DE2148331A1 - Medizinische Dranagevornchtung zum Absaugen von Flüssigkeiten aus einem Korperhohlraum, insbesondere aus dem Pleu raraum - Google Patents

Medizinische Dranagevornchtung zum Absaugen von Flüssigkeiten aus einem Korperhohlraum, insbesondere aus dem Pleu raraum

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DE2148331A1
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Description

Dipl.-Inc. W· Bevor Dipl.-Wirtsch.-Ing„ B. Jochom
6 Frankfurt am Main Freiherr-vom-Stein-Str.
In Sachen:
Medizinische Dränagevorrichtung zum Absaugen von Flüssigkeiten aus einem Körperhohlraum, insbesondere aus dem Pleuraraum.
Die Erfindung bezieht sich auf eine medizinische Dränagevorrichtung zum Absaugen von Flüssigkeiten aus einem Körperhohlrnum, insbesondere aus dem Pleuraraum, mit einer an den Hohlraum anschließbaren Auffangkammer und einer Verschlußkammer, die aus zwei unten verbundenen, bis zu einer bestimmten Höhe mit einer Hilfsflüssigkeit gefüllten Röhren besteht, deren erste am oberen Ende mit der Auffangkammer und deren zweite am oberen Ende mit einer eine bestimmte Hilfsflüssigkeitssäule enthaltenden Druckregelkammer zur Begrenzung des maximalen Saugzugs verbunden ist, wobei am Übergang der beiden Röhren der Verschlußkammer eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige der Stärke eines Gasstroms in Form einer Reihe in die zweite Säule mündenden Löcher an einem den Übergang bildenen Querkanal angeordnet ist.
Derartige medizinische Dränagevorrichtungen sind beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung P 19 28 737-7 und dem deutschen Gebrauchsmuster G 7o 29 000.5 beschrieben.
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BAD
Bei diesen Konstruktionen bereitete bisher jedoch noch die Anzeigevorrichtung zur Anzeige der pro Zeiteinheit von der ersten in die zweite Röhre der Versehlußkainmor gesaugten Luft Schwierigkeiten. Es hat sich nämlich gezeigt, daß der Luftstrom sich bei im wesentlichen waagerecht liegenden Querkanal doch nicht immer so einstellt, daß streng in Abhängigkeit von der Luftmenge Je Zeiteinheit die Luft jeweils durch eine ganz bestimmte Anzahl von Löchern der Lochreihe im Querkanal von der ersten zur zweiton Köhre auf-" steigt. Es kam oft vor, daß Luftblasen in dom Quorknnal weiter von dessen Anfang an der ersten Röhre der Vorschlußkammor wegwanderten und durch weiter entfernte Löcher der Lochreihe aufstiegen, als eigentlich der Stärke des Luftstroms entsprach. Eg war in solchen Fällen schwierig, aus der Lage der von Luft durchströmten Löcher auf die Stärke des Luftstroms zu schließen.
Das vorstehend geschilderte Problem trat bisher in gleicher Weise an einer ebenso ausgebildeten Anzeigevorrichtung zur Messung eines Luftstroms in der Bruckregelkammer auf, welche bei den bekannten Ausführungen ebenfalls aus zwei über einen Querkanal mit einer Reihe Löcher kommunizierenden Röhren bestand.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangsgenannten Art zu schaffen, welche eine sehr viel genauere Anzeige der Stärke des durch die Verschlußkanmer strömenden Gasstromes gestattet.
Die vorstehende Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dnß der Querkanal von der ersten zur zweiten Röhre der VerschlußkammerhLn nach abwärts geneigt ist und die Löcher Jeweils einzeln in der Decke von hintereinander am Quorkanal auf dessen Oberseite angeordneten Vorkammern angebracht sind,
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BAD ORlGfNAL
wobei do τ» Qiierschnitt der Löcher kleiner ist als der dor Vorkammern.
In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist auch die Luftstroirifmzeigevorrichtung in der Druckrogolknmmer in der bezeichneten Weise ausgebildet.
