DE2146018C3 - Anrollvorrichtung für eine Reifenaufbaumaschine - Google Patents

Anrollvorrichtung für eine Reifenaufbaumaschine

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DE2146018C3
DE2146018C3 DE2146018A DE2146018A DE2146018C3 DE 2146018 C3 DE2146018 C3 DE 2146018C3 DE 2146018 A DE2146018 A DE 2146018A DE 2146018 A DE2146018 A DE 2146018A DE 2146018 C3 DE2146018 C3 DE 2146018C3
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Bruno Colombani
Antonio Pacciarini
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D30/00Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
    • B29D30/06Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
    • B29D30/08Building tyres
    • B29D30/20Building tyres by the flat-tyre method, i.e. building on cylindrical drums
    • B29D30/28Rolling-down or pressing-down the layers in the building process

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anrollvorrichtung für eine Reifenaufbauschine, mit zwei, an je einem Schlitten angeordneten Säulen, die gemeinsam radial zur Aufbautrommel der Reifenaufbaumaschine hin- und her- und parallel zur Längsachse der Aufbautrommel aufeinander zu- und voneinander wegbewegbar sind und je eine Anrollscheibe, insbesondere je zwei Anrollscheiben tragen, von denen gegebenenfalls eine sun Anrollen der Karkassenlagen entlang der Trommelumfangsfläche und die andere zum Anrollen eines Seitenrandes der Karkassenlagen an die Trommelschulter ausgebildet ist, wobei die Drehachsen der Anrollscheiben in deren Anrollstellung in der durch die Längsachse der Aufbautrommel verlaufenden Horizontalebene liegen und um je eine zu ihnen senkrechte Achse schwenkbar sind und die Anrollscheiben durch eine Andrückeinrichtung elastisch gegen die Aufbautrommel drückbar sind.
Bei einer bekannten Verrichtung dieser Art (US-PS 32 58 383) mit zwei Anrollscheiben je Säule ist jede Säule an ihrem Fuß schwenkbar angeordnet und von einer Torsionsfedereinrichtung in Richtung gegen die Trommel belastet Diese Ausführung ist baulich aufwendig, und um für jede Karkassengröße die richtige Andrückkraft zu erhalten, ist jeweils eine vergleichsweise genaue Einstellung der die Säulen tragenden Schlitten srforderlich, weil die Federkraft vom Abstand der Säulen bzw. der Anrollscheiben von der Aufbautrommel abhängig ist. Demgemäß ist auch die Steuerung der verschiedenen Bewegungen der Säulen und Anrcllscheiben kompliziert und damit nicht so zuverlässig. Weiterhin sind die bekannten Säulen maximal nur bis etwa 180° drehbar. Hiermit ist es aber, wenn überhaupt, nur schwierig möglich, die aufgebauten Karkassenlagen von der Trommel abzunehmen, was an sich erwünscht ist.
Eine andere bekannte Vorrichtung (DE-AS 12 39 879) unterscheidet sich von der zuvor erläuterten bekannten Vorrichtung im wesentlichen dadurch, daß jede Säule nur eine Anrollscheibe zum Anrollen der Karkassenlagen entlang der Trommelumfangsfläche trägt, und daß zum Anrollen der Seitenränder der Karkassenlagen besondere Anrollscheiben vorgesehen sind, die an getrennten Haltern angeordnet sind. Hier sind somit im wesentlichen gleiche Nachteile wie bei der anderen bekannten Vorrichtung vorhanden, wobei die Gesamtausführung und die Steuerung noch komplizierter sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art so auszuführen, daß die gewünschten Funktionen einschließlich eines Abnehmens der aufgebauten Karkassenlagen von der Trommel mit geringem baulichen Aufwand einfach und zuverlässig ausgeübt werden. Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß die Anordnung der Säulen an den zugeordneten Schlitten senkrecht starr ist, die Schwenkbarkeit der Drehachsen der Anrollscheiben wenigstens einer der beiden Säulen einen Bereich von mehr als 180° umfaßt und die Andrückeinrichtung zur Ausübung eines vom Abstand der Anrollscheiben von der Aufbautrommel unabhängigen konstanten Druckes ausgebildet ist.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung sind die bauliche Ausführung der Säulen sowie die Steuerung der Bewegungen der Säulen und der Anrollscheiben vergleichsweise einfach, so daß auch eine numerische Programmsteuerung bequem angewendet werden kann, was bei den bekannten Vorrichtungen, wenn überhaupt, nur sehr schwierig möglich ist. Außerdem ist zufolge der großen Schwenkbarkeit der Drehachsen der Anrollscheiben ein vergleichsweise einfaches Entfernen der Karkasseniagen von der Aufbautrommel möglich.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen unter Schutz gestellt
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert, in der zwei mögliche Ausführungsformen der Erfindung beschrieben sind.
F i g. 1 ist eine vereinfachte Darstellung einer Anrollvorrichtung.
Fig.2 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht entlang einer Ebene rechtwinklig zur Achse der Aufbautrommel einer ersten abgewandelten Ausführungsform.
Fig.3 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Draufsicht der Ausführungsform gemäß F i g. 2.
F i g. 4 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Ansicht einer Hälfte der Anrollvorrichtung gemäß Fig.2 entlang einer Ebene rechtwinklig zu der Achse der Aufbautrommel.
Fig.5 ist eine Teilschnittansicht der Vorrichtung gemäß F i g. 2 nach Linie V-V der F i g. 4.
Fig.6 ist eine Teilschnittansicht der Vorrichtung gemäß F i g. 2 nach Linie VI-VI der F i g. 4.
