DE2103990C3 - Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters - Google Patents
Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines LeistungsschaltersInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/002—Monitoring or fail-safe circuits
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Description
Werden elektrische Schaltgeräte nur unvollständig eingeschaltet, so kann dies zu Kontaktbeschädigungen
am Schaltgerät und Lichtbogenstörungen in der Schaltanlage führen, namentlich dann, wenn sie sehr
häufig Stromkreise zu unterbrechen haben, wie dies ζ. Β. beim Betrieb von elektrischen öfen der Fall ist.
Bei elektrisch betätigbaren Schaltern, insbesondere bei Hochspannungsschaltgeräten einer Schaltanlage,
die von einer Schaltwarte aus gesteuert werden, ist es z. B. durch die DE-PS 8 88 426 bekannt, Überwachungsmöglichkeiten für den Fall vorzusehen, daß ein
Schaltgerät nicht vollständig von der einen ordnungsgemäßen Schaltstellung in die andere übergeht, sondern in
einer Mittelstellung hängenbleibt. Diese DF.-PS bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung ?um elektrischen
Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere Leistungsschalter, mit einem vom Schalt
gerät unmittelbar oder mittelbar betätigten Hilfskontakt. der bei Erreichen der Einschaltstellung des
Schaltgeräts umgeschaltet wird, und mit einer Einrich
lung zur Überwachung des vollständigen Einschaltens nach Abgabe eines Einschaltbefehls. Von ihr geht die
Erfindung aus. Im bekannten Fall erfolgt im wesentlichen nur eine Anzeige, ob die Einschaltung durchgeführt
wurde oder nicht
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend
von der bekannten Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 diese so auszubilden, daß
bei Nichterreichen der Einschaltstellung selbsttätig das Schaltgerät in Ausschaltrichtung betätigt wird.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der
Erfindung dadurch, daß ein Zeitrelais mit seiner Erregerwicklung mit dem »Ein«-Betätigungsstromkreis
zusammengeschaltet und mit einem seiner Kontakte in den »Aus«-Betätigungssiromkreis eingeschaltet ist
derart, daß es bei Abgabe eines Einschaltbefehls angeworfen wird und nach Beendigung seiner Laufzeit
einen Ausschaltbefehl abgibt wenn nicht vorher von dem Hilfskontakt das vollständige Einschalten des
Schaltgeräts gemeldet wird.
ίο Durch diese Maßnahme wird bei Nichterreichen der
Einschaltstellung das Schaltgerät selbsttätig in Ausschaltrichtung betätigt Auf diese Weise wird auf alle
Fälle erreicht daß ein mangelhafter Einschaltvorgang keinen Schaden anrichten kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Schaltschemas dargestellt und
soll nun näher beschrieben werden.
Zwischen den positiven und den negativen Leitern P und N eines Hilfsstromnetzes eines nicht dargestellten
Leistungsschalters mit Betätigungsschaltern E bzw. A für »Ein<' bzw. »Aus« und entsprechenden Betätigungsmagnetspulen
a und b ist eine Überwachungseinrichtung angeordnet Sie besteht aus einem Schaltrelais R
mit Arbeitskontakten 1 und 2, einem Zeitrelais ZR mit anzugsverzögerten Kontakten 3 und 4, 5, einem vom
Schaltgerät betätigten Kurzschließer nt. einem Schalter
5 und einem Widerstand W. Von dem Schaltgerät bzw. seinem Hilfsschalter werden in bekannter Weise die
Kontakte a0 bzw. Zj0 so gesteuert, daß a0 beim
Einschalten geöffnet und O0 beim Einschalten geschlossen
wird; beim Ausschalten ist es gerade umgekehrt.
Soll der Leistungsschalter eingeschaltet werden, so wird nach Betätigung des Schalters E die Betätigungsmagnetspule
a für das Einschalten erregt. Gleichzeitig
wird auch das Schaltrelais R über den geschlossenen Kontakt 3 des Zeitrelais erregt. Mit dem Ansprechen
dieses Schaltrelais R schließen dessen Kontakte 1 und 2. Dadurch geht einmal das Schaltrelais R in Selbsthaltung,
und zum anderen wird das Zeitre'jis ZR, das in diesem
Beispiel ein elektronisches Zeitrelais ist, an Spannung gelegt. Bevor das Zeitrelais seine anzugsverzögerten
Kontakte 3, 4 und 5 betätigt, wird bei einem vollständigen Einschalten des Schaltgerätes der Kurzschließer
ay schon vorher geschlossen. Das Schließen von a\ soll ir- dem Augenblick erfolgen, wenn die
Schaltkontakte an dem Leistungsschalter etwa den halben Kontaktweg durchlaufen haben. Dadurch wird
das Schaltrelais R kurzgeschlossen und seine Kontakte 1 und 2 öffnen sich. (Der Widerstand ^verhindert einen
vollständigen Kurzschluß in diesem Kreis beim Schließen des Kurzschließen.) Der Erregerkreis des
Zeitrelais ZR wird daher unterbrochen und seine Kontakte kommen nicht mehr zum Ansprechen; das
Schaltgerät bleibt daher eingeschaltet.
Hat jedoch der Leistungsschalter unsicher einge schaltet, so wird der Kurzschließer a\ nicht mehr
innerhalb der am Zeitrelais ZR eingestellten Zeit geschlossen, so daß das Schaltrelais R und das Zeitrelais
ZR eingeschaltet bleiben, wodurch dann die Kontakte des Zeitrelais ZR zum Ansprechen kommen. Es öffnet
sich dabei der Kontakt 3, wogegen die Kontakte 4 und 5 geschlossen werden, Dadurch wird die Spannung an die
Betätigungsspule b für den Ausschaltvorgang gelegt (der Kontakt bo Würde bereits während des Einschalt'
Vorganges geschlossen, Während der Kontakt ao auf der
Einschaltseite geöffnet wurde). Der Stromkreis von P nach N schließt sich nunmehr über den Kontakt 4 und
den Kontakt bo, so daß der Leistungsschalter ausge-
schaltet wird. Damit wird der unvollständige Einschaltvorgang
rechtzeitig beendet, bevor eine Störung im Schalter sowie in der Schaltanlage auftreten konnte.
Das Zeitrelais ZR hat einen Einstellbereich von etwa 0,04 bis 03 SeIc, so daß die Einschaltzeiten moderner
Schaltgeräte überdeckt werden können.
Eine Wiedereinschaltung ist erst möglich, wenn über den Schalter S die Selbsthaltung des Schaltrelais R
aufgehoben worden ist.
Der vom Hilfsschalter gesteuerte Kontakt bo ist als
Langbahnkontakt ausgeführt, damit der Leistungsschalter aus jeder Zwischenstellung ausgeschaltet werden
kann.
Der Kontakt 5 am Zeitrelais ZR kann zur Steueru.if
eines Meldestromkreises verwendet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und
Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters, mit einem vom
Schaltgerät unmittelbar oder mittelbar betätigten Hilfskontakt der bei Erreichen der Einschaltstellung
des Schaltgeräts umgeschaltet wird, und mit einer Einrichtung zur Überwachung des vollständigen
Einschaltens nach Abgabe eines Einschaltbefehls, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitrelais
(ZR) mit seiner Erregerwicklung mit dem »Ein«-Betätigungsstromkreis zusammengeschaltet
und mit einem seiner Kontakte (4) in den »Aus«-Betätigungsstromkreis eingeschaltet ist derart,
daß es bei Abgabe eines Einschaltbefehls angeworfen wird und nach Beendigung seiner
Laufzeit einen Ausschaltbefehl abgibt, wenn nicht vorher von dem Hilfskontakt (a 1) das vollständige
Einschaiii-n des Schaltgeräts gemeldet wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch !,dadurch
gekennzeichnet, daß parallel zum »Ein«-Betätigungsstromkreis
ein Schaltrelais (R) liegt, von dem ein Schließkontakt im Erregerstromkreis des Zeitrelais
(ZR) liegt und das von dem Hilfskontakt (a I), der als Schließer ausgebildet ist überbrückt ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im »Aus«-Betätigungsstromkreis
ein weiterer, ais Schließer ausgebildeter Hilfskontakt (bO) liegt, der beim Einschalten
geschlosst ι wird, und der als Langbahnkontakt ausgeführt ist derart, daß er bereits vor Erreichen
der endgültigen Einschaltstellung geschlossen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103990 DE2103990C3 (de) | 1971-01-28 | 1971-01-28 | Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712103990 DE2103990C3 (de) | 1971-01-28 | 1971-01-28 | Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2103990A1 DE2103990A1 (de) | 1972-08-17 |
| DE2103990B2 DE2103990B2 (de) | 1980-04-17 |
| DE2103990C3 true DE2103990C3 (de) | 1981-01-08 |
Family
ID=5797175
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712103990 Expired DE2103990C3 (de) | 1971-01-28 | 1971-01-28 | Schaltungsanordnung zum elektrischen Ein- und Ausschalten eines elektrischen Schaltgerätes, insbesondere eines Leistungsschalters |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2103990C3 (de) |
-
1971
- 1971-01-28 DE DE19712103990 patent/DE2103990C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2103990A1 (de) | 1972-08-17 |
| DE2103990B2 (de) | 1980-04-17 |
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