Dnmit die neue vorgeschlagene Anzeigevorrichtung unter allen Sinsatzbedingungen genau arbeitet, nuß Vorsorge getroffen sein, daß der Stand der Hilfsflüssigkeit in der Verschlußkaminer konstant bleibt. Um zu verhindern, daß bei einem extrem starken negativem Druck im Pleuraraun Hilfsflüssigkeit nur. der Verschlußkanner in die an deren erste Röhre angeschlossene Auffangkammer gesaugt wird, ist in weiterer bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß in der ersten Röhre der Vernchlußknnimer ein bei darin steigendem Flüssigkeitsspiegel schließendes Ventil angeordnet ist. Die Anbringung dieses Ventils hat noch den weiteren Vorteil, daß dadurch die Ausbildung eines sehr starten Unterdrucks im Pleuraraum auch bei angeschlossenen Gerät überhaupt erst ermöglicht wird. Solch ein starker Unterdruck ist manchmal bei den Atmungsbemühungen eines Patienten sogar notwendig, und zwar dann, wein in dessen Bronchien ein Verschluß vorhanden ist und dn.lurch der Pat-ient große Anstrengungen machen muß, um den Brustkorb und über den starken Unterdruck im Pleuraraum den Lungenhohl raum r.u weiten, so daß trotz des Verschlusses L\ift in die Lunge gesaugt wird. Ohne ein Schließventil in der ersten Röhre der Verschlußkarasaer kann sich jedoch kein sehr starker Unterdruck im Pleuraraum ausbilden. Dieses Ventil ist normaler Weise geöffnet, so daß aus dem Pleuraraum abgesaugte Gase hindurchströmen können. Es schließt auch noch nicht sofort bei Umkehrung des Druckgefalles. Erst wenn der negative Druck groß genug ist, um den Flüssigkeitsspiegel in der ersten Röhre der Verschlußkammer bis auf eine bestimmte Höhe ansteigen zn lassen, wird durch die Flüssigkeit das Ventil geschlossen.
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Bei einer praktisch bevorzugten Ausführung der Erfindung haben die Löcher der Lochreihe am Querkanal unterschiedliche Durchmesser. Außerdem sind oberhalb der Löcher Trennwände "ur besseren Ausrichtung der aus den Löchern aufsteigenden Blasen vorgesehen.
Die Stärke do ο Lu i'lislromos, welcher von der ernten in die :-,wrü;o Röhre clrr Versr.h] ußknmmer gor>rnjgl, wird, läßt. ;?ich durch die Lngc der durch die Löcher im Quorknnnl nufnto.i gendon Blasen bei der neu vorgeschlagenen Dränagevorrichtung sehr genau ablesen und bestimmen. Die zunächst und bei schwachem Luftstrom in den Querkanal gesaugte Luft steigt sofort hinter dessen Eintritt in die erste mit einem Loch versehene Vorkammer auf und durch das Loch hindurch in die zweite Röhre der Verschlußkanmer. Bei stärker werdendem Luftstrom müssen die Luftblasen entgegen ihrer Auftriebskraft, die sie in die jeweils nächstliegende Vorkammer mit Loch aufsteigen zu lassen bestrebt ist, in dem schräg nach abwärts geneigten Querkanal herabgedrückt werden. Es ist also durch die Schrägung und die Anbringung der Vorkammern verhindert, daß die Luftblasen in dem Querkanal infolge einer gewissen Anfangsgeschwindigkeit vieiter laufen als der eigentlichen Stärke des Luftstroms entspricht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Pig. 1 einen senkrechten mittleren Längsschnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. ? einen Querschnitt nach Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 in perspektivischer Ansicht ein Rückschlagventil in der ersten Röhre der Verschlußkammer der Vorrichtung nach Fig. 1,
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BAD OR?G!MAL
Fig. 4- einen Querschnitt nach Schnittlinie 1V-A-in Fis. 1>
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung einer Luft ig I;romanzeigevorrichtung in der Verschlußkammer der Vorrichtung nach Fig. 1 %
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Luftstromanzeigevor richtung nach Fig. 5>
Fig. 7 einen Querschnitt nach Schnittlinie 7-7 in
In der Zeichnung dargestellt ist eine medizinische Dränagevorriohturig "um Absaugen von Flunsigko.it; insbesondere aus' den Plpurarrmm. D-ir, Gehäuse dieser Vorrichtung int insgesamtmit 1o bezeichnet. Er, kann beispielsweise aus zwei einzelnen Forrnteilen hergestellt sein, xrobei das eine dieser T^iIe mit fünf Außenv/änden und allen Zwischenwänden und Anschlüssen ausgebildet ist und dasandere nur die Form einer flachen Scheibe hat, die im montierten Zustand dicht an den Außen- und Zx^ischenwänden anliegt. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, das Gehäuse aus zwei identischen Hälften zusammenzusetzen.
