DE2113502C - Lichtmeßsystem - Google Patents
LichtmeßsystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lichtmeßsystem zum Ermitteln korrekter Belichtung für einen
gegebenen Aufnahmegegenstand.
Es sind verschiedene Arten von in fotografischen Kameras eingebauten, daran anzubauenden oder anderweitig
damit verwendbaren Lichtmeßsystemen bekannt.
Das einfachste Beispiel eines solchen Systems ist der sogenannte Belichtungsmesser mit einer Fotozelle,
beispielsweise einer Selenzelle, oder mit einem Fotowiderstand, etwa einem CdS- oder CdSe-Fotowiderstand
und einer zusammen mit diesem an die Meßeinrichtung angeschlossenen Batterie. Von einem
Aufnahtnegegenstand ausgehendes bzw. reflektiertes Licht wird durch den Fotowiderstand bzw. die Fotozelle
aufgefangen und bewirkt darin Widerstandsänderungen bzw. Spannungsschwankungen, die eine
ablesbare Lageveränoerung eines Zeigersystems, z. B. einer Anzeigenadel, zur Folge haben. Ein weiteres
Beispiel eines Lichtmeßsystems ist ein ein-
gebauter rJelichtungsmesser, welcher über ein automatisches
Einstellsystem mit der Kamera verbunden ist. Dabei ist ein Fühlnocken in Anlage an einer
Anzeigenadel und bestimmt in Abhängigkeit von seiner Bewegung den Belichtungswert.
Die bekannten Lichtmeßsysteme vermochten jedoch nicht in jedem Falle den richtigen Belichtungswert
zu ermitteln. Insbesondere wenn der Aufnahmegegenstand eine ungewöhnliche Helligkeitsverteilung hatte, lieferten diese Lichtmeßsysteme un-
zulängliche Ergebnisse. Dies rührt daher, daß der Öffnungswinkel für die Lichtmessung bei den gebräuchlichen
Systemen einen bestimmten Wert von etwa 40 oder 60" hat, welcher dem Blickfeldwinkel
der Kamera im wesentlichen entspricht. Es ist daher schwierig, den Lichtweit nur eines bestimmten wichtigen
Teiles des Aufnahmegegenstandes zu messen. Demzufolge wird die durchschnittliche Helligkeit
des gesamten Aufnahmegegenstandes gemessen. Diese auf der durchschnittlichen Helligkeit des Auf-
fio nahmegegenstandes beruhende Lichtmessung macht
es jedoch unmöglich, einen korrekten Belichtungswert für ein bestimmtes, wichtiges Teil des Aufnahmegegenstandes,
auf welches es bei der Aufnahme besonders ankommt, zu erhalten.
Um diese auf der Messung der Durchschnittshelligkeit
des gesamten Aufnahmefeldes beruhenden Nachteile zu überwinden, ist an Stelle dieser im folgenden
als Durchschnitts-Lichtmessung bezeichneten Me-
3 4
ihodc ein Sysk-π' bekannt, welches die Messung der Fig. 2(A) und 2(Ii) schematisierte Darstellungen
Helligkeit nur eines bestimmten, wichtigen Teiles des eines Aiifnahmegegenstandes unter Rücklicht- und
Aufnahniegegenstandes ermöglicht. Dieses System ist (icieiiliehtbedingimgen.
im folgenden als Punkt-Lichtmeßs\stem bezeichnet. K i g. 3 ein elektrisches Schaltbild einer ersten Aiis-
Da die damit ausgeführte Punkt-Lichimessimg die 5 fülmingsform des erfinduiigsgemiißcn Lichtmel.!-
He ligkeit nur eines wichtigen Teiles des Aufnahme- systems.
gegenstandes messen soll, bezieht sich der gemessene F i g. 4 eine schcmalisieite Schniitansicht von Wr-
\Vcrt immer nur auf einen Teil des Gegenstandes. sciil^U-Ausiosccmnehtungcn einer Kamera mit McKtauch
wenn dieser zwei oder mehr für die Aufnahme tigungsteilen für mit der Schaltung nach Fig. 3 verwichtige
i'eile hat. In solchen Fällen muß der Foto- io bundene Schalter.
^ralierende auf die vorstehend angeführte Durch- Fig. 5 ein Schaltbild einer gegenüber F i g. 3 ge-
si-hnitts-l.ichtmessung zurückgreifen, um den riehti- änderten elektrischen Schaltungsanordnung,
ilen Belichtungswert zu erhalten. F ie. (S ein Schaltbild einer weiteren abgeänderten
Aus dem Vorstehenden erkennt man. daß es zum Schaltungsanordnung.
F.r/ielen einer einwandfreien Lichtmessung eines ge- 15 F i <i. 7 ein Schaltbild einer anderen Auslührungs-
izebenen Aufnahmegjgenstandes in jeder L'meebuiiü form derSchaltimtisanordnunu des ertindungsgemäl.ien
notwendig ist, zwei getrennte L.ichtmeßsysteme zu Lichtmetfsystems.
haben, nämlich je ein System für Durchschnitts- und Pin. s ein Schaltbild des wesentlichen Teils noch
für Punkt-Lichtmessung. Je nach den Lichtverhält- einci weiteren Ausführungsform der erfindungs,-
nissen eines Aufnahmegegenstandes wird dann das 2o ocniäßen Schaltungsanordnung und
eine oder das andere System verwendet. " Fig. 9 eine schematisier*·.1 Darstellung eines vor
Diese Forderung erfüllt ein bekanntes System, einem dunklen Flintergrund stehenden Aufnahmeweiches sowohl für Durchschnitts- als auch für Punkt- gegenstandes.
