DE2109082A1 - Verfahren zum zerstoerungsfreien Abbau von Polytetrafluoraethylen - Google Patents

Verfahren zum zerstoerungsfreien Abbau von Polytetrafluoraethylen

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DE2109082A1
DE2109082A1 DE19712109082 DE2109082A DE2109082A1 DE 2109082 A1 DE2109082 A1 DE 2109082A1 DE 19712109082 DE19712109082 DE 19712109082 DE 2109082 A DE2109082 A DE 2109082A DE 2109082 A1 DE2109082 A1 DE 2109082A1
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polytetrafluoroethylene
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Description

Patentanwalt . Patentanwälte
Dr. phil. Gerhard Henkel Dr· rer· nat· Wolf-Dieter Henkel
757 Baden-Baden Balg DIpI.-J ng. Ralf M. Kern
Waldgasse 20 8 München 90 Tel.:(07221)63427 ' Eduard-Schmid-Str. 2 Telegr.-Adr.: Ellipsoid Baden-Baden Tel.: (0811) 22 5197 Telegr.-Adr,: Ellipsoid München
Γ Π
P las tomer Corporation Ab 16.9.70 neue
Newtown, PaM V.St.A.
Telefon - Nr. 66 31 97
Verfahren zum zerstörungsfreien Abbau von Polytetrafluoräthylen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum zerstörungsfreien Abbau von Polytetrafluoräthylen mit dem Ziel, es als Feststoff leicht zerteilbar zu machen.
Polytetrafluoräthylen ist bekanntlich ein weisses thermoplastisches Pulver, das bei 3270C schmilzt. Es zeichnet sich durch hohe Verwendungstemperaturen, chemische Inaktivität, ausgezeichnete elektrische Eigenschaften und einen niedrigen Reibungskoeffizienten aus. In der vom Hersteller gelieferten Form neigt dieses Material jedoch zum Verklumpen und muss während der Verarbeitung bei mindestens 3270C gesintert werden. So wird beispielsweise Typ 7-Polytetrafluoräthylen-Pulver im allgemeinen unter Druck zur gewünschten Form verpresst und danach in einem Ofen bei einer Temperatur von normalerweise etwa 371° bis etwa 3990C gesintert. Typ 1, 5 und 9-Pulver andererseits werden unter Druck vorgeformt und ebenfalls unter Druck zwischen etwa 3^3° und etwa 399°C gesintert. Typ 6-Pulver wird mit einem Schlüpfrigmacher wie Naphtha oder dergleichen vermischt, vorgeformt, unter hohem Druck zu gewünschter Form strangverpresst, vom Schlüpfrigmacher durch Verdampfen desselben befreit und schliesslich normalerweise bei einer Temperatur von etwa 371°
109849/1609 "2 "
POSTZENTRALE: 8 München 90, Eduard-Schmid-Str. 2
bis etwa 649°C gesintert. Keines dieser gesinterten Materialien kann leicht feinteilig zerkleinert werden; man kommt beispielsweise bei gesintertem Polytetrafluoräthylen selbst bei Hochleistung-Stossvermahlung nur bis zu Teilchengrössen zwischen 0,149 und 0,074 mm und erreicht dies auch nur durch gleichzeitig angewendete Kühlung durch z.B. flüssiges Kohlendiöxyd oder flüssigen Stickstoff.
In der amerikanischen Patentschrift 3 4^2 5II wird ein Verfahren zum Abbau von gesintertem oder nicht gesintertem Polytetrafluoräthylen beschrieben, bei dem man das Polymer auf eine Temperatur oberhalb seines normalen Sinterbereichs und bis auf etwa 47I0G erhitzt. Da nun aber bei jedem Erhitzen von Polytetrafluoräthylen über 2O4°C besondere Entlüftungsmassnahmen erforderlich sind und bei über dem Sinterbereich liegenden Temperaturen möglicherweise eine Verfärbung des normalerweise weissen Materials auftritt, besteht das Bedürfnis nach einem Verfahren zum Abbau von gesintertem und ungesinterteiü Polytetrafluoräthylen ohne Hitzeanwendung, mit dem man es in Form feinverteilter Partikel gewinnen kann, die sich leicht dispergieren lassen und nicht zum Verklumpen neigen.
Die Erfindung beruht nun auf der unerwarteten Erkenntnis, dass man gesintertes oder nicht gesintertes Polytetrafluoräthylen durch Einwirkung einer kritischen Dosis von ionisierender Strahlung in ein Material umwandeln lässt, das sich ohne schädliche thermische Nebenwirkungen zu Mikrokomgrösse zerkleinern und in dieser Form leicht in verschiedenen Medien dispergieren lässt. Diese Teilchen besitzen überdies den für Polytetrafluoräthylenharz typischen, äusserst niedrigen Reinigungskoeffizienten. Der erfindungsgemässe Strahlungsdosisbereich liegt dabei generell zwischen etwa 5 un<3 etwa 25 und vorzugsweise zwischen etwa 10 und 25 Megarad.
1098Λ9/1809
besteht die Erfindung aus einem festen Polytetrafluorethylen, das thermisch nicht abgebaut ist und eine Teilehengrösse unter etwa 11,1 /u sowie einen Reibungskoeffizienten im Bereich von 0,04 bis 0,15 besitzt.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne auf sie beschränkt zu sein.
Die Beispiele wurden in der Weise durchgeführt, dass -auf 3,2 bis 1,6 mm vorzerkleinerte- Proben aus einerseits nicht gesintertem und andererseits gesintertem Abfall-Polytetrafluoräthylen in nachstehend tabellierten Dosen der ionisierenden Strahlung eines 3MeV-Van de Graff-Beschleunigers unterworfen wurden und anschliessend zu der entsprechenden, ebenfalls tabellierten Korngrösse zerkleinert wurden. Die Korngrösschenbestimmung erfolgte dabei gemäss ASTMB-330-Vorschrift mittels Fisher Sub Sieve Sizer.
Beispiel Polytetra- Bestrahlungs-
fluoräthylen dauer (Sek.)
Dosis
Me garad
Mittlere
Korngrösse
(10~·^ mm)
1 nicht gesintert 2,5 VJl 11,1
2 nicht gesintert 5,0 10 5,3
3 nicht gesintert 7,5 15 2,5
4 nicht gesintert 10,0 20 1,5
VJl gesinterter 12,5
Abfall
25 0,90
109849/16
Bei diesen Bestrahlungen stieg die Temperatur des Polytetrafluoräthylens niemals über etwa 1210C an, und es trat auch praktisch keine Produktverfärbung ein. Sämtliche Produkte besassen folgende typische Eigenschaften, die nach der jeweils angegebenen ASTM-Vorschrift hergestellt wurden.
Schmelzpunkt ·
Farbe weiss oder grau
öpez. Gewicht 2,10-2,15 (D-792-6OT)
Härte (Durometer D) 5C - 65 (D-1706-59T)
Durchschlagsfestigkeit 50C - 1500 V/25,4 ,u (D-149-55T)
Wasserabsorption keine (D-57O-54T)
Entflammbarkeit nicht entflammbar (D-635-5ÖT)
Re ibungs koeffizient
(statisch oder kinetisch) 0,04 - 0,15
- 5 109849/1609

