DE2139582A1 - Magnetron - Google Patents
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Description
DR. MÜLLER-BORE DIPL-PHYS. DR. MANITZ DIPL.-CHEM. DR. DEUFEL
DIPL-ING. FINSTERWALD DIPL-ING. GRAMKOW 2139582
PATENTANWÄLTE
Hl/Sv - E 104-7 re. AUE 1971
ENGLISH EEEOTRIO VALVE COMPANY LID. Bush House, Aldwych, London W.G.2,
England
Magnetron
Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnetron und betrifft
insbesondere ein Magnetron der Art, in dem eine Abstimmung durch ein leitendes Glied bewirkt wird, das sich angrenzend
an eine Endfläche bzw. Stirnfläche eines Anodenblocks befindet und axial zu der Fläche hin und von deser weg unter
der Steuerung eines piezoelektrischen Wandlers in der evakuierten Hülle bzw. dem evakuierten Kolben des Magnetrons
beweglich ist.
Es wurde gefunden, daß im Betrieb die Abstimmfähigkeit bzw. Abstimmleistung des piezoelektrischen Wandlers dazu neigt,
allmählich bzw. stufenweise sich zu verschlechtern. Es ist ebenfalls beobachtet worden, daß eine Verschlechterung der
Abstimmfähigkeit der Röhre während der Bearbeitung der Röhre
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bei der Herstellung, beispielsweise der Kathodenaktivierung und Alterung auftritt. Ziel der Erfindung ist die Schaffung
eines Magnetrnns der obengenannten Gattung, bei dem die Neigung für das oben erläuterte Auftreten einer Verschlechterung
des piezoelektrischen Wandlers vermindert ist.
Erfindungsgemäß sind bei einem Hagnetron der obengenannten
Gattung Einrichtungen vorgesehen zum Abschirmen von andernfalls freiliegenden Bereichen des den Wandler bildenden
piezoelektrischen Materials gegen die Kathode.
Es wird angenommen, daß die Verschlechterung der Abstimmungsleistung in einem weitgehenden HaBe auftrat aufgrund einer
Eeaktion des piezoelektrischen Materials mit von der Kathode freigesetzten Gasen, aufgrund von Shunt-Effekten durch Ablagerungen
von von der Kathode stammendem Metall, insbesondere an dem Grenzbereich zwischen zwei Abschnitten des den Wandler
bildenden piezoelektrischen Materials, wenn der Wandler von dem bimorphen Typ bzw. Zwei-Element en-Typ ist, und in einem
geringeren Ausmaß aufgrund von Wärme effekten.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung von Abschirmungseinrichtungen
wird vorteilhafterweise eine Verringerung der oben erwähnten allmählichen Verschlechterung erreicht.
Die Abschirmungseinrichtungen können die Form eines Schirmes, der vor dem zu der Kathode gerichteten Wandler angebracht ist,
oder die Form einer Ablagerung von isolierendem Material auf
andernfalls freiliegenden Bereichen des zu der Kathode gerichteten
piezoelektrischen Materials aufweisen. Bei bevorzugten Ausfuhrungsformen der Erfindung werden beide oben erwähnten
Absehirmungsformen zusammen vorgesehen. Me Ablagerung
von isolierendem Material wird bevorzugt vorgesehen, um alle
der Kantenflächen des piezoelektrischen Wandlers abzudecken,
2- 1098&7/U20
so daß kein Bereich des piezoelektrischen Materials ausgesetzt "bzw. frei ist.
Bevorzugt ist das isolierende Material Glas. Die Beschaffenheit des Glases ist nicht von kritischer Bedeutung, jedoch ist Bleiglas
aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes und seiner guten Benetzungseigenschaften bevorzugt. Ein bevorzugtes Bleiglas
weist die folgende Mischung auf:
| Mennige (Read | Lead) | 440 | S |
| Boroxid | 32 | S | |
| Zinkoxid | 30 | g | |
| Aluminiumhydrc | 18 |
Die Glasschicht ist geeigneterweise etwa 0,075 nim (0.003") dick.
Wenn, wie es üblicherweise der Fall ist, das leitende Abstimmglied
auf einem Arm (mit dem es integral verbunden sein kann) angebracht ist, der von dem Ende eines piezoelektrischen Wandlers
vorspringt, der seinerseits in einer freitragenden Weise ron einem relativ massiven Halterungsblock angebracht ist, wird
der Schirm bevorzugt auf dem Arm getragen. Bevorzugt ist ein Wärmeleiter zwischen den Arm und den Halterungsblock geschaltet,
um die von dem Schirm und dem Abstimmglied absorbierte Wärme abzuleiten.
Bevorzugte Materialien sind Kupfer für den Arm, den Abstimmglied-Schirm
und den Wärmeleiter und Eovar (^ickel-Kupfer-Eisen) für den Halterungsblock.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist der Wandler von
dem ^-efi-d-effl bimorphen Typ. Bei einer anderen Ausführungsform
der Erfindung ist der Wandler von dem multimorphen Typ.
