DE206828C - - Google Patents

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DE206828C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B3/00Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
    • B28B3/02Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/10Moulds with means incorporated therein, or carried thereby, for ejecting or detaching the moulded article

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
e 206828 KLASSE 80«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. April 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ziegelpresse, bei welcher feste Unterstempel und auf und nieder gehende Oberstempel mit einer ebenfalls auf und nieder gehenden Form zusammenwirken. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die Aufwärtsbewegung der Form und der Plunger nach erfolgter Pressung sich anfänglich gleichzeitig vollzieht, und daß darauf das Anheben der Form den
ίο Stempeln gegenüber unter der Wirkung einer Daumenscheibe, welche auf ein mit der Form verbundenes Hebelgestänge einwirkt; mit beschleunigterer Geschwindigkeit vor sich geht. Hierdurch wird bewirkt, daß der Formling nach stattgehabter Pressung noch so lange seitlich von der Form umschlossen gehalten wird, bis zwischen der unteren Fläche des Formlings und dem unteren Preßstempel ein genügend großer Zwischenraum für die Einführung des Ablegebrettes geschaffen ist, worauf das Herausstoßen des Formlings aus der nunmehr sich schneller als der Oberstempel
. aufwärts bewegenden Form durch letzteren erfolgt. Dadurch, daß der Formling beim ersten Teil der Aufwärtsbewegung der Form und des oberen Stempels von der Form noch umschlossen gehalten wird, wird der Beschädigung des Formlings durch das unter die Form gelangende Ablegebrett vorgebeugt.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der den Erfindungsgegenstand bildenden Ziegelpresse,
Fig. 2 eine Vorderansicht,
Fig. 3 eine hintere Ansicht und
Fig. 4 einen wagerechten Schnitt des vorderen Teiles der Maschine nach der Linie a-a der Fig. 2.
Fig. 5 zeigt einen ähnlichen Schnitt nach der Linie b-b der Fig. 2,
Fig. 6 eine Einzelansicht, die den vorderen Teil des Ouerblocks darstellt, welcher die Unterstempel trägt.
Fig. 7 zeigt die Schnittansicht von einzelnen Teilen der Presse nach der Linie c- c der Fig. 2 nach links gesehen und
Fig. 8 einen Schnitt nach der Linie d-d der Fig. 2.
Die Presse hat zwei aufrechte, an einem Sockelstück 2 befestigte Führungsgestelle, von denen jedes aus zwei oben durch ein Querstück 3 miteinander ,verbundenen und in der Mitte durch eine Querstrebe 4 gegeneinander versteiften Säulen 1,1 (Fig. 1 und 2) besteht. Mit 9 (Fig. 2, 3, 6 und 7) sind die festen Unterstempel bezeichnet, welche von dem feststehenden Querblock 5 (Fig. 7 und 8) getragen werden. Letzterer erstreckt sich mit seinen Enden zwischen die betreffenden Säulen ι des vorderen und hinteren Führungsgestelles hinein, an welchen er durch Einstell- schrauben 7 getragen wird, die in zwischen den Führungsgestellen befestigten Blöcken 6 gelagert sind. Durch Muttern 8, die zwecks Anspannens mit Einstecklöchern versehen sind, kann der Querblock in seiner Lage entsprechend verändert, d. h. gehoben und gesenkt
werden, wie es gerade der Stärke und dem Härtegrade entspricht, welcher den Preßlingen gegeben werden soll.
In an der Unterseite des Querblocks 5 befindlichen Ansätzen 10 (Fig. 6) ist eine Achse 11 gelagert, an welcher die beiden Kniehebelarme 12 (Fig. 2) hängen, deren untere Enden mit dem doppelten Kniehebelarm 13 mittels des Bolzens 19 verbunden sind. Der Kniehebelarm 13 ist auf einer Welle gelagert, deren Enden in Blöcken 14 befestigt sind, die in den Führungsgestellen 1 eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung ausführen können. Von diesen Blöcken 14 erstrecken sich Zugstangen 15 (Fig. 2) nach dem Querhaupt 16, welches die Oberstempel 17 trägt. Das Kniehebelgelenk wird durch die Stange 18 angetrieben) welche dem Bolzen 19 angeschlossen ist und diesen mit der Kurbelwelle 20 der Maschine verbindet (Fig. 1 und 2). Letztere ist in Lagern, welche in einem Gehäuse 21 des Pressengestells angebracht sind, gelagert. Der Antrieb der Kurbelwelle 20 erfolgt durch zwei auf sie aufgekeilte Zahnräder 22, die mit Triebrädern 23 in Eingriff stehen, welche an einer in dem Gehäuserahmen gelagerten Zwischenwelle 24 befestigt sind. Der Antx'ieb der Zwischen welle 24 erfolgt durch das Zahnrad 25, welches mit dem an der die Antriebsriemenscheibe 28 tragenden Welle 27 sitzenden Triebrad 26 in Eingriff steht. Beim Antrieb der Kniegelenkarme 12, 13 durch die Kurbelwelle 20 werden die Oberstempel 17, welche von dem Querhaupt 16 getragen werden, zu einer Abwärtsbewegung in der Form veranlaßt, während die Unterstempel 9, wie bereits erwähnt, feststehen.
