DE2145183C3 - Verwendung von Mischpolymerisaten auf der Basis von Acrylnitril zur Herstellung von semipermeablen Membranen zur Dialyse oder Ultrafiltration - Google Patents
Verwendung von Mischpolymerisaten auf der Basis von Acrylnitril zur Herstellung von semipermeablen Membranen zur Dialyse oder UltrafiltrationInfo
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- DE2145183C3 DE2145183C3 DE2145183A DE2145183A DE2145183C3 DE 2145183 C3 DE2145183 C3 DE 2145183C3 DE 2145183 A DE2145183 A DE 2145183A DE 2145183 A DE2145183 A DE 2145183A DE 2145183 C3 DE2145183 C3 DE 2145183C3
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Description
B: 1 bis 80",', (zahlenmäßig bezogen auf die zu
bindenden Monomeren) eines ionischen oder ionisierbaren Monomeren der allgemeinen
Formel
R,
C ■-■- C -A - Y
R,
meabilitäl für Wasser unter einem relativen
Druck von 2 bar über 100 l/Tag ■ m- aufweisen zur Dialyse oder Ultrafiltration.
2. Verwendung der Mischpolymerisate oder Massen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die daraus hergestellten MrTibranen eine Verstärkung aufweisen.
3. Verwendung von semipermeable;! Membranen nach Anspruch 1, die durch thermische
Behandlung eines Films mit Wasser oder einem nicht lösenden wäßrigen Gemisch bei einer Temperatur
zwischen 60 und 250 C hergestellt wurden, in einer Vorrichtung zur Fraktionierung von
fluiden Gemischen durch die Dialyse oder Ultrafiltration.
4. Verwendung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung in der Wärme
gleichzeitig von einer mono- oder biaxialen Reckung begleitet ist, die einen Grad, linear
gemessen, zwischen 20 und 1000",, aufweist.
in der Y eine gegebenenfalls in Salzform über- »5 führte Sulfonsäure- oder Phosphonsäuregruppe
oder eine quaternärc Ammoniumgnippe bedeutet,
R1, R2 und R.,, die gleich oder voneinander
verschieden sein kennen, jeweils ein Wasser-Stoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
darstellen, und A eine einfache Valenzbindung
oder eine bifunktionclle reine Kohlenwasserstoffgruppe mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen,
deren freie Valenzen von einer geradkettigen oder verzweigten, gesättigten oder
ungesättigten rein aliphatischen Kette oder von einem aromatischen Ring oder von einer gemischten
Kette getragen werden, wobei in letzterem Fall eine der freien Valenzen von einem aliphatischen Kohlenstoffatom und die
undcre freie Valenz von einem aromatischen Kohlenstoffatom getragen wird,
oder eine bifunktionelle Kette mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen, die aus aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffgruppen oder aus diesen beiden Typen von Gruppen besteht, die untereinander durch Sauerstoff- oder Schwefelatome oder Carbonyloxy- oder I-Oxo-2-azaäthyIengruppen verbunden sind, wobei die freien Valenzen durch aliphatisch^ oder aromatische Kohlenstoffatome oder diese beiden Arten von Kohlenstoffatomen getragen werden, oder eine Gruppe ■- O -- A'■—, in der A' eine Gruppe, wie sie zuvor für A deliniert wurde, sein kann, sowie
oder eine bifunktionelle Kette mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen, die aus aliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffgruppen oder aus diesen beiden Typen von Gruppen besteht, die untereinander durch Sauerstoff- oder Schwefelatome oder Carbonyloxy- oder I-Oxo-2-azaäthyIengruppen verbunden sind, wobei die freien Valenzen durch aliphatisch^ oder aromatische Kohlenstoffatome oder diese beiden Arten von Kohlenstoffatomen getragen werden, oder eine Gruppe ■- O -- A'■—, in der A' eine Gruppe, wie sie zuvor für A deliniert wurde, sein kann, sowie
C: gegebenenfalls weiteren äthylenisch ungesättig- 6u
ten Monomeren,
oder Mischungen der Mischpolymerisate aus AB und gegebenenfalls C. wobei die Anzahl
des ionischen oder ionisierbaren Monomeren 1 bis 50"„ der Gesamtheil der Monomeren ^3
beträgt, zur Herstellung von scmipermeablen Membranen, wobei die Membranen einen
Salz-Zurückhaltegrad unter 1 ",, und eine Pcr-Dic vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung
von Mischpolymerisaten oder Massen auf der Basis von Acrylnitnlpolymcrisaten. die hergestellt worden
sind aus:
A: 99 bis 20"„ (zahlenmäßig bezogen auf die zu
bindenden Monomeren) Acrylnitril;
B: 1 bis 80'\', (zahlenmäßig bezogen auf die zu bindenden Monomeren) eines ionischen oder
ionisierbaren Monomeren der allgemeinen Formel
C C A Y
R=.
in der Y eine gegebenenfalls in Sal/form überführte
Sulfonsäure- oder Phosphonsäuregruppe oder eine quatcrnäre Ammoniumgnippe bedeutet,
R1, R2 und R3, die gleich oder voneinander verschieden
sein können, jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
darstellen, und A eine einfache Valenzbindung
oder eine bifunktionelle reine Kohlenwassersloffgruppe
mit weniger als 12 Kohlenstoffatomen, deren freie Valenzen von einer geradkclligen oder
verzweigten, gesättigten oder ungesättigten rein aliphatischen Kette oder von einem aromalischen
Ring oder von einer gemischten Kelle gelragen werden, wobei in letzterem Fall eine der freien
Valenzen von einem aliphatischen Kohlenstoffatom und die andere freie Valen/. von einem aromatischen
Kohlenstoffatom gelragen wird,
oder eine bifimklionelle Kette mit weniger als 12 Kohlensloffatonen. die aus aliphatischen oder
oder eine bifimklionelle Kette mit weniger als 12 Kohlensloffatonen. die aus aliphatischen oder
aromatischen Kohlenwasserstoff gruppen oder aus
diesen beiden Typen von Gruppen besteht, die untereinander durch Sauerstoff- oder Schwefelatome
oder Carbonyloxy- oder 1-Oxo-2-azaäthylengruppen verbunden sind, wobei die freien
Valenzen durch aliphatische oder aromatische Kohlenstoffatome oder diese beiden Arten von
Kohlenstoffatomen getragen werden, oder eine Gruppe - O - A'—, in der A' eine
Gruppe, wie sie zuvor für A definiert wurde, sein kann, sowie
C: gegebenenfalls weiteren äthylenisch ungesättigten
Monomeren,
oder Mischungen der Mischpolymerisate au«; AB und gegebenenfalls C, wobei Jie Anzahl des
ionischen oder ionisierbaren Monomeren 1 bis 50",, der Gesamtheit der Monomeren beträgt, zitr
Herstellung von semipermcablen Membranen, wobei die Membranen einen Salz-Zurückhalteerad
unter 1 "„ und eine Permeabilität für Wasser unter einem relativen Druck von ? bar über 1001/
Tag ■ m- aufweisen zur Dialyse oder Ultrafiltration.
