DE207362C - - Google Patents

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DE207362C
DE207362C DENDAT207362D DE207362DA DE207362C DE 207362 C DE207362 C DE 207362C DE NDAT207362 D DENDAT207362 D DE NDAT207362D DE 207362D A DE207362D A DE 207362DA DE 207362 C DE207362 C DE 207362C
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raw
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chlorinated lime
potassium chloride
soda
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Zoology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29 δ. GRUPPE
ANTONIN BLACHON und JEAN PERETMERE
in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1907 ab.
Es ist bekannt, Kaktuspflanzen zwecks Gewinnung des Faserwerks dadurch zu degummieren und aufzuschließen, daß man sie In einer Lösung von Soda und Chlorkalk, also
■ 3 in einem alkalischen, hypochlorit- und chloridhaltigen Bade kocht. Dieses Verfahren macht jedoch eine nachträgliche Reinigung der abgelösten einzelnen Häute in einer Lösung von Salmiakgeist und Wasserstoffsuperoxyd erforderlich und ist für. die Behandlung sonstiger pflanzlicher Ausgangsstoffe zwecks Gewinnung von Gespinstfasern nicht geeignet.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun den Wegfall eines besonderen Reinigungsprozesses
!5 beim Degummieren und Aufschließen pflanzlicher Stoffe sowie eine erhebliche Herabminderung der Zeitdauer des Verfahrens unter Anwendung nur eines Bades. Zu diesem Zwecke werden einem alkalischen, aus Natronlauge bestehenden Bade zum Behandeln der Faserstoffe Rohseesalz, Kaliumchlorid und Natriumhypochlorit in bestimmten Mengen zugesetzt , und zwar werden die in Betracht kommenden pflanzlichen Stoffe so lange, bis die Fasern degummiert und aufgeschlossen sind, in einer. Lauge gekocht, die auf ι hl einer Natronlauge von I2° Be. 2,5. kg Rohseesalz, 2,5 kg Kaliumchlorid und 2,5 kg Natriumhypochlorit in 20 prozentiger Lösung, die durch völlige Umsetzung von Chlorkalk mit Soda hergestellt ist, enthält.
Die erforderliche Zeitdauer beträgt für bereits gerotteten Flachs 30 bis 50 Minuten, für Strohflachs oder lufttrockenen Rohflachs und Hanf ι Stunde, für Alfa 2 Stunden, für Chinanessel und für Juteristen 21Z2 Stunden, für Rohramie in Risten 3 Stunden.
Nur bei Rohramieristen ist zur vollständigen Lösung und Trennung des Bastes die Anwendung eines zweiten Bades von Siedetemperatur und derselben Zusammensetzung wie das erste auf eine Zeitdauer von 20 bis 30 Minuten erforderlich.
Die günstige' Wirkung dieses gemäß vorstehendem zusammengesetzten Bades ist darauf begründet, daß es erstens frei von Chlorkalk ist und zweitens erheblich mehr Natriumchlorid, als beim Umsetzen von Chlorkalk mit Soda entsteht, und außerdem noch Kaliumchlorid enthält; denn die Anwesenheit von Chlorkalk würde ein Faltig- und Brüchigmachen der Gespinstfasern verursachen, was mittels des vorliegenden Verfahrens vermieden wird, und durch den besonderen Zusatz von Rohseesalz und Kaliumchlorid wird, wie Versuche ergeben haben, die Trennung der spinnbaren Fasern von der Epidermis und dem Holz wesentlich beschleunigt; außerdem werden die aufgeschlossenen Fasern infolge vollständiger Befreiung von Interzellularsubstanz fast völlig entfärbt .und für den nachfolgenden Bleichprozeß genügend vorbereitet. Die Bäder können, falls sie zum Degummieren von Flachs, Hanf und Chinanessel, die verhältnis-
mäßig wenig Interzellularsubstanz als Bindemittel enthalten, gedient haben, nach Zusatz etwa eines Drittels von frisch angesetztem Bade von neuem verwendet werden. Die unreineren, von der Behandlung von Jute- oder Ramieristen herrührenden Bäder bedürfen zwecks Erneuerung eines höheren Zusatzes von frisch bereiteten Lösungen, und zwar bis zur Hälfte, diejenigen Bäder, in denen die Ramieristen zum zweiten Male. extrahiert wurden, können wiederholt ohne Erneuerung verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Degummieren und Aufschließen pflanzlicher Gespinstfaserstoffe mittels alkalischer Chlorid- und Hypochloritlösungen , dadurch gekennzeichnet, daß die Rohstoffe in einem einzigen Bade gekocht werden, das aus einer Lösung von Natriumhypochlorit, die durch völlige Umsetzung von Chlorkalk mit Soda gewonnen ist, mit einem Zusatz von Rohseesalz, Kaliumchlorid und Natronlauge besteht.
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