DE2061992C3 - Fernsprechanlage mit einer mindestens eine Konzentrationskoppelstufe aufweisenden Vermittlungseinrichtung - Google Patents
Fernsprechanlage mit einer mindestens eine Konzentrationskoppelstufe aufweisenden VermittlungseinrichtungInfo
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Description
Geräuschen auf der Leitung nicht bevorzugt ist, tritt ein unerwünschter Geiäuschabstand im Betriebsbercich
auf. Daher gibt es eine Grenze, über die hinaus eine weitere Steigerung der der Leitung zugeführten
Leistung nur in gleicher Weise den Signalen und den s Geräuschen zugute kommt. Nachdem nun der Geräuschabstand
nicht weiter verschlechtert werden darf, hai der Stromkonstanthalter s( ine Grenze erreicht.
Um noch einen weiter ausgedehnten Betriebsbereich zu erreichen, wurde der Vorschlag gemacht, Tonfrequenzverstärker
für die Fernsprechanlage vorzusehen. Diese Verstärker verstarken die Sprachsignale, um
einen annehmbaren Geräuschabstand wiederherzustellen, so daß die Stromkonstanthalter die Leistung weiter
anwachsen lassen können, ohne den Betrieb zu verschlechtern. Dies erfordert jedoch eine Zuordnung
der Verstärker zu Leitungsgruppen, und führt auf die Probleme der der Leitung zugeordneten Anpassungsschaltungen zurück, wobei die niedrigen Kosten und die
durch die Stromkonstanthalter gewonnene Flexibilität aufgegeben werden.
Die Aufgabe der Erfindung besteht demnach darin, eine neue und verbesserte Fernsprechanlage der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei der mit extrem langen Teilnehmerleitungen und in Konferenzschaltungen
gearbeitet werden kann. Insbesondere soll ein ansprechender Geräuschabstand bei extrem hochohmigen
Leitungsschleifen oder bei der Zusammenschaltung vieler Teilnehmerleitungen ohne Verlust der durch die
Benutzung von Stromkonstanthaltern erreichbaren Flexibilität bewahrt werden. Hier soll der nutzbare
Bereich der Stromkonstanthalter erweitert werden. Dabei soll die Verwendung von Leitungen ermöglicht
werden, die eine größere Änderung der Leitungsimpedanzen in einer Gruppe aufweisen. Ferner sollen sowohl
Stromkonstanthalter als auch Tonfrequenzverstärker für mehrere Leitungen vorgesehen werden, ohne die
Teilnehmernummern ändern zu müssen, wenn der Teilnehmer einen anderen Anschluß erhält, und zwar
wenn er von einer einen Stromkonstanthalter und einen Verstärker erfordernden Leitung zu einer keinen
Stromkonstanthalter und keinen Verstärker erfordernden Leitung oder zu einer keinen Stromkonstanthalter
erfordernden Leitung wechselt. Insbesondere soll ein Tonfrequenzverstärker selektiv so gesteuert werden,
daß ein veränderbares Ausgangssignal abhängig davon, ob eine der rufenden und gerufenen Leitungen oder
beide Leitungen hochohmig sind, erzeugt wird.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Konzentrationskoppelstufe Schaltmittel zur Konstanthaltung
des Speisestroms in den Teilnehmerleitungen und mindestens einen Tonfrequenzverstärker
aufweist und daß weitere Schaltmittel vorgesehen sind, die bei der Meldung der genannten Konstanthaltungsmittel,
daß der Energiebedarf der Leitungen einen vorgegebenen Wert überschreitet, den Tonfrequenzverstärker
in die Teilnehmerleitung schalten.
Die an einer Verbindung beteiligten Teilnehmerleitungen werden durch einen Stromkonstanthalter mit
Speisestrom versorgt. Wenn der innere Widerstand des Stromkonstanthalters einen Wert erreicht, der anzeict,
daß die Teilnehmerleitung einen vorgegebenen Signal verstärkungswert benötigt, dann wird ein Verstärkerkoppelfeld
veranlaßt, einen Verstärker in die Signalverstärkung fordernde Leitung einzuschalten. Wenn der
bestimmte Wert des Innenwiderstands sowohl auf der rufenden wie auf der gerufenen Seite erreicht wird, dann
wird die Verstärkerausgangsspannung erhöht.
