DE2105231C3 - Verfahren zur Herstellung dispergierbarer Farbstoffzubereitungen und deren Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung dispergierbarer Farbstoffzubereitungen und deren Verwendung

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DE2105231C3 DE19712105231 DE2105231A DE2105231C3 DE 2105231 C3 DE2105231 C3 DE 2105231C3 DE 19712105231 DE19712105231 DE 19712105231 DE 2105231 A DE2105231 A DE 2105231A DE 2105231 C3 DE2105231 C3 DE 2105231C3
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Description

wichtsteile pro 100 Gewichtsteile Farbstoff und der Zugabestoff 10 bis 300 Gewichtsteile pro 100 Teile Farbstoff darstellen.
Vorzugsweise werden die Zugabestoffe zum Zwecke der Vereinfachung des vermischens der Komponenten in der Zusammensetzung in Beimischung mit einem organischen Lösungsmittel in die Zusammensetzung eingemischt. Als organisches Lösungsmittel verwendet man zweckmäßig ein oder mehrere nicht entflammbare Lösungsmittel, wie halogenierte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Perchloräthylen, Trichlorethylen, Trichloräthan 111 und Methylenchlorid.
Zweckmäßig erfolgt die Herstellung der Zubereitung bei einer Temperatur zwischen 20 und 40 C.
Die verwendbaren anionischen Emulgatoren in neu tralem Medium umfassen zweckmäßig neutrale Salze der Alkylarylsulfonsäuren und der Dialkylsulfobernsteinsäuren, beispielsweise Natriumdodecylbenzolsulfonat und Triälhanolamindioctylsulfosuccinat.
Bei den verwendeten nichtionischen Emulgatoren im neutralen Medium handelt es sich zweckmäßig um Alkylphenoxypolyoxäthylen, wie Nonylphenol mit acht Äthylenoxidgruppen.
Zu den verwendbaren Säuren gehören Schwefel-, Phosphor-, Essig- und Ameisensäure.
Brauchbare anionische Emulgatoren in saurem Medium sind: saure Phosphate nichtionischer Verbindungen, beispielsweise Dialkylphenoxypolyoxyäthylenmonosäurephosphate und insbesondere Dinonylphenyloxyäthylenmonosäurephosphat: Alkylpolyoxyäthylendisäurephosphate und insbesondere Äthylhexanoloxyäthylenphosphat; Dialky Ipolyoxyälhylenmonosäurephosphate und insbesondere das saure Phosphat einer nichtionischen Verbindung von Laurinalkohol; Alkalialkylarylsulfonate, beispielsweise Natriumdodecylbenzolsulfonat und Alkalidialkylsulphosuccinat, beispielsweise Natriumdioctylsulfosuecinat.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten, in wäßrigem Medium dispergierbaren Farbstoffe stammen aus der Gruppe der sogenannten plastosolubelen oder dispersen Farbstoffe, deren Moleküle klein sind und keine »Auxochrome-Gruppe besitzen, die die Löslichkeit in einem wäßrigen Medium verleihen würden, beispielsweise Aminoazoide und Hydroxyazoide, Aminoantrachinone und Hydroxyanthrachinone, aus der Gruppe der sogenannten sauren Farbstoffe, beispielsweise Azofarbstoffe und Derivate von Triphenylmelhan, aus der Gruppe der sogenannten Reaktivfarbstoffe, beispielsweise solche, die in ihrem Molekül einen Triazinkern oder eine Vinylsulfongruppe aufweisen, oder aus der Gruppe der sogenannten basischen Farbstoffe, beispielsweise Azofarbstoffe und Aminderivate von Triphenylmethan.
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellten Farbstoffzubereitungen können mit einem organischen Lösungsmittel zu einer stabilen Dispersion versetzt werden.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf die Verwendung der Farbstoffzubereitungen, die in einem organischen Lösungsmittel dispergierbar und nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellt sind, zum Färben von natürlichen und synthetischen Textilfasern.