5
5
Unter einer Membran mit Ultrafiltereigenschaften versteht man eine Membran, die einerseits für Bestandteile
mit geringen Abmessungen, insbesondere Lösungsmittelmoleküle, durchlässig ist und andererseits
ίο Bestandteile, insbesondere Moleküle, mit größeren
Abmessungen zurückhalten kann, wobei die Grenze des Molekulargewichts, das die filtrierbaren Bestandteile
von den nichlfiltrierbaren Bestandteilen unterscheidet, über etwa 500 liegt.
»5 Mit Ultrafiltration bezeichnet man eine Filtration,
bei der die Grenze des Molekulargewichts, das die filtrierbaren Elemente von den nichtfiltrierbaren Elementen
unterscheidet, über etwa 500 beträgt.
Mit Sal7-Zurückhaltegrad einer Membran (ausgedrückt in Prozent) bezeichnet man die Zahl
KX)
NaCl-Konzentralion einer Lösung nach Permeation
NaCI-Konzentration der der Permeation unterzogenen Lösung
In entsprechender Weise kann man den Zuriickhaltegrad
für Makromoleküle in Lösung definieren.
Mit Permeabilität einer Membran für Wasser unter einem gegebenen relativen Druck bezeichnet man den
Durchsat/ des Wassers, das durch eine Membran hindurchgeht, deren eine Seile sich in Kontakt mit
dem Wasser befindet, wobei der zu beiden Seiten der Membran herrschende Druckunterschied gleich dem
gegebenen relativen Druck ist. Die Permeabilität wird üblicherweise entweder in !'Tag · m'-oder in kg/Tag·irr
ausgedrückt.
Der Gehalt an ionischem Monomeren zur erfindimgsjicmällen
Verwendung beträgt vorzugsweise /wischen 2 und 15",, tier in der Gesamtheit der Membran gebundenen Monomeren. Die Dicke der
erhaltenen Membranen beträgt im allgemeinen unter 300 μ und vorzugsweise unter 100 μ. Sie liegt außerdem
im allgemeinen über 0,5 μ.
Die sauren Gruppen der ionischen Comonomeren von Acrylnitril können in Form von verschiedensten
Salzen, vorzugsweise jedoch in Form der Natrium-, Kalium- und Ammoniumsalze, vorliegen.
Unter den quaiernärcn Ammoniumgruppen, die Y
darstellen kann, eignen sich die Reste der Formeln
N =
K1-,
K1 X
in denen X ein anorganisches oder organisches Anion ist, dessen Natur für die Erfindung nicht charakteristisch
ist und das nach den üblichen lonenaustauschlcchniken durch ein anderes Anion ersetzt
werden kann, wobei man unter den üblichsten Anionen
3c die Halogenide. Nitrate. Sulfate, Sulfite, Phosphate
und Sulfonate nennen kann, und R1, Rr, und R11
ein- oder mehrwertige organische Reste sind, wobei zumindest zwei dieser Reste gegebenenfalls zusammen
einen einzigen zwei- oder dreiwertigen Rest darstellen können und wobei die Atome, die freie Valenzen
tragen, Kohlenstoffatome sind und wobei die Reste R1, R-, und Rfi, falls sie mehrwertige Reste sind, ihre
verschiedenen Enden an ein und demselben Stickstoffatom oder an verschiedenen Stickstoffatomen, die
v> verschiedenen makromolekularen Ketten angehören,
gebunden haben, wobei ein und dasselbe Stickstoffatom nur Einfachbindungen oder höchstens eine
ein/ige intracyclische Doppelbindung trägt; als bevorzugte
einwertige Reste R1, R5 und R1, sind die gegebenenfalls
substituierten Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
wie beispielsweise die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl- und ß-\lydroxyäthylreste. geeignet als
mehrwertige Reste sind die Alkylen-, Alkenylcn-, Alkantrivl-, Alkenlriyl-, Alkylyhden- und Alkenylylidenrcste,
die homologen Reste, die von lleteroatomen,
wie beispielsweise O, N oder S. unterbrochen oder mit solchen Atomen verbunden sind oder schließlich Alkano-
oder Alkcnobrückcn aufweisen, anwendbar: unter diesen zwei- oder dreiwertigen Resten verwende!
man vorzugsweise Resie mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen.
Als ionische Monomere, die in ein und demselber Copolymcren mit Acrylnitril vorhanden sein können
sind die folgenden verwendbar:
a) Unter den Monomeren mit Sulfonsäuregruppen Vinylsulfonsäure, AHylsuIfonsäure, Methallylsul
fonsäure, Styrolsiilfonsäuren, Methyl-, Dimelhy'
und Älhylstyrolsulfonsäuren, Vinyloxyben/.olsu
fonsäuren. Allyloxy- und Methallyloxybenzo sulfonsäuren. Allyloxy- und Methallyloxyäthy
sulfonsäuren, sowie die Salze dieser verschiedene Säuren.
b) Unter den Monomeren mit Phosphonsäuregruppen:
Vinylphosphonsäure, Vinylbencolpho.snhonsäure
und deren Salze.
c) Unter den Monomeren m't quaternären Ammoniumgruppen:
2-Vinyl- und 4-VinyI-N-alkylpyridiniumsalze mit
einem Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, N-AIIyI- und N-Methallylpyridiniumsalze. N-Al-IyI-
und N-Methallyllrialkylammoniimisalze, wobei
die Alkylreste insgesamt weniger als 13 Kohlenstoff.uome aufweisen, Vinyl-N-alkylpicoliniumsalzt
mit einem Alkylrcsl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
insbesondere 5-Vinyl-2-methyl-N-alkylpyridiniumsalze,
Vinyl-N-alkyllutidiniiimsalze
mit einem Alkylrest mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, insbesondere Vinyl-N-alkyl-2,4-dimethylpyridiniumsalzc,
o- und p-(VinylphenyI)-irialkylammoniumsalze
mit Alkylresten mit insgesamt weniger als 13 Kohlenstoffatomen, Vinyl-N-alkylmorpholiniumsalzc
mit einem Alkylrtsi mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Salze von 2-(TrialkyI-ammonium)-äthylacrylatcn
und -methacrylatcn, wobei die Alkylreste insgesamt weniger als 13 Kohlenstoffatome aufweisen, und Salze der
Acrylamide und Methacrylamide, die den oben genannten Acrylalen und Methacrylaten entsprechen.