Die Form 30 ruht in einem Rahmen 29 (Fig. 2 und 4), welcher mit seinen Enden zwischen den Führungen gleitet. In die Form treten die oberen und unteren Stempel 17 bzw. 9 ein.
Zum Anschluß des Formrahmens 29 an die Zugstangen 31 dienen an ersterem befestigte Zapfen, die sich von jedem Ende der Form über den Maschinenrahmen hinaus erstrecken. Die unteren Enden der Stangen 31 sind mit Hebeln 32 verbunden, welche an die Enden einer Achse 33 angeschlossen sind. Zwischen den Rahmenteilen ist die Achse 33 mit einem Daumenhebel 34 versehen, welcher sich rückwärts unter eine an der Kurbelwelle 20 befestigte Daumenscheibe 36 erstreckt und an dem Ende, welches mit der Daumenscheibe zusammenwirkt, mit einer Rolle 35 ausgestattet ist.
Die Masse, aus welcher die Preßlinge geformt werden, wird in den Trichter 38 eingeschüttet, welcher an den Stützen 39 zu beiden Seiten der Maschine oberhalb der Tiegelplatte 40 befestigt ist. Letztere ruht oben auf dem Rahmengehäuse 21 der Maschine auf. Zwischen den Stützvorrichtungen 39 ist der übliche Füllschlitten 41 für die Form gleitbar gelagert, dessen Bewegung in der einen Richtung beispielsweise unter der Wirkung eines an einer Welle 44 bzw. an einem starr mit letzterer verbundenen Arme 48 sitzenden Gewichtes 49 (Fig. 2) erfolgt, indem die Welle 44 durch das Gewicht 49 gedreht wird und durch ein Gestänge 43, 42 die ihr mitgeteilte Bewegung auf den Füllschlitten 41 überträgt, während die Bewegung des Schlittens in der anderen Richtung durch eine an der Welle 20 sitzende unrunde Scheibe 47 bewirkt wird, welche auf einen ebenfalls an der Welle 44 starr befestigten, mit einer Rolle 46 ausgestatteten Arm 45 so einwirkt, daß sie diese Welle 44 entgegengesetzt zur ersterwähnten Drehbewegung dreht und den Schlitten durch die Stangen 43, 42 entsprechend verschiebt.
Unterhalb der Form 30 ist eine Stütz- und Führungsvorrichtung für das Ablegebrett angebracht. Sie besteht aus zwei wagerechten Winkeleisenschienen 50, die längs der Schmal-Seiten des festen Stempels 9 an den oberen Enden von senkrechten Stangen 52 mittels Stützplatten 51 ihre Befestigung erhalten haben (Fig. 7). Diese Stangen 52 führen in den oberen und unteren Flanschen der Versteifungsplatte 4 vorhandenen Führungen eine kurze auf und nieder gehende Bewegung aus. Durch die Stangen 52 werden die Winkeleisen 50 mit dem Boden der Form mittels belasteter Hebel 54 in Berührung gehalten. Die Hebel 54 greifen an Zapfen 56 an, die an den unteren Enden der Stangen 52 befestigt sind. Die Hebel 54 sind an einem in Hängej lagern 55, welche an der unteren Seite des Querblocks 5 befestigt sind, sitzenden Zapfen gelagert. An ihren hinteren Enden sind die Winkeleisen 50 durch eine Querleiste 57 miteinander verbunden, die als Anschlag für das Ablegebrett dient.