Das Gehäuse 1o gliedert sich wie bei den bekannten Ausführungen in eine Auffangkamrner 11, eine Verschlußkammer 12, bestehend aus zwei kommunizierenden Röhren 12a und 12b, und eine Druckregelkammer 13, die aus einer ersten Röhre 13a und einer mit dieser kommunizierenden zweiten Röhre besteht, welche in Form von ein Strömungsumlaufsystem bildenden zwei Röhrenabschnitten 13b und 13c ausgebildet ist. Das Gehäuse ist rundum vollständig geschlossen, bis auf einen Anschluß V\ zur Verbindung der Auffangkammer 11 mit dem Pleuraraum eines Patienten, einen Anschluß 15 zur Verbindung der Druckregelkammer 13 und der Verschlußkammer 12 mit einer Saug-
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piimpe und eino verschließbare Lufteinlaßöffnung 16 oben an dor ersten Röhre 13a der Druckrogelkaminer I3.
Um die Menge der abgesaugten Flüssigkeit bosser bestimmen su können, insbesondere auch kleine Flüssigkeitriniengen messen zu können, ist die Auffanckamraer 11 durch Zwischenwände Po und 23 in drei Einzelkammern 21, 22 und ?'-V geteilt. Die Einzelkamtner 21 hat einen so kleinen Querschnitt, daß Flüssigkeitsmengen bis auf ein ecm genau bestimmt v/erdon können. Der Gesamtinhalt der Einzelkammer 21 beträgt beispielsweise 25o ecm. Übersteigt die abgesaugte Flüssigkeit dieses Volumen, so tritt sie über das abgewinkelte Ende 2oa, Teiches die durch den Anschluß 14· angesaugte Flüssigkeit in die Einsolkammer P1 leitet, nunmehr über in die zweite Einzolkamnior PP. Nncli deren Auffüllung wird dann nc-hi :i rßlic.h die dril'üe Einzelkammer P'\ gefüllt. Dj.e Abdichtung der Einaolkammern unbereinander ergibt sich durch die dichte Anlage der in Fig. 2 und 4- mit 25 bezeichneten Endscheibe des Gehäuses an den Außen- und Zitfischenwänden des mit den Kammern geformten Gehäuseteils. Ingleicher Weise sind auch die beiden Röhren 12a und 12b der Verschlußkammer 12 durch eine in diesem Fall verhältnismäßig breite Zwischenwand 26 hergestellt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, ist am oberen Ende der Röhre 12b der Verschlußkammer eine Erweiterung 35 mit einer Vertiefung 36 vorgesehen. Bereits hierdurch wird, wie in dem US-Patent 3 363 627 beschrieben, ein Überlaufen von Hilfsflüssigkeit aus der Verschlußkammer 12 in die Auffangkammer 11 weitgehend verhindert.
