DE2143457A1 - Induktionsgeraet zur beheizung bzw. kuehlung von raeumen - Google Patents
Induktionsgeraet zur beheizung bzw. kuehlung von raeumenInfo
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Description
TATEKTAKWÄLTL
DR.-ING. VON KREfSLER DR.-JNG. SCHÖNWALD
DR.-ING. TH. MEYER DR. FUES DIPL.-CHEM. ALEK VON KREISLER DIPL.-CHEM. CAROLA KELLER DR.-iNG. KLÖPSCH DIPL.-ING. SELTING
3O.8.I97I
Sch/Sd
Rox Lufttechnische Gerätebau GmbH, 5 Köln-Braunsfeld, Maarweg lj50
Induktionsgerät zur Beheizung bzw. Kühlung von Räumen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Induktionsgerät zur Beheizung bzw. Kühlung von Räumen, bei dem zu einer Strahlungs-
oder Radiatorplatte Primärluft zugeführt wird.
Es sind Induktionsgeräte zur Beheizung bzw. Kühlung von Räumen bekannt, die eine mit Längsrippen versehene Platte
aufweisen, welche ganz oder zum Teil durch ein Flüssigkeitsmedium zur Heizung oder Kühlung durchflossen sein kann. Zu
dieser Platte wird Primärluft zugeführt, wobei die Auslaßdüsen
für die Primärluft zweckmäßig zu den kanalartigen Rämen gerichtet sind, die durch die Längsrippen und die Platte
gebildet sind. Hierbei wird die Sekundärluft aus dem Raum durch die Primärluft an die Platte herangeführt. Die induzierte
Raumluft mischt sich mit der Primärluft und be-
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_ 2 —
wirkt hierdurch auch im Kühlbetrieb des Gerätes, wenn .Primärluft
und Wasser auf etwa gleiche Temperatur abgekühlt sind, eine für die kohvektive Wärmeübertragung notwendige
Temperaturdifferenz zwischen der an der Plattenoberfläche
aufwärts strömenden Mischluft und dem Wasser im Inneren der Rippen.
Die zur Deckung der maximalen Kühllast im Sommerbetrieb ausgelegten Geräte müssen nun zur Gewährleistung einer
ausreichenden Kälteleistung mit entsprechend hoher Induktion, also hohen Austrittsgeschwindigkeiten der Primärluft
und demzufolge auch mit höheren Raumluftgeschwindigkeiten arbeiten. Im Spitzenbetrieb bei maximaler Kälteleistung
werden diese höheren Raumluftgeschwindigkeiten von den im Raum befindlichen Personen nicht als unangenehm empfunden,
da sie einen zusätzlichen Kühleffekt bewirken. Im Übergangsbetrieb jedoch, wenn vom Raumbenutzer keine Kühlung erwartet
wird, obwohl durch Sonneneinstrahlung und innere Lasten ein Kältebedarf vorliegt, werden diese· höheren Raumluftgeschwindigkeiten
von der im Raum befindlichen Person nicht mehr toleriert; es kommt zu Beanstandungen, die Behaglichkeit
ist beeinträchtigt. Eine Zurücknahme der Raumluftgeschwindigkeiten wäre hier psychologisch angebracht. Dies
könnte theoretisch durch Zurücknahme der Primärluftleistung erreicht werden; dies hat jedoch den Nachteil, daß man hierbei
bei Eingriff im Primärluftnetz mit jedem Regelvorgang die gesamte Anlage beeinflussen würde. Bei Drosselung der
Primärluft in dem einen Raum würde der Vordruck in einem anderen Raum entsprechend ansteigen. Es würde mehr Primärluft
aus diesem Gerät austreten und die Zugerscheinungen würden dort noch stärker.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Induktionsgerät der an-
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fangs genannten Art zu schaffen, bei dem insbesondere im Übergangsbetrieb zwischen Sommer und Winter und umgekehrt
eine Beeinflussung der Raumluftbewegung im Sinne geringerer
Geschwindigkeiten möglich ist, ohne daß hierbei die Kälteleistung des Gerätes sich zu stark reduziert
und ohne daß das Primärluftsystem verändert werden muß. Das Induktionsgerät mit einer mit einem Flüssigkeitsmedium
beaufschlagten Rippenplatte und mit einer Zuführung von Primärluft zeichnet sich dadurch aus, daß der Vorderseite
der Platte ein sich über die Länge erstreckendes Abdeekteil
zugeordnet ist, das die Platte in ihrem unteren Teil zum Raum hin mindestens teilweise abdeckt und in
Höhenrichtung an der Platte verstellbar ist.
