DE211103A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42#. GRUPPE
EDUARD WAWRINA in WIEN.
Starktonsprechmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Januar 1909 ab.
Gegenstand vorliegender'Erfindung ist eine Einrichtung an Sprechmaschineh zur Erzeugung
besonderer Lautstärke und Verminderung des Nebengeräusches sowie der Abnutzung der Phonogramme unter Anwendung von Reibung.
Reibungsschalldosen wurden schon durch die österreichischen Patentschriften 23774, 23775
und 32032 bekannt.
Bei diesen.Schalldosen werden mittels einer rotierenden, etwa. 20 mm großen Bernsteinrolle,
gegen welche analog den Aufzeichnungen auf der Phonographenwalze oder -platte ein Bremsschuh aus Hartgummi gepreßt oder
abgehoben wird, Bremsdifferenzen erzeugt, die, in sekundäre Bewegungen umgesetzt, zur Verstärkung
des Tones dienen.
Die Zuverlässigkeit solcher Vorrichtungen ist gering, da durch das bedingte Material
der Friktionsteile und deren große Reibflächen das "Nebengeräusch bedeutend erhöht wird
und solche Maschinen schon nach kurzem Gebrauch durch Aufrauhung der Reibungs-.
mittel unbrauchbar werden.
Dasselbe gilt auch, wenn Feuchtigkeit oder Staub unter den Bremsschuh gelangt; im
ersten Falle bleiben die gewünschten Bremseffekte durch Gleiten, im anderen Falle durch
Abheben oder Lüften des Bremsschuhes aus.
Im Gegensatz zu den angezogenen Reibungsschalldosen findet bei der vorliegenden Erfindung
eine Transformation von primären in sekundäre Bewegungen nicht statt; die Bewegungen
sind identisch mit den Bewegungen des Griffelhalters. Die Einrichtung hat daher nicht den Zweck, neue Bewegungen zu erzeugen,
sondern nur gegebene vor Dämpfung, welche aus Spannung und Trägheit der schwingenden
Schalldosenteile resultiert, zu schützen.
Nach der französischen Patentschrift 384677 soll statt eines stabilen Bremsschuhes ein
Bremszaum verwendet werden. Wenn dieser nur unvollständig zurückgleitet, würden die
Amplituden verkleinert werden und statt einer Tonverstärkung eine Tondämpfung eintreten.
Bei allen bekannt gewordenen ähnlichen Einrichtungen kommt, wie erwähnt, eine
größere Rolle aus harzartigen Substanzen in Anwendung, welche von einem Bremsschuh
oder -band auf 1J2 bis 2/3 ihres Umfanges
umfaßt wird.
Um Nachteile, wie sie diesen Vorrichtungen anhaften können, auszuschließen, und ein
exaktes und rechtzeitiges Zurückgleiten des äußeren Reibungsmittels zu sichern, ist statt
der größeren Rolle ein dünner, aus Stahl oder irgendeinem geeigneten, härteren Material hergestellter
funder Zapfen vorgesehen, um welchen schraubenförmig eine Schnur o. dgl. mehr
als 360 Bogengrade aufgewunden ist.
Beispielsweise beträgt bei vorliegender Erfindung die Umwicklung 720 Bogengrade, was ■
zwei vollständigen Windungen entspricht. Diese Anordnung hat den Zweck, das Zurückgleiten
der Schnur nicht auf einmal, sondern etappenweise zu ermöglichen, und zwar so, daß zuerst
eine Windung oder ein Teil einer solchen durch die ungemein schnellen Bewegungen des
Griffelhalters aufgeschnellt wird, wobei die zweite Windung oder .Windungsteil durch
Trägheit und Adhäsion und inneren mechanischen Widerstand geschlossen bleibt und
nach Überwindung dieser Faktoren mit einer minimalen Verspätung, entlastet von den
■Widerständen der ersten Windung, nachgleitet.
In der Zeichnung ist eine solche Vorrichtung, welche für Grammophone wie auch für
Phonographen verwendbar ist, dargestellt.
Fig. ι und 6 zeigen den Erfindungsgegenstand
in Seitenansicht; Fig. 2 ist eine Vorderansicht, und Fig. 3 ist ein von oben gesehener
ίο Schnitt; Fig. 4 und 5 zeigen Details.
Die Schalldose steckt wie bei gewöhnlichen Apparaten in einem nach jeder Richtung verschwenkbaren
Schallrohr 10. Außen an der Schalldose ist ein etwa 3 mm dicker, glatter
Zapfen 1 drehbar gelagert, um welchen eine Schnur 2 gewunden ist. Das Schnurende 2a
ist mit der Membran 3, das Schnurende 2b
mit dem oberen Schenkel des Griffelhalters 4 verbunden. Die zylinderförmige Verdickung 5
dient als Schwungrad, welches aber auch an der Antriebswelle angebracht sein kann. Die
Spulen 6 und 7, welche für die Wirkungsweise keine besondere Bedeutung haben, dienen
zur Regulierung der Tonstärke, und zwar in der Weise, daß mit Hilfe derselben dünnere
oder dickere vorgesehene Stellen der Schnur 2 auf den Zylinder 1 geleiert werden, um so die
Reibflächen der Friktionsteile zu vergrößern oder zu verringern.
Um die Eigenschwingungen des Griffelhalters 4, welcher nahezu frei schwingt, zu
unterdrücken, ist zwischen demselben und der Membran 3 ein Klötzchen 8 aus Kautschuk
oder ähnlichem Material eingeklemmt. Da Membran und Griffelhalter nahezu synchron
schwingen, werden trotz der soliden Dämpfung des letzteren die Amplituden seiner Schwin^
gungen nicht wesentlich verkleinert.
