DE2113521B2 - Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen und Kokillen zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen und Kokillen zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
11. Kokille nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (17) des verbreiterten
Oberteils (14) der Kokille (1) mit abnehmbaren Einsatzstücken (18) versehen ist, in welche
die Stutzen (16) zum Einblasen von Reaktionsmitteln in das Schlackenbad (S) eingebaut sind.
12. Kokille nach den Ansprüchen 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen zum Einblasen
der Reaktionsmittel in die Schmelze mit porösen Einsätzen (40) aus hochschmelzenden
Materialien versehen sind.
13. Kokille zur Durchführung dos Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sie vertikal unterteilt ausgeführt ist und mindestens zwei Abteilungen (25) besitzt, wobei die
Wände der Kokille (1) an der Verbindungsstelle der Abteilungen (25) einen hermetisch abgedichteten
Hohlraum (29) aufweisen, der über einen Spalt (24) mit dem Schmelzbad und über einen
Kanal (28) mit der Speisequelle für das Reaktionsmittel in Verbindung steht.
14. Kokille nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Flächen
(26), welche den Spalt (24) begrenzen, eine Rändelung (28) aufweist.
15. Abschmelzelektrode zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, die mit einer Düse
/um Einblasen von Reaktionsmitteln versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse in
Form einer um die Elektrode (8) gewundenen Rohrschlange (30) aus abschmelzbarem Material
besteht.
16. Abschmelzelektrode nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit mindestens
einer Zusatzdüse in Form einer um die Elektrode (8) gewundenen Rohrschlange versehen ist, wobei
ihre Windungsrichtung entgegen der Windungsrichtung der Hauptrohrschlange (30) verläuft und sie aus einem abschmelzbaren Material
besteht, dessen Schmelztemperatur sich von der des Materials der Hauptrohrschlange unterscheidet.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Elektroschlacke-Umschmelzen von Abscnmelzelektroden
mit Einblasen von Reaktionsmitteln, die zur Verbesserung der Blockqualität beitragen, in die
Schmelze und auf Kokillen zur Durchführung des Verfahrens.
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Aus der beigischen Patentschrift 564 539 ist es Die Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelbeim
Aufblasverfahren bekannt, die Gasstrahlen so zen (Fig. 1) besteht aus einer wassergekühlten Kozu
richten, daß das Schmelzbad in eine Drehung um kille 1 und einem wassergekühlten Untersatz 2, aus
seine vertikale Achse versetzt ist. Stutzen 3 für die Zu- und Abführung des Kältemit-Beim
Elektroschlacke-Umschmelzen ist es aus der 5 tels und einer Düse, welche in Form einer Rohrdeutschen Auslegeschrift 1 162 095 bekannt, bei Ver- schlange 4 ausgebildet ist, die innerhalb der Kokille 1
wendung von Drehstrom zur Speisung der Abschmelz- längs deren Wänden gewunden ist. Die Rohrelektroden
das von diesem erzeugte Drehfeld zur schlange 4 besieht aus abschmelzbarem Material und
Rotation des Schlacken- und Metallbades auszunut- dient zum Einblasen von Reaktionsmitteln, die zur
zen. Hierbei sind jedoch mindestens drei Elektioden io Verbesserung der Blockqualität beitragen, in das
erforderlich, und der Umlauf des Schlackenbades ist Schlackenbad 5 und in das Metallbad 6. Als solche
relativ gering, da dieses einen sehr viel höheren elek- Reaktionsmittel können z. B. Gase (Ar, He, N2, CO2
trischen Widerstand besitzt wie das Metallbad. In u. a.), Gemische aus verschiedenen Gasen (Ar + O2
dem Schlackenbad vollziehen sich aber die für die u. a.), Gas-Pulver-Gemische (Ar + CaF2 u. a.), Aero-Entgasung
und die Raffination wichtigen metallurgi- 15 sole u. a. verwendet werden. Außerdem ist die Einschen
Vorgänge, und die Qualität der erzeugten richtung mit einer Stromquelle 7 verbunden, die mit
Blöcke hängt wesentlich von der Güte der Raffina- einer Klemme an die Abschmelzelektrode 8 und mit
tion und Entgasung des Metalls im Schlackenbad ab. der anderen an den Untersatz 2 angeschlossen ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu- Bei den in Fig. 1 wiedergegebenen Ausführungsgrunde, ein Verfahren zum Elektroschlacke-Um- 20 beispielen ist eine Kokille 1 dargestellt, die mit nur
schmelzen von Abschmelzelektroden anzugeben, das einer Rohrschlange 4 ausgestattet ist. Es sind Ausdurch
Verbesserung der Raffination und Entgasung führungsformen der Einrichtung mit mehr als einer
des Metalls in dem Schlackenbad die Qualität der er- Rohrschlange 4 möglich. In diesem Falle sollen die
schmolzenen Blöcke zu verbessern gestattet. Windungen der zusätzlichen Rohrschlangen entgegen
Dies wird bei einem Verfahren zum Elektro- 25 den Windungen der Hauptrohrschlange verlaufen.
