zum Anlegen an die Formen gebracht.
Nachdem das Rohr genügend erhärtet ist, öffnen sich die Hälbformen und werden auf Führungsbahnen wieder
an den Anfang der Formslrecke zurückgeführt.
Bei der Ausführungsform, bei der das Anlegen des mit Querprofiüerung zu versehenden Rohres durch inneren
Oberdruck erzeugt wird, muß der Extruderkopf in die Formstrecke hineinragen, während, es beim Arbeiten
mit Absaugen der Luft von außen möglich ist, das warmplastische Rohr ein kurzes Stück zwischen
dem Extruderkopf und der Schließstelle der Halbformen frei zu führen. In beiden Fällen ist es jedoch erwünscht,
den Abstand zwischen dem Extruder Uiid der
Stelle, an der die Formen sich vollständig schließen, möglichst klein zu machen, bei dem erstgenannten Verfahren
um den Rohrfortsatz des Extruderkopfes, der in die Formstrecke hineinragt, möglichst kurz zu machen,
um Störungen durch Schwingungen und durch Tempeis rr'.urschwankungen an der Austrittsstelle des Kunststoffes
zu vermeiden, im zweiten Fall, um ein Durchhängen des warmplasiischen, weichen Kunststoffrohrs
und dessen von äußeren Einflüssen abhängige Abkühlung zu vermeiden.
Es sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Formhälften ohne Verbindung miteinander in Führungsbahnen
geführt werden und solche, bei denen die Formhälften mittels Verbindungslaschen und Bolzen zu einer
Kette verbunden sind und durch Umlenkräder geführt werden; eine Vorrichtung der letztgenannten Art. von
der auch bei der Bildung des Gattungsbegriffs des Patentanspruchs 1 ausgegangen wurde, ist aus der DE-AS
1181392 bekannt. In beiden Fällen erfolgt das Einschwenken
der Formhälften von der Rücklaufbewegung in die Formstrecke, in der die Formhäiften geschlossen
sind und die Formgebung des Rohres erfolgt, auf Kreisbahnen. Werden die Formhälften dabei so geführt,
daß sie tangential zu der kreisbogenförmigen Führungsbahn liegen und diese mit ihrer Mitte berühren,
so kann die Stelle, an der sich die Formhälften schließen, vom Extruder aus gesehen, nicht vor der Verbindungslinie
der Krümmungsmittelpunkte der ueiden kreisbogenförmigen Bahnen liegen, über die die Formhälften
in die Formstrecke bewegt werden. Sie liegt sogar in der Regel merklich hinter dieser Verbindungslinie,
weil die Formhälften, nachdem sie in die Richtung der Formstrecke eingeschwenkt sind, noch zu sich
selbst parallel gegeneinander bewegt werden müssen, um sich vollständig η schließen. Der Grund für die
Notwendigkeit dieser Parallelverschiebung liegt darin, daß die Strecke vom Berührungspunkt der Formhälfte
mit der kreisbogenförmigen Bahn bis zur voranlaufenden inneren Ecke länger ist als die Höhe der Formhälfte,
so daß die Formhälfien, wenn sie gleich auf die endgültige Bahn einschwenken würden, mit diesen Ecken vorher
gegeneinander stoßen würden.
Rs ist bekannt, die F.ntfernrng zwischen der Schließ
stelle der Formhälfien und dem Extruder dadurch mög
liehst weitgehend /u vermindern, daß an der F.mlauhei
te der Formhälfien Umlenkräder oder Führtingsbahnen
mn einem moglichs' kleinen Halbmesser verwendet werden Di.'s macht jedoch gewisse Schwierigkeiten,
weil einerseits die Formhälfien. dirnit sie überhaupt auf
Bühnen mit kleinem Radius geführt werden können.