Fig.7 ist eine Ansicht der Anrollscheiben, die an einer Hälfte der Anrollvorrichtung gemäß Fig.2 angebracht sind, und zwar entlang einer waagerechten Schnittebene.
Fig.8 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht entlang einer Ebene rechtwinklig zu der Achse der Aufbautrommel einer zweiten Ausführungsform.
F i g. 9 ist eine Ansicht einer Hälfte der Anrollvorrichtung gemäß F i g. 8, teilweise geschnitten entlang einer Ebene rechtwinklig zu der Achse der Aufbautrommel.
Fig. 10 ist eine teilweise im Schnitt gehaltene Draufsicht der Vorrichtung gemäß F i g. 8.
Fig. 11 ist eine Schnittansicht nach Linie XI-XI der F i g. 10, wobei einige Einzelheiten der Ausführung einer Hälfte der Anrollvorrichtung dargestellt sind.
Fig. 12 ist eine Ansicht der Anrollscheibe, die an einer Hälfte der Anrollvorrichtung gemäß Fig.8 angebracht ist, entlang einer waagerechten Schnittebene.
Fig. 13 bis 18 zeigen gewisse Arbeitsschritte der Anrollvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform.
Fig. 19 bis 25 sind Ansichten, die gewisse andere Arbeitsschritte der Anrollvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform zeigen.
F i g. 1 zeigt schematisch eine Reifenaufbaumaschine, die eine Ausführung 1 aufweist, welche über einen waagerechten hohlen Dorn 2 eine Aufbautrommel 3 abstützt, die eine Karkasse 4 oder einen Teil von ihr, beispielsweise die erste Lage, trägt, die angeheftet oder angerollt werden soll. Der Anrollvorgang wird mittels einer Anrollvorrichtung ausgeführt, die einen waagerechten Grundteil 5 aufweist, an welchem ein Gestell 6, das zwei Schlitten 7 und 8 abstützt, sich in einer Richtung rechtwinklig zur Trommelachse verschiebt Die Schlitten 7 und 8 tragen jeweils eine senkrechte Säule 10 bzw. 9, deren jede an ihrem freien Ende mit waagerechter Achse angeordnete Schäfte trägt, die wiederum jeweils eine Anrollscheibe U und 13 bzw. 12 und 14 tragen. Alle Bewegungen der Anrollvorrichtung und ggf. auch die Bewegungen der Reifenaufbaumaschine, welcher die Anrollvorrichtung zugeordnet ist werden durch eine mit numerischer Steuerung arbeitende Programmeinrichtung gesteuert, die in einem Kasten 15 enthalten ist, der mit einer Warnlampen tragenden Tafel 16 versehen ist.
Die Einzelheiten einer ersieii Aüsfühi üiigsfüriU der
Anrollvorrichtung sind den F i g. 2 bis 7 zu entnehmen. Das Gestell 6 verschiebt sich an dem Grundteil 5 und ist durch nicht dargestellte Führungen abgestützt, wenn es mittels einer Gewindewelle 17 bewegt wird. Die Gewindpwelle 17 kämmt mit einer Leitmutter 18 und ist mittels Lagern 19 und 20 in dem Gestell 6 abgestützt
Ein aus einem Motor und einem Untersetzungsgetriebe bestehende Einrichtung 22 ist an der Mittellinie des Gestells 6 angebracht Auf die Ausgangswclle 25 der
to Einrichtung 22 ist ein Kettenrad 24 aufgekeilt Das Kettenrad 24 erteilt über eine Kette 23 einem Kettenrad 21 Bewegung, welches auf ein Ende der Gewindewelle 17 aufgekeilt ist Die Einrichtung 22 besteht aus einem umkehrbaren Motor, vorzugsweise einem elektrischen
is Gleichstrommotor, der mit einem Getriebe gekuppelt ist welches drei Paare von gleichen Geschwindigkeiten liefern kann, die mit Bzeug aufeinander entgegengesetzten Arbeitssinn haben, und zwar zwei hohe Geschwindigkeiten für Einstellvorgänge, zwei mittlere Geschwin- digkeiten für normale Arbeitsgeschwindigkeit und zwei niedrige Geschwindigkeiten für Arbeiten mit niedriger Geschwindigkeit Auf diese Weise wird, wenn die Einrichtung 22 betätigt wird, das Gestell 6 zusammen mit den Schlitten 7 und 8 in einer Richtung rechtwinklig zu der Achse der Aufbautrommel 3 bewegt.
Die Schlitten 7 und 8, die mit Bezug auf die Mittellinie des Gestells 6 symmetrisch angeordnet sind, sind mit jeweils einer Leitmutter 26 bzw. 27 einheitlich ausgeführt deren jede mit einem Teil 28 bzw. 29 einer waagerechten Welle 30 kämmt, die von Lagern 31 und 32 abgestützt ist, und die beiden Teile 28, 29 sind mit gleichem Gewinde, jedoch in entgegengesetzter Steigung versehen. Das Gestell 6 trägt an einem Ende der Welle 30 eine
js aus einem Motor und einem Untersetzungsgetriebe bestehende Einrichtung 34, auf deren Ausgangswellt 37 ein Kettenrad 36 aufgekeilt ist, welches mittels einer Kette 35 ein Kettenrad 33 betätigt das auf das entsprechende Ende der Welle 30 aufgekeilt ist.
Es ist daher zu verstehen, daß bei Betätigung der Einrichtung 34 die Schlitten 7 und 8 sich an dem Gestell 6 in einer Richtung parallel zu der Achse der Aufbautrommel 3, jedoch in entgegengesetzten Richtungen bewegen.
