DE212614C - Schaltanordnung fuer selbsttaetig sich einschaltende ersatzwiderstaende fuer wechselstrom-bogenlampen - Google Patents
Schaltanordnung fuer selbsttaetig sich einschaltende ersatzwiderstaende fuer wechselstrom-bogenlampenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0042—Mounting; Connecting
- H05B31/0048—Mounting; Connecting of plural lamps
Landscapes
- Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)
- Circuit Arrangements For Discharge Lamps (AREA)
Description
cbKUHvl'iriH bik''
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21/ GRUPPE
Bei Serien von Wechselstrom-Bogenlampen verwendet man Vorrichtungen, die beim Verlöschen
einer Lampe die übrigen Lampen der Serie weiterbrennen lassen. Als solche sind sogenannte Sicherheitsspulen bekannt, Drosselspulen,
die ohne, Schaltapparate parallel zu jeder Lampe geschaltet werden, so daß also
ständig ein Teilstrom durch die Drosselspule fließt, der aber infolge ihrer Selbstinduktion
ίο nur gering ist. : Diese Drosselspulen haben
den Vorteil der einfachen Schaltung, aber den Nachteil, daß die Spannung nach dem Umschalten infolge der erhöhten Induktion weit
höher ist, als die Lampenspannung war, so daß also die übrigen Lampen der Serie mit
verminderter Spannung weiterbrennen und dadurch unter Umständen z. B. bei kleinen
Serien und knapper Netzspannung verlöschen.
Ferner sind elektromagnetisch ein- und
ao ausschaltbare Ersatzwiderstände bekannt, die
durch die erhöhte Spannung an den Klemmen der Lampe eingeschaltet werden, wobei dafür
gesorgt werden muß, daß der Magnet auch dann noch seinen Anker festhält, wenn nach
dem Umschalten die Spannung an seinen Klemmen wieder auf die normale Höhe der
Lampenspannung herabgeht, da ja der Ersatzwiderstand möglichst genau ebenso viel
Spannung absorbieren soll, wie die normal brennende Lampe vorher verbraucht hat.
Die vorliegende Erfindung gibt ein neues
Mittel an, um. bei elektromagnetisch geschalteten Ersatzwiderständen bei Wechselstromlampen
den Magnetanker nach dem Umschalten in seiner Lage festzuhalten, und zwar besteht
das Mittel darin, daß die Erregerwicklung des umschaltenden Magneten nach dem Umschalten
an einer höheren Spannung liegt als bei brennender Lampe. Diese höhere Spannung
wird in einfachster Weise dadurch hergestellt, daß der Ersatzwiderstand selbst als Primärwicklung
eines Transformators dient, dessen Primärspannung an Stelle der Lampenspannung tritt, während der umschaltende Magnet
vom Augenblick der Umschaltung an seine Spannung von den sekundären Klemmen dieses
Transformators erhält, die um so viel höher gehalten ist, als zum sicheren Festhalten des
Magnetankers bei normaler Lampenspannung erforderlich ist. Der Transformator wird am
besten in der Hickschen Schaltung mit fortlaufender Wicklung ausgeführt.
Beiliegende Zeichnung Fig. 1 stellt ein Schema für die Schaltungsweise und Anordnung
dar. Die Ersatzvorrichtung ist parallel geschaltet zu einer Differentialbogenlampe mit
den Klemmen α und b. Sie besteht aus einem Magnetschalter c mit Kontakt e und Anker d
und einem Transformator k mit den vier Klemmen f, g, h und i. Zwischen _/und g liegt die
primäre dicke Wicklung, . zwischen h und i liegt die sekundäre Wicklung des Transformators.
Der Magnet c wird von einer Nebenschlußwicklung erregt, die mit der Sekundärwicklung
des. Transformators hintereinander an den Lampenklemmen α und b liegt.
Der Stromlauf und die Arbeitsweise ist folgendermaßen:
Bei brennender Lampe geht der Hauptstrom von α durch die Hauptstrommagnetwicklung m
der Lampe, durch die Kohlen und den Licht- · bogen zur Lampenklemme b. Ein Neben-
s*chlußstrom geht von α über den Nebenschlußregelmagneten
η nach b. Ein zweiter Nebenschlußstrom geht von der Lampenklemme
α durch die Bewicklung des Magneten c über i, h zur Lampenklemme b. Dieser Nebenschlußstrom
ist so gering, daß er den Kern k des Transformators nicht oder nur verschwindend
wenig zu magnetisieren vermag. Die Wicklung des Magneten c steht also bei normalem
Brennen der Lampe unter einer Spannung, die gleich ist der Lampenspannung a-b,
vermindert um den Ohmschen Spannungsverlust der Wicklung h-i, der nur gering ist.