verhältnismäßig kurz sein müssen und andererseits die
vorher erwähnte Schwierigkeit, daß durch die Schräg· Stellung beim Einschwenken die Fofmhalflcn mil den
vorangehenden Ecken nicht zusammenstoßen dürfen, mit abnehmendem Krümmungsradius größer wird. Es
6^ ist bekannt, diese Schwierigkeil zu beheben, indem den
Formhälfien in der Raupenkette ein gewisses Spiel gegeben wird dadurch, daß die Verbindungslaschen Langlöcher aufweisen, und die Formhälfien durch zusälzli-
ehe Führungen so geführt werden, daß sie beim Einschwenken von dem Umlenkrad abgehoben bzw. aus
den Zähnen des gleichzeitig als Antriebskettenrad dienenden Urnlenkrades herausgehoben werden. Dabei
durchlaufen die Punkte der voranlaufenden Stirnseile,
also insbesondere die vordere innere Ecke der Formhälfte, einen Kreisbogen mit größerem Radius als die
Punkte der rückwärtigen Stirnseite, so daß die Formhälften in die gerade Bahn zuerst in stark gekippter
Stellung einlaufen und erst durch eine zusätzliche Funrung in die Schließstellung gekippt werden. Bei dieser
Anordnung können zwar die Radien der Kreisbogen, über die die Formhälften einlaufen, relativ klein sein,
die Schiießstelle liegt aber auch hier nur wenig vor der Verbindungslinie der Krümmungsmittelpunkte.
Weiterhin ist eine Vorrichtung zur Herstellung einzelner Hohlkörper bekannt, bei der ein Rohr aus
thermoplastischem Kunststoff im plastischen Zustand aus einem Extruderkopf austritt. Bei dieser Vorrichtung
sind zwei im Anschluß an den Extruderkopf angeordnete,
einander gegenüberliegende Reihen von endlos geführten Formhälften vorgesehen, die sich paarweise
entlang einer geraden Formstrecke zu jeweils einzelnen Hohlformen ergänzen, in deren Oberfläche das Profil
der Hohlkörper formende Arbeitsflächen eingearbeitet sind. Die Formhälften stellen sich beim Auseinanderfahren
unter einem spitzen Winkel zu ihrer Bewegungsrichtung in der Formstrecke ein, so daß beim Einschwenken
der einzelnen Formhälften in die Formstrecke die äußeren hinteren Ecken der Formhälften
eine Kreisbahn mit größerem Krümmungsradius durchlaufen als die vorderen Ecken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 so auszugestalten, daß der Abstand zwischen
der Schiießstelle der Formhälften und dem Extrude1··
kopf dadurch vermindert wird, daß die Schließstelle sich, vom Extruder aus gesehen, vor der Verbindungslinie
der Krümmungsmittelpunkte der Einschwenkbogen der F »rmhälften befindet, ohne d„ß die Formhälften
beim Einschwenken mit ihren vorderen äußeren Ecken vor Erreichen der Schließstellung gegeneinander
stoßen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1 durch die Merkmale
von d'.ssen Kennzeichnungsteh gelöst.
Dadurch, daß die Formhälften beim Einschwenken in die Formsirecke in der erfindungsgemäßen Weise geführt
werden, wird es ermöglicht, die Formhälften auf Kreisbögen mit verhältnismäßig großen Krümmungsradien
zu führen. Hierdurch wird es wieder ermöglicht, verhältnismäßig lange EinzUformen zu verwenden. Der
Einsatz solcher optimal langen Formhälften bringt große Kosten- und Materialersparnisse mit sich. Darüber
hinaus wird hierdurch die Zahl der Dichtflächen zwischen zwei in Längsrichtung hintereinander >n der
Formstrecke angeordneten Formhälften reduziert, was insbesondere bei Erzeugung der Querprofilierung der
Rohre im Vakuumbetrieb sehr bedeutsam ist. Weiterhin wird die freie Länge des warmplastischen Rohres
zwischen Extruderkopf und geschlossener Hohlform auf ein Minimum reduziert. Das zweite Merkmal des
Kennzeichnungsteiles des Patentanspruchs 1, wonach
die Verbindungslaschen am jeweils vorderen Teil der Förmhälften angeienkt sind( dient zur Konkretisierung
des vorstehend abgehandelten ersten Merkmals, da durch diese Art der Anlenkung der rückwärtige Teil
der Formhälfte in Richtung der Tangente weiter über den Berührungspunkt zwischen Formhälfte und Umlenkrad
herausragt als der vordere Teil. Aus diesem Grunde durchläuft dieser hintere Teil auch eine Kreis
bahn mit größerem Krümmungsradius als der vordere Teil. Durch die Aussparungen wird eine sichere und
genaue Führung der Formhälften erzielt Wenn die Krümmungsradien der Aussparungen gleich dem
Krümmungsradius der Umlenkräder sind, liegen diese genau definiert an der Fläche der jeweiligen Aussparung
an. Wenn die Krümmungsradien der Aussparungen kleiner sind als die der Umlenkräder, dann liegt die
Formhälfte nur mit den beiden Kanten am Umlenkrad an, die in der Durchdringung der Aussparung einerseits
und der dem Umlenkrad zugewandten Fläche der Formhälfte andererseits gebildet sind. Aus konstruktiven
Gründen muß der jeweilige Anlenkpunkt der Verbindungslaschen an den Formhälften etwas hinter der
Stirnseite der jeweiligen Formhälfte liegen. Bei einer solchen Ausgestaltung wurden die vorderen Ecken der
Formhalfti.il beim Einschwenken gegeneinanderstoßen.
