DE2103991C3 - Stopfvorrichtung für Zigarettenpapierhülsen - Google Patents
Stopfvorrichtung für ZigarettenpapierhülsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stopfvorrichtung für Zigarettenpapierhülsen, bestehend aus einem in
einem Gehäuse verstellbaren Preßstempel, der durch einen schwenkbaren Griff gegen eine längsverschiebliche
Formmulde eines Ausschiebers verschieblich angeordnet ist, wobei am Gehäuse fluchtend zur
Formmulde ein Rohrstutzen zum Aufstecken einer Zigarettenhülse sitzt, welchem Rohrstutzen eine Halteeinrichtung
für die Zigarettenhülse zugeordnet ist, die bezüglich ihrer Auslösung bei unterschiedlichen
Hülsenlängen mit der Stopfmechanik gekoppelt ist.
Stopfvorrichtungen der genannten Art sind nach der deutschen Auslegeschrift 1293 666 und
17 57 977 bekannt, wobei die erforderlichen Bewegungsvorgänge durch uhrwerkartige, innerhalb des
Gehäuses angeordnete GetriebeeJemente bewirkt werden, die von außen durch Stellhebel betätigt werden.
In ähnlicher Weise aufgebaut und betätigbar ausgebildet,
ist eine Vorrichtung zum Festhalten und ίο freigeben von Zigarettenpapierhülsen an derartigen
Stopfvorrichtungen nach der deutschen Auslegeschrift ! 295 450.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Zigaretten
verschiedener Längen- und Füllungsformate mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
herzustellen, die unter Verzicht auf eine alle Bewegungs- und Betätigungsvorgänge erfassende Antriebsmechanik
eine einfache und robuste Ausbildung ergibt, die ferner einwandfrei arbeitet und
ao leicht zu montieren ist.
Diese Aufgabe ist mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst,
daß die Stopfmechanik aus einer die Formmulde verlängernden und in das Gehäuse einschiebas
baren Schieberstange und einer zu dieser parallelen, aber tiefergestellten und mit dieser fest verbundenen
Schaltstange mit in bestimmten Längsabstäiiden angeordneten
Sclialteintiefungen für die Betätigung einer Schaltklinke besteht, die an einem Ende mit ihrer
Oberkante unter dem Rohrstutzen und am anderen Ende mit ihrer Unterkante über der Schattstange
verläuft.
Durch die Schaltstange mit ihren Schalteintiefungen läßt sich die Vorrichtung leicht und schnell an
Hülsen verschiedener Füllungslängen anpassen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird nachfolgend an Hand der zeichnerischen Darstellung von
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht eine Ausführungsform
der Vorrichtung,
F i g. 2 einen Schnitt längs Linie 2-2 in F i g. 1,
Pig. 3 eine Ansicht der Vorrichtung gemäß Fi g. 1 von rechts ohne Betätigungshebel.
F i g. 4 eine Ansicht der Vorrichtung nach F i g. 1 von unten,
Fig. 5 perspektivisch ein Einzelteil der Vorrichtung.
F i g. 6 einen Schnitt längs Linie 6-6 in F i g. 3,
I ig. 7 eine Fig. 6 entsprechende Darstellung in einer anderen Betriebsstellung,
Fig. 8 in Schnitt und Ansicht die Darstellung einer von der Seite und einer Einzelheit der Vorrichtung,
F i g. 9 in Draufsicht eine andere Ausführungsform der Schaltstange und
Fig. 10 in Draufsicht eine weitere Ausführui^-
form einer Schaltstange.
Die insgesamt mit 2 bezeichnete Vorrichtung besteht aus einem Gehäuse 4, in dem eine Tabakaufnahmen
mit Bodenplatte 8 angeordnet ist. Der in die Kammerb eingebrachte Tabak wird durch Verschwenken
eines mit Handgriff 12 versehenen Hebels 10 zusammengepreßt und dann als zylindrischer
Strang aus Kammer 6 in eine auf den Rohrstutzen 14 aufgesteckte Zigarettenhülse 13 (strichpunktiert)
durch Einschieben eines Handgriffes 16 mit Schicbestange
18 eingestopft. An der Schicbestange sitzt ein löffeiförmiger Fortsatz 20 (F i g. 1, 5).