schlacke-Umschmelzen von Abschmelzelektroden Sie sollen aus abschmelzbarem Material ausgeführt
mit Einblasen von Reaktionsmitteln, die zur Verbes- werden, jedoch ist die Schmelztemperatur so zu wähserung
der Blockqualität beitragen, in die Schmelze len, daß sie sich von der Schmelztemperatur des Madadurch
erreicht, daß die Reaktionsmittel in die terials der Hauptrohrschlangen unterscheidet. In
Schmelze unter Anpassung an die Schmelzbadhöhe 30 Fig. 2 ist ein Schnitt H-II der in Fig. 1 gezeigten
in der Kokille derart eingeblasen werden, daß sie ein Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen darge-Drehen
mindestens des Schlackenbades hervorrufen. stellt. Aus dieser Figur ist die Anordnung der Rohr-Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin- schlange 4 und der Abschmelzelektrode 8 bezüglich
dung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. der Wände der Kokille 1 sowie auch die Anordnung
Im folgenden wird die Erfindung durch Beschrei- 35 und die Querschnittsform der Abschmelzelektrode 8
bung von Allsführungsbeispielen und an Hand von ersichtlich.
Zeichnungen erläutert. Es zeigt In F i g. 3 ist eine Einrichtung zum Elektro-F
i g. 1 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum schlacke-Umschmelzen dargestellt, die zum Unter-Elektroschlacke-Umschmelzen
mit Kokille, die mit schied von der in Fig. 1 und 2 dargestellten Auseiner Düse in Form einer Rohrschlange versehen ist, 40 führungsform mit Düsen zum Einblasen der Reak-F
i g. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der F i g. 1, tionsmittel versehen ist, welche als in die Seiten-F
i g. 3 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum wände der Kokille 1 eingebaute Stutzen 9 ausgebildet
Elektroschlacke-Umschmelzen mit Kokille, die mit sind. Je nach dem Querschnitt der Kokille 1 kann
Düsen in Form von in die Kokillenwand eingebauten sich die Anzahl der Stutzen 9 ändern. Die Stutzen 9
Stutzen versehen ist, 45 werden sowohl in der Zone des Schlackenbads 5 als Fig.4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der Fig. 3, auch in der Zone des Metallbads6 angebracht. In
F i g. 5 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum der in F i g. 3 und 4 dargestellten Einrichtung sind
Elektroschlacke-Umschmelzen mit Kokille, die mit längs des Durchmessers der Kokille 1 je vier Stut-Düsen
in Form von gruppenweise in der Kokillen- zen 9 in einer Ebene im Schlackenbad 5 und ;n einer
wand montierten Stutzen versehen ist, 50 Ebene in der Zone des Schlp.ckenbads 6 angebracht.
Fig. 6 einen Schnitt nach Linie VI-VI der Fig. 5, Außerdem sind, wie dies aus Fig. 4 hervorgeht,
Fig. 7 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum die Stutzen 9 in die Wände der Kokille 1 tangential in
Elektroschlacke-Umschmelzen mit Kokille, die einen bezug auf diese Wände eingebaut und derart anverbreiterten
Oberteil besitzt, geordnet, daß die durch diese eingeblasenen Ströme Fig. 8 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum 55 des Reaklionsmiltels ein Drehen des Schlackenbads5
Elektroschlacke-Umschmelzen mit unterteilter Ko- und des Metallbads 6 in entgegengesetztem Sinn herkille,
vorrufen.
