DE20906C - Selbstthätige Fangvorrichtung - Google Patents

Selbstthätige Fangvorrichtung

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DE20906C
DE20906C DENDAT20906D DE20906DA DE20906C DE 20906 C DE20906 C DE 20906C DE NDAT20906 D DENDAT20906 D DE NDAT20906D DE 20906D A DE20906D A DE 20906DA DE 20906 C DE20906 C DE 20906C
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brake
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DENDAT20906D
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English (en)
Original Assignee
H. LlEVENS in Brüssel
Publication of DE20906C publication Critical patent/DE20906C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B5/00Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
    • B66B5/02Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
    • B66B5/16Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well
    • B66B5/18Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well and applying frictional retarding forces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Types And Forms Of Lifts (AREA)
  • Maintenance And Inspection Apparatuses For Elevators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3S: Hebezeuge.
H. LIEVENS in BRÜSSEL. Selbstthätige Fangvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. August 1881 ab.
Fig. 7 zeigt die Skizze eines Fahrstuhles, bei welchem 5 eine Stange bezeichnet, an welcher nach unten die Last Q, nach oben mittelst des Zugseiles oder der Zugkette die Kraft J3 wirkt. Gegen einen Ansatz m der Stange stützt sich eine gewundene Feder/, welche durch das Gewicht des auf der Stange geführten Rahmens Ji zusammengedrückt wird.
In dieser Stellung sind die Bremsschuhe b der Hebel H, deren Drehzapfen 0 von einem zweiten Ansätze η der Stange S und deren Angriffspunkte durch die Gabellager g von dem Rahmen Ji getragen werden, aufser Berührung mit den Leitschienen L, so dafs das Ganze sich in der Längsrichtung frei bewegen kann.
Zerreifst jedoch plötzlich das Zugseil, so wird der ganze Fahrstuhl, wenn er im Steigen begriffen, sinken, wenn er im Sinken begriffen, schneller sinken. Bei dieser plötzlichen Bewegungsänderung wird aber der Rahmen Ji eine kurze Zeit gegen die Stange S zurückbleiben, indem sich die Feder ausdehnt. Diese relative Bewegung von S zu Ji verursacht eine Drehung der Bremshebel H und damit eine Reibung der oberen Bremsschuhkante an den Leitschienen. Von diesem Augenblicke an bildet die obere Bremsschuhkante den Stützpunkt für einen Kniehebel, dessen kurzer Arm ein tiefer liegender Theil der etwas gewölbten Bremsschuhfläche und dessen langer Arm die ganze Länge des Bremshebels ist. Es werden also durch kniehebelartige Wirkung des Gesammtgewichtes des Fahrstuhles, und zwar theils in g, theils in o, die Bremsschuhe gegen die Leitschienen geprefst, und dadurch wird ein sicheres und festes Bremsen bewirkt, um so fester, je gröfser das Gewicht des belasteten Fahrstuhles ist.
Die Vortheile dieser Fangvorrichtung den bisherigen gegenüber sind also folgende:
ι. Die Feder hat hier nur den Zweck, durch ihre bei plötzlicher Geschwindigkeitsänderung eintretende Ausdehnung eine Drehung der Bremshebel insoweit zu bewirken, dafs dadurch die Bremsschuhe in Berührung mit den Leitschienen kommen; sie hat aber nicht die Aufgabe, den zum Bremsen erforderlichen Druck auszuüben. Es wird also auch durch ihre mit der Zeit eintretende Schwächung nicht wie bisher eine Gefahr durch Versagen der Bremsvorrichtung hervorgerufen.
2. Die Stärke der Bremsung ist der Belastung proportional und nicht wie bisher eine stets gleiche.
3. Der Fahrstuhl wird völlig sicher und fest durch Reibung gehalten, so dafs das beim Aufstofsen desselben auf starre Hindernisse, Nasen, Balken etc. bei anderen Vorrichtungen mögliche Zerbrechen wichtiger Theile vermieden wird.
Läfst man die Bremshebel parallel statt senkrecht zur Leitschienenwand sich drehen und die beiden Bremsschuhe je auf beiden äufseren, Fig. 4, 5 und 6, oder, bei |_|-, I-förmigen und ähnlichen Querschnitten, auf die beiden inneren Seitenflächen der Leitschiene gleichzeitig wirken, so wird die Bremsung noch bedeutend verstärkt und gesicherter.
