DE211981C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C5/00—Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
- F02C5/12—Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the combustion chambers having inlet or outlet valves, e.g. Holzwarth gas-turbine plants
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Landscapes
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- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46 d. GRUPPE
HEINRICH PARZELLER in ESSEN, Ruhr.
Gaserzeuger für Gaskraftmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. November 1907 ab.
Der nachstehend beschriebene Gaserzeuger für Gaskraftmaschinen gehört zu denen, bei
denen die Gase nicht nur aus der Explosionskammer, sondern abwechselnd aus dieser und
einem mit ihr durch ein Rückschlagventil verbundenen Vorratsbehälter ausströmen. Die
Erfindung besteht in dem eigenartigen, in dem Ansprüche näher gekennzeichneten Zusammenspiel
der Auslaßventile der Explosionskammer und des Vorratsraumes und des Gasgemischeinlaßventils
der ersteren. Hierdurch soll ein möglichst ununterbrochen fließender Gasstrom, der sich im besonderen auch für
den Betrieb von Turbinen eignet, erzielt werden.
In der Zeichnung veranschaulicht Fig. ι die gesamte Anordnung · eines solchen Gaserzeugers
(teilweise im Längsschnitt) in schematischer Darstellung; Fig. 2 und 3 zeigen eine
Abänderung der an einem Teile des Gasableitungsrohres getroffenen Einrichtung im Längsschnitt
und in Stirnänsicht.
Die Wirkungsweise der Anlage ist folgende: Bei ι strömt Druckluft von gewisser Spannung
in die Mischdüse 2, in der sich die Luft mit dem bei 3 eindringenden Gas (Brennstoffdampfe),
dessen Zufluß durch den Hahn 4 reguliert werden kann, vermengt, worauf dann
das Gemisch, das Einlaßventil 5 durchfließend, dessen Ventilkegel 6 bis zu dem Punkte 7
niederdrückt und durch die Öffnungen 8 und das Rohr 9 in die Explosionskammer 10 gelangt.
Die Belastung des Rückschlagventils 11, welches die letztere mit dem Vorratsbehälter
12 verbindet, ist so bemessen, daß sie dem Druck des eindringenden Gasgemisches
standhält und ein Weiterströmen in den Vorratsbehälter 12 verhindert. Sobald sich
nun das Gemisch in der Explosionskammer 10 auf die Spannung der bei 1 eintretenden
Druckluft verdichtet hat, ein Überdruck der letzteren also nicht mehr vorherrscht, schließt
sich das Einlaßventil 5 selbsttätig, indem der Ventilkegel 6 infolge des nachlassenden Druckes
von ι her und durch die Wirkung des Hebeigewichtes
13 in seinen Sitz 14 hochgezogen wird. In diesem Augenblicke berührt die an
dem äußeren Ende des der Explosionskammer 10 zugekehrten Hebelarmes 15 angeordnete
verstellbare Schraube 16 mit ihrer Spitze die obere der an dem Isolierstück 17 befestigten
Kontaktfedern 18 und 19, wodurch der Strom der Batterie 20 über eine Zündspule 21 geschlossen
wird und in der Explosionskammer 10 bei 22 ein Funke überspringt, der das
Gemisch entzündet. Unter dem Druck der explodierten Gase öffnet sich nunmehr das
Rückschlagventil 11 und läßt einen Teil der Gase in den Vorratsbehälter 12 einströmen,
bis in diesem gleicher Druck wie in der Explosionskammer 10 herrscht, worauf es sich
selbsttätig schließt.
Da der unmittelbare Explosionsstoß die Kraftmaschine (Turbine) und die ihr vorgeschalteten
Organe zerstören würde, so ist das Ende des Leitungsrohres 23, welches die Gase in die Maschine führt, verschlossen, dafür
aber der Mantel des Rohres mit vielen feinen Bohrungen 24 versehen, die in ihrer Gesamtzahl
dem lichten Durchmesser des Rohres
entsprechen und durch Muffen 25, die mit , Spielraum übereinandergreifen, verdeckt sind.
Der erste Stoß des mit großer Heftigkeit explodierenden Gasgemisches, welcher bei 26
eindringt, wird von der inneren Stirnfläche 27 der äußersten Muffe aufgefangen, weiterhin
der Gasstrom mehrere Male parallel zu seiner Richtung hin und her geworfen und dadurch
seine lebendige Kraft zum größten Teile aufgezehrt. Aus der inneren Muffe gelangt der
Gasstrom durch die feinen Löcher 24, in denen er noch eine starke Drosselung erfährt,
in das Innere des Rohres 23 und weiter durch das Auslaßventil 28, das Rückschlagventil 39
und die Sammeldüse 31 in die Maschine.
