DE2113518C3 - Heizeinrichtung für Weichen von Rillenschienenbahnen - Google Patents
Heizeinrichtung für Weichen von RillenschienenbahnenInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Heizeinrichtung für Weichen von Rillenschienenbahnen, insbesondere Straßenoder
Stadtbahnen, mit einem parallel zum Schienenkörper verlaufenden und mit diesem in wärmeleitender
Verbindung stehenden elektrischen Heizelement.
Die bei Straßen- oder Stadtbahnen verwendeten Ril lenschienen sind überwiegend in der Straßendecke eingebettet,
so daß für die Beheizung der Weichen im Winte<- hei Frostgefahr andere Maßnahmen notwendig
•ind als bei frei verlegten Schienen. Für die Beheizung
von Weichen für Rillenschienen ist es bekannt, neben dem Schienenkörper Heizelemente mit einer elektrischen
Widerstandserwärmung anzuordnen. Bei den bereits im Einsatz befindlichen Rillenschienenweichen
wird das stabförmig ausgebildete Heizelement im allgemeinen innerhalb eines Eisenrohres verlegt, welches
seinerseits außen an der Backenschiene befestigt ist.
Seit einiger Zeit werden Rillenschienenweichen verwendet,
bei denen sich unterhalb des Gleitstuhls eine Kammer für die Unterbringung eines Heizelementes
befindet. Durch diese Heizkammer kann die vom Heizelement erzeugte Wärme zwar besser ausgenutzt werden,
es bleibt aber ein schwerwiegender Nachteil bestehen! der ebenso wie bei den in einem Außenrohr verlegten
Heizelementen zu einer vorzeitigen Zerstörung führt und zwar aus folgenden Gründen:
Straßen- und Stadtbahnen verwenden in der Regel Gleichstrom als Betriebsstrcm, der über den Schienenkörper
als Rückleitung zur Einspeisungsstelle zurückfließt Dieser verhältnismäßig große Strom im Schienenkörper
hat zur Folge, daß in einem parallel verlaufenden elektrischen Leiter, der an zwei voneinander
entfernten Punkten mit der Fahrschiene in Verbindung steht zwischen den Berührungspunkten entsprechend
der vorhandenen Potentialdifferenz in diesem Leiter sogenannte vagabundierende Ströme auftreten, die die
unangenehme Eigenschaft haben, daß sie starke Korrosionen in dem vom Strom durchflossenen Leiter hervorrufen.
Die bisher in einem Außenrohr oder in einer Heizkammer verlegten Heizelemente mit einer metallischen
Umhüllung stehen gleichfalls nur an einigen wenigen Punkten mit dem Schienenkörper in elektrisch leitender
Berührung und sind somit auch den erwähnten vagabundierenden Strömen ausgesetzt. Es sind Fälle aus
der Praxis bekannt in denen ein Heizelement mit einer metallischen Umhüllung als Folge von vagabundierenden
Strömen bereits nach einer Benutzung von drei Wochen vollkommen zerfressen war.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Heizeinrichtung für Weichen von Rillenschienenbahnen
derart auszubilden, daß vagabundierende Ströme im Heizelement vermieden werden und ferner eine bessere
Wärmeübertragung auf den Schienenkörper als bei den bekannten Heizeinrichtungen erzielt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Heizelement mit einem Schutzmantel aus
einem elektrisch isolierenden, wärmeleitenden Werkstoff, z. B. Kunststoff, umgeben ist.
Bei einem Heizelement mit einer metallischen Umhüllung ist in weiterer Ausbildung der Erfindung der
äußere Schutzmantel nicht durchgehend, sondern aus einzelnen Ringabschnitten aus einem Material hoher
Wärmeleitfähigkeit, z. B. Keramik, ausgebildet.
Bei Verwendung der Heizeinrichtung in einer Heizkammer einer Rillenschienenweiche ist in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung das Heizelement mit seinem Schutzmantel aus einem elektrisch isolierenden,
wärmeleitenden Werkstoff in einem die Heizkammer ausfüllenden Schüttgut hoher Wärmeleitfähigkeit, z. B.
Quarzsand, eingebettet. Für diesen Anwendungsfall kann auch eine Heizeinrichtung verwendet werden, bei
der der Schutzmantel des Heizelementes eine abgeflachte Querschnittsform hat und unter der Einwirkung
der Kraft eines wellenförmigen Federbandes, das als Distanzkörper neben dem Schutzmantel angeordnet
ist, mit der unter dem Gleitstuhl liegenden Wandung der Heizkammer in Berührung steht.
Im Falle der Wärmeübertragung auf die Backenschiene einer Rillenschienenweiche kann eine Ausführungsform
verwendet werden, bei der das Heizelement mit seinem Schutzmantel in einem außen an der Bakkenschiene
befestigten Rohr mit abgeflachtem Querschnitt .innerhalb einer Schüttgutfüllung hoher Wärmeleitfähigkeit,
z. B. Quarzsand, angeordnet ist.