Die in den erlindungsgemäß verwendeten Mischpolymerisaten gegebenenfalls enthaltenen äthylenisch
ungesättigten Monomeren sind Butadien und Styrol, Vinyl- und Vinylidenchlorid, die Vinyläther, ungesättigte
Ketone, wie Bulenon, Phcnylvinykketon und Methylisopropenylkcton, Vinylester von Carbonsäuren,
wie das Formial, Acetat, Propionat, die Butyratc und das Benzoat, Alkyl-, Cycloalkyl- oder
Arylester von ungesättigten aliphatischen Mono- oder Polycarbonsäuren, wie die Methyl-, Äthyl-, Propyl-,
Butyl- und /i-Hydroxyälhylacrylatc, -methacrylate,
-maleate, -fumarate, -citraconate. -mesaconatc, -ilaconate
und -aconitatc, und Acrylamid und Methacrylamid und deren N-substituierte Derivate.
Außerdem können die Copolymeren von Aery'nitri
und ionischem Monomeren gegebenenfalls, jedoch nicht vorzugsweise, vernetzt sein, beispielsweise durch
Divinylderivate.
Wenn die beider erfindungsgehäßen Verwendung erhaltenen Membranen im wesentlichen aus Gemischen
von zumindest zwei Copolymcren von Acrylnitril bestehen, so können diese Gemische aus mehreren
Copolymeren von Acrylnitril und ionischen Monomeren oder aus zumindest einem Copolymeren von
Acrylnitril und ionischem Monomeren einerseits und andererseits zumindest einem Copolymeren von Acrylnitril
und äthylenisch ungesättigten Monomeren bestehen.
In diesen verschiedenen Mischlingstypen kann oder können das oder die Copolymeren von Acrylnitril
und ionischem Monomeren bis zu HO Molprozenl 6r
ionisches Monomeres einhalten, wobei der Gesamlgchalt
des Gemisches an ionischem Monomeren jedoch unter 50 Molpnvenl liegt, wie oben bereits
angegeben wurde.
Die F.rlindung betrifft ferner die Verwendung der vorstehend dclinierlen Membranen, die durch thermische
Behandlung eines Films mil Wasser oder einem ItKIn lösenden «äHrk'en Gemisch bei einer lemneralur
zwischen 60 und 250 C hergestellt wurden, in einer Vorrichtung zur Fraktionierung von fanden Gemischen
durch die Dialyse oder Ultrafiltration.
Die als Ausgangsmaterial verwendbaren homogenen Filme, die zumindest ein Mischpolymerisat von
Acrylnitril und ionischem Monomeren enthalten, haben die gleiche chemische Natur wie die daraus
erhältlichen Membranen, die oben beschrieben wurden. Es sind dies bekannte Produkte, die einen nicht
unbedeutenden Salz-Zurückhaltegrad und eine geringe Permeabilität für Wasser, selbst unter erhöhten
Drucken, haben. Sie können einen restlichen Anteil Lösungsmittel enthalten, doch sind sie ohne besonderen
Träger behandelbar. Sie werden im allgemeinen durch einfaches Gießen einer Lösung des
Mischpolymerisats oder des Gemisches von Mischpolymerisaten auf eine starre Unterlage und Verdampfen
des Lösungsmittels hergestellt. An diese Arbeitsgänge kann sich gegebenenfalls eine Vernetzung,
beispielsweise mit dihalogenierlen Mitteln, wenn das Acrylnilrilpolymere aminiert ist, oder
Divinylverbindungen, anschließen.
Wenn man bei der Folge der Arbeitsgänge eine verstärkte Membran erhalten will sollte der Ausgangs-(ilm
selbst verstärkt sein, was man leicht erreicht, indem man das obengenannte Gießen auf einen Vcrstärkungslrägcr
vornimmt, beispielsweise ein Gewebe oder Gitter.
Die Mischpolymerisate von Acrylnitril und ionischem Monomeren, die zur Bildung der Filme verwendet
werden, die dazu bestimmt sind, mit warmem Wasser behandelt zu werden, haben im allgemeinen eine
spezifische Viskosität (gemessen bei 25 C in Lösung mit 2 g/l in Dimethylformamid) zwischen 0,1 und 3,
vorzugsweise zwischen 0,5 und 1.5 (diese Werte gelten vor einer Vernetzung, falls man eine solche durchführt,
und vor dem Misschen, falls man Gemische herstellt).
Als Literaturslcllcn, in denen die Herstellung von Mischpolymerisaten von Acrylnitril und ionischen
oder nichtionischen Monomeren oder der entsprechenden Filme beschrieben ist, kann man die
folgenden nennen: Britische Patentschrift 823 345, französische Patentschriften 1 446 001 und I 267 240,
USA.-Patentschriften 2 601 251, 2 617 781, 2 662 875, 2 691 640, 2 837 500, 2 840 550, 2 883 370 und 2 941 969,
Frescnius, Z. Anal. Chem., 238, 432 bis 441
(1968), Ho üben — Weyl, Methoden der Organischen
Chemie, 14/1, S. 998 bis 1009, Encyclopedia of polymer science and technology. I, 374 bis 444
(1964; Intcrscience Publishers).
Die Temperatur des Wassers oder des wäßrigen Gemisches zur Behandlung der Filme beträgt zwischen
60 und 2501C, vorzugsweise zwischen 80 und 190 C,
wie es oben bereits angegbeben wurde. Die höheren Temperaluren werden im allgemeinen zur Behandlung
der Filme mit einem geringen Gehalt an ionischem Monomeren verwendet. Umgekehrt werden die tieferen
Temperaturen zur Behandlung der Filme, die einen hohen Gehalt an ionischem Monomeren besitzen,
angewendet. So führt man für Filme mit einem Gehalt von weniger als 5 Molpro/cnt Gruppierungen, die
einem copolymcrisicrten ionischen Monomeren entsprechen,
die Behandlung mit Wasser vorzugsweise bei einer Temperatur über 105 C durch und umgekehrt.
Das Wasser oder die wäßrigen Gemische, tue verwendet
werden, können in Dampfphase vorliegen.
Ls ist jedodi zu bevorzugen, sie in flüssiger Phase
zu verwenuen. Ls sei bemerkt, daß die Behandlung
über 100 C erfordern kann, unter Druck zu arbeiten,
wenn man Wasser oder ein wäßriges flüssiges Gemisch verwenden will, doch ist der Druck, abgesehen von 5
dieser Wirkung auf die physikalische Natur des Behandlungsmittcls. kein kritischer Faktor bei der
Herstellung der Membranen.