Zum besseren Verständnis der Erfindung sollen im folgenden einige Beispiele für die Herstellung von Farbstoffzubereitungen angegeben werden, die in einem organischen Lösungsmittel rlknprpierhai" sind.
Beispiel 1
Eine wäßrige Dispersion von 10 g C. I. Disperst Blue 54, einem blauen Dispersionsfarbstoff (Coleur Index, Bd. 2, S. 2683) in 10 g Wasser and 5 g eines Gemisches eines Emulgators aus 75 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin, und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt, ίο Dann werden ein Gemisch von 5 g Nonylphenylmonosäurephosphat mit sechs Äthylenoxidgruppen und 5 g Perchloräthylen zugegeben und es wird weitere :5 min gemischt.
Die hergestellte Zusammenstezung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Beispie! 2
Eine wäßrige Dispersion aus 10 g C. I. Disperse Red 56 (Colour Index, Bd. 2, S. 2591) in 12 g Wasser und 7,5 g eines Gemisches von Emulgationsmitteln aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt.
Dann wird ein Gemisch von 2 g 80 °oiger Essigsäure und 4 g Perchloräthylen hinzugefügt und der Mischvoigang weitere 5 min fortgesetzt.
Die hergestellte Zusammensetzung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Beispiel 3
Eine wäßrige Dispersion von 10 g C. I. Acid Blue 62, eines blauen Farbstoffs (Colour Index Nr, 62045) in 10 g Wasser und 20 g eines Gemisches von Emulgatoren aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt.
Dann wird ein Gemisch von 10 g Nonylphcnylmonosäurephosphat mit 6 Äthylenoxidgruppen und 10 g Perchloräthylen zugegeben und der Mischvorgang weitere 5 min fortgesetzt.
Die hergestellte Zusammensetzung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Beispiel 4
Eine wäßrige Dispersion von 10 g C. I. Acid Green 43, eines grünen Farbstoffs (Colour Index, Bd. 1, S. 1411) in 20 g Wasser und 20 g eines Gemisches von Emulgatoren bestehend aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanol-
amin, und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt.
Dann wird ein Gemisch von 10 g Nonylphenylmonosäurephosphat mit 6 Äthylenoxidgruppen und 10 g Perchloräthylen zugegeben und der Mischvorgang weitere 5 min fortgesetzt.
Die hergestellte Zusammensetzung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Beispiel 5
Eine wäßrige Dispersion von 10 g C. I. Basic Red 26, eines roten Farbstoffs (Colour Index, Bd. 1, S. 1638) in 15 g Wasser und 20 g eines Gemisches von Emulga-
toren bestehend aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin, und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt.
Dann wird ein Gemisch aus 10 g Nonylphenylmonosäurephosphat mit 6 Äthylenoxidgruppen und 10 g Perchloräthylen zugegeben und der Mischvorgang weitere 5 min fortgesetzt.
Die hergestellte Zusammensetzung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Beispiel 6
Eine wäßrige Dispersion aus 10 g Reactive Yellow 14, eines gelben Farbstoffs (Colour Index, Bd. 3, S. 3400) in 20 g Wasser und 20 g eines Gemisches von Emulgatoren bestehend aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin, und 30 Gewichtsprozent Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen werden 5 min lang gemischt.
Dann wird ein Gemisch aus 10 g Nonylphenylmonosäurephosphat mit 6 Äthylenoxidgruppen und 10 g Perchloräthylen zugegeben und der Mischvor- 2; gang weitere 5 min fortgesetzt.
Die hergestellte Zusammensetzung ist eine Paste, die beim Versetzen mit einem organischen Lösungsmittel eine stabile Dispersion ergibt.
Verwendung der Farbstoffzubereitungen
Die Farbstoffzubereitungen gemäß der Erfindung finden Anwendung beim Einfärben der verschiedensten Materialien, wie Leder, natürlichen und künstliehen Fasern und von verschiedenen Oberflächen, beispielsweise solchen von Metall, Holz und Papier.
