DE208111C - - Google Patents

Info

Publication number
DE208111C
DE208111C DE1907208111D DE208111DA DE208111C DE 208111 C DE208111 C DE 208111C DE 1907208111 D DE1907208111 D DE 1907208111D DE 208111D A DE208111D A DE 208111DA DE 208111 C DE208111 C DE 208111C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vessel
air
vacuum
space
takes place
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1907208111D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE208111C publication Critical patent/DE208111C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT51595D priority Critical patent/AT51595B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B35/00Piston pumps specially adapted for elastic fluids and characterised by the driving means to their working members, or by combination with, or adaptation to, specific driving engines or motors, not otherwise provided for
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F3/00Pumps using negative pressure acting directly on the liquid to be pumped

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 27b. GRUPPE
STEFAN BENKÖ,
in BUDAPEST, Ung.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines luftverdünnten Raumes sowie auf Apparate bzw. Einrichtungen zur Nutzbarmachung der - motorischen Kraft des , luftverdünnten Raumes (Vakuums).
Die Erfindung beruht auf folgender Erkenntnis:
Wärme dehnt die Luft aus. Wird in einem
ίο Gefäß Wärme entwickelt, z. B. durch Entflammung, und ist dabei das Gefäß offen., so wird die heißere, also verdünnte Luft entweichen und an ihre Stelle von außen frische Luft einströmen, die das Brennen aufrechthält.
Mit anderen Worten: ist die Öffnung genügend groß, so geht ohne jeden Spannungseintritt ein Stoffwechsel vor sich. Ist jedoch der Raum geschlossen, so tritt eine Spannung auf, kein Stoffwechsel tritt ein, und wurde
ao die Wärme durch eine Flamme im Gefäß erzeugt, so erlischt diese Flamme, die Verbrennungsprodukte verbleiben in dem Gefäß, kühlen sich ab, und es entsteht eine ungefähr ioprozentige Luftverdünnung . zufolge Entziehung des Sauerstoffes und dessen Ersetzung durch Dioxyde.
Wird jedoch ein Gefäß■'verwendet, das verschließbar ist, und während des Brennprozesses oder der . Wärmezuführung nur. so weit geöffnet, daß neue Luft nicht einströmen kann, dann treten die oben geschilderten Vorgänge nicht ein, vielmehr wird, wenn das Gefäß allmählich geschlossen wird, bis die Verbrennung beendet ist, unter Abkühlung der Gase eine .Luftverdünnung in dem geschlossenen Gefäß eintreten. Der Vorgang vollzieht sich dann folgendermaßen.
Zufolge der allmählich vorschreitenden Schließung ist die sich ausdehnende Luft in ihrem freien Entweichen behindert, so. daß im Räume eine entsprechende Spannung entsteht, die nicht nur verhindert, daß neue Luft einströmt, sondern auch einen Teil des Gefäßinhaltes zum Entweichen bringt.
Wird die Schließung gerade in dem Augenblicke beendet, wo Gleichgewicht zwischen äußerem und- innerem Drucke eingetreten ist, so erhält man unter Abkühlung des Gefäßinhaltes einen luftverdünnten Raum.
Der Grad dieser Luftverdünnung hängt von zwei. Umständen ab, erstens von dem Unterschiede zwischen Erwärmung und Abkühlung und zweitens von der Höhe - der Erwärmung überhaupt.
In der Zeichnung zeigt
Fig. ι einen Apparat zur Herstellung des luftverdünnten Raumes gemäß dem Verfahren nach vorliegender Erfindung in lotrechtem Längenschnitt,
Fig. 2 denselben in Vorderansicht,
.Fig. 3 eine ähnliche Darstellung als Fig. 1 bei veränderter Stellung einzelner Teile,
-Fig. 4 die Vorderansicht hierzu und
Fig. 5 eine Hilfsvorrichtung zur wiederholten Erzeugung eines Vakuums in dem Räume.
Der Apparat besteht aus dem Kessel ι mit
5. Öffnungen 2 an den Bodenwandungen. An letztere legt sich von außen je eine um die Achse 5 drehbare Verschlußscheibe 3 an, die mit den Öffnungen 2 korrespondierende öffnungen 4 besitzt. Durch Verdrehung der Scheiben 3 in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles werden die Öffnungen 2 allmählich und schließlich ganz geschlossen.' Die Scheiben 3 werden mittels einer geeigneten Vorrichtung gemeinsam bewegt. Im Kessel 1 wird durch Einführung von Brennstoff, z. B. flüssigen Kohlenwasserstoffes, mittels Zündflamme bei gleichzeitiger öffnung der Scheiben 3 starkes Feuer angelegt. Durch die entstehende Wärme wird sich die Luft ausdehnen und durch die öffnungen 2, 4 zu entweichen beginnen. Werden nun dabei die Verschlußscheiben verdreht, so entsteht in der in der Einleitung beschriebenen Weise eine Luftverdünnung.
Die Verschlußscheiben können durch Federn, Schrauben oder in anderer Weise an die Bodenplatten des Gefäßes zwecks dichten Abschlusses angepreßt werden, doch kann an Stelle der Scheiben jede beliebige bekannte Öffnungs- bzw. Schließvorrichtung (Ventil, Schieber, Zapfen usw.) verwendet werden, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.