Der Wassergehalt der verwendbaren wäßrigen Gemische liegt im allgemeinen über 50 Gewiehispio/cnt, κ
vorzugsweise über 1H)",',. Das Wasser kann mit
organischen Lösungsmitteln oder anorganischen ««!er organischen Llcktrolyten gemischt scm. Vorzugsweise
verwendet man chemisch neutrale und insbesondere nichtbasische Gemische, um keinen chemischen An- ι
griff des Acrylnitrilcopolymercn zu bewirken Lin pH-Wert von 6 bis X eignet sich im allgemeinen.
Die Behandlung des Films mit Wasser oder dem wäßrigen Gemisch erfolgt im allgemeinen durch einfaches
Eintauchen in das wäßrige Behandlungsbad. Man kann kontinuierlich oder diskontinuierlich
arbeiten. Das Bad kann gegenüber dem Film unbeweglich sein. Es kann auch bewegt oder in Zirkulation
versetzt werden. Wenn man kontinuierlich arbeitet, ist es vorteilhaft, den Film kontinuierlich durch das
Bchandlungsbad zu führen. Die Behandlungsdaucr beträgt im allgemeinen 5 Sekunden his 2 Stunden,
doch gibt es keine kritische obere Grenze für die Behandlungsdaucr. In der Praxis stellt man keine
merkliche Entwicklung der Eigenschaften der Membranen fest, wenn man die Behandlung über 24 Stunden
Bchand.ungsbad
Moränen m,t besserer
m„„(,- „der Hiaxialcn RCCUn5 bciUtM..nv-.-Reckcn
hat im allgemeinen den /w,ek_i .den
dieWärmebehandlungbeinie r.gearTJJ^
Gewinnung von Membranen η -U.
farbkeil durchführen /« kennen I^ γ
außerdem, cmc \ erbess, u Rcckim^rad
lMuenschaf.cn /u eiv.elen. Du Im-i {m),^
betrag! im allgemeinen '™L" "^ 1^ b,nu-rkt.
vorzugsweise /wisely >0 U|j ■' -· . kcn .,„r
daß man die Wärmcbehand "^v^ ^nchmcn
einmal oder f !-gen ^mhicrcn ^ ^
kann. Man kann s» „,liekeUvcrlcihen. indem
hranen cmc besten. Mal. rn-sw -, , r Membran
man eine Relation durv W^ ^äPriBCn Bad
ohne Dehnung-beanspruc mg .n * uUir aK
brancn. wie mc na.;h dem .. l iar,,.,WC!sc in
fahren hergestellt smd wc den ^ ;u,L.h in
feuchtem /..,land auIbe*..h ■ ^ m;m MC
trockenem 7..s...nd aulhev I, rd ,, ,m.
mit eiern hydr«sk»r:1k IU. ■ ·■ , ^ , ,n.
Ι,,,,Κ-,νη Membranen ^vI ..
Widerstandes gegen den Durchgang von Bestandteilen mit niedrigem Molekulargewicht und insbesondere
von Wasser und ihrer Fähigkeit, die Bestandteile mit höherem Molekulargewicht zurückzuhalten, besonders
zur Verwendung in Vorrichtungen zur Fraktionierung von tluiden Gemischen durch die Dialyse oder Ultrafiltration
geeignet.
Die erfindungsgemäß verwendeten Membranen können in jeder beliebigen an sich bekannten Vorrichtung
zur Ultrafiltration oder Dialyse eingesetzt
■,'.erden.
lnsbe-o.ulere kann man Apparaturen verwenden,
bei denen semipermeable Membranen ebener oder konischer I orni oder in Form von Schläuchen.
Spiralen oder Bändern eingesetzt werden.
Zur Technologie der Ultrafiltralionsapparaturen wird insbesondere auf die folgenden Veröffentlichungen
hingewiesen: französische Patentschriften 1 252 995.
512 555, 1 583 221, 1 429 635 und 2 001 558. USA.-(>
Patentschriften 3 341024 und 3 131 143. kanadische
Patentschrift 819 509 und deutsche Patentschrift
119 906.
Zur Technologie der Dialyseapparaturen wird insbesondere auf die folgenden Veröffentlichungen hin-
gewiesen: Ind. Eng. Chem.. 54 (6). 20 bis 28 (1962).
französische Patentschriften 1 527 944, 1 528 430, 1 397 297 297, 1 464 722, 1518 607 und 1 597 874,
■'Membranes technology and Economics (Auflage 1967) \f\-t R. N. R i c k 1 c s. K i r k — O t h in c r. Lncy-
3" clopediaof chemical technology. 5, 1 bis 20 (I. Auflage)
und 7. 1 bis 21 (2. Auflage), US.V-Patentschrift 3 186 917 -.!Kl ..!einsehe Patentschriften i 245 322 und
1 921 201.
Unter ilen Dialysevorrichtungen, bei denen die
;<5 Membranen verwendet werden können, kann man
auch die künstlichen Nieren nennen, die die Reinigung des Bluts und insbesondere die Entfernung von
Harnstoff ermöglichen, sowie die Apparaturen /m l ntferiuing von Ascites-Llüssigkeit.
•v Die Membranen können auch bei der Dialyse ohne
Verwendung Jner besonderen Apparatur verwendet werden. Hierzu schließt man die /u diaksiercnde
Lösung in einen geschlossenen Beutel ein. der aus der
Dialysemembran besteht, und taucht die-et Beutel in
ein Dial'-schall, d.h. eine Lösung um r,!(.,ln;'cr
konzentration an Produkten mit nied'iLca1 MoIc-
kulai gewicht.
Die UiihraiiUralioii und die Dialyse mit cilindimgsnevnäü
verwendbaren Membranen erstreck) veh anl
zahlreiche praktische Anwendungsbereiche. V n'.ei
diesen Anwendungen kann man insbesondere du konzentration von Flüssigkeiten der Nahrungsmittel
Industrie, wie beispielsweise Milch. Molke. Biitier
milch. I riichisäftcn und Fleisclisälten. die konzen
!ration \.m makromolekularen Produkten, die in de
pharmazeutischen Industrie verwendet werden, wi beispielsweise Lösungen oder Suspensionen gewisse
Antibiotika. Viren. Bakterien, Proteinen und 1 n/ymei
die konzentration und oder die Reinigung von I atizc
> und 1 mulsionen von natürlichen oder synthetische
Polymeren, die 1 rennung von Aminosämen. Steroide
/uiAem. Hormonen und Alkaloiden aus Gemischt
mit \ erbindungen mit höherem Molekulargewiel
die Reinigung von Blut, Plasma oder Serum, ι
5 Reinigung von \bw assern und die Sterilisation ν ι
Wasser, nennen.