Beim Einfärben von sowohl natürlichen als auch synthetischen Textilfasern ist es beispielsweise in der Industrie allgemein üblich, einen Farbstoff zu verwenden, der in einem im wesentlichen wäßrigen Medium gelöst oder dispergiert ist.
Synthetische Fasern aus Polyamiden, Acrylnitrilpolymerisaten oder -mischpolymerisaten lassen sich mit einer solchen wäßrigen Farbe unter Verwendung der chemischen Reaktionen zwischen Faser und Farbstoff einfärben. Im Gegensatz dazu benötigen die meisten Kunststoffasern, beispielsweise PVC-Fasern oder solche aus Polyestern oder Polyoeifinen, wegen ihrer chemischen Trägheit und ihrer hydrophoben Eigenschaften Färbebedingungen, welche physikalische Änderungen in der Struktur der Fasern verursachen, damit der Farbstoff in die Fasern eindringen und in sie diffundieren kann. Diese physikalischen Modifikationen werden erzeugt entweder durch Wärmebehandlung oder durch Verwendung von sogenannten »Carriern«, die von schweren Lösungsmitteln gebildet sind, einen hohen Siedepunkt aufweisen und die Eigenschaften besitzen, die Fasern zu quellen, so daß dadurch der Farbstoff leichter ins Innerste der Molekularstruktur diffundieren kann. Der »Carrier« wird mit Hilfe eines Emulgators in einem großen Wasservolumen dispergiert.
Man wendet somil verschiedene Färbemethoden mit wäßrigen färbenden Medien an, beispielsweise:
— Diskontinuierliche Verfahren, bei denen ein wäßriees Färbebad bei Vorliegen eines »Carriers« mit Temperaturen bis zu 100 C und bei Fehlen eines »Carriers« mit Temperaturen oberhalb 100 C bis zur Erschöpfung benutzt wird.
— Kontinuierliches Verfahren mit Imprägnieren und Ausdrücken der Fasern und anschließender Thermofixierung unter Verwendung von Dampf.
— Kontinuierliche Verfahren mit Imprägnierung, Ausdrücken und Trocknen der Faser mit nachfolgender trockener Thermofixierung.
Diese Verfahren haben bestimmte Nachteile, und zwar unter anderem folgende: großer Wasserverbrauch, Verschmutzung von Flußwasser beim Ableiten farbstoffhaltigen Restwassers und großer Wärmeverbrauch beim Einfärben der Fasern durch Verdampfung von Wasser.
Das oben erwähnte, mit trockener Thermofixierung arbeitende Verfahren, besitzt im Vergleich mit dem mit Dampfthermofixierung arbeitenden Verfahren den Vorteil der Verringerung des Risikos der Farbwanderung, den VorteiC daß keine leckdichte Installation für die Durchführung des Verfahrens erforderlich ist, und schließlich den Vorteil, daß es verhältnismäßig rasch arbeitet, weil hohe Temperaturen verwendet werden können. Die trockene Thermofixierung wird mit Erfolg industriell jedoch nur für Polyesterfasern verwendet, da die für eine wirksame Thermofixierung erforderlichen Temperaturen die Gefahr mit sich bringen, daß es zu einer chemischen Zersetzung oder zu einer Kontraktion der Fasern kommt, insbesondere wenn diese aus Polyamiden und Acrylnitrilpolymeren oder -mischpolymeren bestehen.
Durch die Erfindung wird ein kontinuierliches Verfahren zum Einfärben natürlicher oder synthetischer Fasern ermöglicht, das die oben erwähnten Nachteile der bekannten Verfahren wesentlich reduziert und verschiedene Behandlungen, insbesondere antistatische, ölfugide und wasserfugide Behandlung auf den Fasern gleichzeitig beim Einfärben erlaubt.
