DE2103696C3 - Stabförmiges Schlagwerkzeug - Google Patents
Stabförmiges SchlagwerkzeugInfo
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Description
30
Die Erfindung betrifft ein stabförmiges Schlagwerkzeug zum Befestigen von Sprühelektroden in Sprührahmen
von elektrostatischen Staubabscheidern mit Hilfe von zwischen Sprührahmen mit Bohrungen und Sprühelektroden
getriebenen Keilen.
Zweck der Erfindung ist es, eine Arbeuserleichterung
für die Befestigung von Sprühdrähten in Sprührahmen zu schaffen.
Es ist aus der US-PS 13 44 619 ein Werkzeug bekannt,
welches zum Herausschlagen eines langen konischen Bolzens dient, der zum Geradeeinrichten von
mehreren nebeneinanderliegenden Bohrungen, beispielsweise einem T-Träger und zwei Platten, verwendet
wird. Nach Entfernen dieses Bolzens werden die ausgerichteten Platten rhiteinander durch Bolzen oder
Verschraubungen verbunden. Das Schlagwerkzeug weist an seinem unteren abgeknickten Ende eine Nut
und ein Widerlager auf, mit dem der Bolzen angehoben und durch Schläge aus den geradegerichteten Bohrungen
herausgeschlagen wird.
Es ist bekannt, Sprühelektroden mit Hilfe von Keilen in den Bohrungen der Sprührahmen zu befestigen. Um
ein Lockern der Sprühdrähte und Keile zu verhindern, werden diese an ihren Enden umgebogen (DT-PS
* öS 440) oder geriffelt (DTPS 10 20 314). Keile werden in der Praxis vorwiegend zum Befestigen und
Spannen von Sprühelektroden mit kantigem oder sternförmigem Profil verwendet. Diese sogenannten
»Sterndrähte« haben beispielsweise einen quadratisehen Querschnitt von 4 bis 6 mm Seitenlänge, wobei
die Seiten konkav eingezogen sind, so daß ein sternförmiges Profil mit vier spitzen Kanten ausgebildet ist. Bei
der Befestigung solcher Sprühdrähte verwendet man Keile, deren größter Querschnitt am Kopf beispielsweise
kreisförmig ist und 4 bis 6 mm im Durchmesser mißt, so daß er sich gut dem konkaven Teil eines Sterndrahtes
anpaßt. Wegen der Kleinheit des Keilkopfes und weil die Keile längs des konkaven Teils eines Sterndrahtes
in die Bohrungen zwischen SpKihrahmen und
Sierndraht eingeschlagen werden, können diese nicht direkt mit dem Hammer eingetrieben werden, ohne
daß der Sprühdraht beschädigt wird.
In der Praxis benutzt man deshalb meist einen Meißel,
der mit seiner nur wenig gekrümmten Meißelkante in den konkaven Teil des Sterndrahtes eingelegt wird
und auf dem Kopf des Keiles ruht. Durch Schläge auf den Meißel wird der Keil dabei in die Bohrung zwischen
Sprührahmen und Sterndraht eingetrieben.
Aber auch bei dieser Arbeitsweise ist ein Verkanten des Meißels und ein Federn des Meißels auf dem Keilkopf
nicht zu vermeiden, und Beschädigungen des Sprühdrahtes sind möglich. Ein gleichmäßiges Spannen
und Verkeilen des gesamten Rahmens ist weitgehend abhängig von der manuellen Geschicklichkeit der einzelnen
Arbeiter und stellt eine große psychische und physische Belastung des einzelnen Arbeiters dar. Kerben,
die beim Eintreiben der Keile an den Sprühelektroden entstehen, können wegen der großen mechanischen
und elektrischen Belastung eines Sprühdrahtes während des Elektroabscheiderbetriebes zum Bruch
und zur Zerstörung des Sprühdrahtes führen. Durch abgeknickte Sprühdrähte entstehen meist Kurzschlüsse
und 1' imit Betriebsunterbrechungen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu überwinden und ein Werkzeug zu finden,
mit dem sich, unabhängig vom manuellen Geschick des einzelnen Arbeiters, Sprühdrähte ohne Beschädigung
und überall gleichmäßig auf zeitsparende Weise in den Sprührahmen befestigen lassen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das stabförmige Schlagwerkzeug etwa im unteren Drittel abgewinkelt
ist und an seinem unteren Ende auf der der Abwinkelung gegenüberliegenden Seite eine Nut angeordnet
ist, deren Querschnitt mindestens gleich dem Querschnitt des Keilkopfes und deren Länge gleich der
überstehenden Länge des Keiles vor der Bohrung im Sprührahmen ausgebildet ist und von einem Widerlager
abgeschlossen ist.
Der Vorteil dieses Werkzeuges liegt darin, daß der Keil mit seinem Kopf in seinem oberen Teil in eine Nut
eingreift, die durch ein Widerlager abgeschlossen ist. Die Schläge auf den oberen abgewinkelten Teil des
stabförmigen Werkzeuges übertragen sich auf das Widerlager und treiben den Keil bis zum Anschlag des
Werkzeuges auf den Rohrrahmen in die Bohrung des Sprührahmens. Die überstehende Länge des Keils entspricht
dabei der Länge der Nut. Durch diese Vorrichtung wird der Keil in der Nut geführt und durch die
Abwinkelung an dem zu verkeilenden Gegenstand angelegt.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das stabförmige Schlagwerkzeug im abgewinkelten
Teil oberhalb des Widerlagers halbkreisförmig in eine konkave Vertiefung einer stabförmigen Sprühelektrode
einsetzbar ausgebildet.