Die folgenden Beispiele dienen ,·;.r v\eileien 1
■ilei'
dci 1 rlindung
509 617 ;1
Beispiele I his 16
Μίΐιι stellt eine Reihe von Membranen her. wobei
man nach der folgenden allgemeinen Arbeitsweise arbeitet (die besonderen Bedingungen sind in der
nachfolgenden Tabelle I angegeben).
Ein Copolymeres ans Acrylnitril, einem ionischen
Monomeren und gegebenenfalls einem drillen Mono- ι ο nieren wird ein Dimethylformamid (DMT) so jjciös!.
daß die angegebene Konzentralion erhalten wird.
Diese Lösung wird auf eine Glasplatte derail gegossen, daß ein flüssiger Film von 0,5 mm Dicke
erhalten wird, der anschließend in einem belüfteten Trockenschrank bei 60 C während der angegebenen
Zeitspanne getrocknet wird. Der trockene Film wird von seiner Unterlage abgelöst und einer Behandlung
mit heißem Wasser unterzogen. Zur Durchfiihniim
dieser Behandlung taucht man den trockenen Film in 2)
einen Behälter, der Wasser enthält, und bringt das
Ganze auf die angegebene Maximaltempcralur, die H) Minuten aufrechterhalten wird. (Für die Beispiele.
bei denen diese Temperatur 1000C übersteigt, wird das das Wasser und den Film enthaltende Gefäß vorschlossen
und so unter autogenem Druck gehalten). Man bricht anschließend das Erhitzen ab und läßt das
Gefäß bis auf Zimmertemperatur abkühlen, wobei man die Membran ständig in dem Wasser in dem
Gefäß eingetaucht läßt.
Alle so hergestellten Membranen weisen einen Sa!/-/urückhallegrad um 0 auf.
Man mißt außerdem die Permeabilität für Wassei in folgender Weise:
12 cm- Membran werden auf eine poröse Platte au
.Sintermetall aufgebracht. Man bringt Wasser mit ilet
freien Seite der Membran unter Anwendung eine Drucks von 2 bar in Kontakt. Man mißt die Wasser
menge, die durch die Membran hindurchgegangen ist Dieser Durehsat/. ausgedrückt in Fm'2-Tag. ist dk
Permeabilität der Membran für Wasser. Besondere Angaben für gewisse Beispiel·..·:
Beispiel 13
Das verwendete Polymere ist ein Gemisch von zwei Copolymeren in Gewichlsmengenanteilcn um -13 zu 57.
Das erste Copolymere ist ein Copolymeres von Acr.lnitril
und Natriiimmethallylsulfoiiat in Gewichtsmengenanteilen
von S2 zu 18. Das /weite Copolymere
ist ein Copolymeres von Acrylnitril v.inl Stvi'ol in
Gewichtsivk-ngenanteilen um X5 /u 15.
Beispiel 1-!
Das verwendete Polymere isi ein Gemisch gleicher Gewichtsmeiigen von zwei Copolymeren. Das eine
ist ein Copolymeres von Acrylnitril und Nalriummethallylsulfoiiat
in Gewichtsmeiifenanteilen con Sf
zu 15.
Das verwendete Polymcrgcmisch unterscheidet sich
von dem von Beispiel 14 nur dadurch, daß das Bulylacrylal
durch die gleiche Gewichtsmenge Vinylbenzo.it ersetzt ist.
Art ties iJiilvmcren
,_ ^ Natriummcthallyl-
t 'd sulfonat
1 -5 Kaliumvinyloxybenzol-
^ -3 sulfonat
2 'J _ Natriumvinylsulfonat .
C0^ N-Methyl-4-vinyl-
^ Ξ 's pyridiniumsulfat ....
-S '-g ~ü Mcthylmethacrylat ....
= ~ —' Butyiacrylat
g g — Vinylbenzoat
g^ci .= Vinylidenchlorid
~° υ u Acrylamid
^ 2 < styrol
Spezifische Viskosität (gemessen bei 25'C mit 2 g/l in DMF)
K onzentration der Copolymerlösung
(Gewichtsprozent)
Trockenzeit im Ofen in Stunden ..
Maximaltemperatur des Behandhingswassers
in C
Dicke der Membran in μ
Permeabilität für Wasser unter 2 bar in l/Tag · m2
Reißfestigkeit der Membran in kg/ cm2(gemessen bei 23 C in feuchtem
Zustand)
Druchdehniine in Prozent .
Hei'spiel
2,094 ι 3.52
0.812
42
180 45
230 6.35
1.039 I 0.743
8 67
147 65
350
130
48
8.5 42
0.980
10
45
45
113
50
50
650
1.026
10
10
104
80
80
300
7.16
3.40
0,962
K)
24
24
92 45
480
SOO
| 10 | 10 |
| 24 | 48 |
| 146 | 140 |
| 60 | 55 |
1,192
600
11
12
(Fortsetzung)
Art iio IVk nieren
10
^ _ Natriuminethalhl-
ji *'j sulfonat
ρ ·§ kaliumviny loxybenznl-
5 — sulfonat
c ·> _ Nairiumvinylsulfonat . .
coS N-Meth\l-4-vinyl-
^ ^ "S pyridiniumsulfat . ..
~ '3 T), Meihylmethactylat ....
c ~ — Butylacrylat
ν £ .~ Vinylbenzoal
^^ -^ Vinylidenchlorid
13 ti b Acrylamid
S 3< styrol
Spezifische Viskosität (gemessen bei 25'- C mit 2 g/l in DMF) (
Konzentration der Copolymeriösung | (Gewichtsprozent) !
Trockenzeit im Ofen in Stunden . .
Maximaliemperaiur des Behandlungswasser
in C
Dicke der Membran in π
Permeabilität für Wasser unter 2 bar in l/Tag · m-
Reißfestigkeit der Membran in kg/ cmJ (gemessen bei 23 C in
feuchtem Zustand)
4.51
0.62
10 48
140 45
SOO
100 41
4.2S
K) 40
146 M)
570
0,374
10 70
2,58
3,36
7,97
0,926
10
72
72
147
90
90
2900
4.75
147 145
90 80
2900 i 1800
90 41
14
15
3.45
K)
24
145 70
1500
2.99
10
24
145 70
26(J0
5.08
0,63
120 30
360
Beispiele 17 bis
Die in den Beispielen 1 bis 16 hergestellten Membranen werden einerseits bei üuliratiltrationsaibeitsgüngen
(A) und andererseits bei Dialvscarbeitsgängen (B) verwendet. 4·.
