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Brotröster Das Hauptpatent betrifft einen elektrischen Brotröster
mit einem von einem fremdbeheizten Bimetallstreifen thermisch gesteuerten Zeitschalt-
und Auswurfmechanismus, der einen höhenverschiebbaren, mit Brotbühnen verbundenen
Schlitten und einen ebenfalls höhenverschiebbaren Steuerschieber, eine schwenkbar
gelagerte Schaltwippe sowie eine ebenfalls schwenkbare Halteklinke aufweist, die
den Schlitten in der Röststellung der Brotbühnen arretiert, wobei die mechanischen
Steuer- und Übertragungsglieder in Führungen und Lager einer Grundplatte in vorbestimmter
Reihenfolge derart eingesetzt sind, daß ihre Betriebslage nach Einsetzen des letzten
funktionswesentlichen Elementes gesichert ist.
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Dabei ist die Schaltwippe einteilig ausgebildet und weist an ihren
Schmalseiten Nasen auf, die mit höhenversetzt zueinander an dem Steuerschieber angeordneten
Anschlägen zusammenwirken. Es hat sich nunmehr gezeigt, daß nach einer weiteren
Ausbildung der Erfindung eine besonders hohe Schaltsicherheit erreicht wird, wenn
die Schaltwippe aus zwei, vorzugsweise in einer Ebene angeordneten Hebeln besteht,
die um eine gemeinsame Achse begrenzt gegeneinander verschwenkbar sind und die auf
ihren gegenüberliegenden Schmalseiten in der Verschieberichtung des Steuerschiebers
gegeneinander versetzte, mit einem zwischen die beiden Hebel eingreifenden Anschlag
des Steuerschiebers zusammenwirkende Nasen aufweisen.
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Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn an dem die in Richrung der
Ausschaltbewegung des Steuerschiebers nachgeordnete Nase aufweisenden Hebel der
Schaltwippe ein doppelarmiger Ausschalthebel schwenkbar angeordnet ist, an dessen
einem
Arm ein einstellbarer, einen Ansatz des sich erwärmenden Bimetallstreifens
hintergreifender Ans-chlag angeordnet ist, und wenn an dem anderen Arm des Ausschalthebels
eine Zugfeder angreift, die mit dem freien Ende eines Auslegers des anderen Iiebels
der Schaltwippe verbunden ist, dessen Nase die Einschaltstellung des Steuerschiebers
arretiert. Eine Entnegelung der Kopplung zwischen dem Bimetallstreifen und dem Allsschalthebel
wird auf einfache Weise durch eine Auflaufschräge am Steuerschieber erreicht, die
bei der Ausschaltbewegung des Steuerschiebers den Aussehalthebel zwangsweise verschwenkt.
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Die Abschaltung der Stromzufuhr und das Anheben der Brotbühnen wird
bei dieser Ausführungsform dadurch wesentlich vereinfacht, daß an der Halteklinke,
die ein an einem festen Widerlager anliegende Nockenrad aufweist, ein mit diesem
drehbarer und mit einer zweiten Auflaufschräge des Steuerschiebers zusammenwirkender
Anschlag angeordnet ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäß
ausgebildeten Zeitschalt- und Auswurfmechanismus eines elektrischen Brotrösters
dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine den Zeitschalt- und
Auswurfmechanismus tragende Gehäusestirnwand eines Brotrösters, Fig. 2 einen Schnitt
tt durch Fig. 1 längs der Linie Il-lI, Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 1 längs der
Linie III-III, Fig, p einen Schnitt durch Fig. 1 Längs der Linie IV-I\I, Fig. 5
einen Schnitt durch Fig. 1 längs der Linie V-V.
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In der in den Figuren dargestellten, beispielsweise aus Kunststoff
bestehenden Gehäusestirnwand 1 eines elektrischen Brotrösters sind auf dem Langer
2 nacheinander schwenkbar die Halteklinke
3, höhenverschiebbar
der Steuerschieber 4 und ebenfalls schwenkbar die die Schaltwippe 5 bildenden Hebel
6, 7 aufgesteckt, die durch einen Sprengring 8 auf dem Lager 2 gehalten werden.