Diese und weitere vorteilhaften Merkmale der Erfindung werden anhand von Ausführuiigsbeispielcn
näher erläutert. Es zeigen
F i g. 1 ein Blockschema einer Fernsprechanlage und eine schematische Schaltungsanordnung einer Stromkonstanthalter-Steuerschaltung;
Fig. 2 die Anwendung der Erfindung bei einem besonderen Koppelfeldtyp;
F i g. 3 die Anwendung der Erfindung bei einer Vermittlung, um eine Installation von Leitungen mit
einheitlichem Durchmesser in einer viele Leitungsdurchmesser aufweisenden Vermittlung zu ermöglichen;
Fig. 4 eine schematische Schaltungsanordnung, welche
die Anwendung der Erfindung in einer Konferenzschaltung zeigt;
Fig. 5 eine Steuerbrückenschaltung für sich, die aus
der F i g. 4 herausgenommen wurde, und
Fig.6 eine Ersatzschaltung zur Darstellung der Stromverzweigung, die zur Erläuterung der Betriebsweise
der Steuerbrückenschaltung dient.
In Fig. 1 ist eine Fernsprechanlage mit einer rufenden Station A und einer gerufenen Station B
gezeigt, die durch einen Vermittlungsteil 20 miteinander verbunden sind. Jede Station ist über eine Teilnehmerschaltung
21, 22 und ein Adernpaar 23, 24 mit der Vermittlung verbunden. Wenn das Adernpaar 23 bzw.
24 oder beide Adernpaare einen sehr hohen Widerstand aufweisen, ist es notwendig, der Station A oder B oder
beiden Stationen eine zusätzliche Leistung zuzuführen. Selbstverständlich geschieht nichts Besonderes, wenn
die Leitungspaare 23, 24 einen Widerstand für eine normale Betriebsweise haben.
Jede der Teilnehmerschaltungen 21, 22 ist über die Sprechadern a, b und die Prüfader c an den
Vermittlungsteil 20 angeschlossen. Die Verbindung kann im allgemeinen entweder aufgrund von Wählimpulsen
oder von Tastwahlzeichen hergestellt werden. Unabhängig von der Art der gerade verwendeten
Wählkennzeichengabe erfolgt die Teilnehmerspeisung gewöhnlich von einem Punkt mit maximaler Verkehrskonzentration aus, weil an diesem Punkt die geringste
Zahl an Bauelementen erforderlich ist. Beispielsweise wird die Teilnehmerspeisung in Vermittlungen mit
schritthaltender Wahl durch einen Wähler vorgenommen.
Fig. 1 zeigt die zugehörigen Teile einer Teilnehmerspeiseschaltung.
Die Adernpaare a, b und a 1, b 1 sind durch Kondensatoren 31, 32 galvanisch entkoppelt, die
jedoch die Weiterleitung der Sprachsignale gestatten Beide Leitungen a, b und al, öl werden über zwei
Wicklungen von zwei zugeordneten Speiserelais 34, 35 mit Gleichstrom versorgt. Dabei ist der positive oder
geerdete Pol der Speisebatterie über die oberer Wicklungen der Speiserelais 34, 35 an die a- bzw
a 1-Ader angeschlossen, während de·1 negative Pol dei
Speisebatterie über die unteren Wicklungen diesei Speiserelais an die b- bzw. b 1-Ader angeschlossen ist.
Der Gleichstromkreis verläuft über die Wicklunger des Speiserelais 34, die Adern a, b und die Leitung 23 zui
rufenden Station A. Solange bei der Station A de: Handapparat abgehoben ist, ist die Leitung 23 ir
Schleife geschlossen; dabei bleibt das Speiserelais 34 in angesprochenen Zustand. Wenn der rufende Teilneh
mer seinen Handapparat einhängt, wird die Schleifi unterbrochen; dabei fällt das Speiserelais 34 ab. Dii
Verbindung wird abhängig vom Speiserelais 34 so lang« aufrechterhalten, solange die Leitungsschleife geschlos
20 (31 992
sen ist. Wenn die Leitungsschleife unterbrochen wird, fällt das Speiserelais 34 ab, und die im Zuge der
Verbindung liegenden Kuppelkontakte öffnen, so daß die Verbindung ausgelöst wird. Eine ähnliche Anordnung und Arbeitsweise wird bei der gerufenen Station B
mit den Windungen des Speiserelais 35, den Adern a 1, b 1 und der Leitung 24 erreicht.
