DE207101C - - Google Patents
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- DE207101C DE207101C DENDAT207101D DE207101DA DE207101C DE 207101 C DE207101 C DE 207101C DE NDAT207101 D DENDAT207101 D DE NDAT207101D DE 207101D A DE207101D A DE 207101DA DE 207101 C DE207101 C DE 207101C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D7/00—Casting ingots, e.g. from ferrous metals
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Devices For Molds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 207101 KLASSE 31 c. GRUPPE
sich bei der Abkühlung oben befindet.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1907 ab.
Zur Vermeidung von Lunkerbildung beim Gießen von Blöcken wurde es schon mehrfach
versucht, Stahl in Formen zu gießen, welche mit der größeren Öffnung nach oben stehen
oder gleich nach dem Eingießen umgedreht werden, so daß der Druck des Blockeigengewichtes
auf die Wände der Form rückwirkend . das flüssige und später teigige Metall zusammenpreßt.
Die Versuche scheiterten jedoch daran, daß der Stahl lediglich von unten in die Form eingegossen wurde, so daß die
obere Schicht des Stahles während des Hochsteigens in der Form sich schon so weit abkühlen
konnte, daß eine Abgabe des.notwendigen flüssigen Stahles an die unteren später
schwindenden Massen nicht mehr möglich und infolge davon der durch die geneigten Formwandungen
auf den schwindenden Block ausgeübte Druck nicht mehr stark genug war, um den Widerstand der oberen Partien zu
überwinden und sie zusammenzupressen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren und eine Blockform zum Gießen von Blöcken
unter sicherer Vermeidung von Lunkern, bei welchem das Metall gleichzeitig von unten
und von oben in eine feststehende oder in eine kippbare Blockform gegossen wird, die
beim Abkühlen die weitere Öffnung in bekannter Weise oben hat. Es wird dabei die
sichere Warmhaltung des oberen Blockteiles unter gutem Luftabschluß und ohne Anwendung
weiterer Mittel und damit ein ungestörtes Nachsinken des flüssig gehaltenen Metalles gewährleistet.
In der Zeichnung sind je in einer Vorder- und in einer Seitenansicht zwei Ausführungsbeispiele einer Blockform zur Ausübung des
Verfahrens dargestellt, und zwar zeigen die
Fig. ι und 2 eine feststehende,
Fig. 3 und 4 eine kippbare Blockform.
Zur Ausübung des neuen Verfahrens dient eine Form f,fx, welche mit einem Trichter a, a1
versehen ist, der in bekannter Weise den Zufluß des Metalles von unten durch die in der
Bodenplatte d, dx befindlichen Kanalsteine b, O1
und c, C1 vermittelt.
Bei der Erfindung ist von dem zweiteiligen Trichterrohr a, Ci1 an seinem oberen Ende ein
ebenfalls zweiteiliges Trichterrohr g, gx seitlich
abgezweigt, so daß das Füllen der Form gleichzeitig von unten und oben ermöglicht
wird. Der Trichter a, Ci1 ist an der Bodenplatte
d, dx befestigt, und zwar bei den dargestellten Ausführungsformen mittels Greifklauen
A, A1, A2, A3. An der Bodenplatte d, dx
ist ein Rand e, ex vorgesehen, welcher von
unten in die Gußform hineinragt. Dieser Rand dient zur Abdichtung der Form nach unten und damit zur Vermeidung eines Bodengrates,
der leicht die Ursache zu Blockquerrissen bildet. Die sichere Abdichtung der Form ist dadurch gewährleistet, daß das
flüssige Metall die zwischen die Formwandung und den Bodenrand e, ex eingepreßte Dichtungsmasse
festdrückt und sich dadurch selbst den Ausweg versperrt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Gußform dargestellt, welche nach dem Gießen des Blockes
in bekannter Weise umgekippt werden kann, so daß die Bodenplatte nach oben kommt.
Die Form J1 ruht mit den seitlichen Zapfen
i, i{ auf gegebenenfalls beweglichen Lagerbocken
k, A1 über dem Kanal I. Trichter av gx
und Bodenplatte dx sind in gleicher Weise ausgeführt
wie in den Fig. ι und 2. Die Bodenplatte ist z. B. durch Knaggen m, M1, m2, m3
und Keilbogen an dem unteren Teile der Gußform befestigt. Vor dem Wenden der Form
muß diese selbstverständlich auf der oberen schmalen Einflußseite abgedeckt werden. Dies
geschieht in vorliegendem Falle mittels eines geeigneten Dichtungsmittels, das von dem
Deckel η mittels der Schrauben 0, O1 und den
Spannbügeln p, J)1 gegen den Blockkopf gepreßt
wird und zwischen der Formwandung und dem schrägen Deckelrand einen sicheren Abschluß bildet. Vorteilhaft ist es hierbei,
wenn der obere Formteil bei q senkrechte Wandungen hat.
Der mit der Erfindung verfolgte Zweck kann gegebenenfalls auch ohne Anwendung des
seitlichen Trichterrohres g, g1 erreicht werden,
wenn der eine oder der andere oder beide Zuflüsse zeitweise unterbrochen werden. In diesem
Falle kann eine an sich bekannte Gießpfanne mit z. B. zwei Ausläufen verwendet werden,
von denen der eine in den Trichter a, U1 und
der andere in die Form ausgießt. :
Claims (3)
1. Verfahren zum Gießen von dichten Blöcken in Blockformen, deren weitere
Öffnung sich bei der Abkühlung oben befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende oder kippbare Blockform
gleichzeitig von unten und oben gefüllt wird.
2. Zur Ausübung · des Verfahrens nach Anspruch 1 eine feststehende oder kippbare,
mit Trichter und Bodenplatte versehene Blockform, dadurch gekennzeichnet, daß der in den unteren Teil der Form
mündende Trichter zwecks gleichzeitiger Füllung der Form von oben an seinem oberen Ende eine seitliche Abzweigung
trägt.
3. Ausführungsform der Blockform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bodenplatte zwecks Abdichtung der Form nach unten mit einem in die Gußform
hineinragenden Rand versehen ist, so daß das Metall selbst zwischen den
Rand und die Formwandung eingebrachte Dichtungsmasse festpreßt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE207101C true DE207101C (de) |
Family
ID=469228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT207101D Active DE207101C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE207101C (de) |
-
0
- DE DENDAT207101D patent/DE207101C/de active Active
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