3 4
Die Zigarettenhülse 13 wird auf dem Rohrstutzen zen 14 so weit abgehoben, daß eine Zigarettenhülse
14 während des Einstopfens des zylindrischen Ta- 13 auf den Rohrstutzen aufgesteckt werden kann,
bakstranges durch eine Schaltklinke 22 in Stellung Die Schaltklinke 22 rückt vom Rohrstutzen 14 entgehalten,
die bestimmt ist durch die Schaltstange 24, weder durch Schwerkraft oder durch Federwirkung
die wie die Schiebestange 18 an der inneren Stirn- 5 ab, wie aus F i g. 3, 6,7 und 8 ersichtlich, wobei eine
fläche des Handgriffes 16 befestigt i;;t. Die beiden Feder 65 an einem abgebogenen Lappen 67 der der
zueinander parallelen Stangen 18 und 24 durchgrei- Schaltklinke angreift.
fen vollständig das Gehäuse 4. Die Schaltklinke 22 Nach F i g. S haben die Stege 52 und 54 des weitt-
kann mit einem geeigneten Überzug 23 aus elasti- ren Schalteintiefungen 62 und 64 etwa in der Mitte,
schem Material versehen sein. io wodurch die Länge des Abschnittes 56 größer ist als
Das Zusammenpressen des Tabaks in der Kammer die des Abschnittes 58. Wie leicht erkennbar führt
6 geht wie folgt vor sich: dies dazu, daß bei Anliegen der Unterkante 50 an
F i g. 2 zeigt die Kammer 6 geöffnet für das Ein- den Steg 52, d. h., wenn sich der Zapfen 46 in Stelbringen
einer Tabakfüllung. Dabei ist der Hebel 10 hing A befindet, die Schaltklinke 22 am Rohrstutzen
derart verschwenki, daß ein verschieblicher Preß- 15 14 für einen längeren Vorschub der Schaltstange 24
stempel 26 von einem feststehenden Widerlager 28 anliegt, als wenn sich der Zapfen 46 in Stellung B bedistanziert
ist. Der Handgriff 16 ist derart nach fände. Wenn man also Zigaretten mit Filtereinsätzen
außen gezogen, daß die Schiebestange so weit aus der herstellen will, rückt man den Zapfen 46 in Stelkammer
6 zurückgezogen ist, daß sich nur ihr löffel- lungfl und in Stellung A, wenn durchgehend offene
artiger Fortsatz 20 in der Kammer € befindet. Aus ao Hülsen verwendet werden, weil ja offenendige Hül-Fig.4
ist ersichtlich, daß der Hebel 10 an einer sen eine größere Tabakfüllänge erfordern, als nor-Platte
30 mittels eines Zapfens 32 drehbar gelagert mallange Hülsen, aber mit Filtereinsau.
und das innere Ende 34 des Hebels 10 mit einem Bei Benutzung der Vorrichtung zieht man Hand-Kniehebel 36 durch einen Zapfen 38 drehbar ver- griff 16 zunächst vollkommen zurück. Dadurch wird banden ist. 15 die Schaltklinke 22 vom Rohrstutzen 14 infolge Ein-
und das innere Ende 34 des Hebels 10 mit einem Bei Benutzung der Vorrichtung zieht man Hand-Kniehebel 36 durch einen Zapfen 38 drehbar ver- griff 16 zunächst vollkommen zurück. Dadurch wird banden ist. 15 die Schaltklinke 22 vom Rohrstutzen 14 infolge Ein-
Das andere Ende des Kniehebels 36 ist drehbar an griffes in die Schalteintiefung 60 abgehoben, so daß
der verschieblichen Bodenplatte 8 mittels eines Zap- eine Hülse 13 auf den Rohrstutzen aufgesteckt wer-
fcns 40 angebracht, der durch einen Schlitz der den kann. Nun verschwenkt man den Hebel 10, so
Platte 30 greift und mit der Bodenplatte 8 verbunden daß die Tabakkammer 6 geöffnet wird. Hierauf stellt
ist. Die Bodenplatte 8 selbst ist mit dem verschiebli- 30 man den Zapfen 46 entweder in Stellung Λ oder B, je
chen Preßstempel 26 verbunden. nachdem, ob man durchgehend gefüllte oder Filterzi-
Sobald der Tabak in der Kammer 6 über dem garetten herstellen will. Darauf wird eine angemes-
Fortsatz 20 zusammengepreßt ist, wird mit einer sene Menge Tabak in die Kammer 6 gefüllt und der
Schulter 44 am inneren Ende der Schiebestange 18 Hebel 10 verschwenkt, so daß der Tabak zwischen
der Tabak aus der Kammer 6 nach außen und durch 35 den Preßstempeln 26 und dem Widerlager 28 zusam-
den Rohrstutzen 14 und von hitr in u'ic Zigaretten- mengedrückt wird. Danach wird der Handgriff 16 in
hülse 13 hinfingedrückt, indem man den Handgriff das Gehäuse 4 geschoben, womit gleichzeitig die Ein-
16 gegen das Gehäuse 4 schiebt. führung der Tabakbeschickung durch den Rohrstut-
Solange der Tabak in die Hülse 13 eingeschoben zen 14 in die Zigarettenhülse 13 und das Anlegen
wird, hält die Schaltklinke 22, die drehbar am Ge- 40 der Schaltklinke 22 an die auf dem Rohrstutzen sithäuse4
befestigt ist, die Hülse am Rohrstutzen 14 zende Hülse 13 bewirkt werden. Sobald der Stopffest.