Zur Erreichung der Betriebsweise mit Stromkonstanthaltung sind zwei Stromkonstanthalter 36, 37 in
Reihe mit Zusatzbatterie 38, 39 geschaltet. Dabei sind die Pluspole der Zusatzbatterien 38, 39 mit dem
negativen Pol 41 der Speisebatterie verbunden, während ein Anschluß des Stromkonstanthalters 36
bzw. 37 mit einem Anschluß der unteren Wicklung des Speiserelais 34 bzw. 35 verbunden ist. Die Zusatzbatterie
38 bzw. 39 liefert genug Energie, um dem Konstanthalter 36 bzw. 37 zu ermöglichen, den Strom
auf der Leitung auf einen vorbestimmten Wert, beispielsweise 35 mA zu halten. Wenn der Scheinwiderstand
oder Ohmsche Widerstand der Leitung zunimmt, dann steigt die vom Stromkonstanthalter 36 bzw. 37
abgegebene Spannung derart an, daß der angeforderte Bedarf genau befriedigt wird, wobei der Leitungsstrom
stabil und unveränderlich gehalten wird.
Stromkonstanthalter dieser Art sind bekannt und sind beispielsweise in der US-Patentschrift 27 16 729 (in
bezug auf elektromechanische Systeme) und in der US-Patentschrift 33 43 003 (in bezug auf elektronische
Systeme) bekanntgeworden. Eine Veröffentlichung eines derartigen Stromkonstanthalters erfolgte in der
Zeitschrift »Telefonie Magazin« vom 6. April 1968, Seiten 33 und 40.
Gemäß der Erfindung sind stromempfindliche oder brückengesteuerte Relais C, D den Stromkonstanthaltern
36,37 beigeordnet. Wenn der Ohmsche Widerstand oder der Scheinwiderstand der Teilnehmerleitung
ansteigt, nimmt der innere Widerstand jedes Stromkonstanthalters ab, um den Leitungsstrom konstant zu
halten. Die sich ergebende Abnahme des innerpn Widerstandes des Stromkonstanthalters bewirkt, daß
die Spannung an der Wicklung ansteigt oder daß die Brückenschaltung aus dem Gleichgewicht gerät, so daß
das Relais Coder D oder beide Relais abhängig davon, ob die Leitungen 23 oder 24 oder beide Leitungen mehr
Spannung erfordern, betätigt werden. Die Relais Coder D können durch einen Spannungsanstieg an der
Wicklung betätigt werden, wobei dieser Spannungsanstieg den Strom veranlaßt, den Ansprechwert des Relais
zu erreichen. Dies wird erreicht, wenn die Brückenschaltung bis zu einem vorbestimmten Wert aus dem
Gleichgewicht gebracht wird. Es kann andererseits jede
geeignete spannungsempfindliche Schaltung benutz! werden.
Es sei zunächst angenommen, dai3 die gerufene Leitung 24 einen sehr hohen Widerstand hat. Der
Stromkonstanthalter vermindert seinen inneren Widerstand, um an die Leitung eine höhere Spannung anlegen
zu können. Wenn der Leitungswiderstand einen bestimmten Wert überschreitet, beispielsweise den
Wert von 3 200 0hm, dann erreicht der innere Widerstand des Stromkonstanthallers 37 einen Wert,
der klein genug ist, damit das Relais Oanspricht,
Beim Ansprechen des Relais D schließt der Kontakt Di, wodurch ein Vcrstürkerkoppclfeld 42 (Fig. I)
angelassen wird. Dieses Vcrstärkcrkoppelfeld kann eine
Matrix beliebiger Ausbildung sein, beispielsweise ein Schrittschaltwiihlcr, ein Koordinatenschalter, ein Rcliiisverbindungssiitz,
eine mit Ankerkontakten im Schutzrohr oder elektronisch arbeitende Koppelmatri
oder eine ähnliche Einrichtung. In jedem Fall verbinde die Matrix 42 das vermittlungsseitige Ende und da
leitungsseitige Ende der Leitung al, b\, der de
Kontakt D1 zugeordnet ist, mit einem freien Verstärke
43 von vielen Tonfrequenzverstärkern. Die Koppel punkte zur Anschaltung der Verstärker sind durcl
Kreuze dargestellt, wie an der Stelle 44 gezeigt isl Arbeitskontakte D2 bis D 5 verbinden den Tonfre
ίο quenzverstärker 43 mit den Sprechadern al, b\
Ruhekontakte D6, Dl öffnen und verhindern di(
Verbindung zwischen dem Verstärker 43 und der Leitungsadern a und b. Kontakte D8 öffnen unc
trennen die Adern al, b\ auf; sie bewirken, daß dei
Leitungsstrom über den Verstärker 43 geführt wird Kontakte D 9 schließen und lassen ein bestimmtes
Vorspannungspotential über einen festen Widerstand R zum Tonfrequenzverstärker 43 gelangen. Dadurch ist
eine feste Verstärkung eingestellt, beispielsweise eine Verstärkung des Sprachsignals auf der Leitung a 1, b 1
um 7 db.