Durch die weiteren Aussparungen, a„. deren gekrümmten
Teil eine in die Aussparung eingreifende Schließrolle aufläuft, werden die Formhälften mit ihrem unteren
Teil beschleunigt in die Schließstellung geschwenkt. Durch diese Ausgestaltung wird gleichzeitig erreicht,
daß zw.„chen den Formhälften ein solcher Zwischenraum vorgesehen werden kann, daß sie beim Durchlaufen
ihrer Führungsbahn sich nicht berühren. Beschädigungen der vorderen Kante bei einem eventuellen
Zusammenstoß würden solche Formhalften, insbesondere wenn die Form unter Vakuum betrieben wird, unbrauchbar
machen. Die Umfangsfläche der Schließrolle liegt in der gleichen Ebene, wie die Umfangsflächen
der Druckrollen, durch die die Förmhälften in bekannter Weise beim Durchlaufen der Formstrecke geger,-einandergedrückt
werden.
Zweckmäßige Weiterbildungen des Gegenstandes des Patentanspruchs 1 sind in den L'nteransprüchen
angegeben.
Durch die Maßnahmen nach dem Patentanspruch 2 wird eine besonders sichere Führung der F'ormhä'ften
auf den Umlenkrädern erreicht.
Es ist bekannt, bei Vorrichtungen, bei denen die Förmhälften nicht miteinander verbunden s:nd. an der
der Form abgekehrten Seile der Fornhälften Zähne
anzuordnen, in die ein Zahnradantrieb eingreift Bei dieser bekannten Anordnung sind zwei Zahnräder er
forderlich, die genau einjustiert sein und die genau synchron
laufen müssen. Die Förmhälften. die raupenkettenartig miteinander verbunden sind, macht die Anordnung
von Zähnen an der Rückseite Schwierigkeiten Der Antrieb erfolgt deshalb durch ein Ritzel, das in
Zähre an einer Seitenfläche der Förmhälften eingreift.
Dies nai den Vorteil, daß nur ein Zahnrad erforderlich
ist. das gleichzeitig in beide Formhälften eingreift, so daß diese vollständig synchron angetrieben werden
Diese Anordnung hai jedoch den Nachteil, daß der Antrieb
unsymmetrisch ist und versucht, die Formhälften nach vorn zu kippen, so daß sich die rückwärtigen Enden
von der Führungsbahn abheben würden. Ein solches Verkanten der Formhälften wäre bei der Vorrichtung
nach der Erfindung möglich, wai1 die Verbindungslaschen
Langlöcher aufweisen müssen, die ein Verkanten der Förmhälften gegeneinander zularsen.
Einem solchen Ve, kanten kann dadurch vorgebeugt werden, daß die Verbindungslaschen in Aussparungen
an der Rückseite der Farmhälften liegen, und zwar möglichst spielfrei, so daß sie den Formhälften eine fc-
ite Führung geben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 das Prinzip der Erfindung,
F i g. 2 bis 10 ein konkretes Ausführungsbeispiel, und zwar
Fig.2 eine Draufsicht auf die Einlaufseite in Hie
Formstrecke,
Fig.3 eine Draufsicht auf die Auslaufseile an der
Formstrecke,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in F i g. 2,
F i g. 5 eine Teildraufsicht entsprechend F i g. 2 bei anderer Stellung der Formhälften,
F i g. 6 eine gleiche Teildraufsicht bei noch weiter
veränderter Stellung der Formhälften.
