DE206808C - - Google Patents
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B4/00—Electrothermal treatment of ores or metallurgical products for obtaining metals or alloys
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
€;¥
PATENTSCHRIFT
- M 206808 -. KLASSE 40 c. GRUPPE
Zusatz zum Patente 198221 vom 26. Oktober 1906.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Oktober 1906 ab.
Längste Dauer: 25. Oktober 1921.
Gegenstand des Patents 198221 ist ein Verfahren
zur elektrischen Reduktion oxydischer Erze 0. dgl., bei welchem das zu reduzierende
Erz und die Kohle senkrechte, miteinander in Berührung befindliche, aber nicht gemischte
Säulen bilden und die Reduktionswirkung mit Hilfe von quer durch die unteren Teile der
Erz- und Kohlensäulen strömenden reduzierenden Gasen verstärkt wird. Bei diesem Verfahren
werden in dem Maße, wie die Reduktion fortläuft, brennbare Gase gebildet, welche den
Gasdruck im Ofen bald wachsen lassen würden, wenn sie nicht aus dem Zirkulationssystem
entfernt würden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen diese Gase derart ausgenutzt werden, daß sie
in dem Maße, wie sie gebildet werden, dem Kreislauf in Form eines brennbaren Gemisches
von Kohlenoxyd und Kohlensäure durch die Erzsäulen hindurch entzogen und ohne Aufspeicherung sofort in diesen letzteren durch
oberhalb der Reduktionszone zugeführte Luft verbrannt werden. '
Es ist zwar schon in Vorschlag gebracht worden, oxydische Erze auf elektrischem Wege
derart zu reduzieren, daß das Erz und die Kohle getrennte Säulen bilden und die bei der
Reduktion gebildeten Gase in der Erzsäule zwecks Vorwärmung dieser letzteren verbrannt
werden, wobei jedoch keine die Reduktion beschleunigende Gaszirkulation verwendet wurde.
Es ist ferner bekannt, oxydische Erze ohne elektrische Erhitzung derart zu reduzieren,
daß das Erz und die Kohle getrennte Säulen bilden und reduzierende Gase durch die genannten
Säulen geleitet werden, wobei die bei der Reduktion gebildeten Gase zunächst aufgespeichert
werden, um später, nachdem der Gasdruck bis auf eine gewisse Höhe gestiegen,
zu Heizzwecken benutzt zu werden.
Diesem letzteren Verfahren gegenüber bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, daß
die zirkulierenden Gase einen im wesentlichen gleichbleibenden Druck und unveränderte Zusammensetzung
beibehalten, wodurch die kontinuierliche Durchführung des Reduktionsprozesses gesichert wird; außerdem wird in thermischer
Hinsicht der Vorteil erreicht, daß die abziehenden Gase zu einem beträchtlichen Teil
aus Kohlensäure bestehen, während bei dem oben erwähnten Verfahren mit Gasverbrennung,
aber ohne Gaszirkulation die abziehen-
den Gase hauptsächlich aus Kohlenoxyd bestehen und daher eine zur Vorwärmung des
Erzes allzu hohe Verbrennungswärme besitzen. Auf der Zeichnung ist eine zur Ausführung
des vorliegenden Verfahrens dienende Ofenanlage schematisch dargestellt. Fig. ι zeigt
den Ofen teils im Schnitt, teils in Seitenansicht. Fig. 2 zeigt einen Grundriß mit teilweisem
Schnitt nach Linie II-II in Fig. i.
ίο Der in der Zeichnung dargestellte Ofen besitzt
drei Schächte i, 2, 3, von denen die Schächte 1 und 3 mit Erz o. dgl. beschickt
werden, während der Schacht 2 mit Kohle gefüllt wird. Der untere Teil der Kohlensäule ist
wie in dem Hauptpatent in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet, dessen Elektroden a, b
durch die Wände des Schachtes 2 hindurchgehen. Unten bilden die drei Schächte einen
zusammenhängenden Reduktions- oder Schmelz-
ao raum, der in ein von den auf beiden Seiten des Reduktionsraumes vorgesehenen Regeneratoren
4, 5 und einer zwischen deren äußeren Enden angeordneten Leitung 6 gebildetes Zirkulationssystem eingeschaltet ist. In die
Leitung 6 ist ein Gebläse oder ein sonst geeigneter Zirkulationsapparat eingebaut, um die
im System befindlichen Gase in der einen oder anderen Richtung bewegen zu können.
