DE2101860B2 - Verfahren zur herstellung von feuerfesten steinen und aehnlich geformten gegenstaenden aus feuerfestem material und form zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zur herstellung von feuerfesten steinen und aehnlich geformten gegenstaenden aus feuerfestem material und form zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Classifications
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- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verführen zur Herstellung von feuerfesten Steinen, Ziegeln, Blöcken,
Rohren, Tiegeln und ähnlich geformten Gegenständen •us feuerfestem Material gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1 und eine Form zur Durchführung des Verfahrens.
Aus dem DT-Gbm 19 81 235 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere von
Schmelztiegelrohlingen aus feuerfesten, graphithaltigen Massen untzr Verwendung eines elastischen Preßkerns
bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung sind eine lotrechtstehende Form und ein am starren druckfesten
Deckel der Form befestigter elastischer Preßkern vorgesehen, der mit dem Deckel eine Einheit bildet,
wobei die Einheit abnehmbar von der Form ist. Die Form ist starkwandig ausgebildet, so daß sie dem auf die
eingefüllte graphithaltige Masse auszuübenden hohen hydraulischen Druck von mindestens 50 at standhält.
Am Boden der Form befindet sich eine gesonderte Baueinheit, die auf einem Stempel einer hydraulischen
Einheit ruht und in Richtung der Achse der Form bewegbar ist. Außerdem sind auswechselbare Einsätze
für die Herstellung von z. B. Schmelztiegeln vorgesehen.
In, Betrieb wird in den bekannten Druckbehälter
zunächst ein Kern eingesetzt und dann die graphithaltige Masse eingefüllt. Nach Entfernen des Kerns wird der
Deckel aufgesetzt, wobei der an ihm befindliche elastische Preßkern in den vom Kern gebildeten
Hohlraum eingeführt wird. Anschließend wird die Form mit dem Deckel druckfest verschlossen, und der
Preßkern wird unter nohem Druck im Inneren der Form ausgedehnt. Danach wird der Druck aufgehoben, und
der Schmelztiegelrohling wird durch die hydraulische Einheit am Formboden aus der Form herausgehoben
und gebrannt.
Die bekannten Formen sind aufwendig und jede von ihnen muß einen hohen Druck aushalten, wobei der
erhaltene Preßling nicht allen Ansprüchen genügt.
In einer Veröffentlichung über die isostatische Preßtechnik in »Berichte der deutschen keramischen
Gesellschaft« (1967) Heft 3, S. 81, 82 ist ein Naß-Matrizenverfahren beschrieben, bei dem flexible in
den Druckkessel eingesetzte Formen benutzt werden. Sie werden zunächst mit Preßpulver gefüllt, dicht
verschlossen und dann in den Druckkessel eingesetzt, in dem sie vollständig von dem benutzten Druckübertragungsmittel
umgeben und allseitig isostatischem Druck ausgesetzt werden. Es ist gefunden worden, daß die
Abmessungen der verdichteten Formlinge nach dem Pressen bei Verwendung dieser Art von Formen etwas
variieren, was unerwünscht ist, so daß viele Erzeugnisse
ebensogut oder besser mit konventionellen Preßtechniken
hergestellt werden können.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art, das bei weiterer Verbesserung der Verdichtungswirkung die Herstellung der feuerfesten
Gegenstände mit einem relativ geringen Einrichtungsaufwand je Stück ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß der Behälter mit der biegsamen Membran
dicht verschlossen wird, die einen oder mehrere in den gebildeten Hohlraum vorspringende, ausdehnbare Finger
aufweist, und daß danach der verschlossene Behälter in seiner Gesamtheit dem isostatischen Druck
in einer isostatischen Presse ausgesetzt wird.
Aufgrund dieser Ausbildung kann der Druck des Druckmittels nicht nur von innen wie bei der
Vorrichtung nach dem DT-Gbm 19 81234, sondern zusätzlich auch von oben her auf das zu verpressende
Material einwirken. Es wird dadurch eine weitere Verbesserung der Verdichtung erreicht, so daß die
erzeugten Gegenstände im Gebrauch nicht zur Rissebildung oder zum Abplatzen von Schichten neigen. Ein
wesentlicher Vorteil der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik ist auch darin zu sehen, daß die Form
sehr einfach und mit geringem Materialaufwand ausgebildet sein kann, weil sie beim Verpressen des
Materials durch den Druck des Druckmittels allseitig gestützt wird. Dieser Vorteil wirkt sich in erhöhtem
Ausmaß dann aus, wenn mehrere Gegenstände gleichzeitig gepreßt werden, was bei dem Verfahren
gemäß der Erfindung besonders einfach geschehen kann.