Unmittelbar unterhalb der Erweiterung 35 ist bei dem Ausführungsbeispiel ein Rückschlagventil 37 angeordnet, welches im Detail in Fig. 3 dargestellt ist. Das Ventil wird gebildet durch eine mit Bezug auf die Röhre 12b seitlich vernetzte Ventilkammer 38, deren Boden mit 39 und deren Decke mit 4-0 bezeichnet sind. In der- Decke befindet sich,eine öffnung
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41. Die Vorderkante Λ ρ der Decke 4ο liegt; ebenso wie die Vorderkanten ;i? und /14 der Seitenwände der Ventilkammor 38 dicht an dem scheibenförmigen Gehäuseteil ?5 an, no daß die Ventilknmnor 38 nur zur Röhre 12b hin und durch die öffnung 41 geöffnet ist. In der Ventilkammer 38 ist ein zylindrischer Vontilkörper 45 angeordnet, dessen Höhe, wie nuß Fig. 1 hervorgeht, etwas geringer ist als die Höhe der Vontilknnmer. Normalerweise sitzt der Ventilkörper 45 auf den Boden *9 auf. Wenn Jedoch infolge eines sehr starken negativen Drucks im Pleuraraum des Patienten der Flüssigkeitsspiegel in der Röhre 12b ansteigt und die Ventilknnmcr 38 erreicht, beginnt der Ventilkörper 45 zu schwimmen, wird von der Flüssigkeit angehoben und verschließt die öffnung 41, wodurch verhindert wird, daß die Hilfsflüssigkeit in der Verschlußkaramel» bis in die Erweiterung 35 steigt. Weil die Röhre 12b nunmehr durch das Ventil 37 geschlossen ist, kann im Pleuraraum bei starker Atmungsbemühimg ein hoher negativer Druck aufgebaut und aufrecht erhalten werden. Läßt der Unterdruck dann wieder nach, so fällt die Hilfsflüssigkeit in der Röhre 12b ab und der Ventilkörper 45 setzt wieder auf dem Boden 39 der Ventilkamner 33 auf, so daß sich das Ventil erneut in seiner normalen, geöffneten Stellung befindet. Ec vnrde gefunden, daß durch nicht gezeigte Ritzlinien auf der Oberseite des Ventilkörpers 45 verhindert werden kann,daß dieser nach dem Absinken des Flüssigkeitsspiegels noch an der Decke 4o der Ventilkammer 38 haftet.
Die Röhre 12a der Verschlußkamner ist am unteren Ende mit einer zur Röhre 12b hin gerichteten ""Erweiterung- 12c ausgebildet, die Teil einer insgesamt mit~46 bezeichneten Luftströmanzeigevorrichtung ist. Diese mißt die Stärke des über den Anschluß 14 und durch die Auffangkammer 11 und die Röhre 12b in die Röhre 12a gesaugten Luftstroms. Diese Anzeigevorrichtung soll sehr genau die Stärke des Stroms der abgesnugten Luft und dessen Verringerung bzw. Verstärkung an- ' zeigen, was z.B. bei der Diagnose des Zustand eines Patienten
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der an einer bronchoplcuralen Fistel leidet, sehr wichtig ist.
Die Einzelheiten des Aufbaus der Luftstromanzeigevorrichtung werden nachstehend im Zusammenhang mit Fig. 5 bis 7 näher beschrieben. Wie dargestellt, wird die Anzeigevorrichtung gebildet durch eine Rückwand 47 und eine vordere Wand 4B, die einen Querkanal 49 begrenzen, ^wischen Vorder- und Rückwand erstreckt sich, einstückig mit diesen ausgebildet, eine Zwischenwand T1O, welche die Decke des Querkanals Λ9 bildet. In der Derkn 5o ist eine Reihe Löcher 51a, 51b... 5Ή angebracht, und unterhalb eines jeden der Löcher :int; in der Decke r)o eine einzelne Vorkammer 52 aTingebii 1 det. An ihrem unteren Ende mündenden die einzelnen Vorkammern 52 in den Qucrknnal 49· Oberhalb der Löcher 51 sind zwischen diesen Trennwände 53 vorgesehen.
