DE208038C - - Google Patents
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- DE208038C DE208038C DE1907208038D DE208038DA DE208038C DE 208038 C DE208038 C DE 208038C DE 1907208038 D DE1907208038 D DE 1907208038D DE 208038D A DE208038D A DE 208038DA DE 208038 C DE208038 C DE 208038C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D5/00—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
- B01D5/0057—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation in combination with other processes
- B01D5/006—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation in combination with other processes with evaporation or distillation
- B01D5/0063—Reflux condensation
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
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- B01D5/0033—Other features
- B01D5/0036—Multiple-effect condensation; Fractional condensation
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 208038 — KLASSE 12«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche voni 21. März 1907 ab.
Bei der fraktionierten Kühlung von Dämpfen, die unter einem anderen Drucke stehen als dem
der Atmosphäre, besteht die hauptsächlichste Schwierigkeit darin, die Temperatur der Kühlflüssigkeit
der jeweiligen Kondensationstemperatiir des zu kondensierenden Dampfes anzupassen.
Diese Temperatur hängt nämlich insbesondere von dem gerade herrschenden Druck ab, der im Betriebe zu verschiedenen Zeiten
ίο verschieden ist und sich oft schnell ändert.
Hierbei kann es z. B. vorkommen, daß sich Dämpfe, die durch verschieden temperierte
Kühlwasser getrennt werden sollen, wenn der Druck steigt und dadurch auch die Kondensationstemperaturen
zusammen im wärmeren, im umgekehrten Falle zusammen im kälteren Kühler niederschlagen. Es wurde nun gefunden,
daß man diese Schwierigkeiten in . einfacher Weise auf folgendem Wege beheben
kann.
Zur Kühlung der einzelnen Fraktionen werden in bekannter Weise siedende Flüssigkeiten
verwandt, die bei gleicher oder entsprechend höherer Temperatur sieden als der durch jene
zu kondensierende Dampf. Diese Kühlflüssigkeiten sieden aber nicht, wie bei dem bekannten
Verfahren, unter dem atmosphärischen oder einem sonstigen Druck getrennt für sich,
sondern sind pneumatisch mit den zu kondensierenden Dämpfen verbunden. Praktisch
wird dies etwa dadurch erzielt, daß man z. B. bei einer Destillation im Vakuum das destillierende
Elüssigkeitsgemisch und die Kühlflüssigkeiten unter dem gleichen Vakuum
sieden läßt. Fällt oder steigt jetzt der Druck im Vakuum, so ändern sich die Kondensationstemperaturen
in derselben Weise und ebenso schnell wie die Siedetemperaturen der Kühlflüssigkeiten. In analoger Weise wird bei
fraktionierter Kühlung unter höherem als dem 4<>
atmosphärischen Druck verfahren.
Als Beispiel diene hier ein Versuch, bei dem eine verdünnte Wasserstoffsuperoxydlösung zu
einer hochprozentigen konzentriert wird. Von dem Kolben a, in welchem eine verdünnte 4^
Wasserstoffsuperoxydlösung unter Vakuum siedet, gehen die Dämpfe durch einen gewöhnlichen
Liebigschen Kühler b, in dem das
Kühlwasser c während des Versuches nicht erneuert wird. Spdann gehen die Dämpfe in
einen zweiten Kühler d, der dauernd durch fließendes kaltes Wasser e. gekühlt wird. Das
Kühlwasser c in dem Kühler b steht unter demselben Vakuum f, unter dem das Wasserstoffsuperoxydwassergemisch
in α siedet. Die aus letzterem kommenden Dämpfe unterhalten allein das Kochen des Kühlwassers c in dem
Kühler b. Eine Erwärmung' von außen ist nicht erforderlich. Im Kühler b kondensiert
dann fast alles Wasserstoffsuperoxyd mit nur wenig Wasser, während fast alles Wasser und
nur außerordentlich wenig Wasserstoffsuperoxyd im Kühler d niedergeschlagen wird.
Ebenso kann das Verfahren für die direkte Gewinnung sehr hoch konzentrierter Wasserstoffsuperoxydlösungen
angewandt werden, in-
dem man die Kondensation der bei der Destillation entstehenden Dämpfe unter Anwendung
des vorliegenden Verfahrens durchführt, wobei in einer Operation alles oder fast
alles Peroxyd in Gestalt einer hochprozentigen, z. B. öoprozentigen Lösung gewonnen werden
kann, während das übergehende Wasser sich an anderer Stelle kondensiert. Durch die
Rohrverbindung g ist das Vakuum innerhalb
ίο des Kühlers δ.mit demjenigen des Kolbens a
in Verbindung.
Ebenso wie diese Substanz können auch z. B. im Vakuum oder bei höherem Druck Schwefelsäure-,
Glyzerin-, Salpeter- usw. -dämpfe, die bei höherer Temperatur als das Wasser kondensieren,
von Wasserdämpfen durch Kühlung mit bei gleichem Druck siedendem Wasser getrennt werden. Im umgekehrten Falle, z. B.
bei der Alkoholdestillation, wird als siedende Kühlflüssigkeit Alkohol benutzt. Bei der Petroleumdestillation
im Vakuum oder bei erhöhtem Druck werden als Kühlflüssigkeiten die entsprechenden Fraktionen des Petroleums
verwandt. Natürlich können in derartigen Fällen die Kühlflüssigkeiten durch beliebige
andere von gleichem Siedepunkt vertreten werden.
Es kann möglich werden, daß die Temperatur einer Kühlflüssigkeit zwar unterhalb der
Kondensationstemperatur eines Dampfes blei-. ben, dagegen höher als die des bei nächstliegender
Temperatur kondensierenden Dampfes sein muß. Man kann dies erreichen, indem man entsprechende Salzlösungen oder sonstige
Flüssigkeiten verwendet, die unter demselben Vakuum wie die zu kondensierenden Dämpfe
sieden. Man kann dies auch dadurch bewirken, daß man z. B. den Raum, in dem die Kühlflüssigkeit siedet, durch ein enges Rohr
mit dem Vakuum verbindet, so daß der Druck der Kühlflüssigkeit immer um ein konstantes
Intervall höher ist als der Druck im Vakuum der zu kondensierenden Dämpfe. Natürlich
kann man ein solches Intervall auch auf bekannten anderen Wegen schaffen. Selbstverständlich
kann man z. B. zwecks Trennung komplizierter Dampfgemische oder zwecks Kondensation chemisch gleichartig zusammengesetzter
Dampfgemische zu Flüssigkeiten verschiedener Konzentration im Bedarfsfalle
mehrere der beschriebenen Vorrichtungen hintereinanderschalten.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur fraktionierten Kondensation von bei beliebigen und veränderlichen Drucken zu kondensierenden Dämpfen durch Kühlung der Dampfgemische mittels siedender Kühlflüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die siedenden Kühlflüssigkeiten mit den zu kondensierenden Dämpfen pneumatisch verbunden sind, um beide unter demselben Druck zu halten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT42024D AT42024B (de) | 1907-03-20 | 1909-03-13 | Verfahren zur fraktionierten Kondensation von Dämpfen durch Kühlung der Dampfgemische mittels siedender Kühlflüssigkeiten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE208038C true DE208038C (de) |
Family
ID=470103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1907208038D Expired - Lifetime DE208038C (de) | 1907-03-20 | 1907-03-20 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE208038C (de) |
-
1907
- 1907-03-20 DE DE1907208038D patent/DE208038C/de not_active Expired - Lifetime
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