F i g. 9 einen Schnitt nach Linie IX-IX der F i g. 8, In F i g. 5 ist eine Ausführungsform der Einrich-
Fig. 10 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum tung zum Elektroschlacke-Umschmelzen dargestellt,
Elektroschlacke-Umschmelzen mit Abschmelzelek- 60 die zur Erzeugung von Blöcken mit großem Quer-
trode, die mit einer Düse in Form einer Rohr- schnitt verwendet wird. In diesem Fall versieht man
schlange ausgestattet ist, im Unterschied zu den oben beschriebenen Ausfüh-
Fig. 11 eine erfindungsgemäße Einrichtung zum rungsformen der Einrichtungen die Kokille 1 mit
Elektroschlacke-Umschmelzen mit Kokille, welche Düsen zum Einblasen des Reaktionsmittels, welche
zum gleichzeitigen Erschmelzen mehrerer Blöcke be- 65 als in die Wände der Kokille 1 in mehreren Niveaus
stimmt ist, 10 der Kokille 1 eingebaute Stutzen 11 ausgebildet
Fig. 12 einen Schnitt nach Linie XII-XII der sind. Der Abstand zwischen den Niveaus 10 wird so
Fig. 11. gewählt, daß während des ganzen Schmelzvorganges
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ein Verblasen sowohl des Schlackenbads5 als auch In Fig. 11 und 12 ist eine Ausführungsform der
des Metallbads 6 mit Reaktionsmitteln erfolgen kann. Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen mit
Die Stutzen 11 sind zu mehreren (dies hängt von Kokille 1 dargestellt, die zum gleichzeitigen Er-
dem Querschnitt der Kokille ab) Gruppen 12 schmelzen mehrerer Blöcke bestimmt ist.
(F i g. 6) vereinigt, in denen die Längsachsen der 5 In diesem Fall wird die Kokille im Unterschied zu
Stutzen 11 unter solchen Winkeln zur Wand der Ko- den vorstehend beschriebenen Einrichtungen mit
kille 1 geneigt sind, daß beim Einblasen von Reak- einem Boden 31 mit ins Innere der Kokille hineinra-
tionsmitteln in die Schmelze in ihr mehrere, der An- gendem Zentraltcil 32 versehen, in welchem eine
zahl der Gruppen 12 entsprechende Umlaufzonen 13 Schale 33, die als Sammler für das Metallbad 6 dient,
der Schmelze mit gegenläufiger Drehrichtung in be- ίο sowie öffnungen 34 (Fig. 12) vorgesehen sind,
nachbarten Zonen 13 gebildet werden. In F i g. 6 sind welche für die Formung der zu erschmelzenden
vier solche Zonen gezeigt. Blöcke dienen und an der Peripherie des Bodens 31
In F i g. 7 ist eine Ausführungsform der Einrich- angeordnet sind. Düsen zum Einblasen des Reak-
tung zum Elektroschlacke-Umschmelzen mit einer üonsmittels in die Schmelze, ausgebildet ais Stutzen
Kokille dargestellt, die einen verbreiterten Oberteil 15 35, sind in die Wände des herausragendeii Teils 32
14 und eine Gruppe von Abschmelzelektroden 15, des Bodens 31 in Höhen eingebaut, die der Lage des
die an der Peripherie des oberen Teils 14 angeordnet Schlackenbads 5 und des Metallbads 6 entsprechen,
sind, aufweist. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die Die Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelals Stutzen 16 ausgebildeten Düsen für die Zufüh- zen, die in F i g. 1 und 2 dargestellt ist, arbeitet in folrung des Reaktionsmittels in die Schmelze am Boden 20 gender Weise. Vor dem Beginn des Elektro-17 des verbreiterten Oberteils 14 der Kokille unmit- schlacke-Umschmelzens wird die Kokille 1, die mit telbar unter den Abschmelzelektroden 15 anzubrin- einer Düse in Form einer Rohrschlange 4 aus einem gen. Die Stutzen 16 werden in auswechselbaren Ein- abschmelzbaren Material versehen ist, auf den Unsatzstücken 18 befestigt, die in den Boden 17 einge- tersatz 2 aufgestellt. Auf den Untersatz 2 wird auch setzt werden. Die Zuführung des Reaktionsmittels zu 25 ein Anfahrkopf 36 aufgebracht, worauf in die Koden Stutzen 16 von der in F i g. 7 nicht dargestellten kille 1 die Abschmelzelektrode 8 eingeführt wird. Quelle erfolgt über eine Verteüereinheit 19 durch Hiernach wird der Abschmelzelektrode 8 und dem Kanäle 20. Untersatz 2 elektrischer Strom von einer Strom-