Ein Haltezapfen 46 der Schaltklinke 22 ist ir. Vorgang beendet ist, rastet die Schaltklinke 22 in die
einem bogenförmigen Schlitz 48 geführt. Die Betäti- Schalteintiefung 62 (oder 64) ein und gibt damit die
gung der Schaltklinke 22 in bezug auf den Rohrstut- Hülse 13 frei, so daß die fertiggestellte Zigarette abzen
14 wird durch Nocken od. dgl. an der Schalt- 45 gezogen bzw. abgeschoben werden kann,
stange 24 bewirkt, die an der Unterkante 50 der Während sich die bisherigen Funktionserläuterun-Schaltklinke 22 angreifen. gen der Vorrichtung nur auf in ganzer Länge gefüllte
stange 24 bewirkt, die an der Unterkante 50 der Während sich die bisherigen Funktionserläuterun-Schaltklinke 22 angreifen. gen der Vorrichtung nur auf in ganzer Länge gefüllte
Eine bevorzugte Ausführungsform einer Schalt- Zigaretten und auf Filterzigaretten normaler I /inge
stange ist in F i g. 5 verdeutlicht. Die Schaltstange ist bezog, ist erkennbar, daß eine Variante zur Herstel-
im Querschnitt U-förmig und hat Stege 52 und 54. 50 lung von Zigaretten mit Filter vom sogenannten
Zwecks besseren Verständnisses ist in F i g. 5 auch King-Size-Format einfach dadurch erreichbar ist,
die dazu parallele Schiebestange 18 und deren Fort- daß man die Anordnung der Schalteintiefungen 62
satz 20 gezeigt. oder 64 auf den Stegen 52 und 54 verändert.
Die Oberkanten der Stege 52 und 54 haben gerade Die Vorrichtung kann aus beliebigem Material
Abschnitte 56 und 58. die mit der Unterkante 50 der 55 hergestellt sein, b/w. Metall, Kunststoff od. dgl.
Schaltklinke 22 in Wirkverbindur.g stehen. Wenn Die Schaltstange, die die Schaltklinke 22 steuert,
sich der Haltezapfen 46 der Schaltklinke 22 in seiner kann andere Querschnitte haben, wie Beispiele nach
nach links verschobenen Stellung (A in Fig. 6) des Fig.9, 10 zeigen. Verwendet man Schaltstangen in
bogenförmigen Schlitzes 48 befindet, liegt die Unter- dieser Form, so kann die Schaltklinke 22 auch orts-
kante 50 auf dem Abschnitt 56 auf, wenn der Zapfen 60 fest am Gehäuse 4 angebracht werden, d. h. man
46 in Stellung B nach rechts verschoben ist (F i g. 7) braucht dann keine Verstellung in einem Kulissen-
legt sich die Unterkante 50 bei einer Verschiebung schlitz 48. Nach Fig. 9 ist die Schaltstange 66 im
der Schaltstange 24 an den Abschnitt 58 an. Querschnitt kreisförmig, und nach Fig. 10 hat die
Jeder dieser Abschnitte 56 und 58 weist außerdem Stange 68 einen kreuzförmigen Querschnitt. In bei-
Schalteintiefungen 60 am Ende auf. Dadurch kann, 65 den Fällen sind die Stangen am Handgriff 16 bei-
wenn Handgriff 26 voll zurückgezogen wird, die spielsweise durch eine Stellschraube 80 fixiert, daß
Schaltklinke entweder in die eine oder andere Schalt- man sie um ihre Achse je nach Wunsch verdreht
eintiefung 60 einrasten und ist damit vom Rohrstut- festklemmen kann.