Die Form zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung, weist gemäß einer zweckmäßigen
Ausführungsform einen Behälter aus Metall auf, wobei die Membran aus Kautschuk oder einem kautschukartigen
Kunststoffmaterial gebildet ist.
Der Behälter kann jedoch auch aus einem geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt sein. Ein bevorzugtes
Material für die Membran ist Neoprenkautschuk.
In vielen Fällen ist der vertiefte Teil oder Hohlraum von gemäß der Erfindung gepreßten Gegenständen von
Vorteil. Im Fall eines feuerfesten Steins führt eine hohle Rückseite zu einem leichteren Gewicht, zu niedrigeren
Materialkosten und zu einem größeren Widerstand gegenüber Bruch, da Risse sich nicht so leicht über den
Stein ausbreiten können. Außerdem wird die Arbeitsfläche des Steins infolge eines erhöhten Wärmeverlustes
auf der Rückseite durch Strahlung und durch Konvektion aus dem Hohlraum auf niedrigerer Temperatur
gehalten; dieser Wärmeverlust kann gewünschtenfalls dadurch weiter erhöht werden, daß man die Flächen des
Hohlraums schwärzt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeich-
21 Ol
nimg beispielsweise näher erläutert, in der eine Form
zum isostatischen Pressen im Schnitt gezeigt ist, wobei die rechte Hälfte des Schnitts eine mögliche Ausbildung
und die linke Hälfte des Schnittes eine abgeänderte Ausbildung zeigen. Gemäß der Zeichnung besteht die s
Form grundsätzlich aus einem Behälter 1 aus Metall, der an seinem oberen Ende offen ist An dem offenen
oberen Ende kann eine Membran 3 aus Kautschuk dureil irgendwelche geeignete Kiemmittel 4, z. B. einen
Klipp oder Büge! für Formen mit kreisförmigem Querschnitt oder einen O-Ring aus Kautschuk oder eine
endlose Stahlfeder eingeklemmt werden. Wenn ein O-Ring odsr eine Stahlfeder zur Anwendung gelangen,
kann die Form zu ihrer Festlegung mit einer Umfangsnut versehen sein. Die Membran 3 hat einen
nach innen sich erstreckenden Finger 6.
Im Gebrauch wird die Form mit einer feuerfesten Mischung 2 gefüllt, wobei ein geeigneter Dorn
eingesetzt wird, um einen Raum für den Finger 6 der Membran 3 zu lassen. Die Membran 3 wird dann
angebracht und festgeklemmt, und die ganze Form wird in den mit Wasser gefüllten Hohlraum einer isostatischen
Presse eingesetzt Beim Pressen nimmt die Membran 3 die Gestalt an, wie sie in der Zeichnung
veranschaulicht ist
Wenn es erwünscht ist, daß der Gegenstand eine Schulter auf seiner Rückseite hat, kann ein entfernbarer
Kautschukring 5 nach dem Füllen der Form mit der feuerfesten Mischung 2 und vor Befestigung der
Membran 3 eingesetzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von feuerfesten Steinen, Ziegeln, Blöcken, Rohren, Tiegeln und
ähnlich geformten Gegenständen aus feuerfestem Material, bei welchem eine Mischung des feuerfesten
Materials in eben Behälter eingebracht wird, wobei
ein Dorn oder K.ern zur Herstellung eines
Hohlraums angewandt wird, und bei welchem nach Entfernung des Kerns oder Doms das feuerfeste
Material in der Form unter Anwendung einer von oben in den Hohlraum ragenden, von einem
Druckmittel beaufschlagten biegsamen, dehnbaren Membran zusammengepreßt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Behälter (1) mit der biegsamen Membran (3) dicht verschlossen wird, die
einen oder mehrere in den gebildeten Hohlraum vorspringende, ausdehnbare Finger (6) aufweist, und
daß danach der verschlossene Behälter (1) in seiner Gesamtheit dem isostatischen Druck in einer
isostatischen Presse ausgesetzt wird.
2. Form zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen
Behälter (1) aus Metall aufweist und daß die 2s Membran (3) aus Kautschuk oder einem kautschukartigen
Kunststoffmatertal gebildet ist.
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