DE2143151B2 - Werkzeug zum Nacharbeiten des Gewindes in Zündkerzenlöchern - Google Patents
Werkzeug zum Nacharbeiten des Gewindes in ZündkerzenlöchernInfo
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Description
paßt
3. Kombinationswerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet
daß das Führungsteil (11) an seiner werkstückigen Stirnseite einen gezahnten Rand (15) aufweist
eingeschraubt werden
einem bekannten Korablnatinnwerkwug der
!n Art wird das Fuhrungsgewinde be-
mit dem meist stark beschädigzusammenarbeiten, so
Zerspanung des Zylinderkopf-
fbht werden kann. ÄÄ.wi? um das Werk-Loch zu drücken, wird das Werkzeug zu
w2g^^rankßt. was zur Folge hau daß
S Unregelmäßiger Form ausgeräumt w.rd,
eSas größer ist als beabs.cht.gt, mit dem Effekt.
3ä Achse nach ihrem Einhängen nicht fest atzt
„nd d«lä>
Verbrennungsgase mcht zufriedenstellend
Die Erfindung bezieht sich auf ein kombiniertes Werkzeug zum Nacharbeiten des Gewindes in Zündkerzenlöchern an Zylinderköpfen aus weichem Metall
mit einem Werkzeugschaft, dessen hinteres Ende für den Eingriff eine:. Drehantnebs vorgesehen ist, und
dessen vorderes Ende ein in das nachzuarbeitende Gewinde passendes Führungsgewinde aufweist, an das
sich ein Räumabschnitt zum Aufbohren des Zündkerzentaches auf einen größeren Durchmesser und ein Gewindeschneidabschnitt zum Einschneiden eines neuen
Gewindes in das aufgebohrte Zündkerzenloch anschließt.
Viele zur Zeit in Gebrauch befindliche Motoren mit innerer Verbrennung haben Zylinderköpfe aus relativ
weichem Metall, wie z. B. Aluminium, wobei die Zündkerzenlöcher in solchen Zylinderköpfen direkt in das
weiche Zvlinderkopfmetcll gebohrt und das Gewinde in das Zylinderkopfmetall eingeschnitten ist. Wenn das
harte Metall der Zündkerze Grate aufweist oder wenn die Zündkerze unter Überschneiden von Gewindegängen in dai Zündkerzenloch gewürgt wird, wird das Ge-.winde irtZflndkereenloch beschädigt* and zwar manch*
'ms! defari, da)} die iMtikttti'atircb den Verbrett*
nungsdrucfc innerhalb des Zylinder» aus dem Zündker'
zenlodt herausgedrückt werden kann, wobei die Oe*
windegänge des Loches abgesehen und vollständig
zerstört werden- in anderen Fallen werden die Gewindeginge der Öffnung in einem solchen Maße besehe·
digf.daD Leckagen entstehen, was zu einem Vertust an
Kompression fährt und ein einwandfreiem Arbeiten des
Motors unmöglich macht In solchen Fallen ist es notig,
M zurucnnaiicn w"^ ^ ^ ^ ^ ejn Gewinde.
. das aus einem Gewindebohrer und einem Leitgewinde besteht das auf den Gewindebohrer eine Axialkraft ausübt Einen Raumabschnitt besitzt
aL Werkzeue nicht Ein ähnlicher Gewindebohrer .st
au Z US!St Τω5 716 bekannt Der Gewindebohrer
S einen Fortsatz in Form eines Gew.ndestiftes. der "inen wesentlich feineren Durchmesser aufweist als
der Gewindebohrabschnitt. Beim Schneiden eines Ge-
» windcs durchragt der Fortsatz das Loch, in das ein,Ge-
winde einzuschneiden ist Auf das herausragende Ende
wird eine Flügelmutter aufgeschraubt Durch Anziehen der Flügelmutter wird auf den Gewindebohrer eine
Axialkraft ausgeübt Auch dieser Gewindebohrer hat
is keinen Räumabschnitt. .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug der eingangs genannten Art so auszubilden daß
die zum Räumen erforderliche E.nzugskraft auch dann noch sicher aufgebracht werden kann, wenn das auszu-
bäumende Gewinde so stark beschädigt ist. daß es die
nötige Einzugskraft nicht mehr aufbringen kann.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst daß das Fuhrungsgewinde vom rückwärtigen Bohrungsende her mit dem Innengewinde eines Führungs-
teils in Eingriff bringbar ist. das an seinem Emtrittsende
eine Ansenkung zur Aufnahme eines Teils des Raumabschnitts aufweist.