Die Erfindung betrifft ferner ein kontinuierliches Verfahren zum Einfärben natürlicher oder künstlicher Textilfasern, bei dem die Fasern in einer Farbstoffzubereitung imprägniert werden, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt und in einem organischen Lösungsmittel dispergiert ist, worauf die imprägnierten Fasern ausgedrückt und getrocknet werden und der Farbstoff durch Erwärmen in Luft oder Dampf fixiert wird.
Das Färbeverfahren gemäß der Erfindung ermöglicht eine unmittelbare und regelmäßige Fixierung der Farbstoffe auf im wesentlichen jegliche Faser, gleichgültig, ob es sich um Natur- oder Kunstfasern handelt.
Man kann dem Färbereifachmann an sich bekannte mechanische und physikalische Einrichtungen im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren verwenden, desgleichen bekannte Einrichtungen und Installationen für die Wiedergewinnung der Lösungen zum erneuten Gebrauch. So können beispielsweise das Imprägnieren und das Ausdrücken durch Eintauchen des zu behandelnden Gewebes in das Farbstoffbad nach dem üblichen Imprägnierverfahren erfolgen, wobei zum Trocknen das Gewebe einer Infrarotstrahlung ausgesetzt wird. Die Thermofixierung erfolgt entweder dadurch, daß man das Gewebe durch einen Tunnel führt, in welchem heiße Luft umgewälzt wird (trockene Thermofixierung), oder indem man das Gewebe in einen geschlossenen Dampfkessel taucht, in welchen Dampf eingeführt wird (Dampfthermofixierung).
Vorteilhaft wird beim Einfärben gemäß der vorliegenden Erfindung das Imprägnieren und Ausdrücken in einem Temperaturbereich von 10 bis 500C und vorzugsweise von 20 bis 30" C durchgeführt. Das Trocknen erfolgt bei einer Temperatur von 30 bis 800C, vorzugsweise von 40 bis 50" C. Die Thermofixierung erfolgt unabhängig davon, ob sie trocken oder durch Dampf erfolgt, bei einer Temperatur zwischen 80 und 25O°C und für einen Zeitraum von 30 see bis 30 min, wobei Zeit und Temperatur als Parameter für die Thermofixierung von der Natur der zu behandelnden Fasern und von der gewählten Art der Thermofixierung abhängen.
Selbstverständlich werden die Farbstoffzubereitungen, die beim erfindungsgemäßen Einfärbeverfahren zur Anwendung kommen, aus denjenigen ausgewählt, welche eine gute Einfärbekraft aufweisen und gegen chemische Reinigung und gegen die für die verschiedenen Fasern brauchbaren Waschverfahren stabil sind.
Die gemäß der Erfindung einfärbbaren Fasern umfassen Wollfasern und Fasern aus Polyester, Polyamiden und Acrylnitrilpolymerisaten und -mischpolymerisaten.
Das folgende Beispiel zeigt das Verfahren zum Einfärben gemäß der Erfindung.
Beispiel 7
Ein Polyesterfasergewebe mit 100 g/m2 wird bei einer Temperatur von 200C mit einer Farbstoffzubereitung gemäß der Erfindung imprägniert, die in 1,000 cm3 Perchloräthylen dispergiert ist. Es wird dann auf einem Padder ausgedrückt. Die Farbmittelzusammensetzung war hergestellt durch 5 min langes Mischen einer wäßrigen Dispersion von 10 g C. I. Disperse Blue 54, eines blauen Farbstoffs (Colour Index, Bd. 2, S. 2683) in 10 g Wasser und 5 g eines Gemisches von Emulgatoren zusammengesetzt aus 70 Gewichtsprozent Dodecylbenzolsulfonsäure, neutralisiert mit Triäthanolamin, und 30% Nonylphenol mit 10 Äthylenoxidgruppen, Zugabe von 5 g Nonylphenylsäurephosphat mit 6 Äthylengruppen und weiteres Durchmischen für weitere 5 min.
