DE2133152C3 - Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen

Info

Publication number
DE2133152C3
DE2133152C3 DE19712133152 DE2133152A DE2133152C3 DE 2133152 C3 DE2133152 C3 DE 2133152C3 DE 19712133152 DE19712133152 DE 19712133152 DE 2133152 A DE2133152 A DE 2133152A DE 2133152 C3 DE2133152 C3 DE 2133152C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
hydrogen
addition
halomethanes
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19712133152
Other languages
English (en)
Other versions
DE2133152B2 (de
DE2133152A1 (de
Inventor
Rolf Dr. 5000 Köln Schlafke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Kalk GmbH
Original Assignee
Chemische Fabrik Kalk GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Kalk GmbH filed Critical Chemische Fabrik Kalk GmbH
Priority to DE19712133152 priority Critical patent/DE2133152C3/de
Publication of DE2133152A1 publication Critical patent/DE2133152A1/de
Publication of DE2133152B2 publication Critical patent/DE2133152B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2133152C3 publication Critical patent/DE2133152C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/20Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of halogen atoms by other halogen atoms
    • C07C17/202Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of halogen atoms by other halogen atoms two or more compounds being involved in the reaction

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

-W
Gegenstand des Hauptpatents 2126105 ist ein Ver&ihren zur Herstellung von wasserstofffreien HaIogenmethanen mittels Umsetzung von Fluor enthaltenden wasserstofffreien Halogenmethanen in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
a) Fluor enthaltende wasserstofffreie Halogenmethane, die wenigstens I Fluoratom und im übrigen Chlor und/oder Bromatome enthalten, mit
b) Tetrachlonnethan oder Tetrabrommethan in Gegenwart von Aluminiumchlorid, Aluminiumbrom id oder deren Gemischen im Temperaturbereich von -IO bis + 150°C umsetzt.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch die wasserstoffhaltigen Halogenmethanc, die, wie beispielsweise Methylenchlorid, Chloroform und Methylenbromid, bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von Tetrahalogenmethanen als Nebenprodukte anfallen, einer ähnlichen Umsetzung zugänglich sind.
Gegenstand der Erfindung ist daher die in den vorstehenden Patentansprüchen aufgezeigte weitere Ausbildung des Verfahrens des Hauptpatents.
Als Ausgangsstoffe für das erfindungsgemäße Verfahren eignen sich wasserst off halt ige Halogenrfiethane (= Komponente b), wie CH2CI2, CHCI,, CH2Br2 und CHCI2Br. Für die praktische Durchführung des Verfahrens der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn wenigstens eine der Reaktionskomponenten bei Raumtemperatur flüssig ist; andernfalls muß bei erniedrigter Temperatur oder bei erhöhtem Druck gearbeitet werden.
Als Katalysator wird in gleicher Weise wie bei dem Verfahren des Hauptpatents ein Friedel-Crafts-Katalysator, insbesondere Aluminiumchlorid und/nder Aluminiumbromid. verwendet. Auch bei dem vorlie
45
30
55 genden Verfahren hat sich ein Gemisch aus gleichen Gewichtsteilen AICI3 und AlBr3 besonders wirkungsvoll bewährt. Die Menge an zuzusetzendem Katalysator beträgt z. B. 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamteinwaage. Die für jeden Fall optimale Katalysatormenge kann durch einfache Vorversuche leicht ermitteU werden.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die bei Raumtemperatur am wenigsten flüchtige Komponente mit der erforderlichen Menge an Katalysator vermischt und zu dieser Mischung die weitere Reaktionskomponente zugetropft bzw. zugegeben. In besonderen Fällen, vor allem, wenn beide Reaktionskomponenten bei Raumtemperatur gasförmig sind oder ihr Siedepunkt wenig darüber liegt, kann es vorteilhaft sein, die Umsetzung in einem inerten Lösungsmittel, beispielsweise Alkanen, durchzuführen. Dann wird zunächst der Katalysator in dem zu verwendenden Lösungsmittel suspendiert, end anschließend werden die beiden Reaktionskomponenten gleichzeitig oder nacheinander zugesetzt. In jedem Fall wird nach Beendigung der Zugabe der Ausgangssubstanzen das Reaktionsgemisch auf die Reaktionstemperatur gebracht und unter lebhafter Durchmischung mehrere Stunden auf dieser Reaktionstemperatur gehalten. Die Reaktionstemperatur liegt im Bereich von —10 bis 150° C; vorteilhaft wird eine Temperatur zwischen 20 und 80° C gewählt.
Im allgemeinen werden die Umsetzungen unter Normaldruck durchgeführt. Es kann in einigen Fällen jedoch auch von Vorteil sein, unter vermindertem oder-vor allem in Verbindung mit höherer Temperatur — unter erhöhtem Druck zu arbeiten.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Reaktionsbedingungen bezüglich Temperatur und Druck so gewählt werden, daß ein Teil der bei der Reaktion entstehenden Produkte unter diesen Bedingungen flüchtig ist. Diese können dann aus dem Reaktionsgemisch laufend destillativ entfernt werden, was sich zumeist günstig auf die Ausbeute an bestimmten anderen Produkten auswirkt.