F i g. 7 einen Teilschnitt durch das Anlriebsritzel und
die angetriebenen Formen.
F i g. 8 einen Teilschnitt wie F i g. 7 bei anderer Stel-
Ιππσ Ηργ Formen
F\ g. 9 die Verkantung der Formen bei unzureichender
Führung.
Fig. 10 die unverkantelen Formen bei guter Führung.
In der schematischen Darstellung der Einlaufseite einer Formstrecke 3 werden Formhälften 1 über halbkreisförmige
Bahnen mit den Krümmungsmittelpunkten 2 der Formstrecke 3 zugeführt. Dabei bewegt sich
jeweils die vordere äußere Ecke 4 jeder Formhälfte 1 auf einer Kreisbahn 6, während sich die hintere äußere
Ecke 6 auf einer Kreisbahn 7 bewegt, deren Radius größer ist als der Radius der Kreisbahn 6. Wie F i g. 1 erkennen
läßt, ergeben sich die unterschiedlichen Radien der Kreisbahnen 6 und 7 daraus, daß der Radius der
Kreisbahn 6 dem Abstand 8 der vorderen Ecke 4 der Formhälfte 1 vom Krümmungsmittelpunkt 2 entspricht,
während der Radius der Kreisbahn 7 dem Abstand 9 der hinteren äußeren Ecke 5 vom Krümmungsmittelpunkt 2
im Augenblick des erfolgten Einschwenkens entspricht. F i g. I läßt erkennen, daß sich auf diese Weise die Stelle,
an der sich die Formen schließen, von einem Extruder
10 gesehen, wesentlich vor der Verbindungslinie der Krummungsmitteipunkte 2 verlegen läßt.
Bei der in den F i g. 2 bis IO dargestellten Vorrichtung
sind die Formhälften I durch Verbindungslaschen
12 raupenkettenartig miteinander verbunden. An der in
F i g. 2 dargestellten Einlaufseite werden die Formhälften 1 durch die Umlenkräder 13 von Rücklaufbahnen
14 in die Formstrecke 3 geführt. Die Umlenkräder 13 haben, wie aus F ι g. 4 ersichtlich ist. in der Mitte eine
Aussparung, so daß zur Führung der Formhälften 1 jeweils nur die obpre und untere Kreisscheibe eines Umlenkrades
13 dient.
Jede Formhälfte 1 besitzt an ihrer dem Umlenkrad
13 zugewandten Seite und in Höhe der Kreisscheiben des Umlenkrades 13 eine kreissegmentförmige
Aussparung 15. deren Krümmungsradius gleich oder etwas kleiner ist als der Radius des Umlenkrades 13
Anlenkbolzen 11 der Formhälften 1, an denen die Verbindungslaschen
12 befestigt sind, liegen in der Nähe der Aussparungen 15, und zwar in Bewegungsrichtung
der Formhälften 1 jeweils etwas vor dem Scheitel der Aussparung 15. Jede der Verbindungslaschen 12 ist
mindestens an einem Ende mit einem Langloch versehen,
das so bemessen ist. daß sich der Abstand der Stirnflächen aufeinanderfolgender Formhälften 1 vom
Wert 0 bis zu einem Spiei 16. auf das später noch eingegangen wird, ändern kannin den den Umlenkrädem 13 zugewandten Seiten
der Formhälften 1 befinden sich ferner noch Aussparungen 17, die an der Stirnseite beginnen und mit einer
leichten Krümmung so auslaufen, daß sie an der gleichen Stelle oder in der Nähe der Stelle enden, ah der
auch die Aussparungen 15 enden. In diese Aussparungen 17 greifen Schließrollen 18 ein, die wie F i g. 4 zeigt,
zwischen den Kreisscheiben der Umlenkräder 13 angeordnet sind, und zwar in solcher Läge, daß, Sobald die
Formhälflen ί die in Fig.2 dargestellte Stellung cr^
reicht haben, bei der die Schließrollen 18 die Aussparungen 17 gerade verlasseirii die Formhälften 1 spielfrei
aneinander anliegen.
