DE2108155B2 - Rohrleitung mit aufklemmbarem Abzweigverbindungsstück - Google Patents
Rohrleitung mit aufklemmbarem AbzweigverbindungsstückInfo
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Description
Die im Oberbegriff des Anspruchs 1 als bekannt vorausgesetzte Rohrleitung mit auf diese aufklemmbaren
Abzweigverbindungsstück ist in der USA.-Patentschrift 693 975 beschrieben. Bei dieser bekannten Rohrleitung
besteht der Dichtungsring aus im wesentlichen zwei jeweils keilförmigen Profilbereichen, die eine gemeinsame
ebene Unterseite darbieten. Die Oberseite des Dichtungsringes setzt sich aus zwei gegenläufig abfallenden,
unter Bildung eines Absatzes aneinandergrenzenden Schrägflächen zusammen. Die oberseitigt
Kontur des Dichtungsringes findet sich in dem die Anschlußöffnung im Abzweigverbindungsstück umgebenden
Wandbereich wieder, so daß der Dichtungsring mit vollem Formschluß zwischen den einander gegenüberliegenden
Flächen der Rohrleitung und des Abzweigverbindungsstückes angeordnet ist. Eine solche Ausgestaltung
führt dazu, daß unter dem Anpreßdruck des Abzweigverbindungsstückes auf der Rohrleitung die
auf die Dichtung wirkenden Kräfte diese als Ganzes erfassen und einer zur Ebene des Absatzes zwischen
den Keilflächen hin gerichteten Stauchung aussetzen, der die Dichtung nicht ausweichen kann. Daher können
bei entsprechenden Klemmkräften zwischen der Rohrleitung und Abzweigverbindungsstück Druckspannungsspitzen
auftreten, die bei Bestehen der Rohrleitung aus thermoplastischem Kunststoff mit verhältnismäßig
hoher Elastizität örtliche Verformungen und ein Fließen zur Folge haben können, aus denen Undichtigkeiten
resuliieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe ,zugrunde, eine
Dichtung für eine Rohrleitung aus thermoplastischem Kunststoff mit verhältnis,mäßig hoher Elastizität so auszubilden,
daß örtliche Verformungen und Fließerscheinungcn
im Dichtungsbereich auf ein Mindestmali beschränkt werden.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Ausgestaltung der Dichtung mit dem RingwuM
schafft einen Bereich, in dem die Dichtung bei entsprechenden Drücken zunächst unter Verlagerung des
Ringwulstes relativ zur Rohrleitungsachse radial nach außen ausweichen kann, ohne an irgendeiner-Stelle
Druckspannungsspitzen ausgesetzt zu sein. Tritt dennoch
bei einer Rohrleitung aus einem Kunststoff mit verhältnismäßig hoher Elastizität unter dem Anpreßdruck
des Abzweigverbindungsstückes ein Fließen im Material der Rohrleitung ein, so folgt die Dichtung unter
entsprechendem Nachschub aus dem Ringwulstbe reich einer solchen Formänderung mit der Folge einer
auch bei solchen besonderen Umständen einwandfrei aufrechterhaltenen Dichtungswirkung. Hieran wirkt
auch die Ausgestaltung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 2 mit, da diese den Nachschub
der Dichtung zum jeweils konzentrisch inneren bzw. äußeren Randbereich hin begünstigt und Verwerfungen
infolge der im wesentlichen symmetrischen Ausgestaltung vermeidet.
Aus der deutschen Patentschrift 933 490 ist zwar bereits eine ähnliche Rippung bekannt, jedoch ist diese
bei Dichtungen vorgesehen, die aus harten Kunststoffen bestehen sollen und dementsprechend unter anderen
Arbeitsbedingungen arbeiten.
Unter hoher Elastizität ist hier ein Thermoplast mit
einem Elastizitätsmodul von etwa 9000 kg/cm2 zu verstehen, wie er z. B. bei hartem Polyäthylen gegeben ist.
Im Gegensatz dazu stehen Thermoplaste mit niedrigerer
Elastizität, z. B. hartes Polyvinylchlorid, dessen Elastizitätsmodul
etwa 30 000 kg/cm2 beträgt.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung näher veranschaulicht. Es
zeigt
Fig.l einen Querschnitt durch eine Rohrleitung mit
Abzweigverbindungsstück nach der Erfindung und
F i g. 2 eine unverformte Dichtung nach der Erfindung in einem Teilquerschnitt.
Gemäß F i g. 1 ist auf einer Rohrleitung 1 ein Abzweigverbindungsstück
2 angeordnet, das aus einem Oberteil 2a und einem Unterteil 2b besteht, welche mittels
Schraubenbolzen 3 und Muttern 4 klemmend auf der Rohrleitung 1 festgelegt sind. Die Klemmung der
beiden Teile 2a und 2b kann auch durch Anbringen von z. B. Klampen um vorspringende Bereiche des Abzweigverbindungsstückü
herbeigeführt werden.
