DE209266C - - Google Patents

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DE209266C
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21GCONVERSION OF CHEMICAL ELEMENTS; RADIOACTIVE SOURCES
    • G21G4/00Radioactive sources
    • G21G4/04Radioactive sources other than neutron sources
    • G21G4/10Radioactive sources other than neutron sources with radium emanation

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^■PATENTSCHRIFT
■- JVl 209266 KLASSE 21 ff. GRUPPE
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Radiumemanationen, welche eine sehr wirksame Übertragung der von einer 5· radioaktiven Substanz ausgehenden Emanationen auf Flüssigkeiten ergibt. Die Vorrichtung besteht aus einem mit einer Zuleitung für die Flüssigkeit und einem Auslaß bestehenden Behälter, in welchem ein poröser Körper, der
ίο eine radioaktive Substanz umschließt, vor dem Auslaß derart angeordnet ist, daß die Flüssigkeit, welche aus dem Behälter entnommen wird, durch den porösen Körper hindurchströmen muß. Die Emanationen der radioaktiven Substanz werden bei einer solchen Anordnung der Flüssigkeit durch die poröse Substanz hindurch übermittelt, was sich als besonders wirksam erwiesen hat, insbesondere in dem Fall, daß als poröses Material zur Umschließung der radioaktiven Substanz Kieselgur benutzt wird. Eine besonders zweckmäßige Form für den Apparat ergibt sich, wenn die poröse Kieselgurmasse dem Auslaß des Behälters in Form einer Glocke vorgelagert wird, welche entweder in einem Hohlraum die radioaktive Substanz enthält, oder welche zwei- oder mehrteilig ausgebildet ist und in ihren Zwischenräumen zwischen ihren einzelnen Teilen die radioaktive Substanz enthält.
Um die Entnahme der Flüssigkeit regelmäßig zu machen und auf diese Weise eine Kontrolle darüber zu erhalten,' daß -dem Behälter stets eine Flüssigkeit von gleicher Qualität entnommen werden kann, empfiehlt es sich, den Auslaß des Anreicherungsbehälters an eine Meßpipette mit Schwimmer anzuschließen, welche sich selbsttätig schließt, sobald eine gewisse Flüssigkeitsportion eingetreten ist, so daß die Möglichkeit besteht, ohne weiteres bestimmt abgemessene Flüssigkeitsmengen aus dem Behälter zu entnehmen.
Als in den porösen Körper einzubettende radioaktive Substanz wird vorzugsweise Radiumbariumcarbonat oder auch anderes wasserunlösliches -radioaktives Material benutzt, um eine möglichst lange Funktionsdauer zu sichern.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform der neuen Vorrichtung in Vorderansicht, teilweise im Schnitt, bei welcher die radioaktive Substanz zwischen zwei glockenartigen Einsätzen aus Kieselgur untergebracht ist.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. i.
Fig. 3 zeigt eine Abänderung einer Einzelheit, bei welcher eine Patrone aus einer radioaktiven Substanz in einer Höhlung einer Kieselgurglocke untergebracht ist.
Der Behälter, welcher zur Aufnahme der mit Radiumemanationen anzureichernden Flüssigkeit bestimmt ist, ist mit 1 bezeichnet. Derselbe besitzt an seinem oberen Ende einen Zulaßstutzen 2, auf welchen ein Zulaufrohr 3 vermittels einer Überwurfmutter 4 aufgeschraubt ist. An seinem unteren Ende besitzt der Behälter 1 eine Öffnung 5, durch welche ein Rohrstutzen 6 hindurchragt, welcher fest mit einem Teller 7 im Innern des Behälters 1 ver-
bunden ist, und an den ein Auslaßrohr 8 vermittels einer Überwurfmutter 9 angeschlossen ist.
10 ist ein Dichtungsring, welcher um den Stutzen 6 herumgelegt ist und gegen den der Teller 7 angepreßt ist, so daß die Flüssigkeit aus dem Innern des Behälters 1 nicht nach der Öffnung 5 zu gelangen vermag. 11 und 12 sind zwei einander umschließende Glocken aus Kieselgur, welche auf den Teller 7 aufgekittet sind, und die einen schmalen Zwischenraum 13 zwischen sich frei lassen, der mit radioaktiver Substanz, z. B. Radiumbariumcarbonat, angefüllt ist. 14 ist eine Pipette, welche auf ein Hahngehäuse 15 auf gekittet ist, das gleichzeitig mit dem Auslaßrohr 8 des Behälters 1 in Verbindung steht. 16 ist ein oberhalb des Meßraumes der Pipette 14 angeordneter Schwimmer. 17 ist ein an dem Hahngehäuse 15 angeordneter Dreiweghahn, der mit einem Handgriff 18 ausgerüstet ist. 19 ist ein auf der Hahnspindel sitzendes Schaltrad, welches in das Gehäuse 20 eines Zählwerkes hineinragt und dieses Zählwerk in Wirksamkeit setzt.
