DE206409C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
- C01D3/00—Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
- C01D3/14—Purification
- C01D3/16—Purification by precipitation or adsorption
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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- Inorganic Chemistry (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 206409 KLASSE 12/. GRUPPE
STE. MARCH^VILLE DAGUIN et CH in PARIS.
Die Tatsache/ daß einerseits Kochsalz in der Wärme löslicher als in der Kälte ist, sowie
die Tatsache, daß anderseits Gips in der Wärme weniger löslich ist wie in der Kälte,
ist, da dies auch für den Fall zutrifft, daß beide Salze gleichzeitig in einer wäßrigen Lösung
vorhanden sind, dazu benutzt worden, eine Trennung des Chlornatriums von Calciumsulfat
in salzhaltigen Wässern vorzunehmen.
ίο ' Die erwähnten verschiedenen Löslichkeitsverhältnisse
haben zur Folge, daß eine wäßrige, kaltgesättigte Lösung, die gleichzeitig Kochsalz und Gips enthält, nicht mehr mit
Chlornatrium gesättigt sein wird, wenn man sie erhitzt, während sie anderseits infolge der
Erwärmung Gips verlieren wird. .Dieses letztere wird sich entweder als Niederschlag oder
als kristallinischer Überzug an den Wänden des Behälters, der die Lösung enthält, absetzen.
Dieselbe in der Wärme ungesättigte Kochsalzlösung kann dann durch Verdampfen einen bestimmten Prozentsatz Wasser noch
verlieren, ohne daß eine Kristallisation des gelösten Chlornatriums stattfindet, während
25- die Wasserverminderung naturgemäß eine weitere Gipsabscheidung zur Folge hat.
Die durch diese Konzentration in der Wärme erhaltene Lösung gibt, wenn man sie an der
Luft kristallisieren läßt, durch die Abkühlung und nachfolgende Verdunstung einen reinen
Kochsalzniederschlag ohne Gipsverunreinigung, da Gips in der Kälte löslicher ist als in der
Wärme.
"Die abgekühlte Lösung ist nach der Chlornatriumablagerung
imstande, von neuem Wasser durch Konzentrierung in der Wärme abzugeben, ohne daß jetzt eine Chlornatriumablagerung
stattfindet, sondern vielmehr unter neuer Gipsabscheidung.
Wird die Lösung nun von neuem in das Kristallisationsgefäß gebracht, so findet eine
neue Ausscheidung reinen Kochsalzes statt und so fort. ■
Die Trennung des Kochsalzes von Gips, die so unterbrochen vorgenommen wird, kann nach
vorliegender Erfindung durch die nachfolgend beschriebene, in der beiliegenden Zeichnung
schematisch dargestellte Einrichtung zu einer kontinuierlichen gemacht werden.
Ein Heizgefäß α enthält Wasser, das durch
einen Herd b erwärmt wird; der Wasserdampf zirkuliert in einem Schlangenrohr c. Der kondensierte
Dampf kehrt zu dem Heizgefäß a durch den Wasserverschluß d zurück.
In der Zeichnung tritt der Dampf von oben in das Schlangenrohr ein; ebensogut könnte er
von unten hineingelangen, wobei das kondensierte Wasser durch Wasserverschlüsse von
jedem Teil des Wellenrohres getrennt ist.
Die salzhaltige Lösung, welcher man das Salz entziehen will, rieselt fortwährend über
das Rohr c und konzentriert sich, ohne daß Salzabscheidung stattfindet. Der Gips dagegen
scheidet sich entsprechend dem oben Gesagten an dem Schlangenrohr ab. Die
konzentrierte, zum Teil entgipste Flüssigkeit fällt in ein Kristallisiergefäß /, wo sie sich
abkühlt und reines Kochsalz abscheidet. Die abgekühlte Lösung wird durch eine Pumpe β
oder irgendeine Hebevorrichtung zu dem Ver-
teiler g gehoben, der das salzhaltige Wasser von neuem auf das Schlangenrohr bringt und
so fort.
Die Verdampfung des Wassers und die Kochsalzablagerung werden durch. Zugabe
frischen, salzhaltigen Wassers, z. B. beim Ansaugen der Pumpe oder in dem Verteiler, ausgeglichen.
Gegenwärtig gehen bei den Salinen die beschriebenen
Fällungen und Kristallisierungen gleichzeitig vor sich. Die Gipsablagerung (»Schlotter« genannt) findet, wie auch oben
beschrieben, an der angeheizten Stelle statt, d. h. der Gips lagert sich gegen die Bleche
ab, die den Boden der Verdampfungspfannen bilden.
Die Tatsache, daß sich der Gips innerhalb des Kochsalzes ablagert, hat zur Folge, daß
die Trennung schwierig durchgeführt werden kann.
Hiergegen gewährt das oben beschriebene Verfahren den besonderen Vorteil, daß, weil
sich der Gips an den Heizstellen, d. h. an den Schlangenrohren, absetzt (die von dem Kristallisationsort
vollkommen getrennt sind), der Gips sich mit dem Kochsalz nicht vermengen kann. Man erhält daher reines Kochsalz ohne Beimengung
von »Schlotter«. Außerdem ermöglicht ein einfaches, Abklopfen die Entfernung
des Absatzes auf dem Schlangenrohr und die vollkommene Gewinnung des raffinierten Produktes,
was in den Pfannen, wo die Entfernung der Schlotter niemals vollkommen ist, unmöglich ist.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Einrichtung besteht darin, daß die beiden Gefäße,
in denen sich die Salzlösung befindet, nicht erwärmt werden, daß vielmehr die Anwärmung
der Lösung ausschließlich durch das Zirkulieren derselben über ein Rohrsystem, das von der Heizvorrichtung gespeist wird,
erfolgt.
Hierdurch wird die nachteilige Wirkung vermieden, die durch die schlechte Leitfähigkeit
des Gipses verursacht wird, welche eine schnelle Abnutzung der dem Feuer ausgesetzten
Gefäße bewirkt.
Die beschriebene Anordnung kann auch abgeändert werden, ohne irgendwie das Wesen
der Erfindung zu verändern. So kann z. B. das Schlangenrohr durch jedes beliebige System
von Wärmeaustauschapparaten ersetzt werden, und die Erwärmung könnte anstatt wie in
dem gewählten Beispiele durch Wasserdampf mit Hilfe jeder geeigneten Wärmequelle bewirkt
werden, z. B. durch Gas, heiße Flüssigkeiten und anderes mehr.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Gewinnung von Kochsalz aus unreinen Rohlaugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Salzrohlösung in stetigem Kreislauf frei derart über geheizte Verdampfkörper herabfällt, daß sich auf diesen lediglich die in der Sole enthaltenden schwerlöslichen Verunreinigungen, wie Gips u. dgl., abscheiden, während das Kochsalz erst in einem , unter dem Verdampfkörper befindlichen Behälter zur Kristallisation gelangt. , 'Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE206409C true DE206409C (de) |
Family
ID=468582
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT206409D Active DE206409C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE206409C (de) |
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