An dem Gestell 6 ist in einer Stellung, die mit Bezug auf seine Mittellinie der Stellung der Einrichtung 34 gegenüberliegt, eine dritte aus einem Motor und einem Untersetzungsgetriebe bestehende Einrichtung 38 angeordnet, auf deren Ausgangswelle 39 ein Kettenrad 40 aufgekeilt ist. Das Kettenrad 40 betätigt mittels einer Kette 41 ein Kettenrad 42, welches auf dasjenige Ende einer genuteten Welle 43, die zur Welle 30 parallel verläuft aufgekeilt ist, das dem Ende gegenüberliegt welches das Kettenrad 33 auf der Welle 30 aufnimmt Die genutete Welle 43 ist mittels Lagern 49 und 50 an dem Gestell 6 abgestützt und sie erteilt einer ebenfalls genuteten Schneckenschraube 48 Drehbewegung, wodurch ermöglicht ist, daß die Schneckenschraube 48 sich entlang der Welle 43 verschiebt.
«j Derjenige Teil der Vorrichtung, der die Schlitten 7 und 8 betrifft, ist symmetrisch, so daß unter besonderer Bezugnahme auf die F i g. 4 bis 7 nur einer der Schlitten 7,8 beschrieben wird.
Um die Einzelheiten der Ausführungen klarer
.· ι darzustellen, ist in F i g. 4 die Säule 10 ir, einer Stellung dargestellt, in der sie mit Bezug auf die in Fig. 2 dargestellte Stellung gedreht ist.
Ι-, |ηιιι
dem Schlitten 7 bcfirH-t sich ein Zahnrad 44,
welches auf eine senkrechte Welle 45 aufgekeilt ist, die mittels Lagern 46 und 47 in dem Schlitten 7 aufgenommen ist.
Der obere Teil 45a der Welle 45 ragt aus dem Schlitten 7 vor und ist in einem Kasten 56 eingeschlossen, de- ::.it 3e/ug niif die Welle 45 leer läuft. In Jem Kasten 56 befindet sich ein Zahnrad 51, welches mit dem Feii 45a der Welle 45 einheitlich oder einstückig ausgebildet ist und welches mit einer Zahnstange 52 kämmt, die den Schaft für das Verbinden zweier Kolben S3 und 54 eines doppeltwirkenden Zylinders 55 darstellt, der mit waagerechter Achse angeordnet ist und dessen Wände ein Teil des Kastens 56 sind. Der Kasten 56 verbleibt mit Bezug auf die Welle 45 verriegelt bzw. gesichert, wenn der doppeltwirkende Zylinder 55 unter der Wirkung von Druckmittel in einer gewissen Stellung angehalten wird, da in diesem Fall die Zahnstange 52 mit dem Zahnrad 51 gekoppelt ist, welches seinerseits mit dem Teil 45a der Welle 45 fest verbunden ist.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, erstreckt sich der obere Teil 57 des Kastens 56 derart seitlich, daß er die Basis eines zweiten Kastens 58 darstellt, der mit der Basis der senkrechten Säule 10 starr verbunden ist. Die Wände des Kastens 58 umfassen die Wände eines einfach wirkenden Zylinders 59, der ebenfalls mit waagerechter Achse angeordnet ist, und sie umschließen weiterhin einen Kolben 60 und eine Zahnstange 61, die mit einem Zahnrad 62 im Eingriff steht, welches ebenfalls gleichachsig zu der Achse der Säule 10 angeordnet und in dem Kasten 58 enthalten ist.
Der Rückkehrhub des Kolbens 60 wird mittels einer Schraubenfeder 63 ausgeführt, die mittels eines Stiftes 64 mit der Zahnstange 61, und mittels eines Hakens 65 mit der Außenseite des Kastens 58 verbunden ist.
Das Zahnrad 62 ist auf das untere Ende einer senkrechten Welle 66 aufgekeilt, die in der Säule 10 aufgenommen ist, wobei Buchsen 67 und 68 zwischengeschaltet sind. Der obere Teil der Säule 10 weist eine Vergrößerung 69 auf, die drei abgeflachte Flächen hat, an denen eine Gabel 70 befestigt ist, die ein Gehäuse für einen Schaft 71 mit waagerechter Achse enthält, an welchem die erste Anrollscheibe 13 unter Zwischenschaltung eines Rollenlagers 73 angebracht ist.
An der Vergrößerung 69 stützt die senkrechte Welle 66 mittels eines holzens 74 einen eine waagerechte Achse aufweisenden Schaft 75 ab, an welchem unter Zwischenschaltung von Rollenlagern 77 und 78 die zweite Anrollscheibe 11 angebracht ist. Der Schaft 75 ist über einen nicht dargestellten Schlitz an dem abgeflachten Teil der Vergrößerung 69 freitragend angebracht.
Aus vorstehender Beschreibung ist ersichtlich, daß durch Betätigen der Einrichtung 38 die Schneckenschraube 48 und daher das Zahnrad 44 beginnen, sich zu drehen. Das letztere dreht die Welle 45 und demgemäß auch die Kästen 56 und 58 zusammen mit den darin aufgenommenen Elementen, die senkrechte Säule 10 und die senkrechte Welle 66.