sind, aufweist. In diesem Fall ist es zweckmäßig, die Die Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelals Stutzen 16 ausgebildeten Düsen für die Zufüh- zen, die in F i g. 1 und 2 dargestellt ist, arbeitet in folrung des Reaktionsmittels in die Schmelze am Boden 20 gender Weise. Vor dem Beginn des Elektro-17 des verbreiterten Oberteils 14 der Kokille unmit- schlacke-Umschmelzens wird die Kokille 1, die mit telbar unter den Abschmelzelektroden 15 anzubrin- einer Düse in Form einer Rohrschlange 4 aus einem gen. Die Stutzen 16 werden in auswechselbaren Ein- abschmelzbaren Material versehen ist, auf den Unsatzstücken 18 befestigt, die in den Boden 17 einge- tersatz 2 aufgestellt. Auf den Untersatz 2 wird auch setzt werden. Die Zuführung des Reaktionsmittels zu 25 ein Anfahrkopf 36 aufgebracht, worauf in die Koden Stutzen 16 von der in F i g. 7 nicht dargestellten kille 1 die Abschmelzelektrode 8 eingeführt wird. Quelle erfolgt über eine Verteüereinheit 19 durch Hiernach wird der Abschmelzelektrode 8 und dem Kanäle 20. Untersatz 2 elektrischer Strom von einer Strom-
Die Anordnung der Stutzen 16 zum Einblasen des quelle 7 zugeleitet. In die Rohrschlange 4 wird ein
Reaktionsmittels in das Schlackenbad 5 unmittelbar 30 Reaktionsmittel von einer (in Fig. 1 und 2 nicht darunter
den Abschmelzelektroden 15 gestattet es, mit gestellten) Quelle eingeblasen, welches zur Verbessedem
Reaktionsmittel nicht nur das flüssige Metall 21, rung der Blockqualität beiträgt, während in den
sondern auch die Tropfen 22 und die an den ab- Mantel der Kokille 1 und des Untersatzes 2 ein Kühlschmelzenden
Stirnflächen der Abschmelzelektroden mittel zugeführt wird. Sodann wird in die Kokille 1
15 sich bildende dünne Haut 23 des flüssigen Metalls 35 schmelzflüssige Schlacke, die das Schlackenbad 5 bilzu
behandeln. det, so lange eingegossen, bis zwischen der Ab-
Um die Behandlung des Metallbads 6 mit dem schmelzelektrode 8 und dem Untersatz 2 elektrischer
Reaktionsmittel durchzuführen, wird der untere Teil Strom fließt, was zum Abschmelzen der Elektrode 8
der Kokille 1 zweckmäßig als eine in F i g. 7 nicht führt.
dargestellte Sammelleitung ausgeführt, in deren 40 Die Abschmelzelektrode 8 wird während des gan-Wänden
Düsen für die Zuführung des Reaktionsmit- zen Schmelzvorgangs mit einer Geschwindigkeit, die
tels durch den Spalt zwischen Block und Innenwand ihrer Abschmelzgeschwindigkeit entspricht, in' die
der Sammelleitung in die Schmelze eingebaut sind, Kokille 1 vorgeschoben. Je nach dem Abschmelzen
wobei diese Düsen als Stutzen ausgebildet werden. der Abschmelzelektrode 8 sammelt sich in der Köln
Fig. 8 ist eine Ausführungsform der Einrich- 45 kille 1 flüssiges Metall an, welches das Metallbad 6
tung zum Elektroschlacke-Umschmelzen mit unter- der Schmelze bildet, das allmählich zum Block 37 erteilter
Kokille dargestellt. In diesem Falle stellen die starrt. Während des Schmelzvorganges wird der
Düsen für die Zuführung des Reaktionsmittels in das Block 37 angestückt, das Metallbad 6 und das
Schlackenbad 5 und das Metallbad 6 der Schmelze Schlackenbad 5 der Schmelze steigen in der Kokille 1
Spalten 24 dar, welche an den Verbindungsstellen 5° auf. Hierbei erfolgt gleichzeitig mit dem Abschmelder
Abteilungen 25 durch die Flächen 26 derselben zen der Abschmelzelektrode 8 auch das Abschmelzen
gebildet werden. Die Flächen 26 weisen eine Rande- der Rohrschlange 4, die im Inneren der Kokille 1
lung 27 (F i g. 9) auf, in der beschriebenen Konstruk- entlang der Wände gewunden ist und zwar mit einer
tion erfolgt die Zuführung des Reaktionsmitteis zu Geschwindigkeit, die der Ansteigegeschwindigkeit
den Spalten 24 von einer (in Fig. 8 und9 nicht dar- 55 des Schlacken-5 bzw. des Metallbads6 entspricht.