Bei normaler Lampenspannung wird der Anker d des Magneten c, der beispielsweise
unter der Spannung einer Feder φ steht, nicht angezogen. Steigt jedoch die Lampenspannung
über ein gewisses Maß hinaus — wie das am Ende des Kohlenabbrandes stets geschieht,
oder sonst bei einer Störung im Kohlennachschub — so zieht der Magnet c seinen Anker
d an und die Kontakte d und e berühren sich. In diesem Augenblicke geht der Hauptstrom
der Lampe von α über/, g, d, e nach b, und die Lampe erlischt. Infolge der Selbstinduktion
des Ersatzwiderstandes ist die Spannung /- g gegen die Lampenspannung verschoben
um einen Winkel φ. Man wählt zweckmäßig die Spannung f- g so, daß Spannung
(f-g)' cos φ gleich der Lampenspannung ist. Durch diesen starken Strom in der Primärwicklung
des Transformators f-g wird der Kern k desselben hoch magnetisiert, wirkt nun
als Transformator und erzeugt eine Sekundär spannung zwischen f-i, die beliebig größer
ist als die Lampenspannung zwischen a-b. An dieser erhöhten Spannung /- i aber liegt
nun die Magnetbewicklung des Magneten c. Dieser hält somit seinen Anker d mit Sicherheit
fest.
Durch diese Schaltung und Verbindung der Bogenlampe mit einem selbsttätigen induktiven
Ersatzwiderstand läßt sich mithin erreichen, daß der Ersatzwiderstand mit seiner Spannung
an Stelle der Lampenspannung tritt, so daß die Strom- und Spannungsverhältnisse der übrigen Lampen der Serie praktisch nicht
verändert werden. Der Umschaltemagnet wird während des Brennens der Lampe von der
Lampenspannung erregt, von dem Augenblick der Umschaltung an jedoch von einer beliebig
höheren Spannung.
An Stelle des Magneten c kann auch ein anderer durch Wechselstrom erregter Apparat
treten, der z. B. abstoßend auf Induktionsringe wirkt, oder ein Solenoid 0. dgl.
In vielen Fällen, insonderheit bei Lampen mit beweglichen Ankern, braucht man keinen
besonderen Umsehaltemagneten, sondern kann den Nebenschlußregelmagneten der Lampe
selbst als solchen verwenden und nun den induktiven Ersatzwiderstand allein über oder
neben der Lampe anordnen oder in die Lampe einbauen.
Fig. 2 zeigt eine Anwendung der oben beschriebenen Schaltungsanordnung in dieser
Weise. In dem Beispiel der Fig. 2 ist eine Differentiallampe gezeichnet mit zwischen den
Magnetpolen schwingenden, an einem Wagebalken mit Drehpunkt t befestigten Magnetankern
r und s. Zur leichteren Erklärung sind im übrigen die gleichen Buchstaben für die
gleichbedeutenden Teile gewählt wie in Fig. 1.
Der Nebenschlußregelmagnet der Lampe übernimmt hier die Rolle des Magneten c in
Fig. i. Bei steigender Lampenspannung zieht 'er seinen Anker s tiefer, als normal zum
Kohlennachschub nötig ist, ein und bringt endlich die Kontakte d, e zur Berührung. Dadurch
erfolgt die Umschaltung des Lampenstromes über die Ersatzwicklungy-g', der Transformatorkern
k wird hoch magnetisiert und der Nebenschlußmagnet erhält seine Erregung von
der erhöhten Spannung f-i, hält also den Anker s mit Sicherheit fest und dadurch die
Kontakte d und e zusammen. Daß während des Brennens der Lampe vor die Magnetbewicklung
η die Wicklung h-i geschaltet ist, ist ohne störenden Einfluß, da dieselbe als
konstante Vorschaltung dient.
Claims (3)
1. Schaltanordnung für selbsttätig sich einschaltende Ersatz widerstände für Wechselstrom-Bogenlampen,
dadurch gekennzeichnet, daß die schaltende und den Umschaltekontakt festhaltende Vorrichtung mit
ihrer Erregerwicklung nach der Umschaltung an einer höheren Spannung liegt als während des Brennens der Lampe.
2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ersatzwiderstand
selbst als Transformator ausgebildet ist, der die erhöhte Spannung für den Umschalteapparat nach der Umschaltung liefert.
3. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der
Regelmagnete des Lampenregelwerkes selbst die schaltende und den Umschaltekontakt
festhaltende Vorrichtung ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE212614T | 1908-11-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212614C true DE212614C (de) | 1909-07-26 |
Family
ID=474343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1908212614D Expired DE212614C (de) | 1908-11-24 | 1908-11-24 | Schaltanordnung fuer selbsttaetig sich einschaltende ersatzwiderstaende fuer wechselstrom-bogenlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212614C (de) |
-
1908
- 1908-11-24 DE DE1908212614D patent/DE212614C/de not_active Expired
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