Bevor die Betätigung der Einrichtung 38 bewirkt, daß daß die Teile der Anrollvorrichtung, die an jedem der beiden Schlitten 7 und 8 angebracht sind, sich der anzurollenden Fläche des Reifenrohlings nahem und sich von dieser entfernen, werden die Teile entlang von Bewegungsbahnen bewegt, die Kreisbögen sind, welche in der die Achse der Schäfte 71 und 75 enthaltenden waagerechten Ebene liegen und weiche als Krümmungsmittelpunkt den Schnittpunkt der Achse der Welle 45 mit dieser waagerechten Ebene haben. Es ist ersichtlich, daß diese Betätigung für eine Feineinstellung der Anrollscheiben 11, 13 an der anzurollenden Fläche nicht ausreichend ist, und zwar zufolge der Notwendig keit, das Anrollen innerhalb sehr enger Grenzen von Abmessungen und Gestalt auszuführen. Weiterhin ist es notwendig, die Anrollscheiben 11.13 mittels einer elastischen und nicht-starren Verbindung an dem Gestell 6 zu befestigen, und für jeden der Schlitten 7 und 8 zwei Anrollscheiben zu haben, die bezüglich Größe und geometrischer Gestalt voneinander verschieden sind, so daß die eine oder andere Scheibe oder das andere Paar von Scheiben wahlweise arbeiten kann, beispielsweise in Übereinstimmung damit, daß die Karkassenlagen aneinander angerollt werden sollen, oder daß ihre Ränder um die Wulstkerne
IS herumgelegt werden sollen, oder in Übereinstimmung damit, daß die gesamte Karkasse am Ende des ersten Reifenaufbauvorganges von der Trommel abgenommen werden soll.
Die elastischen Einrichtungen, die es ermöglichen, diese Anforderungen für jeden Schlitten 7, 8 vollkommen zu erfüllen, sind der doppeltwirkende Zylinder 55 und der einfach wirkende Zylinder 59.
Durch Betätigen des doppeltwirkenden Zylinders 55, dessen Zuführ- und Abgabeleitungen für das Arbeitsmitte! aus Zwecken der Einfachheit nicht dargestellt sind, dreht die Zahnstange 52 das Zahnrad 51. Da die Welle 45 sich nicht drehen kann, \vr"i 'τ. an einer Drehung durch die Schraubenkupplung zwischen dem Zahnrad 44 und der Schneckenschraube 48 gehindert ist, dreht sich der Kasten 56 um die Achse der senkrechten Welle 45, an der er leerlaufend angeordnet ist, wobei er zufolge der oben erwähnten Einzelheiten der Ausführung die beiden Anrollscheiben 11 und 13 mit sich zieht. Daher hat der doppeltwirkende Zylinder 55 die Aufgabe, die Drehachsen der beiden Anrollscheiben 11, 13 mit Bezug aufeinander einheitlich zu drehen, und zwar wahlweise in beiden Richtungen mit Bezug auf die Stellung, die zufolge der Betätigung bereits erreicht ist, die durch die Einrichtung 38 erteilt ist.
Wenn nun der einfach wirkende Zylinder 59, dessen Zufuhr- und Abgabeleitungen aus Zwecken der Einfachheit nicht dargestellt sind, betätigt wird, ist aus den oben angegebenen Einzelheiten der Ausführung ersichtlich, daß die Zahnstange 61 bewirkt, daß die senkrechte Welle 66 sich mit dem Zahnrad 62 um ihre eigene Achse dreht, und zwar unabhängig von der Säule 10 zufolge des Vorhandenseins der Buchsen 67 und 68. Daher dreht der Schaft 75 der Anrollscheibe 11 sich zusammen mit der Welle 66 entlang des waagerechten Schlitzes, der an der Vergrößerung 69 der Säule 10 erhalten ist Auf diese Weise kann die Anrollscheibe 11 betätigt werden, während die Anrollscheibe 13 von dem Reifenrohling entfernt wird, und umgekehrt.
Eine zweite Ausführungsform wird nachstehend beschrieben, die sich durch größere Einfachheit der Ausführung auszeichnet
Wie aus den Fig.8 und 10 ersichtlich, umfaßt die Anrollvorrichtung einen waagerechten Grundteil 72, an welchem sich ein auf nicht dargestellten Führungen
mi abstützendes Gestell 76 in einer Richtung rechtwinklig zu der Achse der Aufbautrommel 3 verschiebt Eine aus einem Motor und einem Untersetzungsgetriebe bestehende Einrichtung 79, auf deren Ausgangswelle 80 ein Kettenrad 81 aufgekeilt ist, ist an der Mittellinie des
n- Gestells 76 an diesem angebracht
Das Kettenrad 81 erteilt über eine Kette 82 einem Kettenrad 83 Bewegung, welches an einem Ende einer Gewindewelle 84 angebracht ist, die mit einer
Leiimutter 85 kämmt und über Lager 86 und 86' von dem Gestell 76 abgestützt ist.
Wenn daher die Einrichtung 79 betätigt wird, bewegt sich das Gestell 76 in einer Richtung rechtwinklig zu der Trommelachse.
Da* Gestell 76 trag! Schlitten 87 und 88, die mit Bezug auf die Mittellinie des Gestells 76 symmetrisch angeordnet sind und mit je einer Leitmntter 89 bzw. ÜO einheitlich ausgeführt sind, welche mit einem Teil 91 bzw. 92 eine waagerechte Gewindewelle 93 kämmen, die parallel zur Achse der Aufbautrommel 3 angeordnet ist. Die Teile 91,92 sind mit gleichem Gewinde, jedoch mit entgegengesetzter Steigung versehen. Das Gestell 76 irägi weiierhin eine aus einem Motor und einem Untersetzungsgetriebe bestehende Einrichtung 94, auf deren Ausgangswelle 95 ein Kettenrad 96 aufgekeilt ist, welches mittels einer Kette 97 ein Kettenrad 98 betätigt, das auf die Gewindewelle 93 aufgekeilt ist. Wenn daher die Einrichtung 94 betätigt wird, bewirkt sie, daß die Schlitten 87 und 88 sich an dem Gestell 76 in einer Richtung parallel zu der Achse der Aufbautrommel 3 in entgegengesetztem Sinn bewegen.
