DE209457C - - Google Patents

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DE209457C
DE209457C DENDAT209457D DE209457DA DE209457C DE 209457 C DE209457 C DE 209457C DE NDAT209457 D DENDAT209457 D DE NDAT209457D DE 209457D A DE209457D A DE 209457DA DE 209457 C DE209457 C DE 209457C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B23/00Component parts, details, or accessories of apparatus or machines, specially adapted for the treating of textile materials, not restricted to a particular kind of apparatus, provided for in groups D06B1/00 - D06B21/00
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B2700/00Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
    • D06B2700/37Machines for forming hanks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Chloren usw.
In der Textilindustrie ist es gebräuchlich, Strangware zum Säuren, Chloren und Bäuchen in Bottiche oder Bäuchkessel in Strangform abzulegen, um dieselbe mit Hilfe von Pumpen in den genannten Gefäßen mit chemischen Reagenzien in flüssiger Form zu übergießen oder um durch Umlauf dieser Flüssigkeit durch die Waren hindurch die beabsichtigte chemische Reaktion durchzuführen.
ίο Die Ablegung in allen diesen Gefäßen wurde bisher in zweierlei Art bewirkt, und zwar entweder von Hand derart, daß Arbeiter, innerhalb der Gefäße stehend, die Warenstränge in denselben ablegten, oder so, daß mechanisch gesteuerte Ablegevorrichtungen diese Tätigkeit ausführten. Im ersteren Falle mußten die Arbeiter, in den Gefäßen stehend, durch ihr Körpergewicht die Ware belasten und standen daher selbst bei bestem Willen und größter Aufmerksamkeit der Unmöglichkeit gegenüber, diese durch sie selbst veranlaßte örtliche Zusammendrückung der Waren gleichmäßig über den ganzen Querschnitt der Waren auszuüben. Dies war um so schwieriger, als die Ware vom Haspel mit erheblicher Geschwindigkeit, nämlich von 150 bis 250 m pro Minute, angeliefert wird und in dieser kurzen Zeit der Arbeiter die Ware in Empfang nehmen, gleichmäßig einlegen und in Rucksicht auf die gleichmäßige Ausübung der Belastung der Ware fortwährend seinen Platz im Kessel ändern müßte. Bei einiger Lässigkeit der Arbeiter ergaben sich hierbei naturgemäß große Unregelmäßigkeiten durch längeres Verweilen derselben auf ein und derselben Stelle. Auch bei mechanisch betriebenen Ablegevorrichtungen entstanden bisher ähnliche Ungleichmäßigkeiten. Es ist erfahrungsgemäß unmöglich, größere Warenposten aus Waren von lediglich ein und demselben Metergewicht zusammenzustellen.. Je mehr nun derartige Gewichtsunterschiede innerhalb eines und desselben Warenstranges auftraten, in um so stärkerem Maße mußten bei allen mechanisch betriebenen Ablegevorrichtungen Ungleichmäßigkeiten in Erscheinung treten, die sich gelegentlich so hoch steigerten, daß entweder schon beim Füllen oder beim Entleeren der Behälter ein Durcheinanderstürzen der einzelnen Schichten und damit eine Verwirrung des ganzen Postens eintrat. Derartig ungleichmäßig abgelegte' Warenposten besitzen für Flüssigkeiten jeglicher Art an den verschiedenen Stellen der Warenmenge ganz verschiedene Filtrationsfähigkeit. Eine derartige Ablegevorrichtung ist unter anderem auch durch das Patent 145583 bekannt geworden, bei welchem ein allseitig pendelnd bewegbares Ablegerohr vorgesehen ist, welches in seinem mittleren Teil teleskopiert ist. Dieser Mittelteil endet in einem Kopf, der die Waren in einen auf Gleitschienen beweglichen senkrechten kurzen Stutzen überführt. Diese Gleitschienen sind dort oberhalb des Gefäßes angebracht, in welches die Ware abgelegt werden soll, so daß die Ware stets
von der Oberkante des Gefäßes ab frei fällt. Beim Einlegen der Ware wechselt also die Fallstrecke dauernd mit dem Füllungszustande des Gefäßes, so daß .bei leerem Gefäße, beispielsweise Bäuchkessel, die Ware unter Umständen zunächst einen Fall von 5 m hat, der sich mit fortschreitender Füllung auf 1 m oder gar a/2 m herabmindert. Bei einem derartigen Freifall der Ware an sich ist eine gleichmäßigere Ablagerung von oben her, ohne menschliche Hilfe am Orte des Ablegens, nicht gut möglich, vor allem, da die unteren Schichten infolge des höheren Falles wesentlich' fester abgelegt werden als die oberen Schichten. Auch ist es naturgemäß bei der festen' Führung des Kopfes durch die Gleitschienen außerordentlich schwierig, die Ecken bei eckigen Gefäßen auszufüllen. Das gleiche gilt für die Ablegevorrichtungen, die mit fahrbaren, mit Führungswalzen ausgerüsteten Ablegewalzen arbeiten. Auch hier wechselt die Fallhöhe der Ware, dazu kommt aber noch der Umstand, daß die völlig mechanisch betriebene Ablegung jede willkürliche Rücksichtnähme auf etwaige Ungleichheiten der Ware ausschließt.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bildet, eine Abänderung der Vorrichtung nach dem D. R. P. 145583, mit dessen Anwendung sich ein andersartiges Ablegen verknüpft, das die Vorzüge des mechanischen Ablegens mit den Vorzügen des Ablegens von Hand nach dem alten Verfahren vereinigt.