Der Brennstoff o. dgl. kann in den Kessel 1 durch eine oder mehrere Zuführungsöffnungen, mit Ventilverschluß oder ohne diesen, eventuell auch durch eine oder mehrere öffnungen
. 2, 4 mittels Zerstäuber oder in anderer Weise eingeführt werden.
Werden nach Eintritt der Luftverdünnung an den Kessel ein oder mehrere Kanäle, z. B. Saugrohre, angeschlossen, so kann der Kessel für Saugzwecke als Motorenantrieb, Wassersaugung, Lüftung, Staubsaugung zur Herstellung luftverdünnter Räume usw. verwendet werden.
Bei Verwendung des Kessels als Luftsaugevorrichtung wird derselbe rasch voll werden. Soll nun die Saugarbeit wiederholt werden, so muß im Kessel wiederholt Vakuum hergestellt werden; dies kann selbsttätig mit dem^Apparat ausgeführt werden, wenn bekannte mechanische oder elektrische Vorrichtungen ,mit demselben in Verbindung gebracht werden, die z. B. bei Erreichung einer gewissen Spannung im Kessel mittels einer Hilfskraftquelle in Tätigkeit treten und die Einlasse 2,4 öffnen und verschließen und gleichzeitig die Zuleitung und Entzündung des' Brennstoffes bewirken.
Die Zündung kann mittels elektrischer Zündvorrichtung erfolgen.
Eine derartige Hilfskraftquelle ist z. B. eine mittels elektrischen Stromes, Feder oder Gewicht bewegte Antriebsvorrichtung, wie sie bei Uhren Verwendung findet, die von Hand oder mittels eines durch das Vakuum betriebenen Motors oder einer Turbine aufgezogen werden kann. ■
Eine hierzu geeignete Vorrichtung zeigt auch Fig. 5. An den Kessel 1 ist ein mit diesem kommunizierender Zylinder 6 mit Kolben 8 angeschlossen. Gegen diesen stützt sich die mit dem anderen Ende an dem Kessel anliegende Feder 7. Durch die im Kessel 1 entstehende Luftverdünnung wird der Kolben 8 eingezogen und dabei die Feder zusammengedrückt. Sobald nun die Saugwirkung des Vakuums eine derart geringe wird, daß die Feder sie zu. überwinden vermag, wird letztere den Kolben herausschieben.
Der Kolben kann nun z. B. mittels eines Gestänges den Zerstäuber, die Zündvorrichtung, die Ventile usw. bewegen und auch die Scheiben 3 verdrehen, d. h. die öffnungen 4 über die öffnungen 2 hinüberschieben, so daß wieder eine Schließung bewirkt wird. Das neuerdings entstehende Vakuum wird sodann den Kolben wieder hineinziehen, es kann daher der Kolben einen Schieber bewegen oder selbst als solcher ausgebildet sein.
Wenn der Kolben derart eingerichtet wird, daß er beim Einsaugen leergeht und nur bei der durch die Feder bewirkten Auswärtsbewegung die Verschlußscheibe weiterdreht, d. h. wenn der Kolben als Klinkenvorrichtung arbeitet, so ist eine Ausnutzung des Vakuums mit beliebiger Langsamkeit ermöglicht, weil der neuerliche Kolbenhub nur dann eintreten wird, wenn die Federwirkung Übergewicht erhält. ' . . ■ Zur Wiederholung des luftverdünnten Raumes können auch zwei oder mehrere nacheinander wirkende Kessel derart verwendet werden, daß das Vakuum des einen die Organe des andern in Tätigkeit setzt. , ,
Die Zündung kann auch mittels einer ständig brennenden kleinen Zündflamme erfolgen, deren Hahn im Augenblicke der Zündung geöffnet wird und einen in den Kessel reichenden Flammenstrahl erzeugt. Die Bewegung des Hahnes kann mittels Hebel o. dgl. auch vom Schieber aus gesteuert werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung eines luftverdünnten Raumes, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gefäß während der in diesem Gefäß erfolgenden Explosion oder Verbrennung allmählich und kontinuierlich ge- schlossen wird, wobei die vollständige Verschließung erfolgt, sobald der Gleichge-
    wichtszustand zwischen den. in Bewegung gesetzten Luft- und verbrannten Gasteilchen im Innern des Gefäßes und der atmosphärischen Außenluft zustande gekommen ist, so daß die innere Gasteilchenbewegung aufhört und ein Vakuum entsteht, das noch durch Abkühlung des Gefäßmhaltes gesteigert wird. .
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Gefäß, in welchem
    die Luftleere entsteht, ein zweiter Raum in Verbindung gebracht wird, in welchem die Explosion oder die Verbrennung vor sich geht. '.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ingangsetzung der Organe des Apparates zum Schließen, Zünden usw. selbsttätig mit Hilfe des auftretenden Vakuums und unter Anwendung motorischer Hilfskräfte erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907208111D 1907-11-07 1907-11-07 Expired - Lifetime DE208111C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT51595D AT51595B (de) 1907-11-07 1909-02-22 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines luftverdünnten Raumes.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE208111C true DE208111C (de)