Lichtmessung verwendbar ist. gjne erste Ausführungsform eines in eine Kamera
Lichtmessung verwendbar ist. gjne erste Ausführungsform eines in eine Kamera
Bei diesem System läßt sich die Art der Lichtmes- 25 -inaebauten erfindungsgemäßen Lichtmeßsystems ist
sung wahlweise einstellen, d. h., zwischen der Durch- in Fig. L 3 und 4 dargestellt. Eine in Fig. 1 darschnitts-Lichtmessung
und der Punkt-Lichtmessung gestellte Kamera 1 weist ein Objektiv 2 mit einem für Gegenlichtverhältnisse kann nach Bedarf ge- Tubus 3 auf. Die Kamera selbst ist von herkömmwechselt
werden. Dabei muß der Fotografierende je- |jcner Art mit Einstellung des Objektivs 2 unter Andoch
selbst bestimmen, weiche der beiden Arten der 30 visieren eines Gegenstandes durch einen (nicht ge-Lichtmessung
für einen gegebenen Aufnahmej-egen- zeichneten) Meßsucher, so daß ein Abbild des Aufstand
einzustellen ist. Diese Feststellung ist für den nahmegegenstandcs durch das Objektiv auf einem
ungeübten Amateurfotografen häufig sehr schwierig Film F entworfen wird. Ferner weist die Kamera 1
zu treffen. einen von Hand verdrehbaren Blendenstellring 4 zum
Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein neuartiges 35 Einstellen der gewünschten Öffnung einer Blende D
Lichtmeßsystem zu schaffen, bei dem das Einstellen sowie einen Verschluß 5 auf. dessen Öffnungszeit
auf Durchschnitts-Lichtmessung oder auf Punkt- mittels eines (nicht dargestellten) Stellringes wählbar
Lichtmessung auf Grund eines Steuersignals bzw. ist. Weiterhin enthält die Kamera Fotowiderstände
einer Y'arnanzeige oder auch automatisch erfolgt und Pl und P2, beispielsweise für sichtbares Licht emp-
das somit für jeden Aufnahmegegenstand die richtige 40 findliche CdS-Zellen, sowie diesen zugeordnete, feste
Belichtung gewährleistet. Linsen /1 bzw. /2 zum Bündeln des vom Aufnahme-
Bei einem Lichtmeßsystem der eingangs genannten gegenstand einfallenden Lichtes auf die Zellen.
Art ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zwei wahl- Die Zellen Pl und P 2 sind in unterschiedlichem weise mittels eines Wählschalters einschaltbare licht- Abstand von ihren jeweiligen Linsen/1 bzw. /2 so empfindliche Elemente für Durchschnittslichtmessung 45 angeordnet, daß sich bei der ZeIIePl mit der Linse bzw. für Punktlichtmessung vorgesehen sind, die über /1 für die Lichtmessung ein Öffnungswinkel /il ereine auf die Unterschiede zwischen den Ausgängen gibt, welcher im wesentlichen gleich dem ÖITnungsder beiden Elemente ansprechende Differenzschaltung winkel \ des Kameraobjektivs 2 ist, und bei der Zelle verbunden sind, und daß eine Warn- bzw. Steuerein- P2 mit der Linse /2 ein Meßbereichswinkel /.'2, welrichtung oder ein Wählschalter vorgesehen sind, die 50 eher kleiner ist als der Aufnahmcwinkcl \. Die durch ein von der DifFerenzschaltung abgegebenes Brennweiten der Linsen/1 und/2 sind demnach verSignal zum Auswählen bzw. Einschalten eines der schieden. Findet z. B. ein 35-mm-Film für ein Bildlichtempfindlichen Elemente und zur Verbindung format von 36-24 mm Verwendung und hat das Obdesselben mit einer Belichtungs-Einstellschaitung be- jektiv 2 eine Brennweite von 50 mm, so bestimmen tätigt werden. 55 sich die Brennweiten der Linsen/1, /2 nach der
Art ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß zwei wahl- Die Zellen Pl und P 2 sind in unterschiedlichem weise mittels eines Wählschalters einschaltbare licht- Abstand von ihren jeweiligen Linsen/1 bzw. /2 so empfindliche Elemente für Durchschnittslichtmessung 45 angeordnet, daß sich bei der ZeIIePl mit der Linse bzw. für Punktlichtmessung vorgesehen sind, die über /1 für die Lichtmessung ein Öffnungswinkel /il ereine auf die Unterschiede zwischen den Ausgängen gibt, welcher im wesentlichen gleich dem ÖITnungsder beiden Elemente ansprechende Differenzschaltung winkel \ des Kameraobjektivs 2 ist, und bei der Zelle verbunden sind, und daß eine Warn- bzw. Steuerein- P2 mit der Linse /2 ein Meßbereichswinkel /.'2, welrichtung oder ein Wählschalter vorgesehen sind, die 50 eher kleiner ist als der Aufnahmcwinkcl \. Die durch ein von der DifFerenzschaltung abgegebenes Brennweiten der Linsen/1 und/2 sind demnach verSignal zum Auswählen bzw. Einschalten eines der schieden. Findet z. B. ein 35-mm-Film für ein Bildlichtempfindlichen Elemente und zur Verbindung format von 36-24 mm Verwendung und hat das Obdesselben mit einer Belichtungs-Einstellschaitung be- jektiv 2 eine Brennweite von 50 mm, so bestimmen tätigt werden. 55 sich die Brennweiten der Linsen/1, /2 nach der
Das erfindungsgemäße Lichtmeßsystem ermöglicht Brennweite des Objektivs 2, so daß der Winkel ,»'1
also sowohl die Durchschnittslichtmessung als auch entsprcch nd dem Aufnahmewinkel \ =-■- 401' und der
die Punktlichtmessung. Dabei ergibt sich die Wahl Winkel β 2 ■-- 5 bis 10 beträgt,
der einen oder anderen Meßweise in Abhängigkeit Eine den Aufnahmegegenstand darstellende Gestalt
von den Lichtverhältnissen des Aufnahmegegenstan- 60 ist insgesamt mit G bezeichnet. Beim Aufnehmen der
des durch entsprechende Steuer- bzw. Warnanzeige Gestalt G mittels der Kamera 1 ist die Zelle P1 so
oder durch automatisches Einstellen des gewählten ausgerichtet, daß sie die durchschnittliche Helligkeit
Verfahrens. Damit ist eine für den jeweiligen Auf- der ganzen Gestalt G einschließlich der Helligkeit //
nahmegegenstand richtige Belichtung gewährleistet. des Hintergrundes mißt, während die einen kleineren
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der 65 Meßwinkel ßl aufweisende Zelle P2 so gerichtet ist,
Erfindung dargestellt. Es zeigt daß sie die Helligkeit nur eines kleineren Teiles GI
Fig. 1 ein Schema des Strahlenganges in einer der GestaltG mißt. Wird also die Gestalt durch den
Kamera mit darin eingebautem Lichtmeßsystem, (nicht gezeichneten) Sucher der Kamera 1 anvisiert.