In Führungsbahnen 9 der Gehäusestirnwand 1 ist der die Brotbühnen 10 tragende Schlitten
11 höhenverstellbar geführt, der mit Hilfe eines durch einen Schlitz 12 in der Gerätestirnwand
1 ragenden Betätigungsarm 13 gegen die Wirkung einer Auswurffeder 14 nach unten
in die Röststellung verschoben werden kann.
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Auf dem exzentrisch angeordneten Lagerzapfen 15 des durch das Lager
2 hindurchgeführten Wählknopfes 16 ist der zweiarmige Steuerhebel 17 gelagert, der
an einem Ende mit dem Hebel 6 gekuppelt ist, während sein anderes Ende einen Anschlag
18 für den Bimetallstreifen 19 bildet, der in einem Lager 20 einseitig eingespannt
ist und an seinem freien Ende eine Justierschraube 21 aufweist. Die Auslenkung des
Bimetallstreifens 2 erfolgt durch die Wirkung eines Heizwiderstandes 22.
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Die Hebel 6, 7 sind entsprechend der Darstellung in Fig. 3 in einer
Ebene begrenzt gegeneinander verschwenkbar auf dem Lager 2 angeordnet, wobei der
Hebel 7 das Lager 2 mit einem kreisbogenförmigen Ansatz 23 mehr als 1809 umfaßt,
während der Hebel 6 mit einem Ansatz 24 den Ansatz 23 ebenfalls mehr als 1800 übergreift.
An dem Hebel 6 greift eine Schnappfeder 25 an, während an einem Ausleger 26 des
Hebels 7 ein zweiarmiger Ausschalthebel 27 angelenkt ist, an dessen einem Arm ein
einen Ansatz des sich erwärmenden Bimetallstreifens 19 hintergreifender, einstellbarer
Anschlag 28 angeordnet ist, während an seinem anderen Arm eine Zugfeder 29 angreift,
die mit einem Ausleger 30 des Hebels 6 verbunden ist. Die freien Enden der Jleh(l
f" 7 weisen mit dem fletätigungsarm 13 zusammenwirkende
Auflaufschrägen
31 bzw. 32 auf. Außerdem sind an dem Hebel 7 im Mittelbereich gegeneinander ansteigende,
ebenfalls mit dem Betätigungsarm 13 zusammenwirkende Auflaufschrägen 33, 34 vorgesehen.
Unterhalb dieser Auflaufschrägen ist an dem Hebel 7 eine gegen den Hebel 6 vorspringende
Nase 35 und versetzt dazu an dem Hebel 6 eine gegen den IIebel 7 vorspringende Nase
36 vorgesehen. Hinter den die Schaltwippe 5 bildenden Hebeln 6, 7 ist entsprechend
der Darstellung in Fig. 4 auf dem Lager 2 in einem Langloch 37 verstellbar der Steuerschieber
4 gelagert, der außerdem in den Bahnen 9 geführt ist. Im Bereich der Nasen 35, 36
weist der Steuerschieber 4 einen Anschlag 38 auf, der zwischen die beiden Hebel
6, 7 ragt. Der Steuerschieber 8 hat eine mit einem Anschlag 39 des Ausschalthebels
27 zusammenwirkende Auflaufschräge 40, eine weitere mit dem an der Halteklinke 3
angeordneten Anschlag 41 zusammenwirkende Auflaufschräge 42 sowie einen die Kontakte
43, 44 und 45 betätigenden Schaltarm 46. Außerdem ist eine mit dem Betätigungsarm
13 zusammenwirkende Stellstufe 47 an dem Steuerschieber vorgesehen. Am oberen Rand
des Steuerschiebers 4 ist eine Zugfeder 48 befestigt, deren anderes Ende mit der
Gehäusestirnwand 1 verbunden ist.
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An der Halteklinke 3, die entsprechend der Darstellung in Fig. 5 in
Form eines einarmigen Hebels hinter dem Steuerschieber 4 auf dem Lager 2 schwenkbar
angeordnet ist, ist drehbar ein asymmetrisches Nockenrad 49 befestigt, dessen Nocken
in den Schwenkweg des Betätigungsarmes 13 ragen und von einer Feder 50 gegen ein
Wider lager 51 gedrückt werden.
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Auf der Schwenkachse 52 des Nockenrades 49 ist mit diesem drehbar
der mit der Auflaufschräge 42 des Steuerschiebers 4 zusammenwirkende Anschlag 41
befestigt. An seinem freien Ende weist die IIalteklinke 3 einen hakenförmigen Ansatz
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auf, der den Betätigungsarm 13 und damit den Schlitten 11 sowie
die damit verbundenen Brotbühnen 10 in der Röststellung arretiert.