Da der die Schlitten 87 und 88 betreffende Teil der Vorrichtung symmetrisch ist, wird in Verbindung mit den F i g. 9 und 12 nur ein Schlitten 87 beschrieben. Der Schlitten 87 umschließt eine erste senkrechte Welle 99 und den unteren Teil lOOb einer zweiten senkrechten Welle 100. Ein Zahnrad 101 und ein Sektorzahnrad 103, welches darüber und mittels einer Buchse 102 im Abstand davon angeordnet ist, sind auf die Welle 99 aufgekeilt.
Das Zahnrad 101 kämmt mit einer Zahnstange 104, die den Schaft für Verbindung zweier Kolben 105 und
106 eines doppeltwirkenden Zylinders 107 darstellt, der mit waagerechter Achse angeordnet ist und dessen Wände einen Teil eines Kastens 108 bilden, der ebenfalls von dem Schlitten 87 aufgenommen ist. Das Sektorzahnrad 103 kämmt mit einem Zahnrad 109, das auf diese Welle 100 aufgekeilt ist, die über Buchsen 110 und 111 von dem Schlitten 87 abgestützt ist.
Ein Zahnrad 115, welches waagerechte Achse hat und an welchem eine Anrollscheibe 116 unter Zwischenschaltung von Lagern 117 und 118 angebracht ist, ist in dem oberen Teil 100a der Welle 100 mittels Schrauben 112, 113 und 114 befestigt (siehe Fig. 12). Es ist daher ersichtlich, daß vom Standpunkt der Funktion aus die beiden oben beschriebenen Ausführungsformen der Anrollvorrichtung im wesentlichen gleich sind.
Eine angemessene Auswahl des Hubes der Kolben 105 und 106 des Zylinders 107 und angemessene Auswahl von Zahnrädern 101, 103 und 109 ermöglicht es, daß die Drehachse der Anrollscheibe 116 sich entlang kreisförmiger Bewegungsbahnen einer Breite von kleiner als 360° in der diese Achse enthaltenden waagerechten Ebene bewegt, und ermöglicht weiterhin, Feineinstellungen hervorzurufen, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, das Anrollen des Reifenrohlings innerhalb enger Abmessungs- und Gestaltgrenzen auszuführen. Solche Feineinstellungen sind zufolge der Tatsache möglich, daß der doppeltwirkende Zylinder
107 ein elastisches und nicht starres Element ist, so daß die Anrollscheibe 116 vollkommen an der anzurollenden Oberfläche anliegen kann, unabhängig von der Gestalt dieser Oberfläche, beispielsweise unabhängig davon, ob sie zylindrisch oder toroidförmig ist
Wie bereits erwähnt, ist, um die vielseitige Anwendung der Anrollvorrichtung darzustellen, ihre Arbeitsweise unter Bezugnahme auf zwei Betriebsbedingungen bcschi iebenen Ausführungsformen, wobei zu verstehen ist, daß beide Ausführungsformen es ermöglichen, diese beiden Betriebsbedingungen zu erfüllen.
Die erste in den Fig. 13 bis 18 erläuerte Betriebsbedingung betrifft die Arbeitsvorgänge zum Anheften oder Anrollen eines Reifenrohlings, der anfänglich auf einer mit einer starren Trommel versehenen Maschine aufgebaut worden ist, wobei diese Arbeitsvorgänge gemäß der ersten Ausführungsform ausgeführt werden.
ίο Aus den oben gemachten Ausfühnmger- bezüglich der Symmetrie der Vorrichtungsteile beziehen sich diese Figuren zwecks größerer Einfachheit lediglich auf die Arbeitsvorgänge, die von den Anrollscheiben 11 und 13 ausgeführt werden, welche am Schlitten 7 angebracht sind.
Der erste auszuführende Schritt besteht darin, eine erste Karkassenlage 120 an eine Aufbautrommel 121 anzurollen. Beim Beginn dieses Arbeitsvorganges, d. h. in der Ruhestellung, sind die Anrollscheiben 11 und 13 mit Bezug auf die Aufbautrommel 121 zu dem gegenüberliegenden Teil gerichtet, während der beispielsweise in Fig.3 dargestellte Schlitten 7 sich außerhalb des Gesamtdurchmessers der Aufbautrommel 121 zwischen der Äquatorialebene 119 des Reifens, welche weiterhin die Mittellinie der Aufbautrommel 121 enthält, und einer Schulter 122 der Aufbautrommel 121 (Fig. 13) angeordnet ist. Während die letztere um ihre eigene Achse gedreht wird, wird der Schlitten 7, an welchem die Scheiben 11 und 13 befestigt sind, mittels der Betätigung der Einrichtungen 22 und 34 an die Aufbautrommel 121 angenähert: Wenn der Schlitten 7 sich in einem geeigneten Abstand von der Karkasslage 120 befindet, werden die Einrichtungen 22 und 34 stillgesetzt, während der doppeltwirkende Zylinder 55
3; veranlaßt wird, zu arbeiten, bis die Anrollscheibe 13 derart auf die Karkassenlage 120 gepreßt ist, daß die Stirnebene der Anrollscheibe 13 sich annähernd rechtwinklig zu der Karkassenlage 120 befindet. Das Anrollen des zylindrischen Teiles der Karkassenlage 120 wird dadurch hervorgerufen, daß die mit dem Schlitten 7 verbundene Anrollscheibe 13 in einer Richtung parallel zur Achse der Aufbautrommel 121 — die in Drehung gehalten ist — bewegt wird, und zwar über Betätigung der Einrichtung 34. Daher bewegt sich
die Anrollscheibe 13 von der Äquatorialebene 119 in Richtung des Pfeiles A (F i g. 14) weg.