Das Gewebe, welches 86% seines Gewichts der Zusammensetzung zurückhielt, wurde in heißer Luft getrocknet und dann bei 2100C 60 see lang thermofixiert.
Das derart eingefärbte Gewebe hatte eine lebhafte Farbe.
ίο Die chemische Reinigung und Waschstabilität des gefärbten Gewebes wurde in einer sogenannten Waschrad-Waschmaschine bestimmt, welche so viele Töpfe aufweist, als Proben zu prüfen sind. Die Töpfe haben jeweils ein Fassungsvermögen von 500 cm3 und sind hermetisch abgeschlossen. Sie werden auf einem Rad befestigt, das sich mit 44 Umdrehungen pro Minute in einem thermostatisch gesteuerten Bad dreht.
Die Prüf bedingungen sind wie folgt:
Chemisch-Reinigung:
Dauer: 15 Minuten
Temperatur: 200C
Menge der Probe: 1,5 g
Natur d. Lösungsmittels: Perchloräthylen
»5 Badverhältnis: (Masse der Probe in g) 1
(Volumen d. Lösungs-' 100 mittels in cm3)
Waschen:
30 Minuten
6O0C
1.5 g
Handelsübliche Waschflüssigkeit, 5 g/l ohne optischer Aufheller
(Menge der Probe in g) 1
(Volumen der Lösung ' 100 in cm3)
In keiner der untersuchten Proben war ein praktiscl merkbares Ausbleichen zu beobachten.
Dauer:
Temperatur:
Menge der Probe:
Art der Lösung:
Badverhältnis:
«09628/1

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung einer in einem halogenierten organischen Lösungsmittel dispergierbaren Farbsloffzubereitung, deren Farbstoff(e) in einem wäßrigen Medium dispergierbar, in einem organischen Lösungsmittel jedoch unlöslich und nicht-dispergierbar ist (sind), dadurch gekennzeichnet, daß man in eine konzentrierte wäßrige Dispersion des Farbstoffs (der Farbstoffe) mindestens einen Emulgator aus der Gruppe der anionischen und nichtionischen Emulgatoren in einem neutralen Medium sowie mindestens einen Zugabestoff aus der Gruppe der Säuren und der anionischen Emulgatoren in einem sauren Medium einmischt.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Dispersion des Farbstoffes 30 bis 75 Gewichtsprozent der endgültigen Zusammensetzung darstellt und zwischen 50 und 150 Gewichtsteile an Farbstoff pro 100 Teile Wasser enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulgator im neutralen Medium 40 bis 200 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile Farbstoff darstellt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugabestoff 10 bis 300 Gewichtsteile pro 100 Teile Farbstoff darstellt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugabestoff in die Zusammensetzung in Beimischung mit einem organischen Lösungsmittel eingemischt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel nicht entflammbar ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das organische Lösungsmittel ein halogenierter Kohlenwasserstoff ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die im wäßrigen Medium dispergierbaren Farbstoffe sogenannte Dispersionsfarbstoffe oder in ein Plastosol überführbare Farbstoffe sind, deren Moleküle kleine Abmessungen aufweisen und keine auxochromen, die Löslichkeit im wäßrigen" Medium verleihende Gruppen besitzen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffe saure Farbstoffe sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffe Reaktivfarbstoffe sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbstoffe basische Farbstoffe sind.
12. Verfahren zum Einfärben natürlicher oder synthetischer Textilfasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern in einer Farbstoffzubereitung, die nach einem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellt und in einem organischen Lösungsmittel dispergiert ist, getränkt, abgequetscht, getrocknet und die Farbstoffe durch Erwärmen in Luft oder Wasserdampf fixiert werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer in einem halogenierten organischen Lösungsmittel dispergierbaren Farbstoffzubereitung, deren Farbstoff(e) in einem wäßrigen Medium dispergierbar, in einem organischen Lösungsmittel jedoch unlöslich und nicht dispergierbar ist (sind).