io mißt die ZcIIcTl die durchschnittliche Helligkeit
der Gestalt G einschließlich des Hintergrundes, die Zelle P 2 jedoch nur die des Ausschnittes G2.
F i g. 3 zeigt eine elektrische Schaltungsanordnung, welche die Fotowiderstände P1 und Pl enthält und
zur Anzeige bzw. Bestimmung des Belichtungswertes dient. In ihr sind die Zellen P 1 und Pl unter Bildung
einer Brückenschaltung mit Widerständen R 1 bzw. Rl in Reihe angeordnet. Die Widerstandswerte der
Widerstände R 1 und R 2 sind so gewählt, daß die Brückcnschaltung abgeglichen ist, wenn der Widerstandswert
der Zelle Pl gemessen nach LV-Wert (in Lichtwert-Einheiten) um zwei bis drei .Stufen höher
ist als derjenige der Zeile /' 1. Ein pnp-Transislor
TR 1 ist mit seiner Basis und seinem Emitter an die Verbindungsstellen der BrückcnschalUing angeschlossen.
Ein mittels eines im folgenden beschriebenen Auslösestiftes betätigbarer Umschalter 5I ist mit
seinem beweglichen Kontakt an den Zellen Π und Pl angeschlossen. Einer seiner Festkonlakte α ist mit
einer Magnetspule 6 und einer parallel /u dieser angeordneten Anzeigelampe 7 verbunden und der andere
Festkontakt h mit einem Belichtungsmesser 8 sowie einem Stcllwidcrstand 9 zum Einstellen der
Filmempfindlichkeit und der Verschlußgcschwindigkeit.
Der Belichtungsmesser 8 ist wirkungsübcrtragend mit dem Blendenstellring 4 der Kamera 1 verbunden.
Er bildet daher einen sogenannten automatischen Blendeneinstcllcr, wobei die Anzcigenadcl des Belichtungsmessers
8 nach Betätigung eines im Folgenden beschriebenen Auslchcstiftcs 11 durch einen
Fühlnockcn abgetastet und die Blendenöffnung in Abhängigkeit von dem abgetasteten Ausschlag der
Nadel eingestellt wird. Diese Wirkungsverbindung /wischen einem Belichtungsmesser und der Blende
findet bereits in herkömmlichen Kameras mit automatischer Blendensteuerung Anwendung und ist deshalb
hier nicht näher erläutert.
Die Anzeigelampe 7 ist zweckmäßig im Sucher der Kamera 1 angeordnet, so daß deren Aufleuchten während
des Fotografieren wahrnehmbar ist. Ein von Hand betätigbarcr Umschalter 52 ist mit seinem beweglichen
Kontakt am Emitter des Transistors TR 1 angeschlossen. Er ist mittels eines neben dem Auslöseknopf
der Kamera 1 angeordneten Umschaltknopf 10 umschaltbar (Fig. 4). Der Festkontakt m
des Schalters S1 ist mit der Zelle Pl und der andere
Festkontakt c mit der Basis des Transistors TR 1 verbunden. Der bewegliche Kontakt des Schalters 52 ist
ferner an den Festkontakt b eines Umschalters 53 angeschlossen.
Der bewegliche Kontakt des Schalten Λ 3 liegt normalerweise an dem mit den Widerständen
R1 und R 2 verbundenen Festkontakt α; er ist durch
Betätigung des Auslosestiftes auf den Festkontakt ft umschaltbar.
Ein pnp-Transistor TR 2 ist mit seiner Basis am
Kollektor des Transistors TR1 angeschlossen. Ferner ist daran ein Basiswiderstand R 3 angeschlossen. Die
vorstehend angeführte Anzeigelampe 7 und die Magnetspule 6 sind mit dem Kollektor des Transistors
7 ft 2 verbunden. Ein eingesetzter Hauptschalter S4 stellt die Verbindung der Schaltungsanordnung mit
einer Glcichspannungsquellc E her. beispielsweise uncr Batterie.