Neben der vorstehend beschriebenen diskontinuierlichen Arbeitsweise läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch kontinuierlich durchführen. Hierbei wird dann, neben den Ausgangssubstanzen, auch der Katalysator in dem Maße, wie er sich bei der Reaktion verbraucht, in das Reaktionsgemisch eingeführt. Bei kontinuierlicher Arbeitsweise ist es besonders vorteilhaft, wenn die Endprodukte oder zumindest eins davon unter Reaktionsbedingungen flüchtig sind bzw. ist, so daß sie über einen Kühler fortlaufend aus dem Reaktionsgemisch abgezogen werden können.
Zum Unterschied von dem Verfahren des Hauptpatents, bei dem ausschließlich wasserstofffreie HaIogenmethane miteinander umgesetzt werden, entsteht beim Einsatz von wasserstoffhaltigen Halogenmethanen eine größere Anzahl verschiedener Endprodukte. Für die wichtigsten technischen Anwendungszwecke, beispielsweise als Feuerlöschmittel oder als Treibgas bei der Herstellung von Polyurethanschaumstoffen, die durch die Vervyendung solcher Halogenmethane gleichzeitig selbstverlöschend werden, läßt sich ein erfindungsgemäß anfallendes Gemisch von Halogenmethanen praktisch ebenso wirkungsvoll verwenden wie eine reine Verbindung. Da zudem die anfallenden Nebenprodukte immer wieder durch geeignete Kombinationen mit anderen wasserstofffreien oder wasserstoffhaltigen Halogenmethanen nach den erfin-
dungsgemäßen Verfahren sich gegenseitig umwandeln lassen, entstehen schließlich nur technisch verwertbare Produkte.
Nachfolgend sei das erfindungsgemäße Verfahren anhand einiger Beispiele näher erläutert:
Beispiel I
In ein Reaktionsgefäß, das mit Rührvorrichtung und Destillationsaufsatz versehen ist, werden 173 Gewichtsteile CF3Br2 gegeben, 18,2 Gewichtsteile einer Mischung aus gleichen Gewichtsteilen AlCI3 und AlBr3 als Katalysator hinzugefügt und dazu 70 Gewichtsteile CH2CI2 getropft (Molverhältnis 1:1). Das Gemisch wird bei Raumtemperatur 44 Stunden lang gerührt. Im Verlauf dieser Zeit wer- is den über den Destillationsaufsatz, dessen Kolonnenkopf auf einer Temperatur von 0° C gehalten wird, 28,8 Gewichtsteile CF3Br (12,4 Gewichtsprozent), 13,3 Gewichtsteile CF2Cl2 (5,7 Gewichtsprozent) und 14,3 Gewichtsteile CF2ClBr (6,1 Gewichtsprozent) >o abgezogen. Der Rückstand wird einer fraktionierten Destillation unterworfen. Dabei werden als Hauptprodukle 46,2 Gewichtsteiie CH2CIBr (19,0 Gewichtsprozent) und 39,4 Gewichtsteiie CH2Q2 (17,0 Gewichtsprozent) sowie in geringeren Mengen die Verbindungen CF2Br2, CH2Br2, CCI3Br, CCl2Br2 und CCIBr3 gewonnen. Das während der Umsetzung bei einer Kühlertemperatur von 0° C entweichende Gemisch von CF3Br1 CF2Cl2 und CF2ClBr stellt ein hochwirksames und gleichzeitig ungiftiges Feuerlöschmittel dar. Auch das Hauptprodukt CH2ClBr ist ein bekanntes Feuerlöschmittel.
Beispiel 2
In das gleiche Reaktionsgefäß wie im Beispiel 1 werden 173 Gewichtsteiie CF2Br2 gegeben, 20,3 Gewichtsteiie einer Mischung aus gleichen Teilen AlCl3 und AlBr3 als Katalysator hinzugefügt und dazu 98,4 Gewichtsteile CHCI3 getropft (Molverhältnis 1:1). Das Gemisch wird bei Raumtemperatur 24 Stunden lang gerührt. Im Verlauf dieser Zeit werden über den Destillationsaufsatz, dessen Kolonnenkopf auf einer Temperatur von 0° C gehalten wird,
10.1 Gewichtsteile CF3Br (3,9 Gewichtsprozent),
20.2 Gewichtsteiie CF2CI2 (7,8 Gewichtsprozent) und 10,6 Gewichtsteile CF2ClBr (4,1 Gewichtsprozent) abgezogen. Der Rückstand wird einer fraktionierten Destillation unterworfen. Dabei werden als Hauptprodukte 53,6 Gewiehtsteile CHCl2Br (20,5 Gewichtsprozent) und 39,5 Gewichtsteile CHClBr2 (15,1 Gewichtsprozent) sowie in geringeren Mengen die Verbindungen CF2Br2, CHCl3, CCl4, CCI3Br, CCl2Br2, CHBr3 und CClBr3 gewonnen.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Herstellung von wasserstofffreien HaJogenmethanen s nach Patent 2126105 mittels Umsetzung von Fluor enthaltenden wasserstofffreien Halogenmethanen in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren, wobei man
a) Fluor enthaltende wasserstofffreie Halogen- m methane, die wenigstens 1 Fluoratom und im übrigen Chlor- und/oder Bromatome enthalten, mit
b) Tetrachlormethan oder Tetrabrommethan in Gegenwart von Aluminiumchlorid, Alumi- is niumbromid oder deren Gemischen im Temperaturbereich von — 10 bis +150° C umsetzt,
dadurch gekennzeichnet, daß man statt oder zusätzlich zu Komponente b) ein Halogenmethan 2n einsetzt, das neben Chlor- bzw. Bromatomen noch 1 bis 3 Wasserstoffatome im Molekül aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man statt oder zusätzlich zu Komponente b) ein Halogenmethan einsetzt, das neben Chlor- bzw. Bromatomen noch 1 bis 3 Wasserstoffatome und außerdem noch Fluoratome im Molekül aufweist.
DE19712133152 1971-07-03 1971-07-03 Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen Expired DE2133152C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712133152 DE2133152C3 (de) 1971-07-03 1971-07-03 Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19712133152 DE2133152C3 (de) 1971-07-03 1971-07-03 Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2133152A1 DE2133152A1 (de) 1973-01-11
DE2133152B2 DE2133152B2 (de) 1980-10-16
DE2133152C3 true DE2133152C3 (de) 1981-06-19

