DE2065236B2 - Phosphonsäuresalze, ihre Herstellung und Verwendung - Google Patents

Phosphonsäuresalze, ihre Herstellung und Verwendung

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    • C07F9/38—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/3804—Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)] not used, see subgroups
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Description

25
Die Erfindung betrifft Phosphonsäuresalze der im Anspruch 1 angegebenen Formel, ihre Herstellung und ihre Verwendung bei der Umwandlung von Penicillinverbindungen in Cephalosporinverbindungen.
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen besteht darin, daß man im wesentlichen molare Äquivalente der Phosphonsäure mit der Stickstoffbase B oder etwa 2 Mol-Äquivalente der Stickstoffbase B mit einem Mol-Äquivalent der Phosphonsäure umsetzt
Beispiele für Phosphonsäuren sind
Methanphosphonsäure, Äthanphosphonsäure, Dichlormethanphosphonsäure, Trichlormethanphosphonsäure und Jodmethanphosphonsäure, ferner Brombenzolphosphonsäure oder Nitrobenzolphosphonsäure.
Als Stickstoffbase B werden Pyridin, Chinolin, Isochinolin,«-, ß- und y-Picolin, 2- und 4-Methylchinolin und 3-Methylisochinolin verwendet.
Ein bevorzugtes Salz wird aus Pyridin und Dichlormethanphosphonsäure gebildet. Eines wird erhalten, indem man im wesentlichen Mol-Äquivalente von Pyridin und Dichlormethanphosphonsäure umsetzt und es wird im folgenden als Monopyridiniumdichlormethanphosphonat bezeichnet.
Die neuen Verbindungen schließen ein
Pyridintrichlormethanphosphonat,
Λ-Picolinium-trichlormethanphosphonat,
Pyridinium-o-brombenzolphosphonat, Monopyridinium-dichlormethanphosphonat, Monoisochinolin-dichlormethanphosphonat und M) Mono-3-methylisochinolinium-dichlormethan-
phosphonat.
Monopyridinium-dichlormethanphosphonat kann geeigneterweise hergestellt werden, indem man Pyridin langsam zu einer Lösung von Dichlormethanphosphonsäure in einem polaren Lösungsmittel (beispielsweise einem Keton, wie Aceton oder einem niedrigen Alkanol, wie Methanol, Äthanol. n-ProDanol oder Isopropanol) zugibt Monopyridinium-dichlonnethanphosphonat ist ein stabiler farbloser knstalliner Feststoff, der bei 142 bis 145-C schmilzt
Andere bevorzugte Salze werden in den Beispielen offenbart
Die erfindungsgemäßen Phosphonsäuresalze können als Katalysatoren bei der Umlagerung von Penicillinverbindungen in Cephalosporinverbindungen verwendet werden. Verglichen mit den Katalysatoren, welche aus der US-Patentschrift 32 75 626 bekannt sind, wird bei Verwendung der erfindungsgemäßen Phosphonsäuresalze als Katalysatoren eine ganz wesentliche Ausbeutesteigerung erzielt und ferner verläuft das Verfahren leichter und wirtschaftlicher und es werden Produkte von hoher Reinheit erhalten.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiel 1
Eine Mischung von Aluminiumchlorid (268 g, 2,0 MoI), Phosphortrichlorid (88 ml, 1,0MoI) und Chloroform (16OmL 2,0MoI) wurde 2 Stunden am Rückfluß erwärmt Die Lösung wurde gekühlt und in Methylenchlorid (700 ml) gegeben, der Reaktionskolben wurde mit Methylenchlorid (2 χ 150 ml) ausgewaschen und die Waschlösungen wurden zu der Hauptlösung zugefügt Die Mischung wurde auf -20° gekühlt und heftig gerührt, während Wasser (260 ml, 14,4 Mol) mit einer solchen Geschwindigkeit zugegeben wurde, daß die Temperatur nahe —5° verblieb. Nach Beendigung der Zugabe wurde die Mischung