gestellten) Quelle über Kanäle 28 durch hermetisch Das aus dem Ende der Rohrschlange 4 die sich wähabgeschlossene
Hohlräume 29 in den Wänden der rend des ganzen Schmelzvorganges im Schlacken-Kokille
1. bad 5 der Schmelze befindet, austretende Reaktions-In Fig. 10 ist eine Ausfuhrungsform der Emnch- mittel durchsprudelt das Schlackenbad 5 und teütung
zum Elektroschlacke-Umschmelzen mit Ab- 60 weise das Metallbad 6 der Schmelze und versetzt zuschmelzelektrode
8 dargestellt, die mit einer Düse gleich beide Teile in Drehung um die vertikale Achse
zum Einblasen des Reaktionsmittels in den Schlak- der Kokille 1.
kenteil 5 der Schmelze versehen ist, welche aus einem Dies erlaubt, den Prozeß der Entgasung und der
abschmelzbaren Material in Form einer Rohr- Raffination des Metalls des Blocks 37 beträchtlich zu
schlange 30 ausgebildet ist, die im Unterschied von 65 intensivieren. Die in F i e 3 und 4 d~reestellte Ein
der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform richtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen arbeitet
der Einrichtung um die Abschmelzelektrode 8 ge- ähnlich der Einrichtung, die in Fi 2 1 und 2 -beebü-
mm*^ lst. det isti mit dem Unterschied_ daß *er R]ock -
Schmelzvorgang aus der Kokille 1 mit einer Geschwindigkeit herausgezogen wird, die es dem
Schlackenbad S und dem Metallbad 6 gestattet, während des ganzen Schmelzvorganges in der Kokille 1
bezüglich der als Stutzen 9 ausgebildeten Düsen zum Einblasen des Reaktionsmittels auf gleicher Höhe zu
verbleiben.
Da die Längsachsen der Stutzen 9, die sich in der Zone des Schlackenbads 5 der Schmelze befinden,
entgegen t'en Längsachsen der in der Zone des Metallbads 6 untergebrachten Stutzen 9 gerichtet sind
und in die Wände der Kokille 1 tangential eingebaut sind, ruft das durch diese eingeblasene Reaktionsmittel
eine Drehung des Schiackenbads 5 bzw. des Metallbads 6 in entgegengesetztem Sinn hervor.
Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen arbeitet analog der
Einrichtung, welche in Fig. 1 und 2 gezeigt ist, mit dem Unterschied, daß das Reaktionsmittel über als
Stutzen 11 ausgebildete Düsen eingeblasen wird, die in die Wände der Kokille 1 eingebaut und zu vier selbständigen
Gruppen 12 vereinigt sind.
Das über die Stutzen 11 geblasene Reaktionsmittel durchperlt und dreht zugleich das Schlackenbad 5
und das Metallbad 6 der Schmelze, wobei jede Gruppe 12 der Stutzen 11 eine unabhängige Umlaufzone
13 der Schmelze erzeugt. Um ein intensiveres Durchführen zu ermöglichen, sind die Stutzen 11 in
den benachbarten Gruppen 12 derart angeordnet, daß das über diese Reaktionsmittel ein gegenläufiges
Drehen der Schmelze in den benachbarten Zonen 13 hervorruft.
Die Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen, welche in F i g. 7 dargestellt und zum Umschmelzen
einer Gruppe von Abschmelzelektroden 15 bestimmt ist, arbeitet ähnlich wie die in F i g. 3
und 4 dargestellte Einrichtung. Jedoch wird in diesem Falle das Reaktionsmittel im Laufe des ganzen
Schmelzvorganges über Stutzen 16, die sich im Boden 17 des verbreiterten Teils 14 der Kokille befinden,
in das Schlackenbad 5 unmittelbar unter die Abschmelzelektroden 15 eingeblasen. Da die Ströme des
eingeblasenen Reaktionsmittels auf ihrem Weg an die Tropfen 22 und die dünne Haut 23 des flüssigen Metalls
an den abgeschmolzenen Stirnflächen der Abschmelzelektroden 15 gelangen, können sie die Haut
23 zerstören und auf das Metall einwirken (Entgasung und Raffination).
