DE211274C - - Google Patents

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DE211274C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41KSTAMPS; STAMPING OR NUMBERING APPARATUS OR DEVICES
    • B41K3/00Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped
    • B41K3/02Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped with stamping surface located above article-supporting surface
    • B41K3/04Apparatus for stamping articles having integral means for supporting the articles to be stamped with stamping surface located above article-supporting surface and movable at right angles to the surface to be stamped

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  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind bereits Wäschestempelvorrichtungen bekannt, bei denen das Farbkissen zum Zwecke einer gleichmäßigen Farbentnahme geradlinig hin und her bewegt wird. Der Druckstempel findet jedoch bei derartigen Vorrichtungen immer nur bei der Bewegung des Kissens in einer Richtung eine neue Fläche auf dem Farbkissen vor, während er bei der folgenden, entgegengesetzt gerichteten Ver-Schiebung des Kissens wieder genau auf dieselben Stellen auftrifft. Da die Stempelfarbe sich infolge des Druckes zwischen den einzelnen Buchstaben sammelt, so sind die von den einzelnen Typen getroffenen Stellen des Farbkissens sehr bald farblos, und die Deutlichkeit der Abdrücke läßt nach.
Diese Übelstände sollen nach vorliegender Erfindung dadurch vermieden werden, daß das Farbkissen nicht nur eine geradlinig hin und her gehende Bewegung ausführt, bei der es entsprechend der Typenhöhe absatzweise weiterrückt, sondern außerdem noch in seinen beiden Endstellungen einer selbsttätigen seitlichen Verschiebung unterworfen wird, derart, daß bei seinem Rückgang die einzelnen Stempeltypen zwischen den Stellen auftreffen, die sie beim Hingang des Kissens berührt haben. Dadurch wird das Farbkissen gleichmäßig" abgenutzt, so daß die Deutlichkeit der Stempelabdrücke eine gleichmäßige ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Ansicht der Vorrichtung· von oben,
Fig. 2 eine Vorderansicht mit niedergedrücktem Stempel,
Fig. 3 . eine Vorderansicht mit hochgehobenem Stempel und senkrechtem Schnitt durch die Bewegungsvorrichtung für das Farbkissen,
Fig. 4 eine Ansicht auf die Bewegungsvorrrichtung für das Farbkissen bei abgenommenem Schlitten und Farbkissen,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Stempelvorrichtung und
Fig. 6 einen wagerechten Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 3.
ι ist die Grundplatte der Stempelvorrichtung, auf welcher der Ständer 2 befestigt ist. Dieser Ständer trägt gabelartig zwei Lager 7 und 8, in denen die zwei als Parallelführungen für den Stempel 3, 6 dienenden und miteinander zwangläufig verbundenen Hebelgestänge 9, 9 ihre festen Drehachsen haben. Die Stange 11 auf der anderen Seite der Lager 7, 8 dient als Versteifung der Parallelführung des Stempels 3, 6. Auf der im unteren Lager 8 befindlichen Achse ist ein Arm 10 exzentrisch angelenkt, welcher die Schwingbewegung der im Lager8 ruhenden Drehachse pleuelstangenartig auf die Bewegungsvorrichtung für das Farbkissen überträgt. An dem unteren Ende des mit einem Handgriff 6 versehenen Stempels 3 ist der Typen- oder Merkzeichenträger 4 durch eine Preßschraube 23 auswechselbar angeordnet, während die Lettern 25 mittels, einer Preßschraube 5 in dem Träger 4 auswechselbar angebracht sind. ' . .
Farbkissen 19 ruht auf dem Rahmen 28. Unterhalb des letzteren befindet sich eine um einen Stift 18 drehbare gezahnte Scheibe-17, durch deren ruckweise Drehung die Längsver-Schiebung des Stempelkissens erfolgt. Die Übertragung der Bewegung des Stempels 3, 6 auf die gezahnte Scheibe 17 erfolgt durch den Arm 10. Dieser pleuelstangenartig wirkende Arm 10 ist nahe seinem freien Ende an der Grundplatte 1 durch einen Stift 12 geführt und bewegt mittels seines Endes 13 den um einen Zapfen 15 drehbaren einarmigen Hebel 14, der mit seinem freien Ende in die Schaltklinkenverzahnung der Scheibe 17 eingreift, so daß er bei seiner Bewegung diese um ihren Drehzapfen 18 dreht (Fig. 4). Der Hebel 14 kann an dem Arm 13 nach oben ausweichen, so daß er über die schrägen Flächen der Schaltzähne der Scheibe 17 hinwegzugleiten und vermöge seines Eigengewichtes hinter dem nächsten Zahn herabzufallen vermag. Der Hebel 14 bewegt also mit Hilfe des Armes 10 die Scheibe 17 bei je einem Hin- und Rückgang des Stempels um einen Zahn weiter, wobei er beim Rückwärtsgang über die schrägen Flächen der Schaltzähne hinweggleitet.
Mit der gezahnten Scheibe 17 ist ein Stift oder Zapfen 21 fest verbunden, der die Kreisbewegung dieser Scheibe mitmacht. Dieser Zapfen 21 greift in eine gerade Nut 20 des Schlittens 22 ein, wodurch dem Schlitten mit dem Drehen der Scheibe 17 eine Bewegung er- · teilt wird, und zwar geradlinig hin und her gehend, infolge der seitlichen Führung des Schlittens.
Zur Erzielung der stets um gleiche Strecken, entsprechend der Typenhöhe, ruckweise sich fortsetzenden Bewegung des Schlittens 22 muß die Zahnteilung auf dem Umfang der Scheibe 17 nach einem bekannten mathematischen Gesetz ungleich eingerichtet sein, dergestalt, daß an dem durch den Zapfen 21 gelegten Kreisdurchmesser die Zahnteilung am kleinsten und, symmetrisch nach beiden Seiten hin wachsend, an den Punkten senkrecht zu dem genannten Kreisdurchmesser am größten ist (Fig. 4).
Die Bewegung des Schlittens 22, der in Nuten der Gleitbacken 24 gerade geführt ist, -wird mittels des auf dem Schlitten 22 gleitbar angeordneten Rahmens 28 auf das Stempelkissen 19 übertragen. Der Rahmen 28 ist auf dem Schlitten 22 mittels der schräg stehenden Schlitze 32 und der Stifte 31 in schräger Richtung verschiebbar geführt. Drei dieser Schlitze und Stifte 32, 31 sitzen unterhalb des Rahmens 28, während zwei Stifte und Schlitze durch den Rahmen nach oben durchgeführt sind. Die Stifte tragen oben Muttern, zum Zweck, die Beweglichkeit zwischen Rahmen und Schlitten regeln zu können.
Der Rahmen 28 steht in der Richtung seiner Längsbewegung an der einen Seite etwas über den Schlitten 22 vor. Entsprechend den beiden Endlagen des Schlittens 22 sind an der Grundplatte 1 Anschläge 26 so angeordnet, daß der Schlitten 22 gerade an sie anstößt. Der Rahmen 28 kann somit den letzten Schritt des Schlittens vor jeder Endlage nicht mitmachen, da er bereits an den Anschlag anstößt. Infolgedessen schiebt sich der Schlitten 22 bei dem letzten Schritt unter dem am Anschlag 26 festgehaltenen Rahmen 28 weg. Dabei gleitet der Rahmen 28 mittels der schrägen Schlitze 32 und der Stifte 31 quer zur Längsrichtung seitlich um eine Strecke über den Schlitten 22 weg, die der Breite der Stempeltypen entspricht. Genau der umgekehrte Vorgang wiederholt sich in der anderen Endlage des Schlittens.
Die Wirkungsweise der Ausrichtung ist folgende :
Bei jedesmaligem Hinüberheben des Stempels von dem Stempelkissen auf das Farbkissen wird letzteres durch die Bewegung des Hebelgestänges 10 und 14 und des Schaltrades 17 um eine einer Zahnbreite entsprechende, stets gleich große Strecke, geradlinig weitergeschoben, die gleich der Höhe der Typen ist. Hat der Schlitten den vorletzten Schritt auf einem Hingang gemacht, dann berührt der überstehende Rahmen 28 bereits den Anschlag 26. Macht der Schlitten 22 dann den letzten Schritt, so wird der Rahmen 28 um Typenbreite seitlich verschoben, und nun beginnt der Rückgang des Farbkissens dergestalt, daß die ■ Stempeltypen diesmal ihre Farbe von den Zwischenräumen z\vischen den Typenabdrücken des Hinganges abnehmen. Der Rahmen 28 steht nun an der voranschreitenden Seite über den Schlitten 22 hinaus, während beider Kanten auf der anderen Seite bündig miteinander liegen. Derselbe Vorgang wie bei dem Hingang wiederholt sich bei dem Rückgang.