Diese bevorzugte Ausführung für eine sternförmige Sprühelektrode hat den Vorteil, daß sich der abgewinkelte
Teil oberhalb des Widerlagers halbkreisförmig in den konkaven Teil des Sterndrahtes tangential an diesen
anlegt und in seiner Verlängerung längs des Drahtes in die von einem Widerlager abgeschlossene Nut
mit dem Keil übergeht. Der Keil ist von zwei Seiten von Haibschaien — Nut und konkavem Teil des Sprühdrahtes
— gehalten und geführt. Er wird so weit eingeschlagen, daß er etwa in Länge der Nut aus dem Rah-
men herausschaut
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das stabförmige Schlagwerkzeug ais Einsatz für Preßluft-
oder Elektrohammer ausgebildet
Eine wesentliche Zeitersparnis und Arbeitserleichterung ist die Verwendung des stabförmigen Schlagwerkzeuges
als Einsatz für einen Preßlufthammer Dadurch wird neben der psychischen Entlastung des Arbeiters
auch die Unfallgefahr wesentlich verringert.
Die Erfindung wird an Hand der Figuren näher und beispielhaft beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 das erfindungsgemäße Schlagwerkzeug mit Sprühdraht Sprührahmen und Keil,
Fig.2 einen Schnitt durch das untere Ende des
Schlagwerkzeuges, Keil und Sprühelektrode.
In Fig. 1 ist ein Teil des Sprührahmens 1 aus rohrförmigen
Elementen mit Bohrunge,. 2, durch die die Sprühelektroden 3 gesteckt sind,dargestellt. Die Sprühelektroden
3 sind bevorzugt sternförmig ausgebildet mit konkaven Einziehungen 4 eines quadratischen
Querschnittes. In die konkaven Einziehungen 4 der Sprühelektrode 3 greift das untere abgeknickte Drittel
des stabförmigen Schlagwerkzeuges 5 ein. Das Schlagwerkzeug 5 ist oberhalb der halbkreisförmigen Nut 7
mit dem Widerlager 8 kreisförmig so ausgebildet, daß es sich tangential in die konkaven Einziehungen 4 der
Sprühelektrode 3 anlegen läßt Der Keil 6 liegt zwi-
sehen Bohrung 2 im Sprührahmen 1 und sternförmiger
Sprühelektrode 3. Der Keilkopf wird von der Nut 7 des Schlagwerkzeuges 5 umfaßt und so zwischen Nut 7 und
den konkaven Einziehungen 4 der Sprühelektrode 3 gefaßt Ist das Schlagwerkzeug 5 beispielsweise mit einem
Bund 9 in einem Preßlufthammer befestigt, dann braucht dieser mit dem Schlagwerkzeug nur noch mit
gleichmäßigem Druck gegen den Sprührahmen 1 gedrückt zu werden. Der Keil 6 wird dabei bis zum Anschlag
des vorderen Teiles des Schlagwerkzeuges 5 auf dem Sprührahmen 1 eingetrieben, so daß der obere
Teil des Keiles etwa in der Länge der Nut 7 aus dem Sprührahmen herausragt.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den unteren Teil des Werkzeuges mit Sprühdraht 3, Keil 6 und Nut
7. Der Keil 6 wird dabei auf der einen Seite vom Schlagwerkzeug 5 in der Nut 7 und auf der anderen
Seite durch die konkave Einziehung 4 der Sprühelektrode 3 gehalten und geführt.
Mit diesem Schlagwerkzeug ließen sich die Sprühdrähte wesentlich schneller und gleichmäßiger spannen;
Verletzungen der Sprühdrähte, die später zu einem Bruch führen, sind ausgeschlossen. Auch Verletzungen
der Arbeiter, wie sie bei der kraftraubenden Arbeit des Einklopfens mit Hammer und Meißel auftreten,
werden durch das erfindungsgemäße Werkzeug vermieden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
- Patentansprüche:' 1. Stabförmiges Schlagwerkzeug zum Befestigen von Sprühelektroden in Sprührahmen von elektrostatischen Staubabscheidern mit Hilfe von zwischen Sprührahmen mit Bohrungen und Sprühelektroden getriebenen Keilen, dadurch gekennzeichnet, daß das stabförmige Schlagwerkzeug (5) etwa im unteren Drittel abgewinkelt ist und an seinem unteren Teil in Stabrichtung und auf der Abwinkelung gegenüberliegenden Seite eine Nut (7) angeordnet ist, deren Querschnitt mindestens gleich· ^ dem Querschnitt des Keilkopfes und deren Länge gleich der überstehenden Länge des Keiles (6) vor der Bohrung (2) im Sprührahmen (1) ausgebildet ist und von einem Widerlager (8) abgeschlossen ist.
- 2. Stabförmiges Schlagwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagwerkzeug (5) im abgewinkelten Teil oberhalb des Widerlagers (8) halbkreisförmig in eine konkave Vertiefung (4) einer sternförmigen Sprühelektrode (3) einsetzbar ausgebildet ist.
- 3. Stabförmiges Schlagwerkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlagwerkzeug (5) als Einsatz für Preßluft- oder Elektrohammer ausgebildet ist.
Priority Applications (3)
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Also Published As
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