Die Stange 66 nach F i g. 9 hat an ihrem freien
Ende drei Schalteintiefungen 70, die jeweils um 90° in Umfangsrichtung versetzt angeordnet sind, sowie
ferner drei Schalteintiefungen 72, 74 und 76 in jeweils verschiedenen Abständen von den Schalteintiefungen
70.
Jede dieser Schalteintiefungen 72, 74 und 76 liegt jedoch axial in Flucht mit einer der Schalteintiefungein
70. Das Ende der Stange 66, die mit dem Handgriff 16 verbunden ist, kann runden oder rechteckigen
Querschnitt haben, so daß durch Lösen der Stellschraube 80 die Stange aus dem Griff herausgezogen
und in die gewünschte Stellung gedreht weiden kann, um dadurch an der Oberseite jeweils die eine
oder andere der Schalteintiefungen 72, 74 und 76 in Stellung zu bringen, je nachdem, ob man eine durchgehend
gefüllte, eine Filterzigarette von normaler Länge oder eine Filterzigarette mit sogenanntem
King-Size-Format herstellen will.
Die Schaltstange 68 nach F i g. 10 ist der nach
Fig. 9 ähnlich, außer daß ihr Querschnitt kreuzförmig
ist und die Schalteintiefungen 70, 72, 74 und 76 von außen in die Kreuzstege eingeschnitten sind.
Die Durchbräche im Gehäuse 4 des Gerätes haben natürlich entsprechende Lochquerschniüe, je nach
Querschnitt der verwendeten Schaltstange.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Stopfvorrichtuüg für Zigarettenpapierhülsen, bestehend aus einem in einem Gehäuse verstellbaren
Preßstempel, der durch einen schwenkbaren
Griff gegen eine längsverschiebliche Formamide eines Ausschiebers verschieblich angeordnet
ist, wobei am Gehäuse fluchtend zur Formmulde ein Rohrstutzen zum Aufstecken einer Zigarettenhülse
sitzt, welchem Rohrstutzen eine Halteeinrichtung für die Zigarettenhülse zugeordnet
ist, die bezüglich ihrer Auslösung bei unterschiedlichen Hülsenlängen mit der Stopfmechanik
gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stopfmechanik aus einer die Fonnmulde (20) verlängernden und in das Gehäuse
einschiebbaren Schieberstange (18) und einer zu dieser parallelen, aber tiefergestellten und mit
dieser fest verbundenen Schaltstange (24, 66, 68) mit in bestimmten Längsabständen angeordneten
Schalteintiefungen (60, 62, 64, 70, 72, 74, 76, 72', 74', 76') für die Betätigung einer Schaltklinke
(22) besteht, die an einem Ende mit ihrer Oberkante unter dem Rohrstutzen (14) und am
anderen Ende mit ihrer Unterkante (50) über der Schaltstange (24, 66, 68) verläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstange (24) als
U-Profil ausgebildet ist, dessen freie Schenkelkanten
mit den Schalteintiefungen (60, 62, 64) versehen sind und daß die Schaltklinke (22) in
einer Kurvenführung (48) des Gehäuses (4) derart drehbar und verschieblich geführt ist, daß sie
wahlweise auf die eine oder andere Schalteintiefung (62, 64) anspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstar.ge (68) als
Kreuzprofil mit Schalteintiefungen (70, 72'. 74', 76') auf die Schaltklinkenunterkante (50)
dreh- und feststellbar an der Verbindung zur Schiebestange (18) angeordnet ist, wobei die
Schaltklinke (22) drehbar am Gehäuse (4) gelagert ist.
4 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstange (66) als
Rundstab mit Schalteintiefungen (70, 72, 74, 76) auf die Schaltklinkenunterkante (50) dreh- und
feststellbar an der Verbindung zur Schieberstange (18) angeordnet ist, wobei die Schallklinke (22)
drehbar am Gehäuse (4) gelagert ist.
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