Wenn die Form 30 sich in ihrer untersten Lage befindet, so fällt ihre obere Fläche mit der oberen Fläche der Tiegelplatte 40 zusammen; hierbei wird ermöglicht, daß sich die untere Fläche des Formfüllschlittens 41, wenn letzterer vorwärts geschoben wird, von der Tiegelplatte unmittelbar auf die Oberfläche der Form aufschieben kann. Um zu verhindern, daß die Form aus dieser Lage noch weiter niedergeht, sind am Querblock 5 Stellschrauben 8 angebracht,, welche Anschläge für die Enden der Form bilden. Wenn der Füllschlitten 41 das für die Herstellung der Ziegel erforderliche Gut in die Form einbringt, befindet sich das die Stempel 17 tragende Querhaupt 16 in seiner höchsten Lage, um dem Füllschlitten genügend Spielraum bei seiner Vorwärtsbewegung zu gewähren. Bei

Claims (2)

der Rückwärtsbewegung des Füllschlittens in seine hinterste Stellung werden bei der Fortsetzung der Drehbewegung der Welle 20 die Stangen 12,13 des Kniehebelgelenks durch die Stange 18 in eine gestreckte Lage gebracht, so daß das Querhaupt 16 niederbewegt wird. Hierbei werden die Stempel 17 in die Formen eingedrückt, so daß das in ihnen befindliche Gut entsprechend zusammengepreßt wird. Bei der weiteren Fortsetzung der Drehbewegung der Welle 10 wird das Kniehebelgelenk geknickt und das Querhaupt 16 mit den Stempeln 17 zur Aufwärtsbewegung veranlaßt, während die Daumenscheibe 36 so auf den Hebel 34 einwirkt, daß auch die Form durch das Gestänge 32, 31 gezwungen wird, sich mit den Stempeln 17 anfänglich gleichzeitig aufwärts zu bewegen. Bei dieser gleichzeitig sich vollziehenden Aufwärtsbewegung der Form und der Stempel 17 wird der zusammengepreßte Formling so weit mitgenommen, bis sämtliche Teile der Form von der oberen Fläche der unteren Stempel 9 genügend weit entfernt stehen, so daß das Ablegebrett in den so geschaffenen Zwischenraum auf den unter der Wirkung des Gewichtes 54 inzwischen emporgehobenen Führungen 50 bis zur Anschlagleiste 57 vorgeschoben werden kann, ohne daß hierbei ein Anstoßen an den Formling zu befürchten wäre, da dieser von der Form eben noch allseitig umschlossen gehalten wird. Es gelangt nunmehr der vorspringende Daumen der Scheibe 36 zur Einwirkung auf den Hebel 34 und das Gestänge 32, 31, so daß sich die Form mit einer entsprechend größeren Geschwindigkeit als die Oberstempel aufwärts bewegt. Hierbei werden die Formlinge durch die Oberstempel allmählich aus der Form herausgepreßt , so daß sie nur ' noch von dem 4-0 Ablegebrett unterstützt werden. Dieses Brett, welches von den Führungen 50 getragen wird, folgt der Aufwärtsbewegung der Stempel so lange, bis der Formling von der Form vollständig freigegeben ist und die Führungsstangen 52 einen Anschlag finden, indem die an ihren unteren Enden angebrachten Zapfen o. dgl. gegen einen an der Versteifungsplatte 4 angebrachten Flansch anstoßen. Es kann nunmehr das Hervorziehen des Ablegebrettes mit dem Formling aus der Presse erfolgen. . . ■Patent-Ansprüche:
1. Ziegelpresse, bei welcher feste Unter- und auf und nieder gehende Oberstempel mit einer ebenfalls auf und nieder gehenden Form zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Form (29) und der Oberstempel (17) nach erfolgter Pressung anfangs gleichzeitig aufwärts bewegen und darauf die Form den Oberstempeln (17) gegenüber unter Wirkung der auf ein mit der Form verbundenes Hebelgestänge (34, 32, 31) einwirkenden Daumenscheibe (36) mit beschleunigterer Geschwindigkeit angehoben wird, um das Herausstoßen der gepreßten Ziegel aus der Form durch die Oberstempel (17) zu bewirken.
2. Ziegelpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zur Unterstützung des Ablegebrettes dienender Rahmen (50, 57) nach der Pressung bei der Aufwärtsbewegung der Oberstempel (17) unter der Wirkung eines an die an den unteren Enden seiner Führungsstangen (52) befestigten Zapfen (56) angreifenden Gewichtshebels (54) für eine gewisse Strecke mit angehoben wird, bis er durch einen Anschlag an dem Führungsrahmen (4) o. dgl. an einer weiteren Aufwärtsbewegung gehindert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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