Die Luftstromanzeigevorrichtung 46 befindet sich am unteren Ende der Verschlußkamner 12 zwischen den Röhren 12a und 12b wobei der Querkanal 49 von der Röhre 12b zur Röhre 12a hin gegenüber der Horizontalen abfallend geneigt verläuft. Unterhalb des in Strömungnrichtung der Luft gesehen ersten Loches 51i und dessen Vorkammer 5? ist der Boden des Querkanals 49, wie in Fig. 1 gezeigt, weggeschnitten, so daß sich die Vorkammer und das Loch 5^i unmittelbar über dom Ende der unten in einer Krümmung 12e auslaufenden Röhre 12b befindet. Durch die Röhre 12b herabsteigende Gase, die nach Passieren der Krümmung I2e senkrecht aufsteigen, gelangen also in die Vorkammer 52 vor dem Loch 5ii· Erst wenn der Luftstrom stärker wird, wordan Luftblasen entgegen ihrer Auftriebskraft vielter in den schräg abfallenden Querkanal 49 zu vielter hinten gelegenen Vorkammern und Löchern gedrückt. Je nach den, durch welche Löcher Gasblasen aufsteigen, läßt sich die Stärke des Luftstromes bestimmen. So beträgt beispielsweise, wenn nur durch das Loch 5ii Gasblasen aufsteigen, der Lufstrom ο bis 2 1 pro Minute. Steigen auch durch das Loch 51h Gas-
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blasen auf, no beträgt der Luftstrom z.B. 2 bin 4 1 i>ro T'inuto. Oasblason an dom letzten Loch 51a zeigen einen Gasstrom von beispielsweise mehr als 28 1 pro Hinute an.
En hat sich geneigt, dnß für die gewünschte Genauigkeit dor Anzeige der Neigungswinkel des Querkanals wesentlich ist. Befriedigende Ergebnisse wurden mit Neigungswinkeln zwischen 7 und 13° orsio:
winkel orhnll.ori,
7 und 13° erzielt. Das beste Resultat wurde bei 1o° Neigungs-
Er }mt r.irh weiterhin gezeigt, daß auch die Größe dor Löcher
51a bis 51i wichtig ist. Empirisch wurden die folgenden günstigen Werte ermittelt:
Loch Lochdurchmesser (mm) Gasstrom (l/min)
51a 3 28
51b 3 22 - PB
51c 3 16-22
51d 3 1o - 16
51e 1,6 8 - 1o
51f 1,85 6-8
51g 1,85 4-6
51h 2 2 - 4
51i 1,78 0-2
Die Trennwände 53 dienen dazu, die durch die verschiedenen Löcher aufsteigenden Gasblasen auseinander zu halten, um besser erkennen zu können, durch welche Löcher sie aufsteigen.
Wie bereits er\vähnt, gliedert sich die Druckregelkammer in eine erste Höhre 13a, deren oberes Ende mit der Außenatmosphäre in Verbindung steht, und eine zweite Röhre, die aus Kanalabschnitten 13b und 13c besteht. Die oberen Enden der letzteren stehen über einen Kanal 54 mit dem Anschliiß der Säugpumpe in Verbindung. Zweck der Kanalabschnitt0
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und 1Jo ist os, in dor weiten Röhre der Druckregelkammer 13 durch heftig aufsteigende Luft mitgerissene Flüssigkeit im Kreislauf zu führen, so daß nur Luft über den Kanal ^V gesaugt wird. Die Flüssigkeit steigt in dem Kanalabschnitt 13b aufwärts und wird an dessen oberem Ende chirch einen Vorsprung 55 an einer Zwischenwand zum Kanalabschnitt 13c hin nach unten umgelenkt, v/elcher am unteren Ende wiederum in den Kanalabschnitt 13b mündet. Die Hilfsflüssigkeit, normaler Weise Wasser, in der Druckregelkammer strömt also in den Kanalabschnitten 13b und 13c im Uhrzeigersinn. Hierbei enthält wärend des Betriebs der Kanalabschnitt 13c normaler Weise verhältnismäßig ruhiges Wasser, v/ährend das Wasser im Kanalabschnitt 13b durch aufsteigende Luftblasen evt. heftig schäumt. Der verhältnismäßig ruhige Wasserstand im Kanalabschnitt 13c läßt sich also gut ablesen.