Family

ID=5812583

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712133152 Expired DE2133152C3 (de) 1971-07-03 1971-07-03 Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2133152C3 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5189229A (en) * 1988-02-29 1993-02-23 Glaxo Group Limited Debrominating dibromofluoromethane with tributyltin hydride
CA3162881A1 (en) 2019-11-28 2021-06-03 Saltigo Gmbh Improved process for preparing bromochloromethane

Also Published As

Publication number Publication date
DE2133152B2 (de) 1980-10-16
DE2133152A1 (de) 1973-01-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1193510B (de) Verfahren zur Herstellung von Brom-derivaten des Diphenyls, Diphenylaethers, Diphenylphenylaethers oder Di-, Tri- bzw. Tetraphenylmethans mit 4 und mehr Bromatomen je Molkuel
DE19654719A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Perfluorkohlenstoffen
DE1668842C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1-Dichloräthan
DE2133152C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenmethanen
DE2720294C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines 2-{Amylbenzoyl)-benzoesäuregemisches
DE2005259C3 (de) Verfahren zur Herstellung von p-Bromphenol
DE2542496A1 (de) Verfahren zur herstellung von perfluoralkyljodidtelomeren
DE4213850A1 (de) Halogenierungsverfahren in vorteilhaften Lösungsmitteln und neue Bistrifluormethyl-polyfluoralkoxybenzole
DE2538158C3 (de) Verfahren zur Herstellung von monochlorbenzoylchlorid
DE2034472C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Perfluor alkyljodidtelomeren
DE2126105C3 (de) Verfahren zur Herstellung von wasserstofffreien Halogenmethanen
DE3332017A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3,4-dichlorbenzotrihalogeniden
DE801987C (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachloraethan
EP0283833A2 (de) Verfahren zur Entfernung von m-Chlortoluol aus Chlortoluolgemischen
EP0235535B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Hexachlorethan aus Hexachlorbutadien
DE1793316C3 (de) Verfahren zur gleichseitigen Herstellung von Trichlorethylen, Tetrachloräthylen und 1,1,1-Trichloräthan
DE2218282C3 (de) Verfahren zur Herstellung von halogenierten Äthanen
DE2632565A1 (de) Umsetzung aromatischer verbindungen mit chlor
DE3923255A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,1,1,-triflour-2,2-dichlorethan durch photochlorierung
DE3935493A1 (de) Verfahren zur herstellung von dichlorperfluormonocycloolefinen
DE2105029A1 (de) Verfahren zur Herstellung von n-Alkylbenzolen
DE2852645C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Tribromphenol, Chlordibromphenol bzw. Dichlorbromphenol
DE3202378C2 (de)
DE1913405A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Trifluorbrommethan und Tetrabrommethan
DE2413892A1 (de) Verfahren zur herstellung von 4phenyl-benzaldehyd

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8330 Complete disclaimer