Die Umschalter Sl, S3 und der Ausschalter54
Mnd durch Betätigung des Auslöscstiftcs 11 des Verschlusses
5 der Kamera 1 nacheinander betätigbar (Fi g. 4). Der Stift 11 ist mit darin eingesetzten Stiften
12, 13 und 14 versehen. Beim Niederdrücken des Stiftes 11 werden die beweglichen Kontakte der
Schalter 51 und 53 mittels der Stifte 14 bzw. 13 von den Fcstkonlaktcn α auf die Festkontakte b umgelegt.
Ferner weist der Auslösestift 11 eine Stufe 15 für den Angriff einer dieser gegenüber schwenkbar gelagerten
Sperrklinke 16 auf. Die Sperrklinke 16 ist mittels der Magnetspule 6 gegen die Wirkung einer Feder 17 im
Uhrzeigersinn schwenkbar, um den Auslösestift 11 durch Anlage an der Stufe 15 in niedergedrückter
Stellung /.u blockieren. Die Sperrklinke 16 ist so angeordnet,
daß sie den Auslösestift 11 blockiert, nachdem bei dessen Niederdrücken die Schalter 51, 53
und 54 in der beschriebenen Weise betätigt sind und der Blendenstellring 4 in Abhängigkeit vom Ausschlag
der Nadel des Belichtungsmessers 8 zum Einstellen der Blendenöffnung verstellt ist, jedoch kurz
bevor der Verschluß 5 ausgelöst wird. Nach Freigabe
ao svird der niedergedrückte Stift 11 durch eine Rückholfeder 18 zurückgeführt.
Die vorstehend beschriebene Anordnung arbeitet in folgender Weise: Bei Beleuchtung des Aufnahmegegenstandes
G von vorn unterscheidet sich die mit-
as tels der Zelle Pl gemessene Helligkeit des Teiles G2
der Gestalt G nur geringfügig, beispielsweise um zwei od λ drei Stufen der Lichtwcrtskala, von der durchschnittlichen
Helligkeit der ganzen Gestalt G einschließlich der Helligkeit H des Hintergrundes. Dadurch
ist der Widerstandswert der Zelle/'2 gleich dem der Zelle P1 oder kleiner als dieser. Beim Drükkcn
des Auslöscstiftcs 11 schließt zuerst der Schalter 54, um die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 mit
Spannung zu speisen. Da der Widcistandswert der Zelle Pl höchstens gleich demjenigen der ZeIIcPl
ist, liegt zwischen dem Emitter und der Basis des Transistors TR1 keine Spannung, so daß dieser gesperrt
ist. Demgemäß sperrt auch der Transistor TR 2, so daß die Magnetspule 6 und die Lampe 7 ohne Span-
nung sind. Daher läßt sich der Stift 11 weiter niederdrücken, um die Blende 4 auf den richtigen öffnungswert
einzustellen und den Verschluß für die Aufnahme zu betätigen.
Soll die Aufnahme der Gestalt G' unter Gcgenlichtbedingungen
erfolgen, wobei die Hintcrgrundbeleuchtung sehr helle Komponenten wie Sonnenlicht
od. dgl. enthält, so ist die mittels der Zelle P 2 gemessene Helligkeit des Teiles G 2' der Gestalt G' beträchtlich
geringer als die mittels der Zelle Pl ge-
messene Helligkeit der ganzen Gestalt G' einschließlich der Helligkeit H' des Hintergrundes [F i g. 2(B)]
Entsprechend ist dann auch der Widerstandswert dei Zelle Pl sehr viel größer als derjenige der Zelle Pl
Schließt nun beim Drücken des Auslösestiftes 11 der Schalter S 4 den Speisekreis der Schaltungsanord
nung. so entsteht zwischen Emitter und Basis dei Transistors TRI eine Spannung, so daß dieser lei
tend wird. Damit steigt auch die Bastsspannung de Transistors Tk 2. wodurch auch dieser leitend win
und die Lampe 7 und die Magnetspule 6 speist. Dar aufhin kommt die Sperrklinke 16 in Anlage an de
Stufe 15 des Stiftes 11, so daß sich dieser zum Aus
lösen des Verschlusses 5 nicht werter niederdrücke läßt.
Der Fotografierende kann aber den Uaischaltknor.
10 drücken and so den beweglichen Kontakt de Schalters 52 auf den Festkontakt c umschalten. D;
bei wird die Basis des Transistors TR1 mit desse
Emitter kurzgeschlossen, wodurch dieser und demzufolge
aucli der Transistor TK 2 gesperrt ist. Damit
sind die Lampe 7 und die Magnetspule 6 abgeschaltet, und der Stift 11 läßt sich weiter drücken. Beim weiteren
Herunterdrücken des Stiftes 11 werden die Schalter Sl1.S3 auf ihre Festkontakte ft umgeschaltet,
so lüiiß ein Stromkreis von der Batterie E über den
Schalter54, den Belichtungsmessers, den Schalter
Si (ft), die Zelle P2, den Schalter 52(c) und den
Schalter .V3 (ft) zur Batterie E geschlossen ist. Der
Ausschlag der Nadel des Belichtungsmessers 8 ist nun in Anhiingigkcit vom Widerstnndswert der Zelle
/'2 gesteuert. Demzufolge ist die Öffnung der Blende D durch die Helligkeit des Teiles C» 2 bestimmt,
wenn der Verschluß 5 durch Weiterdrücken des Stiftes 11 für die Aufnahme betätigt wird.