Bei Beginn des Betriebes bestehen diese Gase zum wesentlichsten Teil aus Kohlenoxyd, das
beim Durchströmen durch die Kohlenschicht auf hohe Temperatur erhitzt wird, um dann
beim Strömen durch die in der Strömungsrichtung folgende Erzschicht o. dgl. reduzierend
zu wirken und dabei selbst in Kohlensäure überzugehen, die beim nächsten Durchströmen
durch die Kohlenschicht wieder in Kohlenoxyd umgesetzt wird. Bei dieser Reduktion
wird ein Überschuß von Gasen entsprechend einem Molekül Kohlenoxyd auf jedes durch Reduktion der Kohlensäure frei
gewordene Atom Sauerstoff gebildet; um eine Drucksteigerung im Ofen zu vermeiden, wird
nun während des Verlaufes des Prozesses ein entsprechender Teil des Gases kontinuierlich
aus dem System abgeleitet. Das geschieht nach vorliegender Erfindung in der Weise,
daß der Gasüberschuß als ein brennbares Gemisch von Kohlenoxyd und Kohlensäure durch
die das Erz enthaltenden Schächte 1 und 3 emporsteigt, wobei gleichzeitig Luft in diese
Schächte eingelassen wird, welche eine Verbrennung des, abziehenden Gases in den Erzschichten
über der Reduktionszone bewirkt.
Zu diesem Zwecke sind in den Seitenwänden der Schächte 1 und 3 Kanäle 7, 8 und 9, 10
vorhanden, welche durch eine Anzahl öffnungen 14 bzw. 15 in die Schächte 1 und 3 münden
und nach außen mit einer das Gebläse 17 zwecks Einführung von Luft in die Schächte
enthaltenden Leitung 10 in Verbindung stehen. Um zu verhindern, daß ein Teil der eingeführten
Luft zu dem an der Zirkulation teilnehmenden Gase dringt, was eine nicht beabsichtigte
Verbrennung eines Teiles der Beschickungskohle zur Folge haben würde, wird die Verbrennung des Gasüberschusses zweckmäßig
abwechselnd im einen und im anderen der beiden Erzschächte vorgenommen. Zu diesem Zweck sind in den Abzweigungen des
Rohres 16 zu den Kanälen 7, 8, 9, 10 Ventile
18, 19, 20, 21 angeordnet, während in den Ablaßrohren
22 und 23 gleichfalls Ventile 24 bzw. 25 vorgesehen sind. Diese Ventile' werden zwecks Umkehrung der Gaszirkulationseinrichtung
so gestellt, daß diejenigen des in der Zirkulationsrichtung der Gase nach der Kohlenschicht befindlichen Schachtes stets geschlossen
sind. Der von einem Regenerator in den Reduktionsraum eintretende Gasstrom wird dabei geteilt, indem der Gasüberschuß
durch die darüberliegende Erzschicht abzieht und mit der eingepreßten Luft vermischt
wird, was die Verbrennung des abziehenden Gases unter Vorwärmung des Erzes zur Folge
hat.
Statt die Luft zwecks Verbrennung des Gasüberschusses in den Ofen einzudrücken,
kann man den Gasüberschuß gegebenenfalls auch absaugen und gleichzeitig Luft durch
die Erzschicht einsaugen lassen, wobei die Verbrennung des Gases erfolgt, bevor es den Ofen
verläßt.
Durch die beschriebene Verbrennung der während des Prozesses entwickelten brennbaren
Gase kann, wie leicht ersichtlich, eine bedeutende Ersparnis im Verbrauch an elektrischer
Energie erzielt werden, indem der elektrische Strom nur in unbedeutendem Maße zur Erhitzung
der Erzbeschickung auf die Reduktionstemperatur herangezogen zu werden braucht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:·Ausführungsform des Verfahrens zur Reduktion oxydischer Erze nach Patent 198221, dadurch gekennzeichnet, daß der entstehende Überschuß noch brennbarer Gase ständig dem Kreislauf entzogen, durch die Erzsäulen abgeleitet und in ihnen durch oberhalb der Reduktionszone zugeführte Luft verbrannt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE206808C true DE206808C (de) |
Family
ID=468952
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT206808D Active DE206808C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE206808C (de) |
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- DE DENDAT206808D patent/DE206808C/de active Active
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