Zur Führung der Formhälften 1 in der Formstrecke 3 sind beiderseits der Formstreckc 3 Druckrollen 21 angeordnet,
durch die die Formhälflen I fest gegeneinander gepreßt werden. Zu diesem Zweck können die
Druckrollen 21 auf der in F i g. 2 rechten Seite in einer festen Führungsleiste 22 angeordnet sein, dagegen auf
der in Fig.2 linken Seite in einer beweglichen Führungsleiste
23. die durch Federn 24 gegen die die Formstrecke durchlaufenden Formhälften 1 gedruckt wird.
Die Formhälflen 1 müssen, insbesondere wenn mit Absaugen von Luft gearbeitet wird, dicht aneinander anliegen.
Zum Antrieb der die Formstrecke 3 durchlaufenden. zu Formen geschlossenen Formhälften I dient
ein Zahnrad 19, das in an der Oberseite der Formhälflen abgeordnete Zähne 20 eingreift.
An Hsm in F i g. 3 dargestellten Auslaufende werden
die Formhälften I über Rucklaufrader 27 in die Rücklaufbnhnen
14 zurückgeführt. Vor Erreichen der Rucklaufrader 27 uerden die formhälflen 1 durch einen Keil
28. an dem sich Abtragungen 29 anlegen, zueinander
parallel auseinandergehen zur F.ntkernung des abge
kühlten Kunststoffrohrcs Dabei vergrößert sich der
Absland ik. V-'enkbolzen II durch die die Verbin·
dungslaschen 12 an aufeinanderfolgende Formhälflen I
angelenkt sind was möglich ist. da. wie bereits erwähnt,
jeweils mindestens cmc Befestigungsöffnung in den
Verbindungsstellen 12 cm Langlocl·· ist
■to Der Antrieb der ganzen Vorrichtung erfolgt aus
schließlich durch das Zahnrad 19 Daraus ergibt sich,
daß die FormhalHen 1 innerhalb der Formstreckc J ge
schoben werden, dagegen die Formhälften 1 in der Rücklaufbahn 14 und beim Lauf über die Umlenkräder
13 gezogen werden. Beim Laufen über die Rücklaufräder 27 gehl du Bewegung von Schieben auf Ziehen,
über, wobei eir srroßes Rucklaufspiel 30 beim Auflaufen
auf das Rucklaufrad 27 in ein kleines Rucklaufspiel 31
übergeht Um diese« Rucklaufspicl 31 richtig einstellen
zu können, sind iic Rucklaufrader 27 in Langlöchern 32
länesverschiebnar und justierbar gelager.
Da das Zahnrad 19. das in die Zähne 20 an der Oberseite
der Formhälften 1 eingreift, die Formhälften 1 über die Umlenkräder 13 zieht und in die Formstrecke 3.
schiebt, gelangen die Formhälften 1 in den Anfang der
Formstrecke 3. wie in F i g. 7 dargestellt mit einem Spiel 16. Damit ein reibungsloses Abrollen des Zahnrades 19
gesichert ist. ist dieses Spiel 16 bei den Zahnen 20 an
den Formhälften 1 berücksichtigt, d h. Zahnanfang und
Zahnende sind zur Formdichtfläche um das halbe Spiel
16 gekürzt, wie in F ι g. 8 bei den Zähnen 34 gestncheli
dareestelh ist. Sobald der erste Zahn 20 der nachfolgenden
Formhälfte 1 vom Zahnrad 19 erfaßt ist. schließt sich das Spiel 16. und die Siirnflächen der aufeinanderfolgenden
Formhälften I liegen dicht aneinander. Diese Abdichtung ist. wie bereits ersvähiii. beirr.
" Absaugverfahren wichtig, da schon ein geringfügiges Spiel 16 oder eine geringfügige Verkantung das Vaku-
um erheblich beeinträchtigen würden. Beim Arbeiten mit innerem Überdruck spielt dies keine Rolle.