Diese Fangvorrichtung läfst sich nicht nur bei senkrechter, sondern auch bei jeder geneigten Bewegungsrichtung, so namentlich auch bei Drahtseilbahnen anwenden. Es wirkt dann als
bremsende Kraft das auf die Bewegungsrichtung reducirte Gesammtgewicht der Förderungsvorrichtung. Auch kann statt der zwischen Zugseil und Förderungsvorrichtung einzuschaltenden selbständigen Vorrichtung die letztere so construirt werden, dafs ihre einzelnen Theile die Haupttheile der Fangvorrichtung ersetzen.
Einen Fahrstuhl dieser Art zeigen Fig. i, 2 und 3. Der untere cylmdriscbe Theil des zur Befestigung des Zugseiles dienenden Hakens S ist mit der gewundenen Feder / umgeben, welche sich nach unten gegen die Mutter m der Stange stützt. Der Haken ist befestigt in einem Querstück T, welches mittelst der Zugstange ζ den zur Aufnahme der Last bestimmten Boden B trägt. Die in den vier Ecken des letzteren befestigten Gabellager g umfassen die Enden der Bremshebel H, welche sich um die Stangen 0 drehen. Letztere dienen gleichzeitig als Querstücke zur unteren Versteifung des Rahmens R, welcher zusammengesetzt ist aus einem oberen, auf der Feder/ ruhenden, trapezförmigen Querstücke und zwei gabelförmigen oder mit länglichen Schlitzen versehenen Seitenstücken A. Diese schliefsen oben die Enden des Querstückes T ein und sind unten in Ausschnitten des Bodens B geführt, infolge dessen nur eine Bewegung des Rahmens R gegen den Förderkorb in der Längsrichtung möglich ist. Die Seitenstücke tragen je zwei Rollengruppen, bestehend aus je einer auf dem Kopfe der Leitschiene laufenden Rolle χ und je zwei auf den Seitenflächen laufenden Rollen y nebst entsprechendem Lager. Zum Auffangen herunterfallender Gegenstände dient die mittelst der Streben s von dem Boden B getragene Deckplatte D.
Die Bremsung erfolgt wie vorhin beschrieben; die Fig. 1 und 2 zeigen die Stellung der einzelnen Theile in gewöhnlichem Zustande, Fig. 3 diejenige bei zerrissenem Zugseil. Bei Eisenbahnwagen ist die Construction im wesentlichen dieselbe.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Die Gesammtanordnung einer in Fig. 7 gezeichneten Fangvorrichtung für Fahrstühle oder sonstige zur Beförderung von Lasten an einer oder mehreren Leitschienen dienende Gefäfse, gekennzeichnet dadurch, dafs eine oder mehrere gewundene oder flache, sich gegen einen Ansatz einer zwischen Zugseil und Fördergefäfs eingeschalteten Stange 5 stützende Federn/ durch einen Rahmen R schwach zusammengedrückt werden, und dafs letzterer die Drehzapfen von Bremshebeln H trägt, deren Enden drehbar mit genannter Stange verbunden sind, so dafs beim Seilbruch nur eine vorübergehende Ausdehnung der Federn insoweit erfolgt, dafs die dadurch verursachte Drehung der Hebel die Bremsbacken in Berührung mit den Leitschienen bringt, das feste Auffangen des Fördergefäfses aber nur durch die Wirkung seines ganzen Gewichtes an dem aus der ganzen Länge des Hebels H als langem, einem Theile der Bremsfläche des Bremsbackens als kurzem Hebelarm und dem Berührungspunkte des Bremsbackens als Drehpunkt gebildeten Kniehebels erfolgt. Der Rahm en i? kann gleichzeitig als Träger der Leit- bezw. Laufrollen für das Fördergefäfs construirt werden, wie bei dem in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Fahrstuhl.
    Die in Fig. 4, S und 6 gezeichneten Neuerungen an Fangvorrichtungen für Fördergefäfse vorgenannter Art, bestehend darin, dafs die Bremshebel sich parallel statt senkrecht zur Leitschienenwand drehen und die gabelförmigen Bremsbacken mit ihren Zinken sich nach Art des Saladin'schen Klemmgesperres gleichzeitig auf beiden äufseren Seitenflächen oder bei LJ-, I-förmigen und ähnlichen Querschnitten der Leitschiene die massiven Bremsbacken gleichzeitig auf beiden inneren Seitenflächen der Leitschiene klemmen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT20906D Selbstthätige Fangvorrichtung Active DE20906C (de)

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