Da der Boden 17 des verbreiterten Oberteils 14 der Kokille gekühlt wird, bildet sich außerdem nach
dem Eingießen der Schlacke in die Kokille auf dem Boden 17 an den Ansatzstellen der Stutzen 16 eine
poröse Schlackenkruste 38. Das in das Schlackenbad 5 über die Stutzen 16 eingeblasene Reaktionsmittel passiert die Schlackenkruste 38, wird zerstäubt
und durchperlt das Metallbad 6 und das Schlackenbad 5 sowie die Tropfen 22 und die Haut 23 des flüssigen
Metalls in Form von kleinen Blasen 39. Dies trägt zu einer vollständigen Behandlung der ganzen
Schmelze mit Reaktionsmittel bei, was eine Verbesserung der Qualität des erschmolzenen Blocks 37
herbeiführt.
Die in F i g. 8 und 9 dargestellte Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen arbeitet ähnlich wie
die Einrichtung, welche in Fig. 3 und4 abgebildet ist, mit dem Unterschied, daß das Reaktionsmittel in
das Schlackenbad 5 bzw. daß das Metallbad 6 der Schmelze in Form von kleinen Blasen am ganzen
Umfang der Kokille über Düsen eingeblasen wird, welche als Spalt 24 ausgebildet sind, die mit der (in
F i g. 8 und 9 nicht dargestellten) Quelle für das Reaktionsmittel über einen hermetisch abgedichteten
Hohlraum 29 und die Kanäle 28 in Verbindung stehen.
Die in Fig. 10 dargestellte Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen
arbeitet ähnlich wie die
ίο Einrichtung, welche in F i g. 1 und 2 abgebildet ist,
jedoch wird in diesem Fall das Reaktionsmittel in das Schlackenbad 5 über eine Düse zugeführt, die
aus abschmelzbarem Material ausgeführt ist und die Form einer Rohrschlange 30 hat, die um die Abschmelzelektrode
8 gewunden ist. Hierbei werden die Abschmelzelektrode 8 und entsprechend auch die
Rohrschlange 30 während des Schmelzvorganges ununterbrochen in die Kokille 1 vorgeschoben, und es
erfolgt deren gemeinsame Abschmelzung.
Die in Fig. 11 und 12 dargestellte Einrichtung zum Elektroschlacke-Umschmelzen arbeitet ähnlich
wie die Einrichtung, welche in F i g. 3 und 4 abgebildet ist, mit dem Unterschied, daß das R^aktionsmittel
in das Schlackenbad 5 und das Metallbad 6 über Düsen eingeblasen wird, die als Stutzen 35 ausgebildet
sind, welche in die Wände des herausragenden Teils des Bodens 31 eingebaut sind.
Das durch die Stutzen 35 geblasene Reaktionsmittel durchperlt und dreht dabei gleichzeitig das Me-
tallbad 6, welches sich nicht nur in den die Blöcke 37 formenden öffnungen 34, sondern auch in der Schale
33 des Zentralteils 32 des Bodens 31 befindet. Dies trägt zu einer vollkommeneren Behandlung des Metallbads
6 bei, was zur Verbesserung der Qualität der
erschmolzenen Blöcke 37 führt.
In den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Einrichtung sind die Stutzen zum Einblasen des
Reaktionsmittels in die Schmelze mit porösen Einsätzen 40 (diese sind in der in F i g. 3 und 4 gezeigten
Ausführungsform der Einrichtung dargestellt) aus schwerschmelzenden Materialien (beispielsweise aus
porösem W, Mo u. a.) versehen. Dadurch wird es möglich, das Reaktionsmittel in die Schmelze in
Form von kleinen zerstäubten Strahlen einzublasen,
wodurch die Qualität der Behandlung der Schmelze mit Reaktionsmittel gesteigert wird.