Die Rohrleitung 1 besteht aus Polyäthylen, jedoch können auch andere thermoplastische Werkstoffe mit
hoher Elastizität verwendet werden. Das Abzweigverbindungsstück 2 kann auch aus thermoplastischem Material
bestehen, welches jedoch nicht notwendigerweise , das gleiche thermoplastische Material zu sein braucht,
wie es für die Rohrleitung verwendet wird.
Das Oberteil 2a des Abzweigverbindungsstücks 2 ist '—«
mit einer inneren Ausnehmung 7 versehen,.die eine an- :'*
dere Rohrleitung, die an die Rohrleitung 1 angeschlossen werden soll, aufnehmen kann. Zur Herstellung die- " '
ser Verbindung wird in der Wand der Rohrleitung 1
eine Bohrung 9 angebracht, über die das Innere der Rohrleitung I mit dem Oberteil 2a des Abzweigverbindungsstucks
2 in Verbindung gebracht wird.
Zwischen der Außenseite der Rohrleitung 1 und dem Oberteil 2a des Abzweigverbindungsstöcks 2 befindet
sich eine noch näher zu beschreibende Dichtung.
Die Dichtung besteht, wie dies insbesondere F i g. 2 zeigt, aus einem Ringwulst 5 mit einem mit diesem einstückigen,
sich ringsum erstreckenden Saum 6 als Dichtungsbereich. Dieser Saum 6 besteht bei dem dargestellten
Beispiel aus einem zu dem Ringwulst 5 mit kreisförmigem Grundquerschnitt konzentrisch innen-
und außenliegenden Bereich. Der Saum trägt Vorsprünge
8, die konzentrisch auf der Oberfläche des Saumes 6 verlaufend angeordnet sind, jedoch auch eine
versetzte Anordnung zueinander finden können. Die
Dichtung besteht aus Gummi oder anderen Elastomeren, das dem RohrleitungsmiUer'ml und dem des Abzweigverbindungsslücks
nngepaßt ist.
Die Vorsprünge haben die Form dreieckiger Rippen, Eine der Begrenzungswände verläuft dabei senkrecht
oder etwa senkrecht zur Ober- bzw. Unterseile des Saumes b, wodurch eine besonders gute Dichtwirkung
erzielt wird. An Stelle der gezeigten dreieckigen Vorspränge können aber auch solche mit runder oder viereckiger
Querschnittsform Anwendung finden. Bei der. bevorzugten Dreieckform der Rippen ist die senkrechte
Begrenzungswand der Mittelachse der Dichtung zugewandt. Die Dichtungsbereiche nehmen ausgehend
vom Ringwulsi 5 mit wachsendem radialen Abstand in ihrer Dicke ab.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Rohrleitung mit einem auf diese nufklemmbaren Abzweigverbindungsstück und einer zwischen
der Außenwand der Rohrleitung und dem Abzweigverbindungsstück vorgesehenen ringförmigen Dichtung,
die mit einem Verdickungsbereich in eine die Anschlußöffnung im Abzweigverbindungsstöck im
Abstand konzentrisch umgebende Ausnehmung eingreift, einen konzentrisch innengelegenen Saum sowie
einen in der Dicke radial nach außen hin abnehmenden äußeren Bereich aufweist, wobei der Saum
und der äußere Bereich der Dichtung mit der Außenwand der Rohrleitung und der Innenwand ij
des Abzweigverbindungsstückes in Dichtungseingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, daß
bei einer Rohrleitung aus thermoplastischem Kunststoff mit verhältnismäßig hoher Elastizität, insbesondere
PoNäthylen, der verdickte Bereich der aus ao einem Elastomer bestehenden Dichtung von einem
beidseits über die Unter- und Oberseite der benachbarten Dichtungsbereiche (6) überstehenden Ringwulst
(5) gebildet ist und zumindest eine Seite der Dichtung mit an sich bekannten Vorsprüngen (8) as
versehen ist.
2. Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden zum Ringwulst (5) konzentrisch
innen bzw. außengelegenen Dichtungsbereiche (6) mit wachsendem Abstand vom Ringwulst
von der Unter- und der Oberseite her in ihrer Dicke abnehmen und beidseitig in an sich bekannter Weise
als Vorsprünge konzentrische Rippen (8) aufweisen, die einen dreieckigen Qu rschnitt mit einer im
wesentlichen senkrecht zur Ober- bzw. Unterseite der Dichtungsbereiche ausgerichteten Begrenzungswand
haben.
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