In Fig. 5 ist eine Weiterbildung der Schaltungsanordnung
.nach Fig. 3 dargestellt. Darin entsprechen Zellen/Ml und P 22 den Zellen/M bzw./'2
und Brückenwiderstände WIl und R 22 den in F i g. 3
dargestellten Widerständen R I bzw. Rl. Ferner weist
die Anordnung in F i g. 5 den Transistoren TR I und TR 2 entsprechende Transistoren TR 11 bzw. TR 22
sowie den Schaltern .Sl, 53 und SA entsprechende Schalter .SIl, 533 b/.w. .V 44 auf. Dem Umschalter 52
der vorstehend erläuterten Anordnung entspricht ein SehalterS214. Ii' bezeichnet eine Glcichspanmmgsquelle
entsprechend der Batterie /:'. 208 einen Beliehtiü.gsmcsser
entsprechend dem in F i g. 3 mit 8 bezeichneten und 209 einen Stellwiderstand entsprechend
dem in Fig. 3 dargcsiclUen Stcüwidcrstynd 9
zum F.instellcn von Filmempfindlichkeit und Verschlußzeit.
Mit dem Kollektor des Transistors TR 22 ist ein
aus einem Widerstand R 4 und einem Kondensator C 1 gebildetes Zcitglied verbunden, welches eine Anzeigeschaltung
bildet. F.in Unijunction- oder Doppclbasis-Transistor TR 33 ist mit seinem Emitter am
Kollektor des Transistors TR 22 angeschlossen. Mit den Basen Bl, 132 des Transistors 77? 33 sind Spannungswiderstände
R 5 bz. R 6 verbunden. Über einen Koppclkondcnsator C 2 ist an der Basis B 1 des Transistors
TR 33 eine Warneinrichtung 200, beispielsweise ein Summer, eine Glocke od. dgl. angeschlossen.
Bei dieser Anordnung sind die Zellen/Ml und
Γ 22 entgegengesetzt zu der zunächst erläuterten Anordnung
angeschlossen. Bei Beleuchtung eines Aufnahmcgcgcnstandcs
von vorn wird nach Drücken eines dem Stift 11 entsprechenden Auslösers der
Transistor 77? 11 und damit auch der Transistor TR 22 leitend. Dadurch wird der Kondensator Γ1
kurzgeschlossen. Dies hält den Doppclbasis-Transistor TR 33 gesperrt, so daß die Warnan^eigeschaltup«!
abgeschaltet bleibt. Der Auslöser läßt ch also weiterdrücken, um den Schalter S 33 au en Festkontakt
b umzuschalten und damit einen von der Batterie
E" über den SchalterS44. die ZcHePIl. den
Schalter S214(m), den Belichtungsmesser 208 u .i
den Schalter S 33 zur Batterie E' führenden Kreis zu schließen. Hierdurch ist die Zelle Pll eingeschaltet.
Der Ausschlag der Nadel des Belichtungsmessers 208 entspricht der durchschnittlichen Helligkeit des Aufnahmegegsnstandes
G einschließlich der Hintcrgnindhefligkeit//[Fig.2(A)].
Steht der Aufnahmegegenstand demgegenüber im Gegenlicht, so ist der Widerstandswert der Zelle P 22
größer als derjenige der ZeIIePIl. Demzufolge ist
die Basisspannung des Transistors TR11 höher als
seine Emittcrspannung, so daß der Transistor TR 22 sperrt. Dem Kondensator CM fließt nun über den
Widerstand R 4 ein Ladestrom zu, wodurch sich seine Anschlußspannung erhöht. Sobald die Spannung des
Kondensators Cl einen bestimmten Wert erreicht, wird der Transistor 77? 33 leitend, und der Kondensator
CM entlädt sich unter Verringerung seiner Anschlußspannung über dessen Emitter. Sinkt die Spanllung
des Kondensators CM unter einen bestimmten Wert ab. so wird der Transistor 77? 33 wieder gesperrt,
und dem Kondensator C I fließt erneut Ladestrom zu, der wiederum dessen Spannung erhöht, bis
der Transistor 77? 33 abermals leitend wird. In dieser Weise erhält die Warneinrichtung 200 zur Erzeugung
eines Steuersignals bzw. einer Warnanzeige einen intermittierenden Strom. Nimmt der Fotografierende
die Warnanzeige wahr, so betätigt er einen dem Knopf 10 der vorigen Ausführung entsprechenden
Umschaltknopf und schaltet damit den Schalter 214 auf den Festkontakt c um. Anschließend drückt er
den Ausloser weiter nach unten, um die Schalter S11
und 533 auf ihre Fcstkonlaktc ft umzuschalten. Damit entsteht ein Stromkreis von der Batterie E' über
a5 den Schalter .V44, die Zelle /'22, den Schalter
.S'214(r), den Belichtungsmesser 208 und den Schalter .V33(ft) zur Batterie/:', so daß die Lichlmcssung
an dem Teil C2' der Gestalt O" nun mittels der Zelle
P 22 erfolgt.
Man erkennt, daß bei einem von vorn beleuchteten Aufnahmegegcnstp.nd ei no Durchschnitt·.lichtmessunu
mittels der Zelle P 11 und bei Gegenlichtbelcuchümg
des Aufnahmegegenstandes eine Punktlichtniessung mittels der Zelle P 22 erfolgt.