Der Hauptvorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die elektrische Isolierung des Heizelementes gegenüber
dem Schienenkörper die Entstehung vagabundierender Ströme vermieden wird, wobei durch die
Verwendung eines Isoliermaterial mit hoher Wärmeleitfähigkeit
eine gute Wärmeübertragung erhalten bleibt Durch eine zusätzliche Einbettung des Heizelementes
in einem wärmeleitenden Füllgut wird die wärmeleitende Berührungsfläche zwischen dem Heizele- s
ment und dem Schienenkörper vergrößert und damit der Wärmeübergang zusätzlich gesteigert In gleicher
Weise dient die Verwendung einer abgeflachten Umhüllung und das Anpressen dieser Umhüllung des Heizelementes
gegen die unter dem Gleitstuhl liegende Wandung mit Hilfe eines Federbandes der Verbesserung
der Wärmeübertragung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher
erläutert Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt einer Backenschiene mit Gleitstuhl und Zunge einer Rillenschienenweiche mit
einer unter dem Gleitstuhl liegenden Heizkammer,
F i g. 2 einen Querschnitt einer Backenschiene mit Gleitstuhl und Zunge einer Rillenschienenweiche, bei
der das Heizelement in einem Außenrohr an der Bakkenschiene angeordnet ist,
F i g. 3 einen Querschnitt einer Backenschiene mit Gleitstuhl und Zunge einer Rillenschienenweiche mit
einer Heizkammer, bei der das Heizelement unter der Druckeinwirkung eines Federbandes steht
F i g. 4 einen Längsschnitt der Schiene nach F i g. 3 in der Ebene der Linie I-I, ·
F i g. 5 einen Querschnitt einer Backenschiene mit Gleitstuhl und Zunge einer Rillenschienenweiche mit
einer Heizkammer, in der sich ein Heizelement mit im Abstand voneinander angeordneten Isolierringen befindet,
und
F i g. 6 einen Längsschnitt der Schiene nach F i g. 5 in der Ebene der Linie H-II.
Bei den dargestellten Ausführungsformen ist die Bakkenschiene mit 1, die Weichenzunge mit 2 und der
Gleitstuhl mit 3 bezeichnet Die Ausführungsformen der F i g. 1, 3 und 5 enthalten unter dem Gleitstuhl 3
eine Heizkammer 4.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 1 ist ein Heizelement 5 mit einem Schutzmantel f« aus Kunststoff in
einem wärmeleitenden Schüttgut 7, insbesondere Quarzsand, eingebettet
Die Ausführungsform der F i g. 2 zeigt die Verwendung der Heizeinrichtung in einem an der Außenseite
der Backenschiene 1 befestigten Rohr 8 mit abgeflachtem Querschnitt In dem Rohr 8 ist das gleiche Heizelement
5, 6, wie bei der Ausführungsform der F i g. 1 in einem Schüttgut 9 eingebettet
Bei der Ausführungsform nach den F i g. 3 und 4 hat der aus einem isolierenden, wärmeleitenden Werkstoff
bestehende Schutzmantel 10 des Heizelementes 11 eine
abgeflachte Querschnittsform. Mit einer flachen Seite des Schutzmantels 10 wird das Heizelement 11 mit Hilfe
eines wellenförmigen Federbandes 12, das auf zwei nach innen ragenden Ansätzen 13 innerhalb der Heizkammer
4 aufliegt, gegen die unter dem Gleitstuhl 3 liegende Wandung der Heizkammer 4 gedruckt.
In den F i g. 5 und 6 ist ein weiterer Anwendungsfall für die Unterbringung eines Heizelementes 14 mit einer
Umhüllung 15 aus Metall innerhalb einer Heizkammer 4 einer Rillenweiche dargestellt Auf der Umhüllung 15
sind in etwa gleichem Abstand aufeinanderfolgende Keramikringe 16 angeordnet, die eine elektrisch leitende
Berührung der Umhüllung 15 mit dem Schienenkörper verhindern. Die Wärmeübertragung auf den Schienenkörper
findet hier einerseits durch einen unmittelbaren Wärmeübergang von den Keramikringen 16 auf
die Wandung der Heizkammer 4 und andererseits über die in der Kammer enthaltene Luft statt. Der in F i g. 6
wiedergegebene schlangenförmige Verlauf des Heizelementes stellt sich beim Einschieben desselben in die
Heizkammer 4 von selbst ein.
Bei allen Ausführungsformen wird der Wärmeübergang auf den Schienenkörper gegenüber den bekannten
Heizeinrichtungen wesentlich verbessert und dadurch eine erhebliche Senkung der Heizkosten erzielt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- Patentansprüche:Ί. Heizeinrichtung für Weichen von Rfllenschienenbahnen, insbesondere Straßen- oder Stadtbahnen, mit einem parallel zum Schienenkörper verlaufenden und mit diesem in wärmeleitender Verbindung stehenden elektrischen Heizelement, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement mit einem Schutzmantel (6; 10; 16) aus einem elektrisch isolierenden, wärmeleitenden Werkstoff, z. B. Kunststoff, umgeben ist
- 2. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Heizelement eine metallische Umhüllung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Schutzmantel unterbrochen ist und aus einzelnen Ringabichnitten (16) aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit, z. B. Keramik, besteht
- 3. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Heizelement in einer Heizkammer einer Rillenschienenweiche angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement (5) mit seinem Schutzmantel (6) in einem die Heizkammer (4) ausfüllenden Schüttgut (7) hoher Wärmeleitfähigkeitz. B. Quarzsand, eingebettet ist
- 4. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Heizelement in einer Heizkammer einer Rillenschienenweiche angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet daß der Schutzmantel (iO) des Heizelements (11) eine abgeflachte Querschnittsform hat und unter der Einwirkung der Kraft eines wellenförmigen Federbandes (12), das als Distanzkörper neben dem Schutzmantel (10) angeordnet ist mit der unter dem Gleitstuhl (3) liegenden Wandung der Heizkammer (4) in Berührung steht.
- 5. Heizeinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Heizelement an der Außenseite einer ßackenschiene angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet daß das Heizelement (5) mit seinem Schutzmantel (6) in einem außen an der Backenschiene (1) befestigten Rohr (8) mit abgeflachtem Querschnitt innerhalb einer Schüttgutfüllung (9) hoher Wärmeleitfähigkeit, z. B. Quarzsand, angeordnet ist.
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1971
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Legal Events
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