Claims (1)

  1. Plastorner Corporation
    Nevj to wn, Pa., V. J t. A.
    Patentansprüche
    I,. Festes Polytetrafluoräthylen, das thermisch nicht abgebaut ist und eine Teilchengrösse unter etvja 11,1,U sowie einen Reibungskoeffizienten im Bereich von G,o4 bis 0,15 i besitzt.
    2j Verfahren zum zerstörungsfreien abbau von festem polytetra- ~fl*<Tr-ä,t1x/len, dadurch gekennzeichnet, dass aian
    a) festes Polytetrafluorethylen in ungesintertem oder gesintertem Zustande einer ionisierenden Bestrahlung von etv/a 5 bis etwa 25 ΐ-irad unterwirft und dabei seine Temperatur· unter etvja 121°C hält, und
    b) das so behandelte Produkt zerkleinert,
    ~3, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass | man die Bestrahlungsintensität zwischen etv;a 10 und etwa 25 Mrad hält.
    BAD
    109849/16OiJ
DE19712109082 1970-05-22 1971-02-25 Verfahren zum zerstoerungsfreien Abbau von Polytetrafluoraethylen Pending DE2109082A1 (de)

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US6228428B1 (en) 1991-10-28 2001-05-08 The Gillette Company Coating cutting edges with fluorocarbon polymers
US5263256A (en) * 1992-04-17 1993-11-23 The Gillette Company Method of treating razor blade cutting edges

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CA941331A (en) 1974-02-05
GB1282410A (en) 1972-07-19
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