DE2062932C3 - Verfahren zur Ermittlung einer Bewegungsgröße des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden Uhrwerkes - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung einer Bewegungsgröße des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden UhrwerkesInfo
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-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04D—APPARATUS OR TOOLS SPECIALLY DESIGNED FOR MAKING OR MAINTAINING CLOCKS OR WATCHES
- G04D7/00—Measuring, counting, calibrating, testing or regulating apparatus
- G04D7/004—Optical measuring and testing apparatus
-
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Description
50
Um den Abfallfehler oder eine andere Bewegungsgröße des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung
aufweisenden Uhrwerkes zu ermitteln, hat man die Schattenwirkung eines Teiles des Ankers benutzt, um
einen den Bewegungsbereich des Ankers durchsetzenden Lichtstrahl zu modulieren. Der modulierte Lichtstrahl
trifft hernach einen lichtelektrischen Aufnehmer, der seinerseits über elektronische Verstärker elektri- μ
sehe Meßgrößen liefert, die den Bewegungsablauf des Ankers abbilden. Dieses an sich bekannte Verfahren hat
jedoch bisher keine praktische Bedeutung erlangt, da seine Anwendung besonders bei Uhrwerken kleinerer
Abmessungen nur mit sehr aufwendigen und schwierig b5
zu justierenden optischen Hilfsmitteln ermöglicht würde.
Ten zur Ermittlung einer Bewegiingsgröße des Ankers
eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden Uhrwerkes, bei welchem ein Lichtstrahl den Bewegungsbereich
des Ankers durchsetzt und vom Letzteren nach Maßgabe der jeweiligen Stellung während seines
Bewegungsablaufes moduliert wird. Die oben kurz skizzierten Mangel dieses Verfahrens werden nun
erfindungsgemäß dadurch behoben, daß der Lichtstrahl in das Uhrwerk auf der Seite seiner Werkpfatf: einfällt;
daß der Lichtstrahl an einer zwischen dem Anker und der Unruh befindlichen Fläche reflektiert wird, die an
einem an der Werkplatte befestigten Teil des Uhrwerkes angebracht ist; und daß der reflektierte Lichtstrahl
das Uhrwerk auf der Seite seiner Werkplatte verläßt
Zweckmäßige Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Eine beispielsweise Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nachfolgend anhand der Zeichnung
noch näher erläutert, in welcher die maßgebenden Bestandteile eines Uhrwerkes üblicher Bauart in
perspektivischer Ansicht und in teilweise abgebrochener Darstellung veranschaulicht sind.
Der in der Zeichnung wiedergegebene Teil der Werkplatte 1 ist im Schnitt dargestellt, wobei die
Schnittebene durch das Loch 2 führt, in welchem der Lagerstein 3 zur werkplattenseitigen Lagerung der
Ankerwelle 4 befestigt ist Der Anker weist wie üblich die beiden je mit einem Hebestein versehenen
Ankerarme 5 und 6 sowie die in der Zeichnung nicht näher veranschaulichte Ankergabel auf, die über den
Gabelstiel mit den Ankerarmen 5 und 6 verbunden ist Der von der Werkplatte 1 abgewendete Wellenzapfen
der Ankerwelle 4 ist wie üblich in einem weiteren Lagerstein 7 gelagert, welch Letzterer in der Ankerbrücke
8 befestigt ist Die Ankerbrücke 8 ist dabei mit ihrem in der Zeichnung nicht mehr veranschaulichten
Fuß an der Werkplatte 1 angeschraubt Um die in den Ankerarmen S und 6 sitzenden Hebesteine justieren zu
können, sind in der Werkplatte 1 diesen Ankerarmen zugeordnete Montage- und Jastierfccher angebracht In
der Zeichnung ist lediglich das dem Ankerarm 5 zugeordnete Montage- bzw. Justierloch 9 gezeigt
Ferner zeigt die Zeichnung lediglich einen Teil des Unruhreifs 10 sowie eine der Unruhspeichen 11.
Eine besonders einfache Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nun dann erhalten,
wenn man durch das Montage- bzw. Justierloch 9 einen Lichtstrahl 12 von beispielsweise rechteckigem Querschnitt
derart einfallen läßt, daß er stets zum einen Teil auf den Ankerarm 5 und zum anderen Teil auf die dem
Anker 5 bis 6 zugewendete Oberfläche der Ankerbrücke 8 fällt, an der Letzteren reflektiert wird, und hernach
church den Lagerstein 3 hindurch wieder aus dem Uhrwerk austritt Der Querschnitt des auf die
Ankerbrücke 8 fallenden Anteils 13 des Lichtstrahles 12 sowie analog der Querschnitt des reflektierten Anteils
14 hängen somit von der jeweiligen Stellung des Ankerarmes 5 ab, sodaß der austretende Lichtstrahl 14
hinsichtlich seines Querschnittes nach Maßgabe des Bewegungsablaufes des Ankers moduliert wird. In der
Zeichnung sind die vom Lichtstrahl jeweils beleuchteten Oberflächenteile des Ankerarmes 5, der Ankerbrücke 8,
sowie des Lagersteines 3 je eng schraffiert veranschaulicht.