Claims (5)

Pate nt-An sprüche:
1. Vorrichtung zum Stempeln von Wäsche mit einem durch die Bewegung des Stempels vom Farbkissen zum Stempelgut und zurück geradlinig hin und her gehenden, stets um gleiche, der Typenhöhe entsprechende Strecken sich ruckweise fortbewegenden Farbkissen, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbkissen in seinen beiden Endstellungen eine seitliche Verschiebung erfährt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine gezahnte Scheibe (17) von dem Bewegungsgestänge (9) des Stempels mittels eines pleuelstangenartig wirkenden Armes (10) und eines
schwingenden Hebels (14) ruckweise gedreht wird und durch einen Stift (21) und eine Nut (20) ihre Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung des Schlittens (22) des Farbkissens umwandelt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gezahnte Scheibe (17) mit einem Zahnkranz ungleicher Teilung versehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden Endlagen des Farbkissens der auf dem Schlitten (22) gleitende Farbkissenrahnien (28) während des letzten Schrittes der Längsverschiebung des Schlittens mittels Anschlagstifte (26) festgehalten wird und mittels schräger Nuten (32) und Führungsstifte (31) seitlich gegen den Schiitten um Typenbreite verschoben wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbkissenrahmen (28) in der Längsverschiebungsrichtung etwas breiter ist als der Schlitten (22), so daß er an der in der Bewegungsrichtung vorderen Seite jeweils etwas über den Schlitten vorsteht und in dessen Endlagen durch die Anschlagstifte (26) aufgehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,...
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