Für den Fall, daß von der angesaugten Luft Wasser auch noch am Vorsprung 55 vorbei mitgerissen wird, ist noch ein zweiter Vorsprung 56 vorgesehen, der zusätzliche Sicherheit gewährt.
Am unteren übergang der Röhren 13a einerseits und 13b, c andererseits der Druckregelkanrmer 13 ist eine Luftstromanzeigevorrichtung 57 angeordnet, die bis auf den Druchmessor der Löcher am Querkanal mit der Anzeigevorrichtung 46 identisch ist. Wiederum liegt das erste Loch 5^i1 unmittelbar über dem unteren Ende der in einer Krümmung 13e auslaufenden Röhre 13b. Der Neigungswinkel des Querkanals beträgt 7 bis 13 } vorzugsweise 1o°. Die Maße der Löcher dieser Anzeigevorrichtung ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle?
Loch Lochdurchmesser (mm) Luftstrom (l/min)
51a1 3,74 38 -
51b1 3,25 32-30
51c 3,25 26 - 32
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ORIGINAL
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Loch Lochdurehmesser (ram) Luftstrom (l/min)
3I01 3,o5 1G - 2o
51f P,36 1? - 1G
r>1g' 2,56 8-12
!51h1 2,56 4-8
2,95 ο - Λ-
Die Funktionsweise des vorstehend beschriebenen Geräts ist ähnlich cl^r der angegebenen bekannten Vorrichtungen und auch in den US-Patenten 3 363 626 und 3 363 627 eingehend beschrieben. Die jetzt vorgeschlagenen Verbesserungen lassen die Grundfunktion unberührt. Sie fördern nur die Brauchbarkeit, Genauigkeit und Anwendbarkeit. Zum besseren. Gesamtverständnis sei jedoch auch hier nochmals die Arbeitsweise der Dränagevorrichtung kurz erläutert:
Wenn das Gprät ^n eine Vakuumpumpe angeschlossen und gebraucht werden soll, wird zunächst eine bestimmte Menge Wasser durch die Lufteinlaßöffnung 16 in die Druckregelkfimmer 13 eingefüllt, so daß sich beim Arbeiten der Saugpumpe ein ganz bestimmter Unterdruck einstellt. Wegen der Größenverhnltnisse zwischen der Röhre 13a einerseits und der Röhre 13b, c andererseits kann Wasser bis zu dem einem gewünschten Unterdruck entsprechenden Niveau eingefüllt werden, da, auch wenn daraufhin die Pumpe in Betrieb gesetzt und die Röhre 13a leergesougt wird, der Wasserspiegel sich dadurch nicht wesentlich ändern wird. Indie Verschlußkammer 12 wird die vorbestimmte Menge Hilfsflüssigkeit durch den Anschluß 15 eingefüllt, bevor dieser mit der Vakuumpumpe verbunden v/ird, Dann verbindet man den Anschluß 14- mit der Pleurahöhle des Patienten und setzt die Pumpe in Gang. Nun wird durch den Sog das Wasser aus der Röhre 13a gesaugt, und es steigen Luftblasen durch den Kanalabschnitt 13b auf, wobei die Höhe der Wnssnrsäule in der Röhre 13b, c die Stärke des Unterdrucks bestimmt. Flüssigkeit, die mit den Luftblasen nach oben gerissen wird, wird vom Vorsprung 55 abgelenkt und fällt in den
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Kannlabschnitt 1J>r·. In der Röhre 12a der Verschlußkammer 12 hebt Rieh der Flüssigkeitsspiegel ,und Gase fms dem Pleurarauin strömen durch die Röhre 12b abwärts und dann durch die LuftStromanzeigevorrichtung 46.
Alle Fluide (Gase und Flüssigkeiten), die aus der Pleurahöhle des Patienten abgesaugt werden, gelangen durch den Anschluß 14- in das Gehäuse 1o. Die Flüssigkeit fällt in die Auffangkammer 11, und die Gase durchströmen die Röhren 12b und 1?a der Verschlußkammer 12. Die Flüssigkeit füllt zunächst die Einzelkammer 21 der Auffangkammer 11, und. fließt danach in dir Einzelkammern 22 und 24 über.
