DE2135471B2 - Spritzgießform - Google Patents
SpritzgießformInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D17/00—Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
- B22D17/08—Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled
- B22D17/10—Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled with horizontal press motion
-
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- B22D17/00—Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
- B22D17/14—Machines with evacuated die cavity
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießform.
Beim Spritzgießen in luft- oder gasgefüllten, u. a. mit
Sauerstoff gefüllten Spritzgießformen bilden sich im Spritzgußstück Luftblasen bzw. Poren und Lunker, die
Schwachstellen am oder im Spritzgußstück darstellen und unter Umständen zu dessen Verwerfen führen; das
mögliche Vorhandensein solcher Blasen, Poren und Lunker stellt immer einen Unsicherheitsfaktor dar und
schränkt die Verwendungsmöglichkeit der Spritzgießstücke ein.
Beim Spritzgießen unter Sauerstoff reagiert dieser mit dem flüssigen Metall unter Bildung feiner Metalloxydteilchen,
so daß das Gefüge des Spritzgußstücks fast frei von Blasen und Poren ist, wie sie beim
Spritzgießen unter Luft vorkommen. Indessen haftet dem Spritzgießen unter Sauerstoff der Nachteil an, daß
— im Gegensatz zum Spritzgießen unter Luft — recht große Lunker entstehen können, die die Verwendung
des Spritzgußstücks beeinträchtigen oder aussschließen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spritzgießform zu schaffen, mit der Spritzgußstücke
erhalten werden, die nicht wegen Lunkerbildung verworfen werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1. Die weiteren Ansprüche kennzeichnen vorteilhafte Ausgestaltungen der wärmeisolierenden Zonen.
Die Lösung der Aufgabe beruht auf der Erkenntnis, daß sich größere Blasen und Poren, insbesondere große
Lunkerporen, konzentrisch um diejenigen Bereiche des Spritzgußstücks herum ausbilden, in denen die Verfestigung
des Materials verhältnismäßig spät einsetzt. Durch die Anordnung von wärmeisolierenden Zonen an
bestimmten Stellen der formgebenden Wände wird der erhebliche Vorteil erzielt, daß die — unvermeidbaren —
Lunker gezielt an solche Stellen des Spritzgußstücks verlegt werden, wo sie entweder bei der Verwendung
des Spritzgußstücks nicht merklich beansprucht werden, also unschädlich bleiben, oder bei der mechanischen
Nachbearbeitung des Spritzgußstücks entfernt werden.
Die Spritzgußstücke weisen, insbesondere beim Spritzgießen unter Sauerstoff, eine poren- und lunkerfreie
glatte Oberfläche bei hoher Abmessungsgenauigkeit auf.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Spritzgießform nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Spritzgießform zum Herstellen eines Gehäusedeckels für einen Elektromotor,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie 11-11 in Fig. 1,
F i g. 3 einen Schnitt durch das rohe Spritzgußstück,
F i g. 4 einen Schnitt durch das bearbeitete Spritzgußstück,
F i g. 5 einen Schnitt durch ein eine wärmeisolierenden Zone bildendes Einsatzstück aus keramischem
Material,
Fig.6 und 7 je einen Schnitt durch spulenförmige
metallische Einsatzstücke ohne und mit Heizvorrichtung.
Unter Bezugnahme auf F i g. 1 und 2 umfaßt die Spritzgießformanlage eine Formplatte 1 mit einem
feststehenden Formteil U und einem beweglichen Formteil 12, die zusammen eine zweischalige Form mit
einem Formhohlraum 4 und einem Eingießtrichter 5 bilden, der am Ende eines Einspritzzylinders 6 mit einem
Einspritzkolben 7 für das flüssige Metall liegt. Der Einspritzzylinder 6 ist an seiner oberen Seite mit einer
Einlaßöffnung 8 für das flüssige Metall versehen, in die eine Sauerstoffeinleitdüse 9 eingesetzt ist.
Gemäß der Erfindung werden Bereiche letzterstarrenden Metalls durch Anordnung von wärmeisolierenden
Zonen 10 in einigen Abschnitten der formgebenden Formwände 14 ausgebildet, die den Schraubenlöchern
10' oder der Wellenbohrung 10" des fertigen Spritzteiles entsprechen, wie in Fig.4 gezeigt; diese Teile
werden bei der Fertigstellung des Spritzteils entfernt.
In Fig.5 wird die wärmeisolierende Zone. 10 durch
ein Einsatzteil 13 gebildet, das aus keramischem Metall besteht (wie z. B. Chamottestein, Porzellan, gießbares
feuerfestes Material etc.) und in einer Aussparung der Formwand 14 eingebaut ist.