Es sei nunmehr angenommen, daß die Leitung 23 einen sehr hohen Widerstand hat und daß das Relais C
anspricht. Kontakte Cl schließen und lassen das Verstärkerkoppelfeld 42 an, welches einen freien
Verstärker 43 sucht. Kontakte C2 bis C5 werden betätigt und verbinden den Tonfrequenzverstärker 43
mit den Sprechadern a.b. Die Kontakte Dl bis D5 sind
nicht betätigt, weil das Relais D nicht angesprochen ist.
Deshalb kann das Sprachsignal nicht die Leitungsadern al, b\ erreichen. Kontakte C9 schließen und führen
dem Verstärker 43 über einen festen Widerstand R ein Vorspannungspotential zu. Wiederum sorgt der Verstärker
43 dafür, daß eine feste Verstärkung (beispielsweise 7 db) Sprachsignals auf der Leitung a, b erfolgt.
Schließlich sei angenommen, daß beide Leitungen 23, 24 einen sehr hohen Widerstand aufweisen und daß
beide Relais Cund Dansprechen. Die Kontakte C1, D1
sind parallelgeschaltet, und die Matrix 42 verbindet einen freien Verstärker 43 mit der Leitung. Die
Kontakte D2 bis D5 sprechen an und fügen den Verstärker 43 in die Leitung an der Stelle a 1, b 1. Die
Kontakte D6, D7 öffnen und hindern die Einführung des Verstärkers in die Leitung an der Stelle a, b. Beide
Kontakte £>9, C9 schließen. Aufgrund der Parallelschaltung
der zwei festen Widerstände R wird die Vorspannung und die Verstärkung des Tonfrequenzverstärkers
43 verdoppelt. Daher weist der Verstärker 43 eine Verstärkung von 14 db auf, wenn beide Leitungen
23,24 sehr lang sind und einen hohen Widerstand haben.
Die F i g. 2 zeigt, wie die Einrichtung gemäß F i g. 1 in
einer besonderen Vermittlungsanlage benutzt werden kann. Die US-Patentschrift 34 41 277 zeigt ein »Pentaconta
A - 1« genanntes Koordinatenschaltersystem. In Fig. I dieser Patentschrift ist ein Koordinatenschalter
gezeigt, der geschnittene vertikale Vielfachleilungen aufweist. Dieses Koordinalenschaltersystem wird im
folgenden auch der Erfindung zugrundcgclegt.
Wie bei der Schaltungsanordnung gemäß dieser US-Patentschrift sind auch hier die Tcilnchmerschaltungcn
mit einem ersten vertikalen Abschnitt 112 jeder geschnittenen Vertikalen verbunden, während verschiedene
Arten von Fernleitungen an einen zweiten vertikalen Abschnitt 113 jeder geschnittenen Vertikalen
angeschlossen sind. Ein dritter vertikaler Abschnitt 114
arbeitet mit VcrbinderleiUingen zusammen, die Verbindungen
zwischen den Vertikalen vorsehen. Um zwei oder mehr F.inrichtungsteilu im »Pentaconta Λ - I«-
System zu verbinden, braucht nur eine vorgegebene Zahl von Koppelpunkten auf einer einzelnen vorgegebenen
Vertikalen betätigt zu werden. Damit ist es möglich, eine Verbindung über nur eine einzelne
Vertikale durch Verbindung einer Leitung, die mit dem Abschnitt 112 verbunden ist, mit einer Fernleitung, die
mit einem Abschnitt 113 verbunden ist, herzustellen.