Die Vorteile der vorliegenden Erfindung liegen darin, daß beim Elektroschlacke-Umschmelzen von
Abschmelzelektroden entsprechend dem erfindungs-
gemäßen Verfahren neben der Durchspülung des Reaktionsmittels durch die Schmelze, welche zur
Verbesserung der Qualität des Blocks beiträgt, auch noch ein Drehen der Schmelze im ganzen Volumen
der Kokille erfolgt, was eine bedeutende Intensivierung des Entgasungsprozesses der Schmelze und deren
Reinigung von schädlichen Beimengungen, nichtmetallischen Einschlüssen und leichtschmelzenden
Beimengungen begünstigt sowie zur Verbesserung der Blockoberfläche beiträgt, wodurch letzten
Endes die Qualität der erschmolzenen Blöcke erhöht wird.
Das Drehen des Schlackenbads und des Metallbads in entgegengesetztem Sinn vergrößert die Berührungsfläche
zwischen den Schmelzbädern, verlän-
gert den Weg des Reaktionsmittels im Metallbad und trägt zur Erhöhung der Qualität der erschmolzenen
Blöcke bei.
309 581/39;
Claims (10)
1. Verfahren zum Elektroschlacke-Umschmelzen von Abschmelzelektroden mit Einblasen von
Reaktionsmitteln, die zur Verbesserung der Blockqualität beitragen, in die Schmelze, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktionsmittel in die Schmelze unter Anpassung an die Schmelzbadhöhe in der Kokille derart eingeblasen
werden, daß sie ein Drehen mindestens des Schlackenbades (5) hervorrufen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmittel in das
Schlackenbad (S) und in das Metallbad (6) in entgegengesetzten Richtungen eingeblasen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmitte] in das
Schlackeubad (5) unter einem Druck eingeblasen ao
werden, der den Druck der in das Metallbad (6) eingeblasenen Reaktionsmittel um so viel unterschreitet,
um wieviel das spezifische Gewicht des Metallbades (6) das spezifische Gewicht des
Schlackenbades (5) überschreitet. *5
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Schmelzbad mehrere
Umlaufzonen (13) der Schmelze in waagerechter Ebene durch gesondertes Einblasen von Reaktionsmitteln
in eine entsprechende Anzahl von Schmelzbadabschnitten und in benachbarten Abschnitten
in entgegengesetzten Richtungen erzeugt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reaktionsmittel in das Schlackenbad (S) unmittelbar unter den Abschmelzelektroden
(15) eingeblasen werden.
6. Kokille zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Düse zum Einblasen von Reaktionsmitteln in die 4« Schmelze, weiche als Rohrschlange (4) aus abschmelzbaicm
Material ausgebildet ist, die innerhalb der Kokille (1) längs deren Wänden gewunden
ist.
7. Kokille nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens mit einer Zusat^düse
versehen ist, die als Rohrschlange aus abschmelzbarem Material, dessen Schmelztemperatur sich
von der des Materials der Hauptrohrschlange unterscheidet, ausgebildet und entsprechend der
Hauptrohrschlange (4) angeordnet ist und Windungen aufweist, welche entgegen den Windungen
der Hauptrohrschlange (4) verlaufen.
8. Kokille zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1,2,3, dadurch gekennzeichnet,
daß sie zumindest in einer Ebene im Schlackenbad (S) und zumindest in einer Ebene
im Metallbad (6) mindestens je eine Düse zum Einführen von Reaktionsmitteln in die Schmelze
besitzt, die in Form eines in die Seitenwand der Kokille (1) eingebauten Stutzens (9) ausgebildet
und deren Längsachse tangential zur Wand der Kokille (1) gerichtet ist.
9. Kokille zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
in ihren Wänden mehrere Gruppen (12) von Stutzen (11) zum Einblasen von Reaktionsmitteln in
die Schmelze unter verschiedenem Neigungswinkel zu den Wänden der Kokille (1) vorgesehen
sind welche die Bildung von mehreren, der Anzahl'der Gruppen (12) der Stutzen (11) entsprechenden
Umlaufzonen (13) der Schmelze in der Kokille (1) mit entgegengesetztem Drehsinn in
den benachbarten Zonen (13) sicherstellen.
10. Kokille zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, die einen verbreiterten Oberteil
besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Stutzen (16) zum Einblasen der Reaktionsmittel in das
Schlackenbad (5) im Boden (17) des verbreiterten Oberteils (14) der Kokille (1) unmittelbar unter
den Abschmelzelektroden (15) angebracht
Applications Claiming Priority (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SU7001419829A SU337011A1 (ru) | 1970-03-20 | 1970-03-20 | Способ электрошлакового переплава |
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