— 3 —
1Q9887/U20
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung beispielsweise
beschrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Teils eines Magnetrons des
versehenen nicht mit Drahtbügeln (unstrapped)/Sonnentyps, das mittels eines axial beweglichen leitenden Gliedes abstimmbar
ist,
Fig. 2 eine schaubildliche Darstellung, in der die Ausrichtung bzw. Fluchtung des beweglichen Abstimmgliedes
der Fig. 1 mit den Hohlräumen in dem Anodenblock des Magnetrons der Fig. 1 dargestellt ist,
" Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer piezoelektrischen
bimorphen Wandler anordnung, die erfindungsgemäß vorgesehen
ist,
Fig. 4 eine teilweise Draufsicht einer alternativen Konfiguration für das bewegliche Abstimmglied der Fig. 1,
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer piezoelektrischen
multimorphen Wandleranordnung, die gemäß der Erfindung
vorgesehen ist, und
Fig. 6 eine Schnittansicht eines der piezoelektrischen multimorphen
Wandler, die in der Anordnung der Fig. 5 verwendet werden.
Nach den Fig. 1 und 2 weist ein Magnetron einen nicht mit Drahtbügeln
versehenen (unstrapped) Sonnenstrahl-Anodenblock 1 auf, der die gewöhnliche wechselweise Anordnung von großen Hohlräumen
2 und kleinen Hohlräumen 3 umfaßt. Der Anodenblock 1 weist eine Axialbohrung 4 auf, in der eine Kathode 5 angebracht ist.
Auf beiden Seiten des Anodenblocks 1 sind Polstücke 6 und 7 vorgesehen. Zwischen einer Fläche des Anodenblocks 1 und dem
Polstück 7 ist ein Abstimmglied 8 angebracht, das (durch einen
in den Fig. 1 und 2 nicht, jedoch in Fig. 3 dargestellten piezoelektrischen
Wandler) gesteuert wird, um sich axial zu der
- 4 - 109887/U20
!"lache des Anodenblocks 1 und von dieser wggzubewegen. Das
. Abstimmglied 8 ist ein leitender Ring, dessen Außenumfang 9 etwa mit den Stirnwänden 10 der größeren Hohlräume 2 fluchtet,
während der innere Umfang 11 etwa mit den Stirnwänden 12 der kleineren Hohlräume 3 fluchtet. Somit wirkt jeder
Abschnitt des Abstimmgliedes 8, der über einem größeren Hohlraum liegt, als eine KurzSchlußwindung, deren Einwirkung
auf den Hohlraum zunimmt, wenn das Glied 8 nahe zu der Fläche des Anodenblocks 1 bewegt wird, um die Oszillationsfrequenz
zu erhöhen, und abnimmt, wenn das Glied 8 von der Fläche des Anodenblocks 1 wegbewegt wird, um die Oszillationsfrequenz
herabzusetzen.
Nach Fig. 3 ist das ringförmige Abstimmglied 8 an dem Ende eines leitenden Arms 13 aus Kupfer und als ein Teil von diesem
ausgebildet. Der Arm 13 ist an die Unterseite des Endes eines piezoelektrischen Wandlers 14 vom bimorphen Typ, der
an sich bekannt ist, hart angelötet und springt von diesem Ende vor. Der Wandler 14, der aus zwei Streifen aus piezoelektrischem
Material, einer auf der Oberseite des anderen, besteht, ist in einer freitragenden Weise an einem leitenden
Halterungsblock 15 aus Kovar (Metall-Kupfer-Eisen) angebracht.
■Verbindungsleitungen 16 und 17 zur Zuführung eines erregenden
Potentials zu dem bimorphen Wandler sind durch Durchführungsdichtungen 18 und 19 in einem Basisglied 20 hindurchgeführt,
das seinerseits in die nicht dargestellten Wände des Magnetrons dicht eingesetzt ist.
Erfindungsgemäß sind die Kanten 22 des Wandlers und die von der Kante der oberen Lage von piezoelektrischem Material gebildete
Aussparung 23 sowie die obere Fläche der unteren Lage von piezoelektrischem Material mit einer dünnen Glasschicht
überzogen, wie es durch Schattierung dargestellt ist, um die andernfalls freiliegenden Bereiche des piezoelektrischen
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Materials in der oberen und unteren Lage abzudecken. Das Glas ist ein Bleiglas mit einer Schichtdicke von etwa 0,075 ™i
(0.003")> das die folgende Mischung aufweist:
Mennige (Read Lead) 440 g
Boroxid 32 g
Zinkoxid 30 g
Aluminiumhydroxid 18 g
Zusätzlich ist ein Blech 24 aus Kupfer mit dem Arm 13 an der unteren Lage des piezoelektrischen Materials angebracht, wo-
W bei das Ende des Bleches 24 um 90° nach oben gebogen ist,
um einen Schirm 25 vor der zur Magnetronkathode 5 gerichteten
Kante des Wandlers zu bilden. Ein wärmeleitender Streifen aus Kupfer ist zwischen den Arm 13 und das eine Abschirmung
bildende Blech 24 auf der einen Seite und den Halterungsblock 15 auf der anderen Seite verbunden.