In einem solchen System kann die in F i g. 1 gezeigte Anordnung gemäß der Erfindung mittels der einfachen
Betätigung von zwei gesonderten Koppelpunkten 50,51 an eine Leitung angeschlossen werden; diese besonderen
Koppelpunkte sind zusätzlich zu den anderen Koppelpunkten zu betätigen, welche für eine normale
Verbindung benutzt werden. Diese Fähigkeit, eine Verbindung nur über eine Vertikale zu führen,
vereinfacht die Schaltung, weil das Verstärkerkoppelfeld 42 und eine Anzahl von Relaiskontakten, beispielsweise
D 2 bis D 7 und D 2 bis C5, nicht benötigt werden.
Ein Vorteil der Erfindung wird in Verbindung mit F i g. 3 dargelegt. In vielen Vermittlungen sind Teilnehmerleitungen
installiert, die mit unterschiedlichen Drahtstärken zu einer Teilnehmerstation verlaufen. Die
Leitung zwischen der Vermittlungsstelle und einer Teilnehmerstation hat in einem an die Vermittlungsstelle
anschließenden Entfernungsbereich 55 einen großen Durchmesser, um einen verhältnismäßig hohen Strom
fließen lassen zu können. In einem weiteren Entfernungsbereich 56 ist der Durchmesser der Leitung
kleiner, da der Leitungsstrom aufgrund der Ableitungen kleiner geworden ist. Der reduzierte Strom wird
verlustlos in diesen zweiten Abschnitt übertragen. In noch weiterer Entfernung von der Vermittlung erfolgt
eine weitere Verminderung des Drahtquerschnitts im Abschnitt 57. Wenn bessere Einrichtungen zur Verfügung
stehen, ist es nicht mehr nötig, eine derartige teuere Leitungsinstallation vorzusehen, bei der der
Leitungsdurchmesser geändert werden muß. Stattdessen soll eine Leitung mit einheitlichem Drahtdurchmesser
zu den Teilnehmerstationen geführt werden, und zwar sogar über größere Entfernung hinweg. Elektronisehe
Verstärker können die Differenzen in bezug auf die Stromübertragungsfähigkeiten ausgleichen, wie es erforderlich
ist. Es treten jedoch einige Probleme in Vermittlungsstellen mit Teilnehmerleitungen auf, die
sowohl Adern mit vielen verschiedenen Durchmessern als auch Adern mit einheitlichem Durchmesser aufweisen.
Es kann z. B. keine Voraussage darüber gemacht werden, wann eine Leitung mit verschiedenen Durchmessern
mit einer anderen Leitung mit verschiedenen Durchmessern oder mit einer Leitung mil einheitlichem
Durchmesser verbunden werden muß oder wann zwei Leitungen mit einheitlichem Drahtdurchmesser miteinander
zu verbinden sind. Daher ist es notwendig, entweder komplexe Steuerungen in der Vermittlung
vorzunehmen oder Anpussungsschaltungen für lange Leitungen vorzusehen, die einzig den Drähten mit
einheitlichem Durchmesser zugeordnet sind, oder eine andere äquivalente Lösung zu verwenden. Die Erfindung
aber ermöglicht es der Fernsprechanlage, automatisch eine geeignete Speisestromversorgung für
jede Kombination von Leitungen mit entweder verschiedenen Durchmessern oder einheitlichem
Durchmesser vorzusehen, ohne zusätzliche Einrichtungen aufwenden zu müssen oder besondere Probleme
aufzuwerfen. ft*
Die Verwendung der Kontakte C9, D9 ermöglicht
zwei Verstärkungsstufen, die den zwei verschiedenen Stromwertforderungen entsprechen. Eine Ausdehnung
dieses Prinzips kann für eine beliebige Zahl von Verstärkungsstufen erfolgen. Beispielsweise können
äußerst lange Teilnehmerleitungen zusätzliche Verstärkerstufen erfordern.