Bei der Arbeit mit diesem Werkzeug erbringt der Eingriff zwischen dem Führungsgewinde und dem
nachzuarbeitenden Gewinde die richtige Flucht und den richtigen zentrischen Ansatz des Werkzeugs, ohne
daß das nachzuarbeitende Gewinde eine nennenswerte Einzugskraft aufzubringen braucht Die Einzugskraft
wird vom Führungsteil ausgeübt, bevor der Räumab-
$5 scnnitt indas/.unükei£eniot.ii cl.iüimgi. Dc.1 k«.u..u.uschnitt kann bis zum Austritt aus dem Zündkerzenloch
vom Führungsteil gezogen werden, da an diesem erfindungsgemäß eine Ansenkung vorhanden ist, die den
Raunrabsehnitt aufnimmt.. Da das Werkzeug mittels
; Oem§0 elner^örfitoiteiJ ÄMsführtingsförin derErfindung weist jdep RltiniiBbschnltt einen ersten Riuin»
*s Unterabschnitt veti relativ kleroem Dunjhmessef und
einen zweiten ttlumftjniefabl*ihmit von relativ p&
dem Durchmesse aüfcwobei der erste Räum-Ünterab·
sehniH dem Pöhrungsgewlnde em nächsten liegt und in
die Ansenkunp des FQhrungsteils paßt. Die Ausführung
der fUumoperation in zwei Stufen vermindert den
Schneiddn4ck erheblich und ist dadurch vorteilhaft Die
durch die Zweistufigkeit erforderliche längere Ausbildung des Werkzeugs wird möglichst gering gehalten,
wenn Ansenknng und erster Raum-Unterabschnitt so
aneinander angepaßt sind, wie dies beschrieben wurde. Man erreicht dadurch, daß bei nur geringem Platzbedarf
in Längsrichtung die Ausbohroperation praktisch beendet ist, wenn der Unterabschnitt mit dem kleineren
Durchmesser voll in die Ansenkung des Föhrungsteils
eingetaucht ist
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Führungsteil an seiner werkstückseitigen
Stirnseite einen gezahnten Rand auf. Der gezahnte Rand drückt sich etwas in das Werkstück ein, wodurch
die Gefahr eines Gleitens des Führungsteils und damit ein Mitdrehen desselben mit dem Schneidteil vermieden
wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt Es zeigt
F i g. I eine Explosionsdarstellung eines Werkzeugs gemäß der Erfindung, wobei der Führung steil teilweise
axial geschnitten ist
F i g. 2 einen Schnitt durch einen Zylinderkopf, wobei das Werkzeug nach F i g. 1 in der Gebrauchsstellung
gezeigt ist und
F i g. 3 eine teilweise Explosionsdarsteüung im Schnitt durch das Zündkerzenloch nach F i g. 2 nach
der Nacharbeitung, wobei eine zu installierende Einsatzbuchse über dem nachgearbeiteten Loch dargestellt
ist
Wie aus F i g. 1 zu ersehen ist, hat das erfindungsgemäße Werkzeug einen Schneidteil 10 und einen Führungsteil
11, wobei letzterer vorzugsweise eine zylindrisehe
Form aufweist und eine Axialbohrung 12 hat, die innen mit einem Gewinde 13 versehen ist Der Durchmesser
der Bohrung 12 und die Beschaffenheit des Gewindes 13 entsprechen dem Durchmesser und dem Gewinde
in dem nachzuarbeitenden Zündkerzenloch, wenn man den Zustand des Zündkerzenlochs vor seiner
Beschädigung betrachtet. Die Eintrittsöffnung der Bohrung 12 ist bei 14 angesenkt und von einem gezahnten
Rand 15 umgeben.
Der Schneidteil 10 des Werkzeugs ist durch Nuten 16 in vier Stollen 17 unterteilt, die gleiche Abstände haben
und mit denen die Räum- und Gewindeschneidoperation ausgeführt wird. Selbstverständlich ist die äußere
Begrenzung jedes Stollens 17 im Grundriß gesehen im wesentlichen bogenförmig. Das untere Eintrittsende 18
jedes Stollens 17 ist mit einem Führungsgewinde 19 versehen, das in das Innengewinde 13 des Führungsteils
11 paßt und das demgemäß dem Gewinde der Originalzündkerze entspricht, die in das nachzuarbeitende Gewindeloch
eingeschraubt war. Oberhalb des Gewindes 19 ist jeder Stollen 17 mit einem Räumabschnitt versehen,
der zwei verschiedene Räum Unterabschnitte 20 und 21 mit verschieden großen Durchmessern aufweist.
