DE214191C - - Google Patents

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DE214191C
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Description

i^'ä;
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■Λ*214191 KLASSE 38^. GRUPPE
KNUT AUGUST WASZ in STOCKHOLM.
Walze gewickelt werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. September 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Zündholzschachtelmaschine, bei welcher die Schachtel mittels einer sich drehenden Form gebildet wird, um welche der Schachtelspan und der an diesem mit seinem Ende befestigte, zum Zusammenhalten der Schachtel dienende, mit Kleister versehene Papierstreifen unter dem Druck einer Walze gewickelt werden, die gegen die Form anliegt, von welcher, wenn sie nach
ίο dem Umwickeln stehenbleibt, der Span abgeschoben wird, um einen frischen Span aus dem Spanbehälter an dieselbe heranzuführen. Hier wird hauptsächlich die Herstellung von Innenschachteln berücksichtigt, deshalb ist bei der Maschine außer der drehbaren Hauptform eine nicht drehbare, in der Längsrichtung verschiebbare Hilfsform vorhanden, auf welche der umgewickelte Span für das Einstecken des Bodens in die Schachtel und das Umbiegen des Papierstreifens über die obere Kante und unter den Boden der Schachtel von der Hauptform abgeschoben wird. So wie die bisherigen Maschinen dieser Art eingerichtet waren, hat die Form zwei Umdrehungen für jede Schachtel machen müssen. Gemäß dieser Erfindung braucht die Form dagegen nur ein wenig mehr als eine Umdrehung für jede Schachtel zu machen, wodurch die Anzahl hergestellter Schachteln pro Stunde erheblich vermehrt werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß die Form sich etwas rückwärts dreht, wenn sie etwas über eine Umdrehung gemacht hat, wodurch sie die Ausgangslage in kürzerer Zeit erreicht, als wenn sie die zweite Umdrehung voll ausführen müßte.
Fig. ι der Zeichnung ist eine Vorderansicht eines Teiles der Maschine,
Fig. 2 eine Oberansicht,
Fig. 3 ein Schnitt nach x-y der Fig. 2 und zeigt auch den Spanbehälter und den unter der Form vorbewegten Span, aus dem die Seiten der Schachtel gebildet werden.
Fig. 4 zeigt die Form, nachdem sie etwa 3/8 Umdrehung von der in Fig. 3 gezeigten Ausgangslage aus gemacht hat.
Fig. 5 zeigt die Stellung der Form nach etwas mehr als 1Z2 Umdrehung.
Fig. 6 und 7 zeigen die Stellung der Form, wenn sie sich das volle Maß, ungefähr ix/8 Umdrehung für die Bildung der Schachtelseite, gedreht hat, und
Fig. 8 zeigt die Stellung, wenn die Form aus der Lage der Fig. 6 und 7 in die zu dem Überführen des Spanes an die Hilfsform und zum Einstecken des nächsten Spanes dienende Ausgangslage der Fig. 3 zurückgekehrt ist. Die Zeichnungen zeigen nur die Teile, welche zu der. die vorliegende Erfindung bildenden Vorrichtung in Betracht kommen.
Die Form i, welche das eine viereckige Ende einer Welle ix und die Hauptform bildet, erhält ihre absatzweise Drehbewegung durch
die Zahnräder 2 und 3 von der Triebwelle 4 aus. Das Rad 3 hat in bekannter Weise Zähne nur auf einem Teile des Umkreises, um dem Kolben bei Nichteingriff der Räder die Rückdrehung zu ermöglichen. Die Späne 5 werden wie gewöhnlich, der eine nach dem anderen, von einem Schieber o. dgl. 6 aus dem Behälter 5* an die Form 1 geführt, welche an der einen Querseite einen kleinen bewegliehen Teil 7 hat, unter welchen das Ende des Spanes eintritt und festgeklemmt wird. Der Span wird von den beiden übereinander liegenden Walzen 8, 9 geführt, von denen die untere, 9, von Arm 10, Feder 11, Arm 12 und Daumenscheibe 13 geführt, sich abwechselnd hebt und senkt und im ersteren Falle den gummierten Papierstreifen 14 aufwärts führt und ihn am vorgeschobenen Span 5 befestigt (Fig. 3). Die Druckwalze 15 unter der Form 1 ist an dem vorderen Ende eines Hebels 16 gelagert, der mit seinem Drehzapfen 17 in dem oberen Ende eines Hebelarmes 18 in der Höhenlage verstellbar befestigt ist. Der Hebelarm 18 erstreckt sich aufwärts von der am Maschinentisch gelagerten Welle 19, die mit einem anderen Hebelarm 20 versehen ist, der durch die Wirkung der Feder 21 gegen eine Daumenscheibe 41 gedrückt gehalten wird. Vor dem Zapfen 17 ist der durch Feder 28 belastete Hebel 16 durch eine Lenkstange 23 mit einem Hebel 24 einer Achse 25 verbunden, die mit einem gegen eine Daumenscheibe 27 anliegenden Arm 26 versehen ist. Der Hebel 18 - 20 ermöglicht eine Verschiebung des Hebels 16 und somit eine Verschiebung der Walze 15 in wagerechter Richtung, und durch die Hebelbewegung 24 - 26 mittels Lenkstange 23 wird die Walze 15 in senkrechter Richtung gegen die Hauptform 1 bewegt und außer Berührung mit ihr gebracht, wenn der umgewickelte Span von derselben auf die Hilfsform 29 geschoben und ein frischer Span vorgeschoben werden soll. Am Hebel 16, nahe an der Walze 15, ist eine Platte 30 befestigt, die mit einem winkelförmigen Einschnitt versehen ist und zum Einbiegen der Papierkante in die die Hauptform 1 umgebende Nut 31 dient, wenn die Hauptform 1 nahe oder unmittelbar am Ende ihrer Umdrehung angelangt ist. Die Platte 30 ist hinsichtlich der Drehrichtung der ihr zugekehrten Seite der Hauptform 1 unmittelbar vor der Walze 15 gelegen, wenn der Span aufgewickelt wird. Fig. 3 zeigt den gewöhnlichen Umbieger (FaI-ter) 32, der in der gewöhnlichen Weise dadurch, daß er von dem Hebelarm 33, der Daumenscheibe 34 und der Feder 35 während des ersten Teils der Umdrehung der Form 1 bewegt wird, die Kante des Papierstreifens in die Nut 31 einbiegt. Fig. 1 und 2 zeigen noch den Schieber zur Verschiebung des Spanes von der Hauptform 1 auf die Hilfsform 29. Dieser Schieber (Fig. 1 rechts), besteht aus zwei die Hauptform 1 umfassenden Blattfedern 36 und ist an den in den Ständern 37,37, verschiebbaren und durch Querstücke 38, 39, 39V verbundenen Stangen 40,40 befestigt ; er erhält seine Bewegung von der mit Umfangsnut versehenen Kurvenscheibe 41, welche die an dem Querstück 38 befestigte Rolle 42 beeinflußt und auch dem Hebelarm 20 als Daumenscheibe dient. Eine mit einem bogenförmigen Daumen 43 versehene Gabel 43* ist am Querstück 39 angeordnet und gelangt in Eingriff mit einem sich von der Welle ix der Hauptform 1 aus erstreckenden und mit einer Rolle versehenen Arm, Vorsprung 0. dgl. 44.
Auch die oben genannten, gegen Daumenscheiben o. dgl. anliegenden Hebelarme sind auch, wie aus der Zeichnung ersichtlich, an ihren Enden mit Rollen versehen.
Der Papierstreifen 14 hat eine größere Breite als der Span, wie aus Fig. 2 ersichtlich, und das von einem langen Streifen abgeteilte Pa-" pierstreifenstück ist so lang, daß es ein wenig über das Ende des Spanes hinausreicht.
Gleich am Anfang der Drehung der Hauptform ι (Fig. 4) legt sich die Walze 15 gegen dieselbe an, und dabei werden der Span und der an diesem befestigte Papierstreifen nach ihren Querritzen um die Form 1 gebogen. Nachdem die Form etwas mehr als eine halbe Umdrehung gemacht hat, tritt der Umbieger 32 in die Nut 31 ein und biegt dadurch die Kante des darüberliegenden Papierstreifens in die Nut hinein. In derselben Weise wird bei dei fortgesetzten Umdrehung und unter dem fortgesetzten Druck der Walze 15 gegen die Form die Kante des Streifens in die Nut
31 an der nächsten Seite und ebenso an der darauffolgenden Seite der Form eingebogen, die schließlich die Stellung nach Fig. 6 erreicht. Nun bleibt die Hauptform stehen, und der Arm 18 (Fig. 3) dreht sich nach rechts. Die Walze 15 bewegt sich dabei infolge der Wirkung der Feder 28 auf den Hebel 16 und der Bewegung des Armes 26 an der Daumenscheibe 27 längs der Seite der Form ι aufwärts, wobei das Ende des Papier-Streifens dicht an den Span herangebogen wird. Bei der genannten Bewegung tritt schließlich die Platte 30 mit der einen Winkelkante in die Nut 31 an der schräg abwärts gekehrten Langseite der Form 1 und mit der anderen Winkelkante in die Nut 31 an der einen gleichfalls schräg abwärts gekehrten Querseite der Form hinein, wie aus Fig. 7 ersichtlich, wobei die Teile des Papierstreifens, die der Umbieger
32 nicht umbiegen kann, ohne daß die Form sich weiter dreht, in die Nut 31 eingebogen werden. Im nächsten Augenblick entfernt
sich die Walze 15 von der Form, und der Schiebrahmen 36-40 bewegt sich nach rechts (Fig. 1). Dabei stößt der bogenförmige Daumen 43 der Gabel 43* gegen den (die Maschine von dem linken Ende der Fig. 1 gesehen) nach links gekehrten Zapfen 44 und zwingt dabei die Welle ix und somit die Hauptform 1, sich in die mit der Lage der Hilfsform 29 übereinstimmende Ausgangslage der Fig. 3 . 10 und 8 zurückzudrehen, während das Zahngetriebe 2-3 außer Eingriff ist, so daß der Schiebrahmen 36-40 bei seiner fortgesetzten Bewegung den Span auf die Hilfsform 29 führen kann. Bei dieser Verschiebung, die schon während der Rückwärtsbewegung der Form ι anfängt, wird in bekannter Weise die in die Nut 31 eingebogene Papierkante an die Innenseite des Spanes gedrückt. Wenn der Schieber ganz vorwärts geschoben ist, liegt der Arm 44 der Welle ix in der Gabel 43*, wodurch die Form .1 verhindert wird, sich zu drehen, bis der Schiebrahmen sich wieder rückwärts bewegt hat. Auf der Hilfsform 29 wird die Schachtel fertiggemacht, was in bekannter Weise geschehen kann.
Die Wirkung des Umbiegers 30 am Hebel 16 beruht, wie ersichtlich, darauf, daß der Umbieger sich in einer der Drehrichtung des Kolbens entgegengesetzten Richtung vorwärts und zugleich aufwärts bewegt, wodurch er das Papier gleichzeitig an zwei einen Winkel miteinander bildenden Seiten der Form umbiegen kann. Damit dies leicht geschieht, ist eine solche Stellung der Form 1 während der Umbiegung gewählt (Fig. 6 und 7), bei der jene beiden Seiten der Form schräg abwärts gekehrt sind oder die Form sozusagen mit einer ihrer Ecken gegen den Umbieger gestellt ist und dieser eine . der Ecke entsprechende Winkelstellung hat.
Die sich abwechselnd vorwärts und rückwärts drehende Hauptform kann auch bei Maschinen zur Herstellung der Außenschachtel verwendet werden, bei welchen die Form bisher auch zwei Umdrehungen für jede Schachtel machte, und das Abschieben des Spanes kann auch hier während der Rückwärtsbewegung der Form geschehen.
Es ist im vorstehenden angenommen worden, daß die Schachteln, wie gewöhnlich, aus Holz hergestellt werden; es ist aber selbstverständlich, daß die beschriebene Vorrichtung auch bei der Herstellung von Schachteln aus Karton o. dgl. verwendet werden kann.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Zündholzschachtelmaschine mit einer sich absatzweise drehenden Form, um die der Span (Karton) und der zum Zusammenhalten der Schachtel dienende, mit Kleister versehene Papierstreifen unter dem Druck einer Walze gewickelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Form, nachdem der Span und der Papierstreifen um dieselbe gewickelt worden sind, sich soweit rückwärts dreht, bis sie in der Ausgangslage stehenbleibt.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem zum Überführen des umgebogenen Spanes von der drehbaren Form (1) an eine Hilfsform (29) · dienenden Schieber (Schiebrahmen 36-40) eine Gabel (43 x) mit bogenförmigem Daumen (43) und an der Welle χ) der Form (1) ein Arm oder Vorsprung (44 angeordnet ist, den der gebogene Daumen des sich verschiebenden Schiebrahmens (36-40) beiseitedreht, so daß die Form gezwungen wird, sich nach dem Umwickeln des Spanes rückwärts zu drehen und eine bestimmte Lage einzunehmen.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschieben des um die Form gewickelten Spanes von der Form schon während der Rückwärtsdrehung der Form beginnt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
gedruckt in der ueichsduuckeuei.
DENDAT214191D Expired DE214191C (de)

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