Das Prinzip kann auch in Verbindung mit Konferenzschaltungen angewendet werden, um eine größere
Anzahl von Teilnehmern gleichzeitig an einem einzelnen Konferenzgespräch teilnehmen zu lassen und um
den Teilnehmern zu ermöglichen, in die Konferenzschaltung einzutreten und sie wieder zu verlassen, ohne
das Gleichgewicht der Konferenzbrückenschaltung zu gefährden. Die Konferenzschaltung ist in F i g. 4 gezeigt
und wird in Verbindung mit den zwei Ersatzschaltungen der F i g. 5 und 6 im einzelnen erläutert. Dieselben
Bezugszeichen kennzeichnen dieselben Teile in allen Figuren; deshalb ist es nicht nötig, zu erläutern, wie die
Kontakte Ό2 bis D 5 an die Tonfrequenzverstärker VFR angeschlossen sind. All dies geht aus der F i g. 1
klar hervor.
Die Konferenzschaltung weist ein Sammelschienenpaar 59 auf, welches mit einer Impedanz 60 abgeschlossen
ist. Jede Konferenzteilnehmerleitung ist an das Sammelschienenpaar 59 in bekannter Weise angeschlossen.
Beispielsweise sind drei solche Leitungen gezeigt und mit Leitung 1, Leitung 2 und Leitung N
bezeichnet, wobei N eine beliebige Zahl von Leitungen angibt. All diese Leitungen sind so ausgerüstet wie die
hier gezeigte Leitung N.
Es sei beispielsweise angenommen, daß fünf Leitungen mit dem Sammelschienenpaar 59 verbunden sind.
Die Tonfrequenzsignalströme teilen sich gemäß F i g. 6 auf. Wenn auf einer Teilnehmerleitung N gesprochen
wird, dann stellt der Stromkonstanthalter 37 einen Ausgangsstrom von beispielsweise 40 mA auf dem
Sammelschienenpaar 59 ein. Wenn alle Verluste vernachlässigt werden und wenn angenommen wird,
daß der Strom sich auf vier genau gäeiche Leitungsimpedanzen aufteilt, dann fließen jeweils 10 mA in jeder der
Leitungen 1 bis 4. Wenn angenommen wird, daß jede Leitung einen etwas höheren Minimalstrom, beispielsweise
20 mA, haben muß, so hat offensichtlich der Stromkonstanthalter 37 seinen maximalen Ausgangsstrom
erreicht, wo sein eigener innerer Widerstand einen Minimalwert erreicht hat und ein weiterer
Stromanstieg nicht mehr möglich ist.
Gemäß der Erfindung sind Schaltmittel vorgesehen, die diesen steigenden Strombedarf erkennen können,
wenn der Leitungswiderstand aufgrund der Parallelschaltung von zusätzlichen Leitungen abnimmt. Im
einzelnen sind drei Widerstände Rl, R2, R3 mit
bekanntem Wert und der unbekannte innere Widerstand X des Stromkonstanthalters zu einer Brückenschaltung
angeordnet. An ein paar Diagormlpunkte Pl
P 2 ist die Zusatzbatterie 39 angeschlossen. Ein empfindliches Relais E, 1. B. ein Relais mit Quecksilberkontakten,
ist über Gleichrichter 61 bis 64 an die anderen Diagonalpunkte P4, P5 angeschlossen. Durcl·
diese Dioden arbeitet das Relais £ unabhängig von dei Polarität eines unsymmetrischen Signals in der Brückenschaltung
R I1R 2, R 3, X.
Da jede Konferenzleitung mit dem Sammclschicnen paar 59 verbunden ist, sind die Ströme über die anderer
Leitungen (Fig.6) so verzweigt, daß der Stromkon stanthalter einen fortschreitend niedrigeren Widerstanc
sieht. Der Innenwiderstand des Stromkonstanthalter steigt in dem Bemühen an, einen konstanten Strom ii
den Sammelschienen 59 aufrecht zu erhalten. Nachden eine gewisse Zahl von Teilnehmerleitungcn paralle
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geschaltet worden ist, hat der innere Widerstand des
Stromkonstanthalters seinen minimalen Wert erreicht. Wenn dies auftritt, dann wird die Brückenschaltung aus
dem Gleichgewicht gebracht, und dann spricht das Relais fan.