In F i g. 6 wird eine andere Ausführung der wärmeisolierenden Zone 10 gezeigt, bei der ein Einsatzteil 15, das
aus metallischem Material besteht und in ihrem Querschnitt eine Spulenform besitzt unter Bildung von
wärmeisolierenden Luftspalten 16 zwischen der Wand der Aussparung und dem Spulenkörper angeordnet ist.
In F i g. 7 wird noch eine andere Ausführungsform der
wärmeisolierenden Zone gezeigt. Ein Einsatzteil 17 ist mit eingebetteten Heizdrähten 18 ausgestattet, die zum
Heizen der wärmeisolierenden Zone 10 dienen und dadurch dort die Erstarrung des flüssigen Metalls
verzögern, wo dieses in Berührung mit den Einsatzteil 17 steht.
Beim Spritzgießen unter Sauerstoff wird die in der Buchse 6, dem Gießtrichter 5 und dem Gießhohlraum 4
vorhandene, Luft durch das Sauerstoffgas verdrängt, das in den Einspritzzylinder 6 durch die Düse 9 eingeleitet
wird. Dann wird das geschmolzene Metall durch die Einlaßöffnung 8 eingegossen und der Einspritzkolben 7
wird in Bewegung gesetzt, um das flüssige Metall in den Formhohlraum 4 durch den Eingießtrichter 5 auszustoßen.
Zu diesem Zeitpunkt reagiert das Sauerstoffgas sofort mit dem geschmolzenen Metall unter Bildung
feiner Metalloxydteilchen, die in dem geschmolzenen Metall zerstreut werden, wodurch die Zahl der Poren in
dem Spritzgußstück erheblich vermindert wird.
Bei der erfindungsgemäßen Spritzgießform erstarren die Teile des geschmolzenen Metalls, die in Berührung
mit den wärmeisolierenden Zonen 10 sind, mit einer sehr viel langsameren Geschwindigkeit im Vergleich
zur Erstarrung der übrigen Teile des geschmolzenen Metalls. Deshalb entstehen, wie in F i g. 3 gezeigt, die
Lunker in den Teilen des zuletzt erstarrenden Metalls (die Teile sind durch punktierte Linien angezeigt), die in
Berührung mit den warmeisolierenden Zonen 10 stehen und bei Fertigstellung des Spritzgußstücks durch
mechanische Mittel entfernt werden.
Die erfindungsgemäße Spritzgießform kann aber auch bei Spritzgußstücken angewendet werden, die
keine entfernbaren Teile aufweisen, sofern die mit Lunkern behafteten Bereiche durch entsprechend»»
Anordnung der wärmeisolierenden Zonen 10 an solche Stellen verlegt werden, an denen bei der Verwendung
des Spritzgußstücks nur geringe Festigkeitsbeanspruchungen auftreten, während die hoch beanspruchten
Teile des Spritzgußstücks frei von Lunkern bleiben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Spritzgießform, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formteile (11,12) mit wärmeisolierenden Zonen (10) an solchen Stellen der formgebenden
Wände (14) vorgesehen sind, die formgebend sind für Teile des Spritzgußstücks, die entweder bei der
Verwendung nur geringen mechanischen Beanspruchungen unterliegen oder bei der mechanischen
Bearbeitung des Spritzgußstücks entfernt werden.
2. Spritzgießform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeisolierenden Zonen
(10) aus Einsatzteilen (13) aus keramischem Material bestehen.
3. Spritzgießform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeisolierenden Zonen
(10) aus spulenförmigen Eir.satzteilen (15. 17) aus Metall bestehen, wobei zwischen diesen und den sie
aufnehmenden Aussparungen der Formwand (14) Luftspalte (16) gebildet sind.
4. Spritzgießform nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in den wärmeisolierenden
Zonen (10) Heizvorrichtungen (18) eingebettet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP6133070A JPS5021143B1 (de) | 1970-07-15 | 1970-07-15 |
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| IT (1) | IT940433B (de) |
| NL (1) | NL7109711A (de) |
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| GB1303030A (de) | 1973-01-17 |
| NL7109711A (de) | 1972-01-18 |
| IT940433B (it) | 1973-02-10 |
| CA952686A (en) | 1974-08-13 |
| BE770051A (fr) | 1971-11-16 |
| JPS5021143B1 (de) | 1975-07-21 |
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| SE365727B (de) | 1974-04-01 |
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| FR2098425B1 (de) | 1974-12-20 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8235 | Patent refused |