Wenn die Anrollscheibe 13 gemäß vorstehender Beschreibung das Anrollen des zylindrischen Teiles der Karkasslage 120 vervollständigt hat, wird die Einrich- tung 34 stillgesetzt und der doppeltwirkende Zylinder 55, der nunmehr in umgekehrtem Arbeitssinn arbeitet, bewegt die Anrollscheibe 13 von der gerade angerollten Fläche weg. Dann kommen die Einrichtung 22, die den Schütten 8 in Richtung des Pfeiles B wegbewegt, und die Einrichtung 38, welche die Anrollscheibe 13 in Richtung des Pfeiles Cdreht, zur Wirkung (F i g. 15).
Zuletzt kommt auch der einfach wirkende Zylinder 59 zur Wirkung und dreht die Achse der Anrollscheibe 11 in Richtung des Pfeiles D, und zwar mit Bezug auf die Anrollscheibe 13, die feststehend bleibt, so daß die Anrollscheibe 11 gegen denjenigen Teil der Karkassenlage 120 gedruckt wird, der an der Schulter 122 angeordnet ist Die Hauptbedingung, die beim Anrollen von Reifen teilen mit nicht konstanter Krümmung beachtet werden muß, besteht darin, daß die Stirnebene der arbeitenden Anrollscheibe 11,13 zu der Oberfläche des Reifenrohlings an jeder Stelle rechtwinklig bleiben muß. Daher
muß in diesem Fail die Achse eier Anroiisuneibe ii an irgendeiner Stelle in einer Winkelstellung von 90° mit Bezug auf die Senkrecht!.: zu demjenigen Teil der Karkassenlage 120 gehalten ",erden, der an der Schulter 122 angeordnet ist. Das Anrollen des an der Schulter 122 befindlichen Teiles der Karkasslage 120 wird durch Betätigung der Einrichtungen 22, 34 und 38 und des einfach wirkenden Zylinders 59 in einer programmierten Folge hervorgerufen. Die Programmeinrichtung mit der numerischen Steuerung für diese Anrollvorrichtung hat als ihre Hauptfunklion die Funktion, diese Arbeitsvorgänge synchron zueinander in diesem Anrollschritt auszuführen, wobei die oben genannte Bedingung hinsichtlich der Rechtwinkligkeit für die Anrollscheibe 11,13, in der. Zonen der Schultern 122, die sich !5 ändernde Krümmung haben, genau erfüllt sein muß. Weiterhin kann auf diese Weise das Arbeiten in der besten Art und Weise ausgeführt werden, und zwar unabhängig von den Umgebungsbedingungen und der aufgewendeten Arbeit.
Wenn ein Wulstkern 123 auf die Karkassenlage 120 aufgebracht werden soll, ist die Anrollvorrichtung in der Lage, auch den Lagenrand anzurollen, der um den Wulstkern 123 herumgelegt worden ist. In diesem Fall muß der Anrollvorgang von dem der Trommelachse zunächst liegenden Teil 124 aus begonnen werden, und r.war in Richtung des Pfeiles £"(Fig. 16). Das Anrollen wird dadurch erhalten, daß — auch hier — in Übereinstimmung mit einer programmierten Folge — wie sie für den an der Schulter 122 angeordneten Lageteil hervorgerufen wurde, jedoch in entgegengesetzter Richtung — die Einrichtungen 22, 34 und 38 betätigt werden, und indem die Anrollscheibe 11 mittels des einfach wirkenden Zylinders 59 in Berührung mit der anzurollenden Fläche gehalten wird. Hiernach wird die Achse der Anrollscheibe 11 zunächst durch die Schraubenfeder 63 des einfach wirkenden Zylinders 59 in Richtung des Pfeiles F(F i g. 17) und dann mittels der Einrichtungen 22, 34 und 38 in einer Art und Weise wegbewegt, die zu der oben beschriebenen Art und Weise analog ist.
Mittels der Anrollvorrichtung ist es weiterhin möglich, die Karkasse an der Schulter 122 der Aufbautrommel 121 am Ende des ersten Aufbauschrittes abzunehmen, und zwar ebenfalls mit Hilfe des dünnen Profils der Anrollscheibe 11.
Mittels der Einrichtungen 22 und 34 wird der Schlitten 7 in eine Stellung nahe der Trommelachse und axial außerhalb der Schultern 122 gebracht. Weiterhin wird durch Betätigen der Einrichtung 38 und des einfach so wirkenden Zylinders 59 die Anrollscheibe 14 zwischen die Schulter 122 und die innere Seite des Wulstes 125 eingesetzt Dann wird durch gleichzeitiges Betätigen (in Abhängigkeit von der mit numerischer Steuerung arbeitenden Programmeinrichtung) der Einrichtungen 34,22 und 38 derart, daß der Schlitten 8 in Richtung des Pfeiles G, des Pfeiles H bzw. des Pfeiles K verschoben wird, ein schnelles und regelmäßiges Abnehmen der Karkasse 126 von der Aufbautrommel 121 erhalten als Folge der Drehung der Aufbautrommel 121 um ihre eigene Achse (F ig. 18).