Wenn schließlich das in der Explosionskammer 10 eingeschlossene expandierte Gas so
weit verbraucht ist, daß seine Spannung unter den Betriebsdruck der Maschine (Turbine)
sinkt, so beginnt der Ventilkegel 6 des Einlaßventils 5 an der Explosionskammer infolge
der nachlassenden Spannung in 10 und des von 1 her wirkenden Druckes sich zu
senken und öffnet dadurch sofort das mit seinem Hebelarm 15 durch die Stange 29
zwangläufig verbundene Auslaßventil 30 am Vorratsbehälter 12, während das Auslaßventil
28, welches ebenfalls durch die Stange 29 mit dem Ventil 5 verbunden ist, vermöge einer
nachstehend näher beschriebenen Einrichtung noch für kurze Zeit geöffnet bleibt und erst
nach völliger Öffnung des Gasgemischeinlaßventils 5 geschlossen wird. Dieses Offenbleiben
des Auslaßventils 28 der Explosionskam-
mer nach erfolgter Öffnung des gleichen Organes
30 am Vorratsbehälter hat den Zweck, daß nunmehr durch den aus letzterem in den injektorartig ausgebildeten Teil 31 der Leitung
23 bzw. 40 streichenden Gasstrom die in der Explosionskammer noch vorhandenen Verbrennungsrückstände
infolge seiner saugenden Wirkung mitgerissen und so die Kammer gereinigt und gleichzeitig ein gewisser Unterdruck
in ihr erzeugt wird, der sie zu einer erneuten Aufnahme von Gasgemisch geeignet
macht. Ermöglicht wird dies dadurch, daß die Spindel 32 des Auslaßventils 28 nicht fest
mit dem hohlen Ventilkolben 33 verbunden, sondern dichtschließend in dessen oberer
Stirnfläche verschiebbar , ist und durch die Ringbunde 34 und 35 in seine Höchst- und
Tiefststellung mitgenommen wird. Bei der in der Zeichnung veranschaulichten Stellung der
Ventile wird, sobald der Kegel 6- des Ventils 5 sich unter dem Druck des eindringenden
Gasgemisches zu senken beginnt, das mit 5 durch die Stange 29 verbundene Ventil 30 sofort
geöffnet, indem die Schlitze 36 in seinem hohlen Kolben 37 mit der entsprechenden
ringförmigen Öffnung 38 des Ventilkörpers in Verbindung gebracht werden. Währenddessen
bleibt aber der Kolben 33 des Ventils 28 durch Reibung vorläufig in der gezeichneten
Stellung stehen und wird erst bei Auftreffen des Ringbundes 35 auf die obere Kolbenfläche
niedergedrückt und so der Durchfluß des Gases unterbrochen. Um zu verhüten, daß während dieses Vorganges Gas aus der Sammeldüse
31 in die Explosionskammer zurückgelangt, ist in ersterer hinter dem Auslaßventil
28 noch ein Rückschlagventil 39 angeordnet.
Solange das Ventil 30 offen, dagegen das Einlaßventil 5 noch nicht gänzlich offen bzw.
das Auslaßventil 28 noch nicht ganz geschlossen ist, strömt die in dem Vorratsbehälter
12 eingeschlossene Menge explodierten Gases durch die Sammeldüse 31 in die Kraftmaschine
(Turbine), indem sie gleichzeitig die in der Explosionskammer 10 noch Vorhändenen
Gasreste mitreißt. Hierdurch wird aber ein gewisser Unterdruck gegen das erneut von 8 her einströmende Gasgemisch geschaffen;
die Kammer 10 füllt sich von neuem mit explosivem Gemisch, und der vorbeschriebene
Arbeitsvorgang wiederholt und vollzieht sich in der gleichen Weise.
Die geschilderte Anlage liefert also einen ununterbrochenen Gasstrom, der, bald der
Explosionskammer 10, bald dem Vorratsbehälter 12 entströmend, durch die injektorartig
gestaltete Sammeldüse 31 in die Maschine (Turbine) geführt und hier zur Arbeitsleistung
nutzbar gemacht wird.
Claims (1)
- 95 Patent-An SPRU ch:Gaserzeuger für Gaskraftmaschinen, bei dem die Explosionskammer (10) mit einem sich anschließenden Vorratsbehälter (12) durch ein Rückschlagventil (11) verbunden ist und der Gasstrom abwechselnd aus dem Vorratsbehälter und aus der Explosionskammer fließt, -dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßorgane (28, 30) der Explosibnskammer (10) und des Vorratsbehälters (12) sowie das Brennstoff luftgemischeinlaßventil (5) der ersteren derart miteinander in Verbindung stehen, daß nach erfolgter Explosion zunächst lediglich no das Auslaßorgan (28) der Explosionskammer (10) geöffnet ist, worauf sich durch den nunmehr eintretenden Spannungsabfall in der Explosionskammer (10) das Gemischeinlaßorgan (5) und das mit diesem zwangläufig verbundene Auslaßorgan (30) des Vorratsbehälters (12) öffnet, so daß die aus dem Vorratsbehälter ausströmenden Gase, deren Ausströmrohr injektorartig in das Ausströmrohr des Explosionsbehälters mündet, die Gasreste aus der Explosionskammer absaugen und hierdurch das öff-nen des Gemischeinlaßorganes (5) befördern, auf welchen Vorgang das Schließen des Auslaßorganes (28) der Explosionskammer folgt, bis schließlich nach erfolgter Auffüllung der Explosionskammer (10) mit frischem Gemisch kraftschlüssig ein Schließen des Gemischeinlaßorganes (5) und des Auslaßorganes (30) des Vorratsbehälters (12) eintritt, worauf eine Neueröffnung des Auslaßorganes (28) der Explosionskammer (10) und eine Entzündung des eingeführten Gemisches erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211981C true DE211981C (de) |
Family
ID=473743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211981D Active DE211981C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211981C (de) |
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- DE DENDAT211981D patent/DE211981C/de active Active
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