Fig. (1 zeigt eine andere Weiterbildung der Schaltungsanordnung
nach Fig. 3. Diese Anordnung verwendet an Stelle der Magnetspule 6 bzw. des Transistors
TR 2 ein Relais 306 und ein Halbleiter-Gleichrichterelement
SCR (gesteuerter Siliziumglcidiriehler),
wobei der Relaiskontakt .SM 22 die Aufgabe des Schalters .S'2 übernimmt. Diese Schaltungsanordnung
Kt nicht wie die vorstehend erläuterten halbautomatisch, sondern so eingerichtet, daß das Gleichrichterelcment
XCT? bei Gegenlicht-Bedingungen leitend wird und das Relais 306 anziehen läßt, um dessen
beweglichen Kontakt .S'122 vom Festkontakt in auf
den Festkontakt c umzuschalten. Im übrigen enthält diese Anordnung den Zellen Pl, /'2 entsprechende
Zellen /MOl bzw. /M02. /ur Bildung einer Brückenschaltung
den Widerständen R 1, Rl entsprechende
Widerstände Rill bzw. R 222, einen dem Belichtungsmesser
8 entsprechenden Belichtungsmesser 308, einen SlcHwidcrstand 309 entsprechend dem Stellwiderstand
9, einen dem Urnschalter S3 entsprechenden I'ntcrhrccherschaltcr .S133, welcher beim Umschalten
der Anordnung den Kontakt 6 schließt, und eine der Anzeigelampe 7 entsprechende Lampe 307.
Die Betriebsweise dieser Schaltungsanordnung ist die gleiche wie vorstehend beschrieben und soll daher
nicht naher erläutert werden. Der Unterschied besteht dann, daß das Gieichrichterclement 5CR bei
Gcgenlichtbcleuchtunc des Aufnahmegegenstandes leitend wird. Selbst bei Veränderungen der Speisespannung
bleibt das Gleichrichtcrelemcnt 5CR auf Grund seiner ihm eigentümlichen Eigenschaften leitend
und erhält dadurch das Relais 306 erregt, so daß dessen beweglicher Kontakt S122 am Festkontakt r
gehalten ist. bis der Auslöser nach Beendigung der
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Aufnahme in die Ruhestellung zurückkehrt und der Schalter 5144 öffnet. Bei dieser Ausführung ist es
also nicht erforderlich, wie bei der Ausführung nach Fig. 1 bis 4, einen Umschaltknopf 10 während der
Aufnahme niedergedrückt zu halten, worau* sich eine beträchtliche Vereinfachung und Erleichterung der
Bedienung erjibt.
F i g. 7 zeigt das erfindungsgemäße Meßsystem in der Anwendung bei der elektrischen Vcrschlußstcuerung
einer Kamera. Dabei ist wiederum eine Briickenanordnung aus Fotowiderstiindcn P202, /'201 und
Widerständen R 201, R 202 vorhanden. Hin Transistor TR 201 entspricht dem Transistor TR 1, ein gesteuerter
Siliciumgleichrichter SCR' entspricht dem Halbleiter-Cileichiichterclcment SCR, und ein Relais
406 entspricht dem Relais 306. .S'222 ist der bewegliche
Kontakt des Relais 406, welcher in seiner Ruhelage in Anlage am Festkontakt m und bei Anziehen
des Relais 406 auf den Festkontakt r umschaltbar ist. !line der Warnlampc 7 entsprechende Lampe 407 ist
wahlweise angeschlossen. Der Schalter 5213 entspricht dem beschriebenen Umschalter S3 und ist
durch Betätigung des Auslösers vom Festkontakt« auf den Koniakt Λ umschaltbar. Der Schalter .V244
und die Batterie L· 200 entsprechen dem beschriebenen Hauptschalter 54 und der Batterie E. Ein Kondensator
C'3 ist Bestandteil eines Zeitglicdcs und mit einem seiner Beläge am Kollektor des Transistors
7'W20I sowie mit dem anderen am Kontakt/) des Umschalters Λ 213 angeschlossen. Parallel /um Kondensator
Π ist ein Schauer 55 angcoidiici, welcher
in Abhängigkeit vom Öffnen und Schließen der Verschlußlamellen öffnet b/w. schließt. Transistoren
TR 202 und TR 203 sind als Schmidt-Triggcrschaltungcn
in Reihe geschaltet. Der Kollektor des Transistors TR 203 ist mit einer Magnetspule 408 verbunden,
welche dem Auslösen der Schließbewegung der Verschlußlamellen dient. Die beschriebene Steuerschaltung
zur Betätigung des Verschlusses ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die in Fig. 7 dargestellte Anordnung hat die folgende
Wirkungsweise: Bei Beleuchtung eines Aufnahmegegenstandes von vorn ist der Widerstandswert
der Zelle P 201 entweder gleich demjenigen der Zelle P 202 oder größer als dieser, so daß die Basisspannung
des Transistors TR 201 höher ist als seine Emitterspannung. Beim Drücken des Auslösers wird zunächst
der Schalter .S 244 geschlossen, um die Schaltungsanordnung mit Batteriespannung zu speisen, wobei
der Transistor TR 201 gesperrt wird. Dadurch ist auch der Halbleiter-Gleichrichter SCR' gesperrt und
das Relais 406 abgeschaltet. Mithin bleibt der Kontakt 5 222 am Festkontakt m, so daß die gegebenenfalls
vorhandene Lampe 407 nicht aufleuchtet.
Beim weiteren Niederdrücken des Verschlußauslösers wird der Schalter 5213 auf den Festkontakt b
umgeschaltet, und schließlich betätigt der Auslöser den Verschluß unter Öffnen der Lamellen. Bei dieser
Öffnungsbewegung der Lamellen öffnet der Schalter S 5. so daß nun ein geschlossener Kreis von der Batterie
£200 über den Schalter 5244, die Zelle P 2Pl, den Kontakt 5222 (m), den Kondensator Ci und den
Schaltcr.V213 zur Batterie£200 gebildet ist. Dabei
wird der Kondensator C 3 "v.it einer vom Widerstandswert der Zelle P 201 : hhängigen Zeitkonstante aufgeladen.