Family

ID=470171

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907208111D Expired - Lifetime DE208111C (de) 1907-11-07 1907-11-07

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE208111C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE208111C (de)
DE60102501T2 (de) Einrichtung zum Zünden von Brennstoff
AT51595B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines luftverdünnten Raumes.
DE625694C (de) Rueckdruckbrennkraftturbine mit Brennkammern im Laufrad
DE352174C (de) Metalldraht-Zerstaeubungsapparat
DE853540C (de) Absperrschieber fuer Gaskanaele und Niederdruckleitungen
DE11942C (de) Neuerungen an Dampfkesseln
DE134623C (de)
DE620029C (de) Verbrennungskraftmaschine mit frei fliegenden Arbeits- und Hilfskolben zum Antrieb von stossenden Werkzeugen
DE396477C (de) Steuerung fuer Explosionsmotoren
DE330014C (de) Ejektor fuer die Erzeugung eines Gasstromes zum Antrieb von Flugzeugen oder anderen Einrichtungen
DE625541C (de) Freiflugkolbenverdichter mit mindestens zwei synchron laufenden Brennkraftkolben
DE815286C (de) Selbsttaetiger Druckminderer
DE894937C (de) Brennkraftmaschine mit aeusserer Verbrennung
DE41483C (de) Gasmotor
DE401688C (de) Einsatz fuer Rauchrohre
AT16721B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vermeidung von Gasverlusten bei Siemens-Regenerativöfen.
DE240966C (de)
DE61550C (de) Feuerluftmaschine
DE567586C (de) Einrichtung an Luftfahrzeugen zum Erzeugen von Antriebskraeften
AT141383B (de) Verfahren zum Betriebe einer Hochdruckbrennkraftturbine.
DE384586C (de) Ofen mit Feuerung fuer Saegemehl
DE734054C (de) Vorrichtung zum Erzeugen eines Unterdruckes im Einlagerungsraum von Brennkraftmaschinen fuer staubfoermige Brennstoffe
DE3616783C2 (de)
DE19488C (de) Backofen für kontinuierlichen Betrieb