In dem Pail der S1Ig. 4 weist das Abstimmglied eine äußere Abgrenzung
in Zinnenform bzw. gezackter Form auf, wobei jede Verlängerung des Abstimmringes 8 einen Teil von einem der
größeren Hohlräume in dem Magnetronblock 9 abdeckt. Durch diese Anordnung wird eine Abstimmrate vorgesehen, die größer
als die der Anordnung in Fig. 2 ist, bei der das Abstimmglied einen ebenen Ring umfaßt.
Mach den Fig. 5 und 6 ist die allgemeine Konstruktion der
Wandleranordnung ähnlich der in Fig. 3 gezeigten, jedoch
sind anstelle eines piezoelektrischen Wandlers des bimorphen Typs zwei piezoelektrische Wandler vom multimorphen Typ vorgesehen.
Jeder der multimorphen piezoelektrischen Wandler der Fig. 5 umfaßt eine obere Elektrode 27 und eine untere Elektrode
28, die auf einem piezoelektrischen Keramikkörper 29 vorgesehen
sind. Innerhalb des piezoelektrischen Keramikkörpers 29 sind Mittelelektroden 30 vorgesehen, die durch öffnungen 31 ver-
- 6- 109887/1420
laufen. Der Bereich, der andernfalls ein freier Raum zwischen einem Draht 30 und der Seitenwand einer öffnung 31
sein würde, wird von einem Graphitmaterial 32 eingenommen.
Der freiliegende Bereich des piezoelektrischen Materials entlang jeder Seite des- Wandlers zwischen der oberen Elektrode
27 und der unteren Elektrode 28 ist mit einem Glasmaterial
"bedeckt. Die Stirnflächen 34- des Wandlers 27 sind in einer
gleichen Weise bedeckt.
- Patentansprüche -
109887/1420
Claims (12)
- Patentansprüche' 1.j Magnetron, bei dem ein Abstimmen durch ein leitendes Glied bewirkt wird, das sich benachbart zu einer Stirnfläche eines Anodenblocks befindet und axial zu der Fläche hin und von dieser weg unter der Steuerung eines piezoelektrischen Wandlers in dem evakuierten Kolben des Magnetrons beweglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind zum Abschirmen von anderenfalls freiliegent den Bereichen des den Wandler bildenden piezoelektrischen Materials gegen die Kathode.
- 2. Magnetron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmungseinrichtungen in der Form eines Schirms vorgesehen sind, der vor dem zu der Kathode gerichteten Wandler angeordnet ist.
- · Magnetron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeiehn e t, daß die Abschirmungseinrichtungen in der Form einer Ablagerung bzw. Abscheidung aus isolierendem Material auf andernfalls freiliegenden Bereichen des zu der Kathode gerichteten piezoelektrischen Materials vorgesehen sind.
- 4. Magnetron nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,-daß ein Schirm vor dem zu der Kathode gerichteten Wandler angebracht ist und daß eine Abscheidung aus isolierendem Material auf andernfalls freiliegenden Bereichen des zu der Kathode gerichteten piezoelektrischen Materials vorgesehen ist.
- 5· Magnetron nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Abscheidung aus isolierendem Material so vorgesehen ist, daß sie alle Kantenoberflächen des piezoelektrischen Materials bedeckt und kein Bereich des piezoelektrischen Materials ausgesetzt ist bzw. freiliegt._ 8 _ 109887/U20
- 6. Magnetron nach einem der Ansprüche 3 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß das isolierende Material Glas ist.
- 7. Magnetron nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Glas ein Bleiglas ist .
- 8. Magnetron nach Anspruch 7> dadurch gekennzeichnet, daß das Bleiglas folgende Mischung aufweist:Mennige (Read Lead) 440 gBoroxid 32 gZinkoxid 30 gAluminiumhydroxid 18 g
- 9· Magnetron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, daß das leitende Glied auf einem Arm angebracht ist, der von dem Ende eines piezoelektrischen Wandlers vorsteht, der seinerseits in einer freitragenden Weise von einem relativ massiven Halterungsblock angebracht ist, und daß ein Schirm auf dem Arm getragen wird.
- 10. Magnetron nach Anspruch 9> dadurch gekennzeichnet, daß ein Wärmeleiter zwischen den Arm und den Halterungsblock geschaltet ist, so daß von dem Schirm und dem Abstimmglied absorbierte Wärme abgeleitet wird.
- 11. Magnetron nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Arm, das Abstimmglied, der Schirm und der Wärmeleiter aus Kupfer und der Halterungsblock aus Kovar bestehen.
- 12. Magnetron nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz eichnet, daß der Wandler von dem bimorphen lyp ist." 9 " 109887/U20Magnetron nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandler vom multimorphen ^yp ist.- 10 -109887/1420
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| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |