DE2142175B2 - Webkettenknuepfmaschine - Google Patents
WebkettenknuepfmaschineInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03J—AUXILIARY WEAVING APPARATUS; WEAVERS' TOOLS; SHUTTLES
- D03J1/00—Auxiliary apparatus combined with or associated with looms
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Webkettenknüpfmaschine zum Verknüpfen der Fäden von zwei Kettfadenscharen,
mit einem Knüpferdorn und einer seitlieh neben dem Knüpferdorn angeordneten, vorzugsweise
in Längsrichtung des Knüpferdornes relativ zu diesem beweglichen Haltevorrichtung für die beiden
zu knüpfenden Fäd^n.
Bei den bisher bekannten Webkettenknüpfmaschinen
ist neben dem sich drehenden Knüpferdorn eine vor- und zurückbewegliche Faden-Haltevorrichtung
angeordnet, die als Fadenklemme bezeichnet wird. Eine derartige Fadenklemme ist beispielsweise in
dem deutschen Patent 813 978 beschrieben. Die Fadenklemme hat die Aufgabe, die beiden zu verknotenden
Fäden einander zu nähern und dann die beiden Fäden festzuhalten. Mit den geklemmten Fäden
bewegt sich die Fadenklemme zurück und bringt! dabei die beiden Fäden über den Knüpferdorn hinter
dessen Schnabel. Beim Drehen des Knüpferdlorns werden die Fäden von dem Schnabel erfaßt und um
der; Knüpferdorn herumgeschlungen. Anschließend bewest sich die Klemme nach vorn und bringt die
Fäden vor den Schnabel des Knüpferdorns, so daß sie von diesem abgleiten und hierdurch der Knoten
seschlunsen wird. Eine zwischen dem Knüpferdorn und derVadenklemme angeordnete Schere schneidet
anschließend einen Teil der hinter dem Knoten liegenden Fäden ab. Während des gesamten beschriebenen
Vorsanges hält die Fadenklemme die beiden Fadenenden fest und bewegt die Fäden in Achsrichtung
des Knüpferdornes vor und zurück. Der Knüpfvorsana wird dann fortgesetzt, indem die hinter dem
knoten liegenden Teile d-:r Fäden von der Knüpfernad=1
erfaßt und in den Knüpferdorn gezogen werden. Hierdurch werden die Fäden zwischen der Innenwand
des Knüpferdornes und der Nadel festgeklemmt, und der Knoten kann durch den Knotenauszieher
zugezogen werden. Nunmehr wird auch der restliche Teil der hinter dem Knoten liegenden Fäden
durch eine weitere Schere abgeschnitten.
Die Fadenklemme enthält zwei durch Federkr.Jt zusammengedrückte Klemmbacken. Damit die Fäden
zwischen die Klemmbacken gelangen, sind Greifer vorgesehen, die die Fäden entgegen der Federkraft
und"der Fadenspannung in die Klemmhacken hineinziehen.
Durch die Reibung an den Klemmbacke, und an den Greifern werden jedoch die Fäden mechanisch
stark beansprucht. Dies führt dazu, daß bei den bekannten Knüpfmaschinen die KnüpfgeschwK
digkeit nicht weiter gesteigert werden kann, da sor-t
wegen zu hoher Fadenbeanspruchung Fadenbruch auftreten.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe 7 -gründe,
eine Webkettenknüpfmaschine der eingangs erwähnten Bauart zu schaffen, die einfach in ihre;"
Aufbau ist und höhere Knüpfgeschwindigkeiten h.; gleichzeitiger Schonung der Fäden ermöglicht.
Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, de;:.·
die Haltevorrichtung als Saugrohr ausgebildet und an
eine Saugquelle angeschlossen ist. Als Saugquell· kann hierbei beispielsweise das Gebläse eines Staubsaugers
dienen. Die neue Webkettenknüpfmaschine ist äußerst einfach in ihrem Aufbau, denn Greifer
und Klemme können entfallen. Durch die als Saugrohr ausgebildete Haltevorrichtung werden die Fa
denenden mittels Saugkraft gehalten. Das Saugrohr führt gegenüber dem Knüpferdorn die gleichen Bewegungen
aus, wie die oben beschriebene Fadenklemme. Es entfällt jedoch die reibende Bewegung
zwischen den Klemmbacken der Fadenklemme und außerdem auch die mechanische Beanspruchung
durch die Greifer. Auch letztere sind nicht mehr erforderlich. Damit tritt eine wesentlich geringere Beanspruchung
der Fäden auf, und es sind höhere Knüpfgeschwindigkeiten möglich. Werden die Fäden
vor eiern Einziehen der Fadenenden in den Knüpferdorn abgeschnitten, so werden die abgeschnittenen
Teile der Fäden sofort durch das Saugrohr abgesaugt und damit eine Verschmutzung der Maschine vermieden.
Weiterbildungen des Erfindungsgedankens ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei den bisherigen Knüpfmaschinen werden nach der Schlingenbildung des Knüpferdornes die Fadenenden
von der Knüpfernadel erfaßt. Diese Knüpfernadel ist einerseits teuer in der Herstellung und jeweils
nur für einen kleinen Garnstärkenbereich verwendbar. Außerdem ist auch die Einstellung der Bewegungsabläufe
von Knüpfernadel und Knüpferdorn
verhältnismäßig schwierig. Schließlich werden durch die Knüpfernadel die Fäden mechanisch stark beansprucht.
Der Erfindung liegt deshalb auch die Aufgabe zugrunde, die Webkettenknüpfmaschine in dieser
Hinsicht zu vereinfachen und zu verbessern, um ebenfalls höhere Knüpfgeschwindigkeiten zu erreichen.
Dies wird dadurch bewirkt, daß der Knüpferdorn in an cich bekannter Weise hohl ausgebildet
und an eine Saugquelle angeschlossen ist. Die Knüpfernadel und ihre Antriebsvorrichtung können damit
entfallen. Ebenso entfallen schwierige Einstellvorgänge. Die Enden der Fäden werden einfach nach
der Schlingenbildung in den an die Saugquelle angeschlossenen Knüpferdorn hineingezogen und durch
Saugkraft gehalten, bis der Knoten zugezogen ist. Auch die mechanische Beanspruchung der Fäden ist
damit geringer und höhere Knüpfgeschwindigkeiten sind möglich.
Weitere Einzelheiten sowie V01 teile der Erfindung sind an Hand von mehreren in der Zeichnung uargestellten
Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen
F i g. 1 bis 4 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Knüpfmaschine in schaubildlicher Darstellung in vier aufeinanderfolgenden Arbeitsstellungen.
F i g. 5 bis 8 einen Längsschnitt nach der Linie VI-VI der F i g. 9, ebenfalls in vier aufeinanderfolgenden
Arbeitsstellungen, die denen der F i g. 1 bis 4 entsprechen,
F i g. 9 eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispieles,
Fig. 10 einen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in der Zeichnung nur diejenigen Teile der Knüpfmaschine
dargestellt, die sich von den bekannten unterscheiden. Der hohl ausgebildete Knüpferdorn 1 weist an
seinem vorderen Ende den Schnabel 2 auf. Neben dem Knüpferdorn 1 ist die Schere 3 angeordnet. Seitlich
neben dem Knüpferdorn 1 ist ferner die Haltevorrichtung 4 vorgesehen. Diese ist erfindungsgemäß
als Saugrohr ausgebildet und an eine nicht dargestellte Saugquelle angeschlossen. Das Saugrohr ist,
wie insbesondere aus F i g. 9 zu entnehmen ist, an seinem freien Ende quer zur Ebene der Kettfadenscharen
schnabelförmig erweitert, so daß zwischen den beiden divergierenden Enden 4 α und 4 b ein
V-förmiger Einführschlitz 5 gebildet wird.
Das Saugrohr 4 ist relativ zum Knüpferdorn 1 vor- und zurückbeweglich gelagert, wobei vorzugsweise
das Saugrohr wie mit den Pfeilen A und B angedeutet, beweglich gelagert ist, während der Knüpferdorn
stationär angeordnet ist. Unter einer stationären Anordnung wird hier die Unbeweglichkeit in axialer
Richtung verstanden, wobei jedoch der Knüpferdorn J entsprechend dem Pfeil C drehbar sein muß.
Die relative Beweglichkeit von Saugrohr4 und Knüpferdorn 1 ist so ausgebildet, daß, wie sich insbesondere
aus den F i g. 5 bis 8 ergibt, in der vordersten Stellung des Saugrohres 4 der Grund 5 α des Einführ-Schlitzes
vor dem vorderen Ende 1 a des Knüpferdornes liegt und in der hintersten Stellung hinter dem
Schnabel 2 des Knüpff rdornes.
Zweckmäßig ist auch der in bekannter Weise hohl ausgebildete Knüpferdorn 1 an eine ebenfalls nicht
dargestellte Saugquelle angeschlossen, wobei die üblicherweise in dem Knüpferdorn angeordnete
Knüpfernadel weggelassen ist.
Die beiden zu verknüpfenden Fäden 6 und 7 nehmen ursprünglich die in F i g. 1 dargestellte strichpunktierte
Lage ein. Durch die Vorwärtsbewegung des Saugrohres 4 werden die Fäden durch den V-förmigen
Einführschlitz 5 einander genähert und gleichzeitig durch die Saugkraft zu dem Grund 5 α des Einführschlitzes
angesaugt. Eine nicht dargestellte erste Schere schneidet diebeiden Fäden aut der rechten
Seite ab, so daß nunmehr die Fadenenden gemäß Fig.2 in das Saugrohr4 hineingesaugt werden. Das
Saugrohr 4 bewegt sich zurück und nimmt die in F i g. 2 und 6 dargestellte hinterste Stellung ein. Die
Enden der Fäden 6,7 werden hierbei durch die Saugkraft gehalten und die beiden Fäden über den Knüpferdorn
1 gelegt. Anschließend macht der Knüpferdcrn 1 eine volle Umdrehung, wobei die beiden Fäden
durch den Schnabel 2 um den Knüpferdorn geschlungen
werden. Diese volle Umdrehung findet zwischen den in F i g. 2 und 3 bzw. 6 ui:d 7 dargestell'en
Arbeitsstellungen statt. Anschließend geht das Saugrohr 4 nach vorn, so daß der Grund 5 α des
Einführschlitzes 5 vor dem vorderen Ende 1 a des Knüpferdornes zu liegen kommt. Hierdurch rutscht
die inzwischen auf dem Knüpferdorn gebildete Fadenschlinge von dem Knüpferdorn ab. Die Schore 3
schneidet nunmehr einen Teil der über die Fadenschlinge überstehenden Fadenenden ab. Dieser Teil
wird durch das Saugrohr 4 abgesaugt. Die noch mit den Fäden zusammenhängenden Fadenenden werden
nunmehr durch die Saugkraft in den Knüpferdorn hineingesaugt und dort gehalten. Der sich nach hinten
bewegende Knotenauszieher 8 setzt die Fäden unter Spannung und zieht die gebildete FaJenschlinge
zu einem Knoten zusammen. Durch eine weitere, nicht dargestellte Schere können dann die hinter dem
Knoten liegenden Fadenenden abgeschnitten werden. Die abgeschnittenen Enden werden durch den Knüpferdorn
1 abgesaugt. Hiermit ist der Knüpfvorgang beendet.
Während bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Knüpferdorn stationär angeordnet ist und das
Saugrohr beweglich, könnte die Anordnung auch umgekehrt getroffen sein.
In Fig. 10 ist noch ein weiteres Ausführungsbeispiel
dargestellt, bei dem der Knüpferdorn Γ und das Saugrohr 4' beide stationär angeordnet sind. Die
Ausbildung des Saugrohres4' und des Knüpferdornes
1' entspricht hierbei dem vorher beschriebenen Ausführungsbe.spiel. Der Grund 5' α des Einführungsschlitzes
S' ist hierbei so weit zurückgelegt, daß er hinter dein Schnabel 2' des Knüpferdornes 1' zu
liegen kommt. Ferner ist ein vor- und zurückbeweglicher Fadenvorbringer 9 vorgesehen, der die Fäden
nach vorn vor das vordere Ende des Knüpferdornes bewegt, sobald auf dem Knüpferdorn durch die Drehung
desselben eine Fadenschlinge gebildet wurde. Da die übrigen Arbeitsvorgänge dem zuerst beschriebenen
Ausführangsbeispiel entsprechen, die Vor- und Zurückbewegung des Saugrohres jedoch durch
den Fadenvorbringer 9 ersetzt wurde, sind die obigen Ausführungen demgemäß auf das in Fig. 10 dargestellte
Ausführungsbeispiel zu übertragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Webkettenknüpfmaschine zum Verknüpfen der Fäden von zwei Kettenfadenscharen, mit
einem Knüpferdorn und einer seitlich neben dem Knüpferdorn angeordneten, vorzugsweise in
Längsrichtung des Knüpferdornes relativ zu diesem beweglichen Haltevorrichtung für die beiden
zu knüpfenden Fäden, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltevorrichtung als Saugrohr (4. 4') ausgebildet und an eine Saugquelle
angeschlossen ist.
2. Maschine r:>ch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Saugrohr (4, 4') an seinem '5 freien Ende quer zur Ebene der Kettenfadenscharen
schnabelförmig erweitert ist und daß zwischen den beiden divergierenden Enden (4 a. 4 b)
ein V-förmiger Einrührschlitz (5. 5') gebildet ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugrohr (4) relativ zum
Knüpferdorn (1) vor- und zurückbe\veglich gelagert
ist. derart, daß in der vordersten Stellung des Saugrohres (4) der Grund (5 a) cies Einfühisciiilitzes
(5) vor dem vorderen Ende (la) des Knüpferdornes (1) liegt und in der hintersten Stellung
hinter dem Schnabel (2) des Knüpferdornes (1).
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Saugrohr (4) vor- und zurückbeweglich
gelagert ist.
5. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Knüpferdorn (X') und Saugrohr
(4') stationär gelagert sind, der Grund (5'α) des Einführschlitzes hinter dem Schnabel
(2') des Knüpferdornes (1') angeordnet ist und zwischen diesem und dem, Saugrohr (4') ein vor-
und zurückbeweglicher Fadenvorbringer (9) vorgesehen ist.
6. Maschine insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Knüpferdorn
(1. 1') in an sich bekannter Weise hohl ausgebildet ist und an eine Saugquelle angeschlossen ist.
Priority Applications (6)
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| DE2142175A DE2142175C3 (de) | 1971-08-23 | 1971-08-23 | Webkettenknüpfmaschine |
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Family Applications (1)
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Legal Events
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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