(A) 12 cm2 Membran werden auf einer porösen Platte
aus Sintermetall angebracht. Man bringt mit dei freien Seite dieser Membranen eine wäßrige Lösung
eines makromolekularen Produkts in kontakt wobei man einen Druck von 2 h.ir anwendet. Mai
mißt den ültraiiltratdurchsatz in I.Tag · m-, so wie den Zurückhaltegrad, ausgedrückt in Prozent
d. h.
100
konzentration des Ullrafiltrats an Makromolekülen
Konzentration der Anfangslösung an Makromolekülen
Verwendete Membran, hergestellt nach Beispiel
Ultrafiltration
Art der der Ultralillration unterzogenen Ausgangslösung
Konzentration an NaCl in g/l
Natur des Makromoleküls
Durchschnittliches Molekulargewicht des
Makromoleküls
Konzentration an Makromolekül in g/l
Erhaltene Ergebnisse
Ultrafiltratdurchsatz in !'Tag · m-
Zurückhaltegrad in Prozent
Dialyse
Dialysegeschwindigkeit in Minuten
19
Rinderalbumin
70000 10
350 100
Rinderalbumin
70 10
5,85
Pepsin
Pepsin
000 10 000 0.5 4
Beispiel 20
21
0 Dextran
520
70
70
520 50
| 4 | 9 |
| 9 | Rinder- |
| Rinder- | albumin |
| albumin | 70 000 |
| 70 000 | 10 |
| 10 | 300 |
| 720 | 98.5 |
| 98 | |
Rinderalbumir
70 10
480 100
| — (Fortsetzung) — | 24 | t | 4X0 | 6 | ! | 720 | 2h | 12 | Beispiel | 9 | 28 | 29 | 1 5 | U) | ι | 3(ii) |
| 99 | ! 90 | 27 | Rinder | !00 | ||||||||||||
| 6 | isi die | Mar | 7 | albumin | 8 | 8 | 9 | dem m. | ||||||||
| Verwendete Membran, hergestellt nach Bei | 8 | |||||||||||||||
| spiel . | 0 | 9 | 70 000 | 9 | ||||||||||||
| Ultrafiltration | Dextran | Rinder | 10 | Rm,Lr- | ||||||||||||
| Art der der Ultrafiltration unterzogenen | 5.85 | 9 | albumin | 0 | 0 | albumin | 9 | |||||||||
| Ausgangslösung | Lvsozvm | K)O(K) | Rindcr- | 9 | 1 (KK) | Dextran | Dc s Iran | Riiulcr- | ||||||||
| Konzentration an NaCl in g/l | albiimin | 70 (K)O | Rinder | 96 | TiMiOi! | albumin | ||||||||||
| Natur des Makromoleküls | 15 000 | 4 | 70 000 | U) | albumin | 40000 | 10 000 | Kl | 70 CKK) | |||||||
| J ^ t* X U 1 %.* ^ _J I ■ lit l\ I V [I l\ 'I^ l\ Il I,1 ■ ■ ■ - - - » ■ ■ ι ■ ■ | 70000 | |||||||||||||||
| Durchschnittliches Molekulargewicht des | 0.5 | 480 | 10 | 1 IiO(I | 4 | 4 | ! 330 | 10 | ||||||||
| Makromoleküls | 40 | '»0 | K) | 1:Γ) | ||||||||||||
| Konzentration an Makromolekül in g/l .. | 4S0 | 760 | MK) | 600 | iükeii. in | 700 | ||||||||||
| Erhaltene Ergebnisse | 100 | KX) | 600 | 50 | 2 X | 100 | ||||||||||
| Ultrafiltratdurchsatz in l/Tag · m- | lic III | KX) | ||||||||||||||
| Zurückhälteerrid in Prozent | 54 | |||||||||||||||
| Dialyse | Tabe | 58 | ||||||||||||||
| Dialyscgcschvvindigkeit in Minuten | Π | 33 | i|, | _..-7_. | ||||||||||||
| 34 | ||||||||||||||||
| 10 | 14 | 16 | ||||||||||||||
| Verwendete Membran, hergestellt nach Bei | ||||||||||||||||
| spiel | ο | |||||||||||||||
| Ultrafiltration | Rinder | |||||||||||||||
| Art der der Ultrafiltration unterzogenen Aus | 9 | albumin | ι) | 9 | ||||||||||||
| gangslösung | Rinder | RlIKkT- | Rinder- | |||||||||||||
| Konzentration an NaCl in n 1 | albumin | 70 000 | aibumin | aihamii | ||||||||||||
| Natur des Makromoleküls | K) | |||||||||||||||
| 70 000 | 70 0OO | 70 000 | ||||||||||||||
| Durchschnittliches Molekulargewicht des | 10 | 10 | !O | |||||||||||||
| Makromoleküls | ||||||||||||||||
| Konzentration an Makromolekül in gi . . | i 0Oi) | |||||||||||||||
| Erhaltene Ergebnisse | ||||||||||||||||
| Ultrafiltratdurchsalz in 1/1 ag · m- | ι mißt die DialyseaeschwiiH | |||||||||||||||
| Zurüekhaltegrad in Prozent | ||||||||||||||||
| In den vorstehenden Tabellen Il und 111 | ||||||||||||||||
Art der der Ultrafiltration unterzogenen Anfang<iösung
sowie der UllraiiHruldurehsat/ und der Zurückhaltegrad
des Makromoleküls angegeben.
(B) Eine Dialysezelle wird in zwei Kammern unterteilt, die voneinander durch eine Membran mit einer
Oberfläche von 10 cm2 getrennt sind. Die ersie
Kammer wird im geschlossenen Kreis von 100cm3 einer wäßrigen Lösung durchströmt, die je liier
9 g NaCl, 1 c Thioharnstoff und 10 g Rindcralhumin (Molekulargewicht- etwa 70 000) enthält.
Diese Losung, die im folgenden mit »synthetisches Blut« bezeichnet wird, zirkuliert in der
Kammer mit einem Durchsatz von 1 i Stunde. Die zweite Kammer wird in geschlossenem Kieis
von lOOcnv1 einer wältngen I ösung mit einem
(iehalt \nn lOg'l NaCi durchströmt, die im
folgenden "Diahsekid·· genannt wird. |)ιοη·
I oMiii:· zirkuliert in der Kammer mit einem
1 )<i!· hs ii / ', mi O ί 1 StIiMiIe
Man mißt die Dialyscgescliwindigkcit. indem m.i
die Zeit in Minuten bestimmt, nach der liie 1 hi-.'hari
sMffkon/enlration in dem Dialysebad ()_! s.1 1 botnii;
Diese Zeitspanne ist in Tabelle Il für gewisse Men brancn angegeben.