Die Vorrichtung besteht nach der Zeichnung aus leinem teleskopartigen Rohr a, a1, welches am unteren Ende des übergeschobenen Rohres α eine Krümmung b besitzt, die beim weitesten Auszuge bis nahe zum Boden des Ablegegefäßes h reicht. Am oberen Ende ist das Rohr a1 zu einem verhältnismäßig weiten Trichter c erweitert. Das Rohr ist mittels disses Trichters in einem kardanischen Gelenk d nach allen Richtungen hin beweglich aufgehängt, während die untere teleskopartige Verlängerung infolge einer geeigneten Entlastung e mit ihrem Gewichte e1 in jeder beliebigen Höhe leicht von Hand einzustellen ist. Das unten in eine Krümmung auslaufende, übergeschobene Verlängerungsstück <a .des teleskopierten Rohres a, a1 ist derartig mit dem oberen Rohrteil a1 verbunden, daß es um die Achse dieses Rohres a1 leicht gedreht werden kann. Zur Bewegung des unteren Rohrteiles α dient beispielsweise eine Handhabe g. Das Teleskoprohr a1, a, b ist durch Auszug derart verlängerbar, daß das untere Ende b des übergeschobenen Rohres α beim weitesten Auszug nahe zum Boden ' des Ablegegefäßes h reicht. In besonderen Fällen kann die Krümmung des Rohres dadurch entbehrlich gemacht werden, daß die Aufhängung desselben so eingerichtet ist, daß der Arbeiter in der Lage ist, ohne Anstrengung dem ganzen Rohre eine pendelnde Bewegung zu erteilen.
Die Krümmung am unteren Teil des Verlängerungsstückes kann auch dadurch hergestellt sein, daß sich am unteren Teil des Teleskoprohres ein bei δ2 angelenktes Rohrstück b1 befindet, das durch geeignete Mittel gegen den oberen Teil des Rohres in einen Winkel gestellt werden kann. Eine derartige Ausführungsform ist in den Fig. 2 und 3 in zwei Stellungen angedeutet. Der ganze Ablegeapparat kann zur Entlastung und, um seinen Wirkungsradius bei sehr großen Gefäßen zu erweitern, gegebenenfalls auf einer Rollenbahn aufgehängt sein.
Um nun die Ware' gleichmäßig über den Querschnitt des Ablegegefäßse h zu verteilen, hat der das Rohr bedienende Arbeiter lediglich die Aufgabe, auf einem mit Durchblickspalten versehenen Lattenfußboden h1 das Rohr zu führen und das untere Rohrende derartig in pendelnde Schwingungen zu versetzen, daß der aus dem Rohr austretende Warenstrang vollkommen gleichmäßig den Querschnitt des Ablegegefäßes bedeckt.
Die Waren werden durch einen über dem Trichter des Ablegerohres angeordneten Haspel f dem Rohre im Trichter zugeführt, während die teleskopartige Zusammenschiebbarkeit des Rohres dem Arbeiter die Möglichkeit gewährt, die Fallhöhe der Ware während der ganzen Dauer des Ablegens vom unteren Ende des Rohres bis zur Oberfläche der Warenschicht im Ablegegefäß annähernd gleich hoch zu halten.
Das Heruntergleiten der Waren in dem Ablegerohr kann dadurch befördert werden, daß gleichzeitig mit dem Warenstrang in den oberen Trichter des Rohres irgendwelche Imprägnationsflüssigkeiten am besten in tarigentialer Richtung eingeführt werden.