Die Zelle P 201 und der Kondensator C 3 sind so abgestimmt, daß dessen Ladezeit direkt der
jeweiligen ötfm ngsz»"it des Verschlusses entspricht.
Sobald der Kondensator voll aufgeladen ist, wird der Transistor TR 202 leitend und der Transistor TR 203
gesperrt, so daß die Magnetspule 408 abgeschaltet wird und der Verschluß sich schließt. In dieser Weise
bleiben die Verschlußlamellen über eine Zeitspanne geöffnet, die eine einwandfreie Belichtung des Filmes
F gewährleistet.
Steht der Aufnahmegegenstand im Gegenlicht, so ist der Widerstandswert der Zelle P 202 größer als der
ίο der ZelleP201, und die Basisspannung des Transistors
TR 201 ist niedriger als seine Emitterspannung, so daß der leitend wird. Dadurch erhält das Gleichrichterclemcnt
SCR' ein positives Auftastsignal, wodurch es leitend wird und das Relais 406 anzieht. Dabei
wird dessen Kontakt 5222 vom Festkontakt m auf den Festkontakt c umgelegt, um damit die Basis
des Transistors TR 201 mit dessen Emitter kurzzuschließen und ihn dadurch zu sperren. Das Gleichrichtcrclement
SCR' bleibt jedoch leitend und hält da? Relais 406 erregt, d.h., dessen Kontakt 5222
stclii in Anlage am Festkontakt c. Durch weiteres
Niederdrücken des Auslösers wird der Schalter 5213 auf den Kontakt b umgeschaltet und anschließend der
Schalter 55 geöfTnct. Das Aufladen des Kondensators C'3 erfolgt nun über einen von der Batterie E200
über den Schalter 5244, die Zelle P202, den Kontakt S 222(f). den Kondensator C3 und den Schalter
5213 zur Batterie £200 führenden Ladckrcis. Die in den Ladekreis eingeschaltete Zelle P 202 bcstimmt
die Ladezeit des Kondensators C3 und damit in vorstehend beschriebener Weise die Öffnungszeit
des Verschlusses.
In der Beschreibung der vorstehenden Ausführungsformen wurde davon ausgegangen, daß der Aufnahmcgegenstand
gemäß [Fig. 2(B)] im Gegenlicht steht. Zuweilen steht ein heller Aufnahmegegenstand
G jedoch auch vor dunklem Hintergrund (Fig. 9). In diesem Falle ergibt ein Lichtmeßwert,
der einen Mittelwert aus der stärkt" Helligkeit der
menschlichen Gestalt und der geringeren Helligkeit des im Vergleich zu der Person einen großen Raum
einnehmenden Hintergrundes bildet, keinen korrekten Belichtungswert. Diese bei einem dunklen Hintergrund
auftretende Schwierigkeit läßt sich durch An-Ordnung eines zusätzlichen Transistors in der Brükkenschaltung
der Fotozellen beseitigen (F i g. 8). In der dargestellten Brückenanordnung sind neben
Fotozellen P301, P302, weiche den Zellen Pl bzw.
P 2 entsprechen, und einem dem Schalter 52, 522 bzw. 5222 entsprechenden Umschalter 5322 zwei
pnp-Transistoren TA 301 und 7/2302 vorhanden,
welche mit ihren Basen parallel zur Zelle P 302 angeschlossen sind.
Wird bei einer solchen Brückenschaltung ein von
vorn beleuchteter Aufnahmegegertstand mit den beiden
Zellen P 301 und P302 anvisiert, so ist der Widerstandswert
der Zelte P 302 im wesentlichen gleich dem der Zeile P 301, und es besteht kein bedeutender
Unterschied zwischen der Emitterspannung und der
Basiispannung des Transistors TR 301, so daß dieser
sowie auch der Transistor TR 302 gesperrt ist D?r Ausgang der Brückenschaltung, also die Kollektorspannung
der beiden Transistoren TR 301, T/2302, erfährt daher keine Änderung und Iflst kernen Umschaltvorgang
aus, selbst wenn beispielsweise das Gleichrichterelement SCR angeschlossen tow. leitend
ist.
Besteht jedoch, wie in F i g. " (B) und F i g. 9 dar-
2 i 1 3 502 <f
gestellt, ein starker Helligkeitsunterschied zwischen dem Aufnahmegegenstand und dem Hintergrund, so
ist auch der Unterschied zwischen den Widerstandswerten der Zellen P 301 und P 303 sehr groß. Bei
Gegenlicht hat die Zelle P301, welche die durchschnittliche
Helligkeit der ganzen Gestalt G' und diejenige Hr des Hintergrundes mißt, einen sehr viel
kleineren Widerstandswert als die Zelle/*302. Dadurch
ist die Emitterspannung des Transistors TR 301 sehr viel höher als seine Basisspannung, so daß dieser
Transistor allein leitend wird. Nun vermag der Ausgang der BrUckcnschaltung das Glcichrichterelement
leitend zu machen, steht andererseits ein heller Aufnahmegegenstand G vor dunklem Hintergrund
H, so hat die Zelle P302 einen kleineren Widerstandswert als die Zelle P 301, so daß der Transistor
TR302 leitend wird und den Ausgang der Brükkcnschallung
steuert.