Wenn der Unterdruck in der Pleurahöhle des Patienten sehr groß wird, z.B. in dem Fall, wenn der Patient versucht, die Lunge zu weiten, jedoch in den Bronchien ein Verschluß vorhanden ist, kann der Druck in der Auffangkammer 11 unter den Druck in der Röhre 12a der Vcrschlußkammer 12 absinken. Als Folge davon wird die Flüssigkeit in der Verschlußknmmer 12 sehr schnell in der Röhre 12b ansteigen. Wie in dem US Patent 5 565 627 beschrieben, verhindert die Erweiterung 551 daß Flüssigkeit aus der Verschlußkammer 12 in die Auffangkammer 11 überläuft. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Überlaufen nun auch dadurch wirksam verhindert, daß das Rückschlagventil 57 bei ansteigendem Flüssigkeitsspiegel in der Röhre 12b diese von der Auffangkammer 11 abschließt, und damit gleichzeitig auch gewährleistet, daß der Patient in der Pleurahöhle einen starken negativen Druck erzeugen kann, der notwendig ist, um die Lungen auszudehnen.
Wenn die Atmung wieder normal ist, öffnet das Ventil 57 und läßt erneut eine Strömungsverbindung zwischen der Auffangkammer 11 und der Röhre 12b zu.
Die Luftntromanzeigevorrichtungen 46 und 57 vermitteln eine klare Anzeige der Stärke des Gasstromes, welcher durch die
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Vrrschlußknmmcvp Λ? bsw. die Dru^krogo.lkanmer 1j> .strömt. Wonn Gan durch alle Löcher der Anzeigevorrichtung 4G ströir.U, aber die Anzeigevorrichtung 57 keinen Luftstrom anzeigt, r.o ist dies für den Arzt ein Hinweis, daß die Undichtigkeit der Pleuraliöhlo des Patienten so groß ist, daß die Saugpumpe nicht den vorbestimmten Unterdruck erzeugen kann und somit ein Notfall vorliegt. Andererseits kann der Arzt bei einen von Tag zu Tag geringeren Gastrom durch die Anzeigevorrichtung 46 feststellen, daß sich der Zustand des Patienten verbessert.
Falls gewünscht, kann auch ein Ventil ähnlich dem Rückschlagventil 37 in den Röhre 13a der Druckregelkammer 13 angeordnet sein. Dieses Ventil wäre normalerweise offen, um Luft nach abwärts in die Röhre 13a einströmen zu lassen. Wenn sich jedoch zeitweise ein extrem hoher negativer Druck im Pleuraraum des Patienten ausbildet, beispielsweise bei einem Hustenanfallj steigt das Wasser der Druckregelkammer in der Röhre 13a hoch und verschließt das Ventil. Ohne ein solches Rückschlagventil könnte in diesem Extremfall Wasser durch die Lufteinlaßöffnung 15 ausfließen.
Es ist möglich, die LuftStromanzeigevorrichtungen 46 und 57 und/oder das Ventil 37 bei herkömmlichen Dränagevorrichtungen zu verwenden, unabhängig davon, ob diese aus einem, zwei oder drei Gefäßen bestehen. Die Luftstromanzeigevorrichtungen und ein dem Ventil 37 entsprechendes Rückschlagventil können beispielsweise auch als einzelne Baueinheiten hergestellt und in ein Leitungssystem, welc.hes die verschiedenen Gefäße oder Flaschen miteinander verbindet, eingeschaltet sein. Bei einer Ein-Flaschen-Dränagevorrichtung kann ein dem Ventil 37 entsprechendes Rückschlagventil in die Leitung zwischen dem Patienten und der Auffangkammer gelegt sein. Diese Anordnung gestattet zwar einen Flüssigkeitsstrom vom Patienten zur Auffangkammer, das Ventil würde jedoch bei einem zu hohen negativen Druck in der Pleurahöhle schließen und so verhindern, daß Flüssigkeit dorthin zurückfließt. Bei einer aus zwei Go-
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- Vl -
fäßon odor Flaürlien aufgebauten DrHnagevorricht/ung könnbo das Rückschlagventil i'.winchen die Auffanjkammer und dan Veronhlußgefäß geschaltet nein, um den Verlust der Vasserdichtunc während zeitweiliger Perioden hohen negativen Drucks zu verhindern, firhließlich könnt0 auch eine Lufbntromanseiccvorrichfcun^·, ähnlich wie die Anzeigevorrichtung l\6 vor oder hinter die Yerschlußkaininer geschaltet nein, um den aus der Pleurahöhle abgesaugten Gasstrom zu messen.