Das gleichzeitige Herunterstürzen der Ware und der Flüssigkeiten im Innern des Rohres und vom Ende des Rohres auf die oberste Warenschicht im Ablegegefäß bewirkt ein außerordentlich gleichmäßiges und gutes Eindringen der Flüssigkeit in die feinsten Poren der Ware, um so mehr, als diese Flüssigkeit bestrebt bleibt, ihre Freifallgeschwindigkeit zu erreichen und dadurch der Ware voranzueilen.
Die Flüssigkeiten werden durch Pumpen dem Trichter des Ablegerohres zugeführt. Sie können entweder abseits stehenden Gefäßen entnommen werden, oder sie können' auch aus dem Ablegegefäß unten durch dieselben Pumpen wieder herausgepumpt werden, so daß schon hierdurch ein Umlauf der Flüssigkeiten bewirkt wird. Das mehr oder minder gute Ansaugen
dieser Flüssigkeiten gestattet ferner eine willkürliche Regelung der Festigkeit, mit der die einzelnen Warenstränge im Ablegegefäß aufeinander liegen. Es kann z. B. während des Ablegens zur Unterstützung der gleichmäßigen, mehr oder weniger lockeren Lagerung der Ware das Absaugen dauernd oder absatzweise mit geeigneter Geschwindigkeit erfolgen. Als solche Ablegegefäße können Säure- oder Chlorbottiche
ίο beliebiger Art oder Bäuchkessel dienen.
Für letztere insbesondere hat diese Ablegungsart einen unvergleichlichen Wert, weil dadurch ein vollkommen gleichmäßiges Ablegen der Waren im Kessel herbeigeführt werden kann, welches nach Verschluß des Bäuchkessels die denkbar gleichmäßigste Einwirkung der Laugen während des Bäuchens auf die Waren gewährleistet.
Durch dieses Ablegen wird ferner die Möglichkeit gewährt, daß die Ware nicht in der Richtung der Schüsse beim Einlegen gepreßt und festgelegt wird, sondern in der Richtung der Kette sich unter Druck aufhäuft, wodurch die sehr gefürchteten Schußbrüche beim Bäuchen, Chloren usw. vermieden werden, welche leicht überall dort vorkommen, wo beim Ablegen der .Ware diese auf die Schußrichtung gepreßt und gefaltet wird. Damit erreicht die Bleiche im Bäuchkessel diejenige Wirkung, welche bisher nur mit viel umständlicheren Mitteln auf dem Wege der Breitbleiche erreicht werden konnte. Die Vorzüge dieses Ablegeverfahrens treten in analoger Weise auch bei dem Färben, Chloren usw. hervor.
An Stelle des Ablegerohres kann unter Voraussetzung einer entsprechenden Ausgestaltung der Gefäße eine Ablegerinne, wenn auch nicht mit gleich gutem Erfolge treten.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum Ablegen von Strangware in Gefäße zum Färben, Bäuchen, Säuren, Chloren usw., bei welcher die Ware durch ein teleskopartig allseitig pendelnd bewegbares Abfallrohr abgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Teleskoprohr 1, α, b) derart verlängerbar ist, daß das untere Ende (b) des übergeschobenen Rohres (a) beim weitesten Auszuge bis nahe zum Boden des Ablegegefäßes (h) reicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende (b) des übergeschobenen Rohres (a) mit letzterem durch ein Gelenk (b2) verbunden oder derart abgebogen ist, daß das untere Ende (b) des übergeschobenen Rohres (a) zu dem oberen Teil des letzteren in einem Winkel steht, um die abzulegende. Ware im spitzen Winkel gegen die Horizontale in den Kessel einzuführen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher in an sich bekannter Weise mit der Ware Flüssigkeit oder Flotte durch das teleskopartige Fallrohr geschickt wird, dadurch gekennzeichnet, daß während des Ablegens zur Unterstützung der gleichmäßigen, mehr oder weniger lockeren Lagerung der Ware unten aus dem Ablegegefäß (h) dauernd oder absatzweise Flüssigkeit mit geeigneter Geschwindigkeit abgesaugt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4654910A (en) * 1984-09-28 1987-04-07 Ube Industries, Ltd. Spun yarn piling and cleaning method

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4654910A (en) * 1984-09-28 1987-04-07 Ube Industries, Ltd. Spun yarn piling and cleaning method

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