auf 18° erwärmt und weitere 30 Minuten gerührt Das ausgeschiedene Aluminiumtrichloridhexahydrat wurde abfiltriert und der Filterkuchen mit Methylenchlorid (Ix 500 ml, 2 χ 250 ml) gewaschen. Wasser (40 ml, 2,2 Mol) wurde zu der Methyler.chioridlösung zugefügt und die Mischung 1 Stunden am Rückfluß erwärmt, um die zweite Stufe der Hydrolyse zu beendigen. Das Methylenchlorid wurde abdestilliert und der Rückstand mit Methylenchlorid (250 ml) behandelt, das erneut abdestilliert wurde. Das zurückbleibende öl wurde unter vermindertem Druck (Wasserstrahlpumpe) 15 Minuten gehalten, um gelöste HCl zu entfernen. Das öl wurde in Aceton (50OmI) erneut gelöst, auf 0° gekühlt und gerührt, während Pyridin (63 ml) tropfenweise zugefügt wurde. Der Feststoff wurde abfiltriert und mit kaltem Aceton (3 χ 50 ml) gewaschen und bei Zimmertemperatur im Vakuum über Nacht getrocknet, wobei man das rohe Monopyridinium-dichlormethanphosphonat (197,4 g, 80,4%) erhielt, Fp. 141 bis 142°.
Das rohe Salz wurde unter Rühren in siedendem IMS (410 ml) gelöst, abgekühlt, bis die Kristallisation begann und dann 3 Stunden in dem Kühlschrank aufbewahrt Das Produkt wurde gesammelt, mit Aceton (3 χ 50 ml) gewaschen und bei 40° im Vakuum getrocknet, wobei man das Monopyridinium-dichlormethanphosphonat (188,6 g, 773% der Theorie, berechnet auf die Gesamtausbeute) erhielt, Fp.= 143 bis 145°. Das Produkt enthielt kein Chlorid in ionisierter Form (mit Silbernitrat in Salpetersäure trat keine Trübung auf).
Beispiel 2
Eine 12,5%ige Lösung der Säure in dem geeigneten Lösungsmittel wurde mit der Base behandelt, die tropfenweise zugegeben wurde, bis kein weiterer Niederschlag mehr ausfiel. Der Feststoff wurde abfiltriert, mit dem gleichen Lösungsmittel, das für die Reaktion verwendet worden war, gewaschen und im
Vakuum bei 20° getrocknet, wobei man das gewünschte Produkt erhielt Nötigenfalls wurden die Proben umkristallisiert
Die folgende Tabelle zeigt die Salze der Säure
RP(OXOH)2, die auf diese Art hergestellt wurden. Alle Säuren, die in der Tabelle gezeigt werden, bildeten monobasische Salze
Säure R=
Base
Lösungs Salz gef. H obere Werte Formel
mittel berechn. 3,6 untere Werte
m. p. C 2,9 Cl N
(korr.) 31,3 2,5 34,7
25,9 3,0 38,8 5,1
25,9 3,1 38,2 5,0
180-4° 28,3 3,3 36,5 4,7 C6H7NO3Cl1P
28,7 3,4 36,4 4,8
155-7° 40,5 4,0 24,0 4,4 C7H9NO3Cl3P
40,8 3,9 24,2 4,8
Aceton 143-7° 42,4 23,1 4,3 C10H10NO3Cl2P
42,8 23,1 4,6
147-9° CnH12NO3CI2P
Cl3C- Pyridin
Cl3C- «-Picolin
Cl2CH- Isochinolin
Cl2CH- 3-MethylisochinoIin

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Phosphonsäuresalze dei' allgemeinen Formel
il
R-P(OH)2- B
worin R Methyl, Äthyl, Dichlormethyl, Trichlorme- ι ο thyL Jodmethyl, Bromphenyl oder Nitrophenyl ist und B Pyridin, Chinolin, Isochinolin, <x-, ß-, oder y-Picolin, 2- oder 4-Methylchinolin und 3-Methylisochinolin darstellt
2. Verfahren zur Herstellung der Phosphonsäuresalze gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen molare Äquivalente der Phosphonsäure mit der Base B oder ungefähr 2 Moläquivalente der Base B mit einem Moläquivalent der Phosphonsäure umgesetzt werden.
3. Verwendung der Phosphonsäuresalze gemäß Anspruch 1 bei der Umlagerung von Penicillinverbindungen in Cephalosporinverbindungen.
DE2065236A 1969-03-11 1970-03-10 Phosphonsäuresalze, ihre Herstellung und Verwendung Expired DE2065236C3 (de)

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