DE20760C - Verfahren zur Darstellung einer Monosulfosäure des Betanaphtylamins bezw. Betanaphtols - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Monosulfosäure des Betanaphtylamins bezw. Betanaphtols

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DE20760C DENDAT20760D DE20760DA DE20760C DE 20760 C DE20760 C DE 20760C DE NDAT20760 D DENDAT20760 D DE NDAT20760D DE 20760D A DE20760D A DE 20760DA DE 20760 C DE20760 C DE 20760C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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Description

: ■ ■ ■ ■ ■ V
Beim Behandeln von Betanaphtylamin mit concentrirter oder rauchender Schwefelsäure in der Wärme entstehen nach unseren Versuchen zwei isomere Monosulfosäuren in wechselnden, Mengen, welche sich durch verschiedene Löslichkeit in Wasser unterscheiden.
Die in Wasser leicht lösliche Säure bildet sich in überwiegender Menge bei der Einwirkung yon rauchender Schwefelsäure bei Wasserbadtemperatur. Durch die gemäfsigte Einwirkung einer Säure yon 96 bis 97 pCt. an Schwefelsäuremonohydrat läfst sich Betanaphtylamin beinahe vollständig in die schwer lösliche Modification überführen. Zu diesem Zweck tragen wir 20 kg Naphtylamin (in fein gepulvertem Zustande oder aber die entsprechende Menge seines Sulfats) unter Umrühren ein in 60 kg Schwefelsäure (von der angegebenen Concentration) und erhitzen diese Mischung in einem geeigneten Rührkessel auf 100 bis 105° C. während ca. 6 Stunden. Der Kesselinhalt wird sodann in 250 1 kalten Wassers eingetragen und nach 2 4 stündigem Stehen und Erkalten die schwer lösliche krystallinische Betanaphtylaminmonosulfosäure von der Mutterlauge durch Filtration und Abpressen befreit; die Mutterlauge enthält geringe Mengen der leicht löslichen Isomeren.
Die so erhaltene schwer lösliche Sulfosäure wrird mit 200 1 Wasser fein zerrieben, mit 10 kg englischer Schwefelsäure versetzt und bei niederer Temperatur, unter stetem Umrühren, durch Zufügung einer Lösung von 12 bis 14 kg Natriumnitrit in der zehnfachen Gewichtsmenge Wasser in die Diazoverbindung. übergeführt; die voll-.
ständige Umwandlung bedarf längerer Zeit, und ist ein Ueberschufs von salpetriger Säure dazu erforderlich. Die schwer in Wasser lösliche Diazoverbindung wird durch Filtration und Abpressen von der Mutterlauge befreit und der Prefsrückstand mit fünf Gewichtstheilen kalten ;Wassers zu einem dünnen Brei angerührt, wel- :cher portionenweise in 250 1 kochenden Wassers eingetragen wird, das vorher mit 5 kg concentrirter Schwefelsäure angesäuert wurde. Unter reichlicher Stickstoffentwickelung geht die Umwandlung rasch vor sich; sie ist beendet, wenn eine herausgenommene Probe beim Uebersättigen mit Alkali keine Rothfärbung mehr zeigt.
■ Die saure Lösung der Oxysulfosäure wird nun mit Kalkmilch neutralisirt; das Kalksalz wird vom Gyps abfiltrirt und durch Umsetzen mit Soda das Natriumsalz dargestellt. Zur voll-' ständigen Reinigung dampft man die Lösung ein und krystallisirt den Rückstand aus starkem Alkohol um.
: Aus der alkoholischen Lösung krystallisirt das Natriumsalz der so dargestellten Monosulfosäure des Betanaphtols beim langsamen Erkalten in grofsen, wehig gefärbten Krystallnadeln aus. Diese Krystalle enthalten Alkohol und verlieren denselben beim Trocknen bei 100 ° C. Das so erhaltene amorphe Pulver ist äußerst leicht löslich in Wasser, sehr schwer löslich1 in kaltem 95procentigen Alkohol (100 Theile desselben lösen bei 150Ci Theil des Salzes) ,leicht löslich in siedendem Alkohol; es zeigt die Zusammensetzung ' :

Claims (1)

  1. JL
    Reim Ansäuern desselben mit der berechneten Menge Salzsäure entsteht ein saures Salz
    \ OJi-
    via:-, in kochendem Alkohol sehr schwer löslich ist.
    Die freie Säure läfst sich in wässeriger Lösung durch Behandeln des schwer löslichen Bleisalzes .mit Schwefelwasserstoff erhalten. Dampft man diese Lösungen aber ein, so spaltet sich diese Monosulfosäure in Betanaphtol und Schwefelsäure. .'·■■' .
    Beim Erwärmen mit concentrirter Schwefelsäure wird unsere Verbindung in die bekannten Disulfosäurcn des Betanaphtols übergeführt. Mit Salpetersäure in wässeriger Lösung behandelt, entsteht eine Nitrösulfosäurc des Betanaphtols.
    Eisenchlorid farbe die wässerige Lösung unserer Verbindung bläivviolet.
    Beim Zusammenbringen einer alkalisfchcn Lösung dieser Monosulfosäure des Bctanaphtols'·■·/ ..■· mit. der Dia/.omonosulfosäurc' des Azobenzols 'Vyp· entsteht ein prachtvoll ponceau färbender AzofarbstorT, der in orangegelben Flocken ausfallt.
    Ρλτεντ-Ansρrüche:
    Darstellung der schwer löslichen Modification der Monosulfosäure des Betanaplitylamins mit. Schwefelsäure von 96 bis 97proc. Monohydrat bei 100 bis 1050C.
    Darstellung einer Monosulfosäure des Betanaphtols durch UeberfUhrung der schwer löslichen Monosulfosäure des Betanaplitylamins in ihre Diazoverbindtmg und Zersetzung der letzteren durch Erhitzen mit Wasser.
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