Die Benutzung und Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist wie folgt:
Die Kieselgurglocken 11, 12 mit der Zwischenlage aus radioaktiver Substanz werden in den Behälter 1 nach Entfernung des oberen Deckels desselben eingesetzt, so daß der Rohrstutzen 6 ihrer Trageplatte 7 durch die Bodenöffnung 5 des Behälters hindurchragt. Hierauf wird das Auslaßrohr 8 vermittels der Überwurfmutter 9 an den Rohrstutzen 6 angeschlossen und der Deckel des Behälters 1 wieder geschlossen, so daß sich die Teile in der in Fig. ι und 2 dargestellten Lage befinden. Hierauf wird durch das Zulaufrohr 3 Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, in den Behälter 1 eingelassen und diese Flüssigkeit der Einwirkung der- radioaktiven Substanz eine bestimmte Zeitlang ausgesetzt. Sobald die gewünschte Anreicherung mit Radiumemanationen erfolgt ist, beginnt man mit der Entnahme der Flüssigkeit, indem man den Hahn 17 so dreht, daß die Pipette 14 durch den Auslaßstutzen des Hahngehäuses entleert wird. Der Schwimmer 16 sinkt dabei aus seiner Schlußstellung herab, so daß Luft von oben her in die Pipette einzutreten vermag und eine vollständige Entleerung der Pipette erfolgt. Hierauf wird der Hahn in die auf der Zeichnung dargestellte Lage zurückgedreht, bei welcher der Behälter ι mit der Pipette 14 in Verbindung steht, wobei sich die Pipette erneut mit einem ganz bestimmten Quantum Flüssigkeit füllt, da die Flüssigkeitszufuhr aus dem Behälter 1 nach der Pipette hin durch den Schwimmer 16 abgesperrt wird, sobald dieser Schwimmer durch die in der Pipette ansteigende Flüssigkeit in seine Schlußstellung gehoben ist. Hierauf kann die Entnahme von Flüssigkeit in derselben Weise wie vorhin erfolgen. Soll eine bestimmte durchschnittliche Einwirkungsdauer der radioaktiven Substanz auf die Flüssigkeit erzielt werden, so kann man beispielsweise jeden Tag eine bestimmte Anzahl von Pipettenfüllungen entnehmen, welche Anzahl durch das Zählwerk angegeben wird, und darauf die aus dem Behälter 1 entnommene Flüssigkeit durch Zuleitung frischer Flüssigkeit vermittels des Einlaßrohres 3 ersetzen. Wenn dann am nächsten Tage dieselbe Zahl von Pipettenfüllungen entnommen wird, so hat man die Gewähr dafür, daß die entnommene Flüssigkeit stets in gleicher Weise mit Radiumemanationen angefüllt ist, da eine Verringerung der radioaktiven Wirkung der zwischen den Kieselgurglocken 11 und. 12 eingeschlossenen radioaktiven Substanz nur innerhalb größerer Zeiträume eintritt.
Die gesamte aus den Behältern entnommene Flüssigkeit muß durch die Kieselgurglocken 11 und 12 und damit zugleich durch die Schicht radioaktiver Masse hindurchtreten, bevor sie zum Auslaß gelangen kann.
Die in Fig. 3 dargestellte Abänderung der Vorrichtung besteht ausschließlich darin, daß an Stelle zweier Kieselgurglocken 11 und 12 eine einzige Glocke ii° vorgesehen ist, welche in einem Hohlraum 130 eine Patrone 21 von radioaktiver Substanz enthält.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Anreicherung von Flüssigkeiten mit Radiumemanationen, dadurch gekennzeichnet, daß dem Auslaß eines mit Zulauf und Auslaß versehenen Behälters ein poröser Körper vorgelagert ist, welcher eine radioaktive Substanz umschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Auslaß des Behälters vorgelagerte und die radioaktive Substanz umschließende Körper aus Kieselgur besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die radioaktive Substanz umschließende Kieselgurkörper die Form einer Glocke besitzt, welche mit ihrer Höhlung den Auslaß des Behälters überdeckt.
4. , Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die radioaktive Substanz einschließende Kieselgurglocke aus zwei übereinandergestülpten Glocken besteht, zwischen welchen die radioaktive Substanz eingebettet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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