Nachdem das Relais E angesprochen hat, schließen die Arbeitskontakte El; dadurch wird der Pluspol der
Speisebatterie über diesen Kontakt und über einen Vorwiderstand 69 mit dem Stromkonstanthalter 37
verbunden. Diese Änderung der Vorspannung veranlaßt den Stromkonstanthalter, von dem exemplarischen
Strom von 40 mA zu einem höheren Wert, beispielsweise 80 mA, überzugehen. Danach wird der erhöhte
Stromwert konstantgehalten. Diese genauen Werte des
10
verfügbaren Stroms sind jedoch nur als Beispiel zu betrachten, denn jeder geforderte Stromwert kann
bereitgestellt werden.
Es ist somit auch klar, wie die Schaltungsanordnung
weiter abgeändert werden kann, wenn noch mehr Kapazität in zwei oder drei Arbeitsschritten vorzusehen
ist. Auch kann dieses Ausführungsbeispiel in Verbindung mit einer mehrstufigen Verstärkung mittels des
Tonfrequenzverstärkers 43 verwendet werden, wie es
ίο anhand der Arbeitsweise der Kontakte C9, D9 (F i g. 1)
gezeigt worden ist. Verschiedene Kombinationen von Bedingungen können erfolgen, um eine feine Abstimmung
dieser Konferenzeinrichtungen zu schaffen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Fernsprechanlage mit einer mindestens eine Konzentrationskoppelstufe aufweisenden Vermittiungseinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Konzentrationskoppelstufe Schaltmittel
(z. B. 36, 37) zur Konstanthaltung des Speisestroms in den Teilnehmerleitungen und mindestens
einen Tonfrequenzverstärker (43) aufweist und daß weitere Schaltmittel (Cb/.w. D) vorgesehen sind, die
bei der Meldung der genannten Konstanthaltungsmittei, daß der Energiebedarf der Leitungen einen
vorgegebenen Wert überschreitet, den Tonfrequenzverstärker (43) in die Teilnehmerleitung
schalten.
2. Fernsprechanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Anzahl Tonfrequenzverstärker
und ein Verstärkerkoppelfeld (42) zur Auswahl und Zuteilung eines freien Tonfrequenzverstärkers
zu einer erhöhten Energiebedarf anfordernden Teilnehmerleitung vorgesehen sind.
3. Fernsprechanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (C, D) vorgesehen
sind, die auf die Forderung nach erhöhter Energie jeder Leitung von zwei miteinander verbundenen
Teilnehmerleitungen (a, b und a 1, b 1) ansprechen und abhängig von der Anforderung beider Leitungen
die Verstärkung des angeschalteten Tonfrequenzverstärkers erhöhen.
4. Fernsprechanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Konstanthaltungsmittel
durch eine Reihenschaltung aus einer Zusatzbatterie (38) und einem Stromkonstanthalter
(36) gebildet sind und daß diese Reihenschaltung in die von dem einem Pol (41) der Speisebatterie zu der
einen Wicklung eines Speiserelais (34) führenden Ader fty eingefügt ist.
5. Fernsprechanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Anwendung in
Konferenzschaltungen.
6. Fernsprechanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Parallelspeisung mehrerer
an einer Verbindung beteiligter Teilnehmerleitungen über ein Speiserelais und die zugeordneten
Konstanthaltungsmittel der diese Parallelspeisung vornehmenden Stelle weitere Schaltmittel (61 bis 64,
R 1 bis R 3, £^ zugeordnet sind, die beim Erreichen
des kleinstmöglichen Innenwiderstandes der Konstanthaltungsmittel für einen bestimmten konstantzuhaltenden
Strom (40 mA) ansprechen und dabei die Konstanthaltungsmittel zur Abgabe eines höheren
konstantzuhaltenden Stroms (80 mA) veranlassen^ 1,69).
7. Fernsprechanlage nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Schaltmittel
zusammen mit dem Innenwiderstand (X) des Stromkonstanthalters (37) und dem Ersatzwiderstand
(R 3) für die parallelgeschalteten Teilnehmerleitungen eine Brückenschaltung bilden, derart, daß
zwischen den Speisediagonalpunkten (Pi, P2) eine Reihenschaltung aus zwei Widerständen (Ri, R 2)
und eine Reihenschaltung aus dem Innenwiderstand (X) und dem Ersatzwiderstand (R 3) liegen und daß
an die anderen Diagunaipunkte (P4, PS) ein Relais
(E) über einen Graetz-GIeichrichter (61 bis 64) angeschlossen ist.