Durch ein solches Abdeckteil kann die Sekundärluftansaugung
aus dem Raum und damit die sich ausbildende Raumluftumwälzung erheblich beeinflußt werden, da die Primärluft
den größten Teil an Sekundiirluft im unteren Bereich der
Platte induziert, dort wo die Geschwindigkeiten der austretenden Luft noch hoch sind. Die Kälteleistung wird hierbei
jedoch nur in einem wesentlich geringeren Maße beeinflußt, da sie hauptsächlich in der mittleren Höhe der
Platte übertragen wird; im unteren Bereich ist zwar der Wärmeübergang gut, die Temperaturdifferenz zwischen Primärluft
und Wasser jedoch/zu klein. Der Regeleingriff im Sekundärluftstrom durch das Abdeckteil berührt also
das Frimärluftnetz nicht, reduziert die Kälteleistung nur geringfügig und führt dennoch zu einer wirksamen Reduktion
der Raumluftbewegung, was in der Übergangszeit für die Wahrung der Behaglichkeit des Raumes von Vorteil ist. Im Extremfall,
d.h. bei völlig geschlossenem Abdeckteil kann man es sogar erreichen, daß die Zuluft zur Decke hochsteigt
und unmittelbar vor dem Gerät wieder auf den Boden des Raumes zurückfällt, so daß lediglich eine Zone von
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geringer Breite, z.B. von ca. 1 m, vor der Pensterbrüstung
von der Zuluft beaufschlagt wird. Die Luftbewegung bleibt dagegen im gesamten hinteren Teil des Raumes sehr niedrig.
Die Luftbewegung kann hierbei in der Größenordnung eines Eigenkonvektionsbetriebes einer Heizungsanlage liegen,
was im Winterbetrieb als vorteilhaft empfunden wird. Da das Abdeckteil am Boden des Gerätes belassen wird, bleiben
die Austauschvorgänge und insbesondere die Wärmeabgabe durch Strahlung im überwiegenden oberen Teil der Platte
unbeeinflußt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt somit eine sehr vorteilhafte und praktisch einzig mögliche
Lösung einer von Kälte- und Wärmeleistung nahezu unabhängigen Regelung der Sekundärluftansaugung und damit der
Raumluftbewegung bei Verwendung des Induktionsgerätes für
den Sommer- und Winterbetrieb dar.
Das Abdeckteil kann vorteilhaft als Schieber ausgebildet sein und weist Durchtrittsschlitze auf. Hierbei können
die Durchtrittsschlitze mittels eines Regelorgans verstellbar sein. Dadurch hat man es in der Hand, einerseits
die Raumluftansaugung mehr oder weniger zu drosseln und dadurch unangenehme Zuglufterscheinungen durch einen einfachen
Handgriff zn beseitigen. Man kann aber auch das Abdeckteil im ganzen etwas in der Höhe verschieben, wenn
dies bei bestimmten Raumluftverhältnissen von Vorteil ist.
Vorteilhaft ist der Abdeckschieber an den Seiten der Platte
geführt, wobei dieser die seitlichen Plattenränder hintergreifen kann.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend beschrieben.
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Fig. 1 zeigt ein Induktionsgerät mit dem Abdeckten gemäß der Erfindung in Ansicht.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Induktionsgerätes der
Fig. 1, zum Teil im Schnitt, schematisch.
Fig. 3 stellt einen Querschnitt nach der Linie III-III der
Fig. 2 dar.
Das Induktionsgerät 1 zur Beheizung bzw. Kühlung von Räumen weist eine Platte 2 auf, die mit sich in Höhenrichtung
erstreckenden Rippen 3 ausgestattet ist, wobei sich zwischen den Rippen 3 Kanäle h ergeben, die zum Raum hin offen
sind. Die Platte 1 wirkt in erheblichem Maße als Strahlungsplatte. Die Platte kann mehr oder weniger von Wasser durchflossen
ausgebildet sein. Bei dem dargestellten Beispiel sind auf der Rückseite der Platte 2 die querverlaufenden
Leitungen 5 und 6 vorgesehen, weLche das Heiz- oder Kühlmittel
führen. Mit 7 ist eine Versteifung bezeichnet. Unterhalb der Platte 2,3 ist die Primärluftzuführung 8 vorgesehen.