Man erkennt also, daß bei großem Hclligkeitsunterschied
zwischen dem Aufnahmegegenstand C
und dem Hintergrund die BrUckcnschaltung nach
F i g. 8 in jedem Falle ein Ausgangssignal abgibt. Durch Anschluß der Steuer- bzw. Warneinrichtungen
nach F i g. 3 oder 5, der Umschalteinrichtungen nach Fig. 6 oder der elektrischen Vtrschlußschaltung
nach F i g. 7 an den Aubgang der Brückenanordnung läßt sich eine Warnanzeige oder das automatische
Umschalten des Lichtmeßsystems auf Lichtmessung nur eines Teiles des Aufnahmegegenstandes nicht nur
ίο bei Gegenlichtverhältnissen erzielen, sondern auch in
anderen Fällen, in denen ein großer Hclligkcitsunterschied
zwischen dem Aufnahmegegenstand und dem Hintergrund besteht, so daß in jedem Falle der richtige
Belichtungssvert erhalten wird.
In den beschriebenen Ausführungen sind von
Hand oder mittels eines Relais zum Umschalten auf die Meßzellen betätigbare Schalter 52 oder 5222
vorgesehen. Die Verwendung von elektronischen Schaltelementen, z. B. Schalttransistoren, ist jedoch
ao ebenfalls möglich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Liehtmeßsystem zum .I:.i mitteln korrekter
Belichtung für einen sienelvnen Aufnahmegegenstand.
d a d u r e h g c k e η π ζ e i c Ii η e t. daß
zwei wahlweise mittels eines Wahlschalters (.V2.
214: 5222; .V322) ein>diaitbare lichtempfindliche
Elemente (/'I: /'2: /Ml. /'22: PU)I. /'201.
P202: P301. P302) für Durchschniitslichtmcs-Ming
bzw. für Punkilichtmessung vorgesehen situ!,
die über eine auf die I 'nter-.c!iiede /.wischen den
Ausüänsien der beiden niemente ansprechende
DilTerenzschallune (Al. «2. 7'AM; KIl. A'22.
77Ml: AMIl. .«222. /AMOl. «201. R 202.
77^201; TR 301. TRM)I) verbunden sind, und
daß oine Warn- b:-w. Steucreinnehluni: (7: 200:
307; ^ ^ oder ein Wählschalter (5122; .9222) vorge. .in sind, die durch ein von der Differenzschaltung
. bgegebenes Signal zum Auswählen bzw. Einschalten eines der lichtempfindlichen
Elemente und zur Verbindung desselben mit einer Belichtungs-Hinstellschaltung (8. 208, 308, 408)
betätigt werden.
2. Lichtmeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden lichtempfindlichen
Elemente (Pl ... P301. Pl ... P302) Fotowiderstände
sind, die mit einem ersten bzw. einem zwnten Widerstand (R 1 .. . «201, R2 . . .
R 202) eine Brückenschaltung bilden, und daß die Differenzschaltung an den Verbindungspunkten
zwischen den lichtempfindlichen Elementen und den Widerständen angeschlossen ist (Fig. 3
und 6 bis 8).
3. Lichtmeßsystem nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß die Warneinrichtung eine
elektrische Lampe (7, 407) ist.
4. Lichtmeßsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Warneinrichtung ein
Summer (200) ist.
5. Lichtmeßsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerungseinrichtung eine Schalteinrichtung (306) zum Betätigen der Wähleinrichtung (5122)
aufweist, welche mit der Differenzschaltung verbunden und durch deren Ausgangssignal betätig-·
bar ist, so daß das erste oder das zweite lichtempfindliche Element (Pl ... P301, P2 . . .
P 302) in Abhängigkeit vom Unterschied der Ausgänge der beiden Elemente automalisch mit
den Lichtwert-Ste'leinrichtungen verbindbar ist (Fig. 6).
6. Lichtmeßsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (306)
einen gesteuerten Gleichrichter (SCR bzw. SCR ) aufweist (F i g. 6 bis 8).
7. Lichtmeßsystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Differenzschaltung zwischen dem ersten und dem zweiten lichtempfindlichen Element (P301,
P302) angeordnet ist und ein Schaltelement (TR 302) aufweist, welches leitend ist, wenn die
Spannung des zweiten lichtempfindlichen Elements (P302) die des ersten lichtempfindlichen
Elements (P 301) um einen bestimmten Wert übersteigt, und daß ein zweites Schaltelement
(TR 301) vorgesehen ist, welches leitend ist, wenn die Spannung des ersten lichtempfindlichen
Elements (P301) die des zweiten lichtempfindlichen Elements (P302) um einen bestimmten
Wert über.steiul. wobei die Ausgange der beiden Schaltelemente (TR 301. TR 302) "mit der Anzeige-
bzw. Steuerschaltung verbunden sind (F ig. S).
S. Lichtmeßs\ stern nach Anspruch 7. dadurch
gekennzeichnet, daß die be den Schaltelemente (77?301. TRM)I) pnp-Transstoren sind (Fig.S).
l). I.ichlmeßssstem nach mindestens einem der
Ansprüche 1 bis 8. dadurch gekennzeichnet, daß die Wählschalter (S2. 214. 5222. .V322) elektromechanische
oder elektronische Schalter sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2394370 | 1970-03-20 | ||
| JP45023943A JPS4819251B1 (de) | 1970-03-20 | 1970-03-20 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2113502A1 DE2113502A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2113502B2 DE2113502B2 (de) | 1973-02-01 |
| DE2113502C true DE2113502C (de) | 1973-08-16 |
Family
ID=
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