Der Antrieb des Zylinders 1 erfolgt durch das Triebwerk des Apparates. Zu diesem
Zwecke ist der Tragarm 9 des Schallrohres 10 hohl ausgebildet, in welcher Höhlung die
Achsen 12 und 14 und die Übersetzungsräder 11 und 13, welche mit einem Riemen 21 oder
einer Schnur verbunden sind, untergebracht sind.
Die Rolle 11 sitzt auf einer Achse 12,
welche mit dem Triebwerk in Verbindung steht, die Rolle 13 auf einer Achse 14, welche in
dem hohlen Tragarm gelagert ist und denselben mit einem Ende in der Richtung der
Schalldose durchbricht. Mit dem herausragenden Achsenstumpf ist mittels eines Universalgelenkes
15 ein Rohr 16 verbunden, in welchem eine in ihrer Längsachse verschiebbare
Welle 17 steckt, die wieder mit einem Universalgelenk 18 mit dem Zylinder 1 gekuppelt
ist. Die Welle 17 wird von dem Rohr 16 durch einen Stift 19 mitgenommen. Um
die Verschwenkbarkeit des Schallrohres 10 nicht zu beeinträchtigen, ist in dem Rohr 16 ein
Schlitz 20 vorgesehen, in welchem der Stift 19 gleiten kann, so daß die Antriebswelle beliebig
verlängert oder gekürzt werden kann.
Wird der Zapfen 1 im Sinne des Pfeiles 65 ■ angetrieben, so wird die auftretende Reibung
dem Schnurteil 2a das Bestreben geben, sich
aufzuwickeln, was aber durch die Membran 3 verhindert wird. Zieht man jedoch am Schnurende
2b, so wird man ohne Aufwand besonderer
Kraft die Membran 3 bewältigen, also durchbiegen können, weil durch die Anordnung
mehrerer Schnurwindungen auf den Zylinder ι naturgemäß die Reibung insofern
potenziert progressiv auftreten muß, als eine Windung bremsend auf die andere wirken
muß und sich die Bremseffekte der einzelnen Windungen gegenseitig unterstützen.
Läßt man den Schnurteil 2* nach, so wird
die Schnur 2 von der Membran 3 in dem Bestreben in ihre Ruhelage zurückzukehren, mitgenommen.
Setzt man die Schalldose auf den rotierenden Phonogrammträger bei gleichzeitiger Rotation
des Zapfens 1, so wird der Griffelhalter 4 durch die Vertiefungen oder Krümmungen der
Schallfurchen schwingen und konform den Aufzeichnungen der Platte oder Walze am Schnurende 2* ziehen oder dasselbe nachlassen,
wodurch die Schnur 2, deren Spannung nahezu konstant bleibt, von dem Zylinder 1 im Moment
der Arbeit "unterstützt, mit Leichtigkeit hin und her geschoben wird, wodurch nun wieder
die Membran 3 dem Phonogramm entsprechend in Schwingungen gerät.
An Stelle der Schnur 2 können beliebige, schmiegsame oder elastische. Fäden, aber auch
Ketten treten; entfallen die Spulen 6 und 7, so können überhaupt beliebige, auf geeignete
Weise verbundene Bogenglieder als Friktionsmittel zur Anwendung gelangen.
Durch die Friktionseinrichtung ist ein solcher Überschuß von Bewegungsenergie der
durch das Phonogramm in Schwingungen versetzten Schalldosenteile vorhanden, daß man
durch dieselbe mehrere Membranen oder Schallwerkzeuge in Schwingungen versetzen kann.
Claims (5)
1. Starktonsprechmaschine, bei welcher.
in an sich bekannter Weise Membran und Griffelhalter durch eine Schnur, Kette,
Faden o. dgl. verbunden sind, welche einem konstant rotierenden Friktionsteile mit Reibung
anliegt, dadurch gekennzeichnet, daß als Friktionsteil ein dünner Zapfen (1) angeordnet
und die Schnur, Kette, Faden
o. dgl. (2) schraubenförmig über einen Winkel von mehr als 360 Bogengraden um
ihn herumgelegt ist.
2. Starktonsprechmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwi-
sehen Membran (3) und Griffelhalter (4),
welche synchron schwingen, ein Puffer (8) aus Kautschuk o. dgl. eingeklemmt ist, um
die Eigenschwingungen des Griffelhalters (4) zu dämpfen, ohne die Schwingungsamplituden
zu verkleinern.
3. Starktonsprechmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
zum Antrieb des Zapfens (1) erforderlichen ■ Achsen (12 und 14) und Transmissionsteile
in dem Schallrohrträger (9), welcher zu diesem Zwecke hohl ausgebildet ist, untergebracht
sind.
4. Starktonsprechmaschine nach An-• spruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (16, 17) des Zapfens
(1) mit der antreibenden Achse (14) einerseits
und mit dem anzutreibenden Zapfen (1) andererseits durch Universalgelenke (15
und 18) gekuppelt ist, wovon das Gelenk (15) so angeordnet ist, daß es ganz oder
nahezu in die senkrechte Drehachse des Schallrohres (10) fällt, um die horizontale
Verschwenkbarkeit des letzteren nicht zu beeinträchtigen.
5. Starktonsprechmaschine nach Anspruch i, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebswelle (16, 17) aus zwei mittels Stift (19) und Schlitz (20) verschiebbar gekuppelten Teilen (16 und 17) besteht,
um die vertikale Verschwenkbarkeit des Schallrohres (10) nicht zu beeinträchtigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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