Da der Antrieb durch das Zahnrad 19 an der Oberseite
der Formhälften 1 angreift, sich die Fofmhälften i aber mit einem ttheblichefi Reibungswiderstand über ">
eine Grundplatte 35 bewegen, haben die Formhälften 1
das Bestreben, sich nach vorn zu verkanten. In F i g. 9 ist dies schemalisch dargestellt. Durch eine solche Verkanlii'/j;!
entstehen zwischen den Unterseiten der Formhä'iften 1 und der Grundplatte 35 sich nach rückwärts
erweiternde Spalten 40. durch die Luft eindringen kann, die wieder das Vakuum erheblich beeinträchtigen
würde. Um dies zu verhindern, liegen die unteren Verbindungslaschen 12 in Aussparungen 36 (Fig. 4).
An den beiden Enden sind die Vcrbindungslaschen 12 auf die Hälfte geschwächt, und die Aussparungen 36
sind der Dicke der Verbindungslaschen 12 so angepaßt,
daß zwischen den Verbindungslaschen 12 und den Aussparungen 36 in senkrechter Richtung praktisch kein
Snicl vfirhandon isl <;r>
Haft «irh w\p aus Pia in pt-, m
sichtlich ist. die Formhälften I nicht, wie in F i g. 9 dargestellt,
schrägstellen und die Verbindungslaschcn 12 verbiegen können. Die oberen Verbindungslaschen 12
liegen auf den Oberseiten der Formhälften I, sind also nicht in Aussparungen geführt, doch können selbstverständlich
auch die oberen Verbindungslaschen 12 in entsprechende Aussparungen gelegl werden.
Das Einlaufen der Formhälften 1 in die Formstrecke 3 geschieht, wie an Hand der F 1 g. 2. 5 und 6 dargestellt
ist. folgendermaßen:
Die Formhälften I liegen beim Einlaufen nut den Aussparungen 15 auf den Scheiben der Unilenkräder
13 auf und werden durch die Verbindungslaschen 12
jeweils von der vorhergehenden Formhälfte I gez.ogen.
Da dabei erhebliche Reibungswiderstände zwischen den Formhälften I und der Grundplatte 35 zu überwinden
sind, werden dabei die Formhälften 1 fest gegen die l'mlenkräder 13 gepreßt. Kurz vor Erreichen der in
F 1 g. 5 dargestellten Stellung läuft die Schließrolle 18 in
die Aussparung 17 ein. Diese Aussparung 17 ist tief genug. daß das Einlaufen der Schließrolle 18 in die Aussparung
17 auf die Formhälfte 1 noch keine Wirkung hat Sobald die in F 1 g, 5 dargestellte Stellung erreicht
ist. laufl die Schließrolle 18 auf den gekrümmten Teil
der Aussparung 17 und zwingt die Formhälfte I. mit ihrem rückwärtigen Ende nach innen zu schwenken
und sich gleichzeitig von dem Umlenkrad 13 etwas abzuheben
Diese Bew egungsphase ist in F i g. 6 dargesielli. Der gegenseitige Abstand der Umlenkräder 13
ii- se groß, daß ohne die Schließrollen 18 die Formhälfier
I sich mit den einander zugewandten Flächen noch
nich ganz berühren würden. Dieses Spiel ist notwendig,
damit die Formh.ilfien I beim Einschwenken nicht
mil ihren vorderen äußeren Ecken 4 vor Erreichen der
Schließstellung gegeneinander stoßen. Dei der in F i g. b gezeigten Stellung der einlaufenden Formhälften
I sind diese noch nicht ganz geschlossen, und es ist zu erkennen, daß bei der Weiterbewegung der Fornihälften
I. sobald die Schließrolle 18 die Edden der Aussparungen 17 erreicht haben, auch die beiden Formhalfter)
1 aneinander anliegen. Unmittelbar nachdem diese Stellung der Formhälften 1 erreicht ist, gelangen,
wie aus F i g. 6 erkennbar ist. die zur Form geschlossenen Fofmhälften I unter das Zahnrad 19 und werden,
wie in F i g 7 dargestellt, an die vorangehende Form
angeschoben. Die Beschleunigung, die die Formhälften
1 beim Auflaufen der Schließrolle 18 auf das gekrümmte Ende der AussDarung 17 erfahren pflanzt sich über
die Verbindungslasche 12 auf die nachfolgenden Formhälften
1 fort und wird von dem Rücklaufspiel 31 in der
Zur Kühlung der Grundplatte 35 und damit gleichzeitig der Formhälften 1 sind in der Grundplatte 35
Kanäle 37 vorgesehen, durch die ein Kühlmittel, insbesondere
kaltes Wasser, hindurchgeleitet werden kann.
