DE2119599C3 - Schaltvorrichtung für Gesperre orthopädischer Gelenke - Google Patents

Schaltvorrichtung für Gesperre orthopädischer Gelenke

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DE2119599C3 DE19712119599 DE2119599A DE2119599C3 DE 2119599 C3 DE2119599 C3 DE 2119599C3 DE 19712119599 DE19712119599 DE 19712119599 DE 2119599 A DE2119599 A DE 2119599A DE 2119599 C3 DE2119599 C3 DE 2119599C3
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Richard 3428 Duderstadt Glabiszeweski
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Otto Bock Orthopadische Industrie KG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
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Description

Die Erfindung betrifft eine Schaltvorrichtung mit einem zwischen zwei Steuerkurven wirksamen Rotationskörper für Gesperre orthopädischer Gelenke.
Eine derartige durch oftenkundige Vorbenutzung bekanntgewordene Schaltvorrichtung weist an dem einen Gelenkteil eine Zahnung auf, in die ein an dem anderen Gelenkteil verschiebbar gelagerter Sperrschieber eingreift. Letzterer trägt eine Steuerkurve für einen vorzugsweise als Kuhle ausgebildeten Rotationskörper, der zugleich in eine zweite Steuerkurve eingreift, die mit dem Gele kteil verbunden ist, an der auch der Sperrschieber gelagert ist. Der Sperrschieber steht unter der Wirkung einer Druckfeder, deren Wirkung über einen Bowdenzug od. dgl. aufgehoben werden kann.
Die bekannten Ausführungsformen dieser Art haben den Nachteii, daß sie zuverlässig nur in einer ganz bestimmten, vorzugsweise vertikalen Stellung wirken können. Sobald die Vorrichtung aus dieser optimalen Stellung herausgeschwenkt wird, besteht die Gefahr, daß der Rotationskörper unter dem Einfluß seines Eigengewichtes in seine Ausgangsstellung zurückfällt und dann nicht mehr in seine nächste Position geschaltet werden kann.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man den Rotationskörper bislang in Fett gebettet, um ihm eine gewisse Haftung an den Wandungen der Steuerkurven zu verleihen und ihn dort in seiner Bereitschaftsstellung für seine nächste Fortschaltung zu halten. Damit sind jedoch mehrere Nachteile verbunden, die sich gerade im Rahmen der hier vorliegenden Feinwerktechnik unangenehm bemerkbar machen. Einerseits kann das Haftmittel, insbesondere unter dem Einfluß von Temperatur und Zeit, Konsistenzänderungen unterliegen, die die Schaltsicherheit ändern, gegebenenfalls sogar aufheben. Außerdem sind die Montagearbeiten durch die notwendige Verwendung des Halft- und Schmierstoffes beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Schaltvorrichtung so zu verbessern, daß ihre Funktionssicherheit in allen Lagen gewährleistet bleibt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß zumindest eine der beiden Steuerkurven oder der Rotationskörper aus einem magnetisierbaren Material besteht, während der andere Teil als Dauermagnet ausgebildet ist.
Unter solchen Voraussetzungen laßt sich das Aggregat ohne nachteilige Nebenwirkungen sauber montieren. Insbesondere aber wirkt es nunmehr absolut betriebssicher, gleichgültig in welcher Lage die Prothese gehalten wird wnd welche Bewegungen sie
ίο durchzuführen hat. Der Magnetismus wird erfindungsgemäß somit dazu ausgenutzt, den Rotationskörper in seiner durch die jeweilige Schaltstellung bedingten Lage zu fixieren. Verschiebung sowie Abbremsung der Kugel erfolgen über rein mechanische
Kräfte, also ohne Beeinflussung durch Magnetismus. Grundsätzlich ist die Venvendung von Magneten im Gelenkbau bekannt So offenbart z. B. die deutsche Patentschrift 320 756 ein Gelenk, bei dem die eine Gelenkfläche dauernd magnetisiert ist Durch
ao die magnetische Anziehung auf die andere Gelenkfläche soll ein Widerstand gegen die ireie Beweglichkeit geschaffen werden. Der Magnetismus dient hier zur Bremsung und somit zur Beeinflussung eines Bewegungsablaufes. Demgegenüber dient der Magnetis-
mus gemäß der vorstehend erläuterten neuen Erfindung zur Sicherung eines statischen Zustandes.
Die deutsche Patentschrift 811254 offenbart ein Kunstbein mit gesteuerter Brems- oder Blockiervorrichtung. In einer speziellen Ausführungsform ist ein