Die in der Zeichnung nicht wiedergegebene Optik zur Erzeugung des einfallenden Lichtstrahles 12 sowie zur
Abnahme des reflektierten und modulierten Lichtstrahles 14 kommt offenbar ohne Zuhilfenahme besonderer
Umlenkspiegel aus und kann vergleichsweise einfach ausgebildet ssin. Ferner ist wegen der Reflexion an der
Ankerbrücke 8 der innerhalb des Uhrwerkes verlaufende Weg 12,13,14 des Lichtstrahles derart, daß er durch
die Speichen If der Unruh 10 nicht beeinflußt werden kann.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist es nicht unbedingt erforderlich, daß der reflektierte und modulierte Lichtstrahl H das Uhrwerk
durch den Lagerstein 3 hindurch verläßt Es könnte vielmehr in der Werkplatte 1 eine ausschließlich für den
Austritt des Lichtstrahls 14 vorgesehene Öffnung angebracht sein. In entsprechender Weise wäre es
möglich, den Lichtstrahl 12 nicht durch eine Montagebzw. Justieröffnung 9, sondern durch eine speziell in der
Werkplatte 1 hierfür bestimmte Eintrittsöffnung in des Uhrwerk einzuführen. Schließlich müßte die innerhalb
des Uhrwerkes durchzuführende Reflexion des Lichtstrahles nicht unbedingt an der Ankerbrücke 8 erfolgen;
sie könnte ebensogut an einer zwischen dem Anker S bis 6 und der Unruh 10 bis 11 befindlichen Fläche erfolgen,
die an einem anderen an der Werkplatte 1 befestigten
ίο Teil angebracht ist. Bei Anwendung solcher Varianten
kann es sodann vorteilhaft sein, die Modulation des Lichtstrahles mit Hilfe des Gabelstiels oder der
Ankergabel selbst zu bewirken.
Claims (6)
1. Verfahren zur Ermittlung einer Bewegungsgrö-Be
des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden Uhrwerkes, bei welchem ein Lichtstrahl
den Bewegungsbereich des Ankers durchsetzt und vom Letzteren nach Maßgabe der jeweiligen
Stellung während seines Bewegungsablaufes moduliert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der Lichtstrahl (12) in das Uhrwerk auf der Seite seiner Werkplatte (1) einfällt; daß der Lichtstrahl
(Anteil 13) an einer zwischen dem Anker (S bis 6) und der Unruh (10 bis 11) befindlichen Fläche reflektiert
wird, die an einem an der Werkplatte (1) befestigten
Teil (8) des Uhrwerkes angebracht ist; und daß der 1 > reflektierte Lichtstrahl (Anteil 14) das Uhrwerk auf
der Seite seiner Werkplatte (1) verläßt.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der einfallende Lichtstrahl (12)
durch eine in der Werkplatte (1) befindliche erste öffnung (9} in das Uhrwerk eintritt und daß der
reflektierte Lichtstrahl (14) durch eine zweite in der Werkplatte (1) befindliche Öffnung (2) wieder aus
dem Uhrwerk austritt.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche, an welcher der
Lichtstrahl (Anteil 13) reflektiert wird, sich auf der dem Anker (5 bis 6) zugewendeten Seilte der
Ankerbrücke (8) befindet
4. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch jo gekennzeichnet, daß der Lichtstrahl (Anteil 13) von
einem der beiden Ankerarme (5 oder 6) moduliert wird.
5. Verfahren nach Patentanspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genanrue erste öffnung (9),
durch welche der Lichtstrahl il2) in das Uhrwerk
eintritt, durch eine in der Werkplatte (1) bereits vorhandene Montage- bzw. Justieröffnung gebildet
wird.
6. Verfahren nach Patentanspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte zweite öffnung
(2), durch welche der reflektierte Lichtstrahl (Anteil 14) aus dem Uhrwerk wieder austritt, durch
diejenige öffnung gebildet wird, in welcher der Lagerstein (3) zur werkplattenseitigen lagerung der
Ankerwelle (4) befestigt ist, sodaß der reflektierte Lichtstrahl (Anteil 14) durch diesen Lagerstein (3)
hindurch das Uhrwerk verläßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH726770A CH523536A (de) | 1970-05-15 | 1970-05-15 | Verfahren zur Ermittlung einer Bewegungsgrösse des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden Uhrwerkes |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2062932A1 DE2062932A1 (de) | 1971-11-25 |
| DE2062932B2 DE2062932B2 (de) | 1979-04-19 |
| DE2062932C3 true DE2062932C3 (de) | 1979-12-06 |
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ID=4322466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702062932 Expired DE2062932C3 (de) | 1970-05-15 | 1970-12-21 | Verfahren zur Ermittlung einer Bewegungsgröße des Ankers eines eine Unruh und eine Hemmung aufweisenden Uhrwerkes |
Country Status (5)
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