Die Erfindung betrifft eine Fernsprechanlage mi einer mindestens eine Kon/.entrationskoppelstufe auf
weisenden Vermittlungseinrichtung. Sie ist insbesonde rc in Verbindung mit Konferenzschaltungen anwendbar
Die üblichen Fernsprechanlagen sind auf eine bestimmte Impedanz der Teilnehmerleitungen abge
stimmt. Alle Einrichtungen der Fernsprechanlage sine so ausgelegt, daß sie bei dieser bestimmten Leitungsim
pedanz sicher arbeiten. Unglücklicherweise haber ίο jedoch nicht alle Teilnehmerleitungen diese bestimmte
Leitungsimpedanz. Daher kann nicht erwartet werden daß die mit der Teilnehmerleitung verbundene Einrich
tung sehr gut arbeitet, wenn sie nicht so ausgelegt ist daß sie sehr breite Parameter hat, wodurch sich aber
kein großer Wirkungsgrad in der Ausnutzung der Bauelemente ergibt.
Es wurden bereits eine Anzahl unterschiedlicher Pläne zur Kompensation der Leitungsimpedanzänderungen
und zur Verwendung kleinerer Leitungsdrahtdurchmesser gemacht. Es ist unter anderem bekannt, in
jeder Teilnehmerleitungsschaltung eine Leitungsstromanpassungsschaltung vorzusehen und die Verstärkung
sines in dieser Anpassungsschaltung vorhandenen Verstärkers individuell einzustellen, wodurch Änderungen
der Leitungsimpedanz kompensiert werden können, die in der zugeordneten Teilnehmerleitung
uuftreten können. Dies ist jedoch ein teures Verfahren, weil für jede Teilnehmerleitung eine Anpassungsschaltung
erforderlich ist und weil jede Anpassungsschaltung gesondert eingestellt werden muß. Ein anderer Vorschlag
besteht darin, eine Leitungsstromanpassungsschaltung einem Wähler zuzuordnen, der Zugang zu
einer Gruppe von Leitungen hat. Das in Verbindung damit auftretende Problem ist jedoch, daß beim
Wechsel eines Teilnehmers zu einem anderen Ort, der eine Teilnehmerleitung mit Standard-Impedanz aufweist,
die Fernsprechteilnehmernummer geändert werden muß. Ein weiterer Vorschlag besteht darin, einen
Strom-Konstanthalter in Reihe mit Wicklungen des Speiserelais zu verwenden, über das die Gleichstromversorgung
der Teilnehmerleitung erfolgt.
Die Speiserelais haben normalerweise zwei Wicklungen, von denen die eine zwischen der a-Ader und dem
positiven Pol der Amtsbatterie und von denen die andere Wicklung zwischen der 6-Ader und dem
negativen Pol dieser Amtsbatterie geschaltet sind. Das Speiserelais wird betätigt, wenn die Leitungsschleife
durch Gabelumschaltekontakte im Handapparat geschlossen wird; das Speiserelais fällt ab, wenn die
Schleife wieder geöffnet wird. Der das Speiserelais durchfließende Strom versorgt die Teilnehmerstation
mit der erforderlichen Energie. Kontakte des Speiserelais veranlassen das Halten der aufgebauten Verbindung
während des Gespräches und die Auslösung der Verbindung, wenn die miteinander verbundenen Teilnehmereinhängen.
Der Stromkonstanthalter ist im allgemeinen mit einer Windung des Speiserelais und einer Zusatzbatterie in
Reihe geschaltet, die eine ausreichende Energiereserve aufweist, um einen konstanten Strom unter allen
voraussehbaren Leitungsbedingungen zu gewährleisten. Die sich ergebende Kontrolle über die Leistungsausnutzung
an der Teilnehmerstation ermöglicht, daß die Teilnehmerleitung verlängert und die Impedanz über
einen weiten Bereich geändert werden kann. Es gibt jedoch eine Grenze für das, was nur durch Konstanthaltung
des Leitungsstromes getan werden kann. Da der Sprachsignalgehalt des Leitungsstromes gegenüber den
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US88567269A | 1969-12-17 | 1969-12-17 | |
| US88567269 | 1969-12-17 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2061992A1 DE2061992A1 (de) | 1971-06-24 |
| DE2061992B2 DE2061992B2 (de) | 1977-02-03 |
| DE2061992C3 true DE2061992C3 (de) | 1977-09-15 |
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