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Beim Absenken des Schlittens ii und der damit verbundenen Brotbühnen
10 in die in Fig. i dargestellte Röststellung gleitet der Betätigungsarm 13 nacheinander
über die Auflaufschrägen 32, 31 und 33 der Hebel 6 bzw. 7. Dabei stößt er an der
Stellstufe 47 des Steuerschiebers 13 an und verschiebt diesen soweit nach unten,
bis der Anschlag 38 mit der Nase 36 des Hebels 6 verrastet. Dabei werden durch den
Schaltarm 46 der Heizstromkreis des Brotrösters durch die Kontakte 44, 45 geschlossen
und der den Heizwiderstand 22 des Bimetallstreifens 19 überbrückende Kontakt 43
geöffnet.
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Außerdem wird bei dieser Bewegung die Auswurffeder 14 gespannt und
das Nockenrad 49 um 900 verschwenkt, so daß die Halteklinke 3 den Betätigungsarm
13 hintergreifen kann.
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Der durch den Heizwiderstand 22 erwärmte Bimetallstreifen 19 wird
durch die Temperatureinwirkung nach oben ausgelenkt, wobei entsprechend der Einstellung
der Justierschraube 21 der Steuerhebel 17 soweit verschwenkt wird, bis der Hebel
6 durch die Wirkung der Schnappfeder 25 umspringt und dabei seine Nase 36 den Anschlag
38 des Steuerschiebers freigibt, so daß dieser durch die Wirkung der Feder 48 nach
oben gezogen wird, bis der Anschlag 38 an der Nase 35 des Hebels 7 anliegt. Durch
diese Verschiebung des Steuerschiebers 4 wird der Schaltarm 6 soweit verstellt,
daß der Kontakt 43 den Heizwiderstand 22 des Bimetallstreifens 19 überbrückt. Die
Kontakte 44 und 45 bleiben geschlossen.
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Bei der Auslenkung des Bimetallstreifens 19 hat dessen freier Endbereich
den Anschlag 28 des Ausschalthebels 27 hintergriffen, so daß dieser durch den infolge
Abkühlung in seine Ausgangsstellung
zurückkehrenden Bimetallstreifen
19 nach unten gezogen. Dabei wird der Hebel 7 soweit verschwenkt, bis dessen Nase
35 den Anschlag 38 des Steuerschiebers 4 freigibt, so daß der Steuerschieber 4 durch
die Feder 48 weiter nach oben gezogen werden kann. Bei dieser Bewegung werden die
Schaltkontakte 44, 45 geöffnet, die Koppelung des Anschlages 48 mit dem Bimetallstreifen
19 durch die Wirkung der Auflaufschräge 40 auf den Anschlag 39 des Ausschalthebels
27 gelöst und außerdem durch die Wirkung der Auflaufschräge 42 auf den Anschlag
41, die Halteklinke 13 gegen die Wirkung der Feder 40 soweit verschwenkt, daß der
Betätigungsarm 13 und damit der Schlitten 11 mit den Brotbühnen 10 freigegeben wird,
so daß er durch die Feder 14 nach oben gezogen werden kann.
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Soll der Röstvorgang unterbrochen werden, bevor die mit Hilfe des
Wählknopfes 16 vorbestimmte Betriebsdauer abgelaufen ist, braucht lediglich der
Betätigungsarm 13 erneut nach unten verschoben zu werden. Dabei wird das Nockenrad
49 um 900 verschwenkt, so daß sein breiterer Teil an dem Anschlag 51 anliegt und
damit die Halteklinke 3 soweit verschwenkt ist, daß sie nicht mehr in den Verschiebeweg
des Betätigungsarmes 13 ragt. Beim nächsten Absenken des Betätigungsarmes 13 wird
der Abstand der Halteklinke 13 vom Anschlag 51 durch eine weitere Drehung des Nockenrades
49 wieder verringert, so daß der abgesenkte Betätigungsarm 13 wieder entsprechend
der in den Figuren dargestellten Lage von der Halteklinke 3 solange hintergriffen
wird, bis die bereits zuvor geschilderte Auslösung erfolgt.
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5 Patentansprüche 5 Figuren