DE211991C - - Google Patents

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DE211991C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05GSAFES OR STRONG-ROOMS FOR VALUABLES; BANK PROTECTION DEVICES; SAFETY TRANSACTION PARTITIONS
    • E05G1/00Safes or strong-rooms for valuables
    • E05G1/10Safes or strong-rooms for valuables with alarm, signal or indicator

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  • Safety Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ!211991 -KLASSE 68 β. GRUPPE
gefüllten Hohlraum umgeben sind.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Mai 1908 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung an solchen Geldschränken, bei denen durch einen umgebenden Flüssigkeitsmantel bei einem Einbruchsversuch eine Druckänderung und dadurch ein Signal hervorgerufen wird.
Gemäß der Erfindung ist hierbei.eine Einrichtung getroffen, daß das Alarmsignal bei einem Einbruchsversuch sowohl zum Ertönen ίο gebracht wird, · wenn eine Steigerung, als auch wenn eine Herabminderung des Druckes der den Geldschrank umgebenden Flüssigkeit eintritt.
Eine Drucksteigerung kann z. B. dadurch hervorgerufen werden, daß das Zuleitungrohr etwa durch Hammerschläge breitgeklopft wird, um den Zufluß abzusperren, oder aber wenn mit Hilfe von Wärme etwa mit dem Lötrohr ein Versuch zum Durchbrechen des Mantels unternommen wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist
Fig. ι ein wagerechter Schnitt durch den Geldschrank.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung einer bei einem Einbruchsversuch in Wirkung tretenden Alarmvorrichtung.
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit dieser Vorrichtung in größerem Maßstabe.
Das Wasser fließt dem Raum a, der in den Wänden und in der Tür des Geldschrankes freigelassen ist, durch ein Rohr 1 zu, welches zweckmäßig in den unteren Teil der hinteren Schrankwand, d. h. der an der Mauer stehenden Wand, mündet. Das Rohr 1 teilt sich kurz vor seinem Eintritt in den Schrank in zwei Arme 2 und 3, von denen der eine ein Einlaßventil enthält, d. h. ein solches Ventil, das den Durchfluß des Wassers durch .das Rohr 2 im Sinne des Pfeiles 4 gestattet, während der Arm 3 mit einem Ventil 5 (Fig. 3) versehen ist, welches den Durchfluß des Wassers nur im Sinne des Pfeiles 6 gestattet. Es sind also die Ventile der Arme 2 und 3 in gleicher Weise, aber in entgegengesetztem Sinne angeordnet.
Das Ventil 5 ist mit einer Feder 7 versehen, welche dasselbe beständig auf seinen Sitz zu drücken sucht. Die Ventilstange 8 durchdringt dabei die Wandung des Armes 3 und steht einem Kolben 9 gegenüber, welcher unter dem Einflüsse einer Feder 10 steht, die den Kolben fortwährend gegen das Ende eines Stiftes 11 drückt. Letzterer ist an einem Ende mit Gewinde versehen und durch einen Längsschlitz im Bock 12 geführt, in welchem er mittels einer Mutter 13 festgehalten wird, so daß man den Stift gegen den Kolben 9 einstellen kann.
Es ist klar, daß das Wasser, wenn ein bestimmter Drück im Rohr 1 und im Raum a herrscht, bei einem Versuche, die Wand zu durchbohren, alsbald ausfließen und das Ventil des Armes 2 sich öffnen wird. Beim Abheben des Ventiles von seinem Sitze gelangt dasselbe mit seiner Stange mit dem letzteren gegenüberliegenden Kolben 9 in Kontakt, wodurch bei geeigneter elektrischer Verbindung des
Armes 2 und des Kolbens der Strom geschlossen und ein Läutewerk in Tätigkeit gesetzt wird.
Versucht man mit Hilfe einer geeigneten Wärmequelle die Schrankwandung zu zerstören, so entsteht eine Dampfentwickelung und dadurch eine Erhöhung des Druckes in der den Schrank umgebenden Kammer α und dem Rohre i. Hierdurch hebt sich das zweite Ventil 5 von seinem Sitze ab, wobei die Stange 8 mit dem Kolben 9 in Berührung kommt und das Alarmsignal ebenfalls in Tätigkeit tritt. Es ist unerläßlich, daß der Druck des durch das Rohr 1 einströmenden Wassers nicht höher ist als der, welcher durch Erwärmung des Wassers im Raum α eintreten könnte, weil sich sonst das eine Ventil nicht öffnen würde. 1st der Druck des Wassers stark, so wird man zweckmäßig ein Reservoir verwenden, welches in bestimmter Höhe aufgestellt ist und unter Atmosphärendruck steht.
Ein Versuch, das Rohr 1 platt zu schlagen, um die Alarmvorrichtung des Schrankes zu isolieren, würde ebenfalls eine Erhöhung des Druckes und ein Ertönen des Alarmsignales zur Folge haben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Alarmvorrichtung an Geldschränken, deren Wände und Türen mit einem, mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, daß die die Flüssigkeit zuführende Rohrleitung in zwei Arme geteilt ist, in deren jedem ein Ventil angeordnet ist, von denen das eine sich öffnet, wenn eine Herabminderung des Druckes in der den Geldschrank umgebenden Flüssigkeitskammer eintritt, während das andere sich' öffnet, wenn in dem den' Geldschrank umgebenden Raum ein Überdruck entsteht, zum Zwecke, ein Alarmsignal sowohl hervorzurufen, wenn auf den Geldschrank auf kaltem Wege als auch mit Hilfe von Wärme ein Einbruchsversuch unternommen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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