Über dem RäunvUnterabschnitt 21 ist jeder Stollen mit einem kegelförmigert Teil 22 Versehen, der als Einführ-(eil dient und zu einem Schneidgewinde 23 von zunehmendem Durchmesser Überleitet, dessen obere Gänge
hinsichtlich ihres Durchmessers dem Außendurchmesser des Außengewindes der Einsatzbuchse aus hartem
Metall entsprechen, die in das Zündkerzenloch eingeschraubt werden soll. Ober dem Schneidgewinde 23 ist
jeder Stollen des Schneidteils mit einem Räumabschnitt 24 von solchem durchmesser versehen, daß an der EintriURoffnung
des Zündkercenlochs eine Ansenkung ge-
s bildet wird, die für die Aufnahme des Randflansches
der Einsatzbuchse bestimmt ist Der Kopf des Schneidteils 10 hat vorzugsweise einen kurzer! zylindrischen
Abschnitt 25, über dem ein Abschnitt 26 mit sechseckigem polygonalem Querschnitt angeordnet ist det sirh
to für das Zusammenwirken mit einem Schraubenschlüssel oder einem anderen Werkzeug, z. B. einem Windeisen,
für das Drehen des Schneidteils 10 eignet
Beim Nacharbeiten eines beschädigten Zündkerzenlochs wird das Eintrittsende 18 des Schneidteils 10 in
das Zündkerzenloch hinein und durch dieses hindurchgeschraubt Wenn das Ende des Eintrittsteils in das Innere
des Zylinderkopfes vorragt wird es in die Bohrung 12 des Führungsteils 11 eingeschraubt Die Zähne
15 am Rand der Bohrung Ϊ2 kommen mit der Innenfläehe
des Zylinderkopfes in Berührung und hindern den Führungsteil 11 am Sich-Dr.'hen, so daß das Gewinde
13 des Führungsteils dazu du at den Schneidteil 10 in das Zündkerzenloch zu ziehen, w».nn der Schneidteil 10
gedreht wird. Auf diese Weise wird der Räum-Unterabschnitt 20 gezwungen, das beschädigte Gewinde im
Zündkerzenloch wegzuschneiden, wonach der Räum· Unterabschnitt 21 das Loch bis auf den Innendurchmesser
des neuen Gewindes ausräumt das in das Loch zu schneiden ist Danach tritt der kegelförmige Teil 22
und der Gewindeschneidabschritt 23 in das Zündkerzenloch ein, und der Gewindeschneidvorgang wird
durchgeführt. Danach formt der Räumabschnitt 24 die Ansenkung 27 (F i g. 3) an der Eintrittsöffnung des
Zündkerzenlochs. Wie oben bemerkt wurde, ist die öffnung des Führungsteils 11 mit einer Ansenkung 14 versehen,
die einen so großen Durchmesser aufweist daß sie den Räum-Unterabschnitt 20 aufnehmen kann, so
daß es möglich ist, daß der Räuin-Unterabschnitt 21 vollständig durch das Loch hindurchtreuin und dieses
zum Gewindeschneiden vorbereiten kann, bevor die Gewindeschneidoperation beginnt. Aus diesem Grund
und weil die Räumoperation in zwei Schritten ausgeführt wird, benötigt das erfindungs^emäße Werkzeug
zu seiner Drehung ein wesentlich geringeres Drehmoment, als es erforderlich ist, um die gleiche Operation
auszuführen, wenn bekannte Werkzeuge verwendet werden.
Nachdem der Gewindeschneidabschnitt 23 den ersten Teil der Gewindeschneidoperation durchgeführt
hat, wird der Schneidteil 10 durch das teilweise geschnittene Gewinde in das Werkstück hineingezogen.
Es kann jedoch, fr.lls nötig, diese Phase der Bearbeitung durch Ausüben eines Zuges auf den Führungsteil 11
während dtr Vollendung der Gewindeschneidoperation
und während des Ausräumens der Ansenkung 27 an der Eintrittsöffnung des Zündkerzenlochs unterstützt
werden.
Nach Durchführung dieser Bearbeitungsoperation wird das Werkzeug aus dem nachgearbeiteten Loch
herausgenommen und eine Buchse 28 (s. Fig:.3) aus
hartem Metall, z. B. eine sogenannte fcelox-Buchse, in
das Zündkerzenloch eingesetzt Die Einsatzbuchse 28 hat eine mit Gewinde versehene Bohrung, die so ausgebildet ist daß iie eine Zündkerze des Originaltyps auf*
nehmen kann.
Claims (2)
- 2 143Loch nachzuarbeiten, um in das LochPatentansprüche:. Kombiniertes Werkzeug zum Nacharbeiten des 'indes in Zöndker?»nlöchern an Zylinderköpfen weichem Metall mit einem Werkzeugschaft, »sen hinteres Ende for den Eingriff eines Dreheniebs vorgesehen ist, und dessen vorderes Ende ein das nachzuarbeitende Gewinde passendes Fühigsgewinde aufweist, an das sich ein Räumab· tnitt zum Aufbohren des Zündkerzenlocnes auf ten größeren Durchmesser und ein Gewindenneidabsehnttt zum Einschneiden eines neuen Geindes in das aufgebohrte Zündkerzenloch aniließt, dadurch gekennzeichnet, daß Führungsgewinde (t9) vom rückwärtigen Höhende her mit dem Innengewinde (13) eines jjjKm angsteüs (11) in Eingriff bringbar ist, das an seinem Emtrittsende eine Ansenkung (14) zur Aufnahme eines Teils des Räumabschnitts (20.21) aufweist
- 2. Kombinationswerkzeug nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Räumabschnitt (20, 21) einen ersten Räum-Unterabschnitt (20) von relativ kleinem Durchmesser und einen zweiten Räum-Unterabschniit (21) von relativ großem Durchmesser aufweist wobei der erste Räum-Unterabschnitt (20) dem Führungsgewinde (13) am nächsten liegt und in die Ansenkung (14) des Führungsteils (U)
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