Man konzentriert Milch in einer IJIlralillrationszcl
mit zwei Kammern, die durch eine gemäß Beispiel hergestellte Membran mit einer Nut/oberflächc ve
465 cm- gelrennt sind. In der ersten Kammer herrsei ein relativer Druck (gegenüber tier zweiten Kamme
von 3 bar. Die Membran wird durch cmc star
I rittenpialte aus Polyäthvlen abgestützt. I s wird en
Zirkulation der Milch zwischen dieser Kammer iir einem I .agcι behälter vorgenommen. Die Zirkulation
geschwindigkeit an der Stelle der Membran belrä
85 cm'Svl. imdc. und die < ies,imlm.i---e der zirkuli
renden Milch beträgt zu Beginn S.01 5 k.L>
Die gesamten Arbeitsgänge, die bei einer Temperatur von +4"1C vorgenommen werden, werden 11'/2 Stunden
fortgesetzt, Man gewinnt in der zweiten Kammer 4,007 kg Ultrafiltrat, das im wesentlichen Wasser,
Mineralsalze, Lactose und nichtproteinische stickstoffhaltige Bestandteile enthält. Diese Ultrafiltratmenge
entspricht einem Durchsatz von 180 kg/Tag · m2. Die in der ersten Kammer erhaltene Milch wurde so auf die
Hälfte konzentriert.
Man wiederholt das Beispiel 38 mit folgenden Abänderungen:
Die Zirkuiationsgeschwindigkeit der Milch in der
ersten Kammer beträgt 1 m/Sekunde; die Temperatur betrag! i 45'C;
der relative Druck zwischen den beiden Kammern beträgt 6 bar.
Nach 11 Va Stunden gewinnt man 6,835 kg Ultrafiltrat,
was einem Durchsatz von 307 kg/Tag · m- entspricht. Die in der ersten Kammer erhaltene Milch
wurde auf etwa ein Siebtel konzentriert.
ohne irgendeiner Spannung ausgesetzt zu sein. Er tritt aus diesem Bad mit einer Geschwindigkeit von
100 cm/Minute aus und durchläuft dann ein Glycerinbad (Wasser/Glycerin-Gemisch in Gewichtsmengenanteilen
von 20 zu 80) über eine Strecke von 2 m. Dann wird er durch Führen zwischen zwei Walzen
abgepreßt, so daß überschüssiges Glycerin entfernt wird.
Man erhält so eine Membran von 30 μ Dicke. Sie
ίο weist eine Permeabilität für Wasser unter 2 bar von
860 l/Tag · m2 auf und kann in trockenem Zustand aufbewahrt werden.
Ihr Zurückhaltegrad beträgt 100% für Rinderalbumin (Molekulargewicht: 70 000) und Ovalbumin
(Molekulargewicht: 45 000). Ihr Zurückhaltegrad für Dextran (Molekulargewicht: 40 000) beträgt nur 53%.
Beispiele 42 bis 44
Man wiederholt Beispiel 41, wobei man den Reckungsgrad variiert. Man erhält die folgenden
Ergebnisse:
Man wiederholt den Dialyseversuch von Beispiel 18, wobei man die »synthetisches Blut« genannte Lösung
durch Ochsenblut ersetzt, zu dem man 1 g/l Thioharnstoff sowie 25 Volumenprozent (der Prozentsatz
ist auf das Blut bezogen) einer Lösung, die aus 1,66 g Citronensäure, 0,6 g Natriumhydroxyd, 3 g Glucose
und Wasser in der Restmenge, um 100 crn:l Lösung zu erhalten, besteht, zusetzt.
Die Dialysegeschwindigkeit (ausgedrückt in Minuten 35 s
nach der oben
91 Minuten.
91 Minuten.
angegebenen Definition) beträgt
| 42 | Beispiele | 44 | |
| 165 | « i | 100 | |
| Reckungsgrad in "'„ ... | 135 | ||
| Permeabilität fürWasser | 505 | 216 | |
| unter 2 bar (l/Tag · m2) | 360 | ||
| Rinderalbumin | |||
| Molekulargewicht: | 100 | 100 | |
| 70 000 | KK) | ||
| o Ovalbumin | |||
| 0 Molekulargewicht: | 100 | 100 | |
| a 45 000 | 100 | ||
| S Pepsin | |||
| H Molekulargewicht: | >90 | 100 | |
| S 36 000 | •90 | ||
| .y Lyso7ym | |||
| 3 Molekulargewicht: | >90 | 100 | |
| N 15000 | >90 | ||
| Dextran | |||
| Molekulargewicht: | 74 | 85 | |
| 40 000 | 78 | ||
Beispiel 45
Man stellt eine Membran wie in Beispiel 41, jedoch
In ein Glasreaktionsgefäß bringt man 330 g eines Acrylnitril/Nairiummethallylsulfonat-Copolymeren
mit relativen Gcwichtsmengenanteilen von 91 zu 9, dessen spezifische Viskosität (gemessen bei 250C in
Lösung mit 2 g/l in DMF) 1 beträgt, und 1600 cm3 DMF ein.
Das Gemisch wird eine Stunde bei 2O0C und dann
4 Stunden bei 90'C gerührt. Man entfernt dann gegebenenfalls gelöste Gase, indem man das Reaktions-
gefäß 30 Minuten unter vermindertem Druck (100 mm 50 mit einem Reckungsgrad von 185 „, her.
Hg) bringt. Die Viskosität der Lösung beträgt dann Man verwendet diese Membran bei der Ultra-
Hg) bringt. Die Viskosität der Lösung beträgt dann Man verwendet diese Membran bei der Ultra-
bei 230C etwa 200 P filtration von Flußwasser (Rhone: Entnahme stromab
Diese Lösung wird kontinuierlich auf ein endloses von der Stadt Lyon), das Fäkal-Streptokokken und
Band mit einer Breite von 17 cm aus rostfreiem Stahl Bakterien »Escherichia coil« enthalt Der Uruckgegossen,
das mit einer Geschwindigkeit von 50 cm/ 55 unterschied zwischen der ersten und der zweiten
Minute läuft. Man bringt auf diese Weise einen Kammer der Ultrafiltrationsapparatur betragt 2 bar.
In der ersten Kammer zirkuliert das Flußwasser an der Oberfläche der Membran mit einer Geschwindigkeit
von 115 cm/Sekunde. Man gewinnt ein Permeat von trinkbarem Wasser in einer Menge von 11 50 l/Tag·mz.