Um die Formhälften 1 noch intensiver kühlen zu können, kann durch die Bohrungen 44 ein Kühlmittel in
die Formen selbst geleitet werden.
In der Grundplatte 35 sind ferner Bohrungen 43 vorgesehen,
durch die die Luft aus dem Innenraum der Kokillen abgesaugt werden kann.
Wie aus den F i g. I und 2 ersichtlich ist, liegt die
Stelle, an der die Formhälften I vollständig geschlossen sind, im Gegensatz zu bekannten Anordnungen, erheblich
vor der Verbindungslinie der Krümmungsmittelpunkte 2 bzw. der Drehachsen der Umlenkräder 13.
Dadurch wird es möglich, den Extruder IO näher an die Vorrichtung heranzubringen. Zu diesem Zweck ist in
der Grundplatte 35 eine Aussparung 39 für das Extrudierwerkzeug vorgesehen.
Je kürzer der Weg vom Extrudierwerkzeug bis zu der
Stelle ist, an der die Formgebung erfolgt, um so einfacher lassen sich die Extrudierwerkzeuge herstellen und
um so genauer können die für die Formgebung erforderlichen Temperaturen eingehalten werden. Dies ist
insbesondere von Bedeutung bei der Herstellung von Kunststoffrohren mit verhältnismäßig großem Durchmesser
und bei der Herstellung von Verbundrohren, bei denen ein Doppelspritzkopf verwendet wird, wobei die
eine Austrittsdüse innerhalb, die andere außerhalb der
Formstrecke 3 liegt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Anbringen einer Querprofilierung an einem Rohr aus thermoplastischem Kunststoff,
das im plastischen Zustand aus einem Extruderkopf austritt, mit zwei im Anschluß an den Extruderkopf
angeordneten, einander gegenüberliegenden Reihen von endlos geführten Formhälften, die
sich paarweise entlang einer geraden Formstrecke zu einer geschlossenen Hohlform ergänzen, in deren
Oberfläche die Querprofilierung formende Arbeitsflächen
eingearbeitet sind, wobei die Formhälften mittels Verbindungslaschen und Bolzen zu einer
Kette verbunden und über Umlenkräder beim Einlauf in die Formstrecke in einem Kreisbogen geführt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einschwenken der einzelnen Formhälften (1) in die
Formstrecke (3) die äußeren hinteren Ecken (5) der Formhälften (1) eine Kreisbahn (7) mit größerem
KrümmungE.-idius durchlaufen als die vorderen
Ecken (4), wozu die Verbindungslaschen (12) an den Formhälften (1) an deren in Bewegungsrichtung
vorderem Teil angelenkt sind, daß die Formhälften (1) nahe den Anlenkpunkten der Verbindungslaschen
(12) in den Flächen, mit denen sie an den Umlenkrädern (13) anliegen, Aussparungen (15) aufweisen,
deren Krümmungsradien gleich oder kleiner sind als der Krümmungsradius der Außenflächen der Umlenkräder
(13), und daß die Formhälften (1) an ihren den Umlenkrädern (13) zugewandten Seiten weitere
Aussparungen (17), die von der Vorderseite bis an das Ende der Aussparungen (15) reichen, aufweisen,
in die eine beim Auflaufen au. einen gekrümmten Teil der Aussparung (17) die Formhälfte (1) mit
ihrem rückwärtigen Ende nach i; .nen schwenkende Schließrolle (18) eingreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussparungen (15) kreissegmentförmig ausgebildet sind und daß ihre Scheitelpunkte
etwas hinter den Anlenkpunkten der Verbindungslaschen (12) liegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslaschen (12)
in Aussparungen (36) an der Rückseite der Formhälften (1) liegen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungslaschen (12) an den Befestigungsstellen jeweils auf die Hälfte geschwächt
sind und übereinander greifen und in den Aussparungen (36) spielfrei geführt sind.
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