Die zweite Bedingung bezüglich der Verwendung der Anrollvorrichtung (gernäß den Fig. 19 bis 25) betrifft die Anrollvorgänge, die beispielsweise unter Verwendung der zweiten Ausführungsform an einem Reifen- rohling ausgeführt werden, der, nachdem seine Karkasse 123 an einer eine starre Trommel aufweisenden Aufbaumaschine teilweise aufgebaut worden ist, an einer ausdehnbaren Trommel angeordnet wird, urn zu Toroidgestalt geformt zu werden und dann einen undehnbaren Gürtel 127 und einen Rohlaufstreifen aufzunehmen. Auch in diesem Fall zeigen zufolge der symmetrischen Ausführung die Fig. 19 bis 25 die Arbeitsvorgänge, die von der einzelnen Anrollscheibe 1!G ausgeführt werden, die an dem Schlitten 87 angebracht ist.
In diesem Fall besteht der erste auszuführende Arbeitsvorgang darin, den Gürtel 127 anzurollen, der an der Karkasse 128 in der Zone über ihrer Zone über ihrer Äquatorialebene 129 angeordnet ist.
Beim Beginn des Arbeitens, d. h. im Ruhezustand, ist die an dem Schlitten 87 angebrachte Anrollscheibe 116 (siehe Fig. 10) mit Bezug auf die Karkasse 128 zu der gegenüberliegenden Seite gewandt. Die Achse des die Anrollscheibe 116 abstützenden Schaftes 137, ist so angeordnet, daß sie mit der Äquatorialebene 129 einen sehr kleinen Winkel von maximal 10 bis 15° bildet (F i g. 19). Während die Karkasse 128 einheitlich mit der aus Einfachheitsgründen nicht dargestellten ausdehnbaren Trommel in Drehung versetzt wird, wird der Schlitten 87 zusammen mit der Anrollscheibe 116 in einer Richtung rechtwinklig zu der Trommelachse durch die Wirkung der Einrichtung 79, und in einer Richtung parallel zu der Trommelachse unter der Wirkung der Einrichtung 94 bewegt, bis er sich in einem vorbestimmten Absind von der Karkasse 128 befindet. Wenn der Schlitten 87 diese Stellung erreicht hat. kommt der doppeltwirkende Zylinder 107 zur Wirkung, so daß die Anrollscheibe 116 elastisch auf den Gürtel 127 gedrückt wird, nachdem ihre Achse gedreht worden ist zusammen mit der senkrechten Welle 100, und zwar ausgehend von der genannten Ruhestellung in Richtung des Pfeiles L (Fig.20). Die von dem Schlitten 87 erreichte Stellung ist daher derart, daß zufolge der Drehung die Anrollscheibe 116 sich praktisch an der Äquatorialebene 129 befindet, mit der die Achse des Schaftes 137 einen Winkel von 90° bildet, so daß die bereits angegebene Bedingung erfüllt ist. Das Anrollen des Gürtels 127 an die Karkasse 128 wird dadurch ausgeführt, daß die Anrollscheibe 116 zusammen mit dem Schlitten 87 in einer Richtung parallel zu der Trommelachse und in Richtung des Pfeiles M unter der Wirkung der Einrichtung 94 (F i g. 20) verschoben wird, bis die Anrollscheibe 116 sich an einer Stellung 130 befindet Zu diesem Zeitpunkt wird die Anrollscheibe 116 durch Betätigen des doppeltwirkenden Zylinders 107 und der Einrichtungen 79,94 in zu dem vorherigen Arbeitssinn entgegengesetztem Arbeitssinn wiederum in die Ruhestellung gebracht.
Nach Auflegen eines Rohlaufstreifens 131 auf den Gürtel 127 erfolgt das Anrollen des zylindrischen Teiles des Rohlaufstreifens 131 auf die gleiche Weise, wie zuvor der Gürtel 127 angerollt wurde. Wenn jedoch die Anrollscheibe 116 die Laufstreifenschulter 132 (F i g. 21) erreicht, kommt neben der Einrichtung 79 auch die Einrichtung 94 zur Wirkung.
Die Geschwindigkeiten und Verschiebungen, die der Anrollscheibe 116 von den Einrichtungen 79 und 94 erteilt werden, werden auch in diesem Fall von einer mit numerischer Steuerung arbeitenden Programmeinrichtung eingestellt und gesteuert Auf diese Weise erfolgt ein vollkommenes Anrollen, da an jeder Stelle die Achse des Schaftes 137 der Anrollscheibe 116 einen Winkel von 90° mit Bezug auf die Senkrechte eines Stützteils 133 des Rohlaufstreifens 131 bildet Das Anrollen dieses Stützteiles 133 erfolgt daher dadurch, daß von der
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Laufstreifenschulter 132 in Richtung des Pfeiles Λ/ (Fig. 21) ausgegangen wird. Am Ende dieses Arbeitsvorganges wird der Schaft 137 der Anrollscheibe 116 wiederum in die Ruhr- oder Ausgangssi .liung gebracht, wie es oben angegeben ist.