Von einem Zuführungsrohr 9 führen Düsen 10 für die Primärluft in vertikaler Richtung, und zwar so, daß
die Mündung der Primärluftdüsen 10 jeweils zu dem kanalartigen Raum 4 zwischen den Rippen 3 gerichtet ist. Das
Gehäuse der Primärluftzuführung 8 kann mit einer Schwitzwasserrinne
11 versehen sein.
Die Platte 2,3 1st im unteren Teil mit einem Abdeckteil 12 versehen, das sich über die Länge der Platte erstreckt
und Durchbrechungen 13 für den Durchtritt der Sekundärluft
aufweist. Das Abdeckteil 12 mit den Schlitzen 13 ist im unteren Teil der Platte 2,3 vorgesehen und deckt die
Platte 2,3 zum Raum hin In einer Höhe ab, die etwa ein
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Sechstel bis ein Fünftel der Höhe der Platte 2,3 betragen kann. Die schlitzartigen Durchbrechungen 13 sind vorzugsweise
so angeordnet, daß sie etwa in der Mitte zwischen den Rippen 3 zu liegen kommen. An der Vorderseite oder
Rückseite des Abdeckteils 12 kann ein querverschiebbares Regelorgan 14 vorgesetzt sein, das Durchbrechungen 15 aufweist,
die den Durchbrechungen 13 entsprechen. Durch Querverschieben des Regelorgans 14 können die Lüftungsschlitze
13 mehr oder weniger geöffent oder verschlossen werden.
An der Seite kann eine Handhabe 14a an dem Regelschieber
14 angebracht sein.
Das Abdeckteil 12 ist an den Enden mit seitlichen Wänden l6 versehen, die hinter der Platte 2,3 mit einem Winkel
verbunden sein können. Hierbei kann man das ganze Abdeckteil 12 als Schieber und auswechselbares Teil vorsehen,
das auf die Platte 2,3 aufgeschoben werden kann und auswechselbar ist. Durch die Höhenverstellung des als Schieber
ausgebildeten Abdeckteils 12 kann der an der Platte 2,3 abzudeckende Teil verstellt werden, so daß unter besonderen
Umständen unterhalb des Abdeckteils Sekundärluft in die kanalartigen Führungen 4 der Platte 2,3 eintreten
kann. Im allgemeinen wird man das Abdeckteil auf dem Gehäuse der Primärluftzuführung 8 aufsitzen lassen.
Das als Lüftungsschieber dienende Abdeckteil ist bei dem Induktionsgerät mit Strahlungsplatte von erheblichem Vorteil,
da die Leistung des Induktionsgerätes weitgehend unbeeinflußt bleibt. Man kann auch bei klassischen Konvektorgeräten
durch Drosselung der Sekundärluftwege mittels eines solchen Abdeckteils einen ähnlichen Effekt erreichen.
Allerdings muß hierbei ein stärkeres Zurückgehen der Leistung des wasserdurchflossenen Konvektors in Kauf genommen werden.
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Claims (5)
- Ansprüche1,]Induktionsgerät zur Beheizung bzw. Kühlung von Räumen, ^/ bei dem zu einer mit Längsrippen versehenen und mit einem Flüssigkeitsmedium beaufschlagten Platte Primärluft zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Raum zugekehrten Seite der Platte (2,3) ein sich über die Länge derselben erstreckendes Abdeckteil (12) zugeordnet ißt, daß die Platte (2,3) zum Raum hin mindestens teilweise abdeckt.
- 2. Induktionsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckteil (12) mit Durchbrechungen (13) zum Durchtritt der Sekundärluft versehen ist und daß die Durchbrechungen mittels eines Regelorgans verstellbar sind.
- 3. Induktionsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelorgan als querverschiebbares Teil (14) ausgebildet ist, das Durchtrittsschlitze (15) aufweist, die den Durchbrechungen (13) des Abdeckteils entsprechen, wobei das Regelorgan (14) mit einer seitlichen Handhabe (14a) versehen ist.
- 4. Induktionsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3* dadurch gekennzeichnet, daß dar; Abdeckteil an den Seiten der Platte (2,3) geführt ist und die seitlichen Plattenränder mittels wandartiger Teile (16) und Laschen (17) hintergreift,
- 5. Induktionsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdeckteil (12) mit dem Regelorgan (14) als höhenverstellbarer Schieber an der Platte (2,3) des Induktionsgerätes (1) angeordnet ist.309810/(KULeerfeite
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