Dauermagnet vorgesehen, dessen Aufgabe darin besteht, ein scheibenförmiges Gebilde aus einer vorgesehenen Lage in eine zweite Lage zu verschwenken. Auch hier dient somit der Magnetismus zur Beeinflussung eines Bewegungsablaufes bzw. zur Ver-
Schwenkung eines Elementes. Der Magnetismus wirkt also äquivalent z. B. einer Feder. Im Gegensatz zu der neuen Erfindung dient der Magnetismus bei dieser vorbekannten Konstruktion nicht dazu, ein über ausschließlich mechanische Kräfte verschobenes Element in seiner erreichten Lage zu sichern.
Die USA.-Patentschrift 2 812 961 offenbart eine Schaltvorrichung für Gesperre orthopädischer Gelenke, die nicht die in der Beschreibungseinleitung erläuterten Nachteile aufweist. Jedoch benötigt diese Konstruktion an Stelle der bei der neuen Erfindung zur Verwendung kommenden Kugel acht zusätzliche Konstruktionsteile. Die Konstruktion ist daher mechanisch außerordentlich aufwendig, dementsprechend auch störanfällig und in der Herstellung teuer.
Durch die vielen Teile erfordert diese Konstruktion auch verhältnismäßig große Abmessungen.
Ein mit der neuen Schaltvorrichtung ausgebildetes orthopädisches Element wird dann besonders raumsparend, wenn nach einer Weiterbildung der Erfin-
dung die eine Steuerkurve in dem einen Gelenkteil angebracht ist.
Dabei ist es zweckmäßig, daß dieses die eine Steuerkurve aufweisende Gelenkteil aus Kunststoff besteht.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der neuen Vorrichtung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein Prothesengelenk mit einem Gesperre und der neuen Schaltvorrichtung,
F i g. 2 und 3 diese in zwei Endstellungen.
Danach trägt der eine Gelenkteil 1 einer Prothese auf einem Segment eine Zahnung 2, während in dem anderen Gelenkteil 3 eine Führungsbahn 4 für einen
Sperrschiebers vorgesehen ist. Letzterer trägt eine Steuerkurve 6 für einen vorzugsweise als Kugel ausgebildeten Rotationskörper?. Dieser liegt gleichzeitig in einer zweiten Steuerkurve 8, die in dem Gelenkteil 3 vorgesehen ist
Wie die Zeichnung erkennen läßt, weist der Sperrschieber 5 einen Sperrzahn auf, der mit der Zähnung! des Gelenkteils 1 zusammenwirkt. Außerdem steht er unter der Wirkung einer Druckfeder·), deren Wirkung durch ein Zugelement 10 aufgehoben werden kann.
Gemäß der Erfindung besteht der Gelenktem 3 oder der Schiebers oder aber der Rotationskörper7 aus einem magnetisierbaren Material, während der andere Teil als Dauermagnet ausgebildet ist.
Aus dieser Darstellung ist erkennbar, daß der Rotationskörper 7 bei seiner laufenden Fortschaltung, die durch wiederholtes Betätigen des Zuges 10 entgegen, der Wirkung der Feder 9 bewirkt werden kann, durch Magnetkraft stets in seiner augenblicklichen Schaltstellung stehenbleibt, dementsprechend vcn der Lage des Gelenkes völlig unabhängig ist und demzufolge mit Sicherheit stets für die nächste Schaltung bereit ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

2 Π9599 Patentansprüche:
1. Schaltvorrichtung mit einem zwischen zwei Steuerkurven wirksamen Rotationskörper für Gesperre orthopädischer Gelenke, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der beiden Steuerkurven (6,8) oder der Rotationskörper (7) aus einem magnetisierbaren Material besteht, während der andere Teil als Dauermagnet ausgebildet isL
2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Steuerkurve (8) in dem einen Gelenkteil (3) angebracht ist.
3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die eine Steuerkurve (S) aufweisende Gelenkteil (3) aus Kunststoff besteht
DE19712119599 1971-04-22 1971-04-22 Schaltvorrichtung für Gesperre orthopädischer Gelenke Expired DE2119599C3 (de)

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DE2119599B2 DE2119599B2 (de) 1974-02-21
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1586302A (en) * 1977-07-08 1981-03-18 Kellie & Son Ltd Robert Lockable hinge joint for limb supports and other orthopaedic appliances
AT371702B (de) * 1977-11-11 1983-07-25 Viennatone Gmbh Prothesengelenk

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DE2119599A1 (de) 1972-11-02
DE2119599B2 (de) 1974-02-21

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C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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