Wenn die Karkasse 128 auf einer eine starre Trommel aufweisenden N'aschine uu'^baut worden ist, und bereits mit Seitenwänden und Streifen aus -icht-klebendem Material (nicht dargestellt) versehen ist und wenn die Seitenwand 134 auf den Stützteil 1.33 des Rohlaufstreifens 131 umgelegt ist, ist die Vrimct-.iiinjr weiterhin in der Lage, den Anrollvorgang auszuführen, der notwendig ist, um vollkommenes Anhaften der Seitenwand 134 der geformten Karkasse 128 an dem Rohlaufstreifen 131 zu erhalten. Aus ihrer in Fig.22 in unterbrochenen Linien dargestellten Ruhestellung wird hierfür die Anrollscheibe 116 zusammen mit dem Schlitten 87 mittels der Einrichtung 94 in einer Richtung parallel zu der Trommclachse bewegt und mittels der Einrichtung 79 an diese Achse angenähert.
Der doppeltwirkende Zylinder 107 wird so betätigt, daß der Schaft: 137 der Anrollscheib? 116 sich in Richtung des Pfeiles P über einen Winkel von 270° — in Übereinstimmung mit dem dem doppeltwirkenden Zylinder 107 erteilten Hub — dreht, und sie wird in ihre zweite Ruhestellung gebracht, in der der Schaft 137 sich parallel zur Trommelachse (F i g. 22) befindet. In dieser Stellung, die in F i g. 23 in unterbrochenen Linien dargeste'lt ist, kehren die Einrichtung 94 und der doppeltwirkende Zylinder 107 ihre Bewegungsrichtung um, wodurch eine Drehung des Schaft«"· 137 der Anrollscheibe 116 in Richtung des Pfeiles R hervorgeru-'t wird, wobei die Anrollscheibe 116 elastisch gegen die Kante der Seitenwand 134 nahe des Wulstes 135 gedrückt wird, und wobei cjr Schaft 137 in einem Winkel von 9C° mit Bezug auf die Senkrechte /u der gestalteten Fläche verbleibt. Dann wird die Einrichtung 79 gleichzeitig mit der Einrichtung 94 betätigt, wobei die Geschwindigkeiten und Verschiebungen, die von ihnen der Anrollscheibe 116 erteilt werden, von der mit numerischer Steuerung arbeitenden Programmeinrichtung derart eingestellt und gesteuert werden, daß die Anrollscheibe 116 sich von dem Wulst 135 in Richtung gegen den Rohlaufstreifen 13ί bewegt, wobei die genannte geometrische Bedingung an jeder Stelle aufrechterhalten bleibt (F i ρ 23). Nach diesem Anrollvorgang wird die Anrollscheibe 116 zunächst durch Drehung mittels des doppeltwirkenden Zylinders 107 in Richtung des Pfeiles P (Fig.24) in ihre zweite Ruhestellung gebracht. Aus dieser Stellung wird sie dann gemäß vorstehender Beschreibung in ihre erste Ruhestellung gebracht, so daß sie von dem bereits vollständig aufgebauten Reifenrohling 136 wegbewegt wird, der von der Trommel abgenommen werden kann (Fig. 25).
Hierzu 17 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Anrollvorrichtung für eine Reifenaufbaumaschine, mit zwei, an je einem Schlitten angeordneten Säulen, die gemeinsam radial zur Aufbautrommel der Reifenaufbaumaschine hin- und her- und parallel zur Längsachse der Aufbautrommel aufeinander zu- und voneinander wegbewegbar sind und je eine Anrollscheibe, insbesondere je zwei Anrollscheiben tragen, von denen gegebenenfalls eine zum Anrollen der Karkassenlagen entlang der Trommelumfangsfläche und die andere zum Anrollen eines Seitenrandes der Karkassenlagen an die Trommelschulter ausgebildet ist, wobei die Drehachsen der Anrollscheiben in deren Anrollstellung in der durch die Längsachse der Aufbautrommel verlaufenden Korizontatebene liegen und um je eine zu ihnen senkrechte Achse schwenkbar sind und die Anrollscheiben durch eine Andrückeinrichtung elastisch gegen die Aufbautrommel drückbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Säulen (9, 10) an den zugeordneten Schlitten (8, 7) senkrecht starr ist, die Schwenkbarkeit der Drehachsen der Anrollscheiben (U, 12 bzw. 116) wenigstens einer der beiden Säulen (9, 10) einen Bereich von mehr als 180° umfaßt und die Andrückeinrichtung zur Ausübung eines vom Abstand der Anrollscheiben (11,12 bzw. 116) von der Aufbautrommel (3 bzw. 121) unabhängigen konstanten Druckes ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückeinrichtung je eine druckmittelbetätigte Kolben-Zylinder-Einrichtung für jede Anrollscheibe (11, 13 bzw. 116) aufweist, durch die die Drehachse der betreffenden Anrollscheibe (11,13 bzw. 116) verschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen der jeweils an einer Säule (9,10) angeordneten zwei Anrollschvsiben (11, 13 bzw. 12, 14) unabhängig voneinander um eine zu ihnen rechtwinklige Achse verschwenkbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum voneinander unabhängigen Verschwenken der Drehachsen der Anrollscheiben (11, 13 bzw. 12, 14) die Andrückeinrichtung ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Andrückeinrichtung eine Einrichtung (38) zum Verschwenken der Drehachsen der Anrollscheiben (11, 13 bzw. 12, 14) nebengeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Drehachse der Anrollscheibe (11) für den Seitenrand der Karkassenlagen (120) wirkende druckmittelbetätigte Kolben-Zylinder-Einrichtung einfach wirkend mit Federrückholung ausgebildet ist, und daß die auf die Drehachse der anderen Anrollscheibe (13) wirkende Kolben-Zylinder-Einrichtung zum Verschwenken der Drehachsen beider Anrollscheiben (11, 12) w) doppelt wirkend ausgebildet ist.
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