Der trinkbare Charakter dieses Wassers wird durch
flüssigen Film vor. 0,2 mm Dicke auf. Das Band läuft
dann durch einen belüfteten Ofen von 1,2 m Länge, der auf 150'C gebracht ist, und wird dann auf 2O0C
abgekühlt. Man befeuchtet den Film aus Acrylnitrilcopolymerem
durch Führen gegen ein mit Wasser getränktes Gewebe und löst ihn von dem Stahlband,
das ihn trägt, ab. Dieser Film wird dann über eine Strecke von 10 cm durch ein Wasserbad von 90"C
geführt und mit einer Geschwindigkeit von 140 cm/ Minute herausgeführt, was einem Reckungsgrad von
180",, entspricht. Der gereckte Film durchläuft dann ein Wasserbad von 75 1C über eine Strecke von 2 m,
bakteriologische Prüfungen bestimmt, die das vollständige
Fehlen der zuvor genannten Bakterien zeigen.
B e i s ρ i e I 46
Die Membran von Beispiel 41 wird dazu verwendet, 3,5 1 Molke mit einem Gehalt an Trockenextrakt von
65 g/l und einer Konzentration an Lactose von 50 g/l 71 g eines Acrylnitril/Natriummethallylsulfonat-
und an Proteinen von 7,6 g/l einer Uultrafiltration zu Copolymeren mit relativen Gewichtsmengenanteilen
unterziehen. von 91 zu 9, dessen spezifische Viskosität 0,979 beträgt,
Der Druckunterschied zwischen den beiden Ultra- 179 g eines Acrylnitnl/Natriumnnethallylsulfonat-
fikrationskammern beträgt 2,5 bar. Die Zirkulation- 5 Copolymeren mit relativen Gewichtsmengenanteilen
geschwindigkeit der Molke in der ersten Kammer an von 89 zu 11, dessen spezifische Viskosität 1,123
der Oberfläche der Membran beträgt 50 cm/Sekunde. beträgt, und
Man setzt die Ultrafiltration fort, bis 3,250 1 Ultra-
filtrat erhalten sind. Dieses letztere enthält je Liter 1200 cm3 Dimethylformamid.
59 g Trockenextrakt, 50 g Lactose und 0,7 g Proteine. io Der Reckungsgrad beträgt 186°O.
Das Konzentrat (abgezogen aus der ersten Kammer)
Das Konzentrat (abgezogen aus der ersten Kammer)
besitzt einen Gehalf an Trockenextrakt von 168 g/l Eine Dialysezelle, die bei 371C gehalten wird, wird
und eine Konzentration an Lactose von 48 g/l und an in zwei Kammern geteilt, wobei diese voneinander
Proteinen von 96 g/I. durch 625 cm2 der wie oben beschrieben hergestellten
is Membran getrennt sind.
Beispiel 47 Die erste Kammer der genannten Dialysezelle wird
von Menschenblut in geschlossenem Kreislauf mit
Man wiederholt das Beispiel 46, wobei man die einem Durchsatz von 12,5 cm* je Minute durchströmt;
Membran von Beispiel 44 verwendet. das Gesamtvolumen des zirkulierenden Blutes beträgt
Man erhält ein Ultrafiltrat mit einem Gehalt an ao 1,11, und das Blut enthält 1,5 g/I Harnstoff und
Trockenextrakt von 56 g/l und einer Konzentration an 0,15 g/l Kreatinin.
Lactose von 50 g/l, das keine Proteine enthält, Das In der zweiten Kammer zirkuliert ein Dialysebad,
Konzentrat besitzt einen Gehalt an Trockenextrakt welches dieselbe Salzzusammensetzung hat wie das
von 155 g/l und eine Konzentration an Lactose von Blut. Man beobachtet eine Verminderung um die
58 g/I und an Proteinen von 93 g/I. =»5 Hälfte der Konzentrationen in dem Blut nach 1 Stunde
40 Minuten für den Harnstoff und nach 2 Stunden
B e i s ρ i e 1 48 25 Minuten für das Kreatinin.
Man nimmt bei 37CC eine Ultrafiltration von Beispiel 50
menschlichem Blut in einer Apparatur vom Filter- 30
pressentyp mit acht Kammern vor, von denen jede Man entnimmt dem Peritoneum eines Cirrhose-
eine Membran von 125 cm2 Oberfläche enthalt, die kranken Ascites-Flüssigkeit, welche 20 g/l Proleine
gemäß Beispiel 41 hergestellt ist. enthält. Diese Ascites-Flüssigkeit wird in eine Ultra-
Das Blut zirkuliert in der Apparatur im Kontakt filtrationsapparatur mit 11 Elementarkammern gemit
den Membranen mit einem Durchsatz von 35 bracht, die hintereinander mit insgesamt 1450 cm2
0,2 I/Minute. Der Druckunterschied zwischen den Membran versehen sind, die wie in Beispiel 49 beKammern
zu beiden Seiten der Membranen beträgt schrieben hergestellt wurde, jedoch einen Ver-300
mm Hg. Nach Sstündigem Betrieb beträgt die Streckungsgrad von 182% aufweist. Der Druckunter-Konzentration
des Ultrafiltrats an Proteinen 0,27 g/l, schied von dem einen Teil dieser Membranen zum
und der Haematokritwert des Blutes, das zirkuliert, 40 nächsten betrag*. 200 rnrrs Hg (Oberdruck auf der
hat sich nicht merklich verändert. Der Durchsatz des Seite, wo die Ascites-Flüssigkeit eingeleitet wird).
Ultrafiltrats beträgt 0,4 l/Stunde. Die Ascites-Flüssigkeit durchströmt die Membranen, wo sie sich durch Ultrafiltration konzentriert,
Ultrafiltrats beträgt 0,4 l/Stunde. Die Ascites-Flüssigkeit durchströmt die Membranen, wo sie sich durch Ultrafiltration konzentriert,
Beispiel 49 und wird in eine Vene des Patienten wieder injiziert.
45 Man beobachtet einen Durchsatz von 0,6 l/Stunde an
Man stellt eine Membran wie im Beispiel 41 her, Permeat (Ultrafiltrat), während die konzentrierte
jedoch unter Berücksichtigung folgender Änderungen: Ascites-Flüssigkeit dem Patienten mit einem Durch-
man gibt in das Reaktionsgefäß satz von 0,3 l/Stunde wieder injiziert wird.
Claims (1)
1. Verwendung von Mischpolymerisaten oder Massen auf der Basis von Acrylnitrilpolymerisalen.
die hergestellt worden sind aus:
A: 99 bis 20",, (zahlenmäßig bezogen auf die zu
bindenden Monomeren) Acrylnitril;
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (3)
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| DE2145183C3 true DE2145183C3 (de) | 1975-04-24 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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