DE209924C - - Google Patents

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DE209924C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B11/00—Pressing molten glass or performed glass reheated to equivalent low viscosity without blowing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 209924 KLASSE 32«. GRUPPE
Preßform zur Herstellung von Glasringen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1908 ab.
vom 25. August 1906 anerkannt.
Vorliegende Erfindung betrifft Preßformen zur Herstellung mehrerer, nicht miteinander verbundener Glasringe zum Unterschied von den Formen, in welchen mehrere Ringe verbunden zu einem zylindrischen Körper erhalten werden, der noch zerteilt werden muß. Bei diesen Preßformen wird die in eine Hohlform eingebrachte Glasmasse in voneinander gesonderte Ringräume dieser Hohlform eingepreßt und gleichzeitig die überschüssige Glasmasse aus der Form herausgepreßt. Zur Abtrennung und Entfernung der überschüssigen Glasmasse ist der Formboden federnd beweglich und wird aus der Anfangsstellung nahe der oberen Formmündung beim Pressen unter Zusammendrücken der Feder abwärts verschoben. Die bekannten Preßformen dieser Art haben nun den Nachteil, daß die den beweglichen Formboden aufwärts drückende Feder innerhalb der Form angeordnet ist, so daß diese Feder durch die Wirkung der Hitze des eingebrachten Glases sehr bald unbrauchbar wird.
Diesen Nachteil vermeidet die vorliegende Erfindung, deren Wesen darin besteht, daß die den Boden bewegende Feder außerhalb der Form angeordnet ist und mit dem Formboden in geeigneter Weise, z. B. durch einen Arm, verbunden ist, so daß sie von der Hitze des eingebrachten Glases nicht ungünstig beeinflußt werden kann.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten Schnitt und
Fig. 2 einen Grundriß der bekannten Preßform mit der Neuerung.
Der bewegliche Boden b der Form ist in einem Ringe α geführt. Er besteht aus Stahl und ist von zylindrischer Form? Von oben nach abwärts dringt in die Form ein eben- '40 falls aus Stahl hergestellter Preßstempel c ein, der, ebenso wie der bewegliche Boden b, genau in die ihn umgebenden Formteile eingepaßt ist.
Um den festen Teil α der Form wird die aus zwei Hälften bestehende Zangenform .d herumgelegt, an deren Innenrand vier oder mehrere parallele, mit der Musterzeichnung versehene kreisringförmige Vertiefungen angeordnet sind, die voneinander durch die erhabenen Reifen f getrennt sind. Es bewegt sich somit in der Zangenform einerseits der von oben nach ^abwärts gedrückte Preßstempel c, andererseits der bewegliche Boden b, der beim Herabdrücken des Stempels mit herabgedrückt wird. · ·
Der bewegliche Boden b hat an dem unteren Außenrande eine Einkerbung g, in die der
Haken h1 eines Hebels h vermöge des Gewichtes des letzteren eingreift, wenn der Boden b in seiner untersten Lage angelangt ist, um ihn in dieser in üblicher Weise festzuhalten.
Der Boden b wird durch eine starke, seitlich angebrachte Stahlfeder k durch Vermittlung des gegabelten Armes I aufwärts gedrückt, wobei, die beiden am unteren Rande
ίο des Bodens b befestigten Schildzapfen i, unter die die Gabel des Armes I greift, zugleich die Aufwärtsbewegung des Bodens begrenzen, indem sie gegen die feste Eisenplatte ο stoßen, auf der die ganze Form auf ruht. ·
An dem Gabelarm I der Spiralfeder k ist ein doppelt gebogener Handgriff I1 befestigt, welcher in an sich bekannter Weise dazu dient, den Druck der Feder durch Abwärtsdrücken des Handgriffes abzuschwächen und hierdurch ein Emporschnellen des Bodenzylmders nach Wegnahme des Hebelhakens h1 zu verhindern, sowie überhaupt die Auf- und Abwärtsbewegung des Bodenzylinders zu regeln. Der feste Teil α der Glasringform ist auf der Eisenplatte 0 aufgebaut, an welcher auch die Spiralfeder durch einen Arm p befestigt ist. Mit dieser Platte ist durch eiserne Stäbe m eine zweite, gleichfalls wagerechte Eisenplatte q fest verbunden, auf welcher zwei oder mehrere Stifte n, nx von verschiedener Dicke angebracht sind, die in zwei oder mehrere zylindrische Ausnehmungen r, r1 des Bodens b passen, so daß dieser sich weder drehen noch seitlich verschieben läßt. Der unterhalb der Mitte des Bodens angebrachte Stift läuft in eine Schraube n2 aus, mit welcher der ganze Formuntersatz an eine Presse festgeschraubt werden kann. Der bereits oben erwähnte Hebel h, welcher einen Hakenfortsatz h1 besitzt und zum Festhalten des Bodens in seiner untersten Stellung bestimmt ist, ist an der Bodenplatte 0 drehbar befestigt. Erreicht der Boden b bei der Abwärtsbewegung seinen Tiefstand, so greift der Hakenfortsatz h1 des Hebelarmes h von selbst in die Einkerbung g des Bodens b und hält diesen fest, was an sich bereits bekannt ist.
Wenn Glasringe erzeugt weixlen sollen, wird zunächst der Formuntersatz · mittels der Schraube n2 an der Presse festgeschraubt. Der bewegliche Boden ist infolge des durch die Spiralfeder erzeugten Aufwärtsdruckes in seine Höchststellung emporgehoben. Hierauf wird die Zangenringform um den festen Boden α des Untersatzes herumgelegt und befestigt. Die Glasmasse wird nun in den von der Innenwandung der Zangenform und der oberen Fläche des Bodens begrenzten Raum eingefüllt. Hierauf wird der Preßstempel in die Form gedrückt. '
Durch diesen Druck wird auch der untere bewegliche Bodenzylinder abwärts gedrückt und die Glasmasse in die ringförmigen Ausnehmungen eingepreßt.
Wenn nun der Bodenzylinder gänzlich abwärts gedrückt ist, wird er durch den Hebelhaken h1, der in die Einkerbung g greift, festgehalten. Hierauf wird die Zangenform geöffnet, und die fertigen Glasringe fallen aus der Form auf den Boden der Platte und werden mittels einer Metallschaufel mit einem halbkreisförmigen Ausschnitt, der- zu dem festen, runden Boden der Form paßt, fortgehoben. Ein etwa zurückgebliebener Glasüberschuß bleibt auf dem beweglichen Bodenzylinder liegen und wird fortgenommen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.:
    Preßform zur Herstellung von mehreren nicht zusammenhängenden Glasringen mit federnd aufwärts gedrängtem Formboden, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Formboden (b) durch eine außerhalb der Form (d) angeordnete Feder (k) unter Vermittlung eines Verbindungsstückes, z. B. eines an ihr angebrachten Armes (I), aufwärts gedrängt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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