Für zahlreiche Einfärbverfahren ist es erforderlich, mitunter wesentlich, daß die Farbstoffe in organischen Lösungsmitteln gelöst oder dispergiert eingescizt wer-
den. Als organische Lösungsmittel bieten die nicht entflammbaren halogenierten organischen Lösungsmittel insbesondere im Hinblick auf ihre Gebrauchssicherheit entscheidende Vorteile. Farbstoffe, die in diesen Lösungsmitteln löslich oder dispergierbar sind,
sind jedoch selten. Andererseits weisen die in Wasser iöslichen oder dispergierbaren Farbstoffe, insbesondere zum Färben von Textilien, hervorragende Eigenschaften auf. Diese Farbstoffe sind jedoch in organischen Lösungsmitteln, vor allem in den chlorierten Lösungs-
mitteln, weder löslich noch dispergierbar. Es ist daher bislang nicht gelungen, die in Wasser löslichen oder dispergierbaren Farbstoffe in der Färberei dort zu verwenden, wo ihre Anwendung in organischen Lösungsmitteln erforderlich ist.
as Zwar sind zahlreiche Verfahren bekannt, bei denen in Wasser gelöste und bzw. oder dispergierte Farbstoffe auch in Verbindung mit organischen Lösungsmitteln eingesetzt werden, jedoch bleiben bei all diesen Systemen die Farbstoffe stets in der wäßrigen Phase. Mit
solchen Systemen können gerade die Vorteile, die durch den Einsatz der halogenierten organischen Lösungsmittel erzielt werden sollen, nicht erhalten werden. Weiterhin sind den einstellbaren Farbstoffkonzentrationen in solchen Systemen einige Grenzen gesetzt (französische Patentschrift 15 35 352; USA.-Patentschrift 28 28 180).
Die Anmelderin selbst hat bereits ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffzubereitungen in einem organischen Lösungsmittel vorgeschlagen, bei dem die Farbstoffe in einem wäßrigen Medium löslich, jedoch in einem organischen Lösungsmittel unlöslich sind (französische Patentschrift 69 15 239).
Angesichts dieses Stands der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Her-
stellung einer Farbstoffzubereitung zu schaffen, die in einem organischen Lösungsmittel dispergierbar ist, obwohl Farbstoffe Verwendung finden, die zwar in einem wäßrigen Medium dispergierbar, in einem organischen Lösungsmittel jedoch unlöslich und nicht
dispergierbar sind, wobei die zu schaffenden Farbstoffz.ubereitungen hohe, auch kontinuierliche Farbverfahren ermöglichende Konzentrationen des Farbstoffs zulassen sollen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren der
s5 eingangs genannten Art vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in eine konzentrierte wäßrige Dispersion des Farbstoffs (der Farbstoffe) mindestens einen Emulgator aus der Gruppe der anionischen und nichtionischen Emulgatoren
Go in einem neutralen Medium sowie mindestens einen Zugabestoff aus der Gruppe der Säuren und der anionischen Emulgatoren in einem sauren Medium einmischt.
Vorzugsweise stellt die wäßrige Dispersion des Farb-
stoffs 30 bis 75 Gewichtsprozent der endgültigen Zusammensetzung dar und enthält zwischen 50 und 150 Gewichtsteile Farbstoff pro 100 Teilen Wasser, wobei der Emulgator im neutralen Medium 40 bis 200 Ge-
DE19712105231 1970-02-06 1971-02-04 Verfahren zur Herstellung dispergierbarer Farbstoffzubereitungen und deren Verwendung Expired DE2105231C3 (de)

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FR7038314A FR2109493A6 (en) 1970-10-23 1970-10-23 Water soluble dyes dispersed in org mediums
FR7038314 1970-10-23

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DE2105231B2 DE2105231B2 (de) 1975-11-20
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