Patentansprüche
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Claims (12)

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    Patentansprüche
    Medizinisch^ Dränagevorrichtung zum Absaugen von Flüssigkeiten aus einem Körperhohlraum, insbesondere aus dem Pleuraraum, mit einer an den Hohlraum anschließbaren Auffangkammer und einer Verschlußkamner, die aus zwei unton verbundenen, bis zu einer bestimmten Höhe mit einer Hi f sflüssigkeit Gefüllten Röhren besteht, - '■ deren erste am oberen Ende mit der Auffangkamraer und deren zweite am oberen Ende mit einer eine bestimmte Hilfsflüssigkeitssäule enthaltenden Druckregelkammer zur Begrenzung des maximalen Saugzugs verbunden ist, wobei an übergang der beiden Röhren der Verschlußkainmer eine Anzeigevorrichtung zur Anzeige der Stärke eines Gasstromes in Form einer Reihe in die zweite Röhre mündenden Löcher an einem den Übergang bildenden Querkanal angeordnet ist, dadurch gekennz ei c h η e t, daß der Querkanal (4-9) von der ersten zur zweiton Röhre (1Pb bzw. 12a) der Verschlußkammer (12) hin nach abwärts geneigt ist und die Löcher (51 a bis i) jeweils einzeln in der Decke (5o) von hintereinander am Quor>anal (4-9) auf dessen Oberseite angeordneten Vorkanmern (52) angebracht sind, wobei der Querschnitt der Löcher kleiner ist als 'der der Vorkammern.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Röhre(12b) der Verschlußkammer (12) ein bei darin steigendem Flüssigkeitsspiegel schließendes Rückschlagventil (37) angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (5^a bis i) unterschiedlich große Durchmesser haben.
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    0AD ORIGJNAL
  4. 4. Vorrichtung nach einom der Ansprüche 1 bis 3j dadurch G c k e η η 7. ei c h η e t , daß zwischen den Löchern (51 a bis i) oberhalb derselben Trennwände (53) angeordnet sind.
  5. 5· Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, d a durch gekennzeichnet , daß der Neigungswinkel den Querkanals (49) 7 bis 13° beträgt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge kennzeichnet , daß der Neigungswinkel 10° beträgt.
  7. 7· Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a durch gekennzeichnet, daß die Druckregelkannnr (13) nus zwei kommunizierenden Röhren (13?1 und. 13b, c) besteht, deren erste am oberen Ende an die Außenatmosphäre und deren zweite zusammen mit der zweiten Röhre (12a) der Verschlußkammer (12) an eine Saugpumpe angeschlossen ist (Anschluß 15)? und daß am Übergang der beiden Röhren der Druckregelkarnmer (I3) eine der Gasstromanzeigevorrichtung (4-6) an der Verschlußkammer (12) entsprechende Anzeigevorrichtung (57) zur Anzeige der Stärke des von rußen angesaugten Luftstroms angeordnet ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß die Löcher (51a1 bis 51i') der Anzeigevorrichtung (57) unterschiedlich große Durchmesser haben.
  9. 9· Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß das Rückschlagventil einen als Schwimmer ausgebildeten Ventilkörper (45) hat.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Röhre (12b) der Verschlußkammer (12) am
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    unteren Ende eine in den Querkanal (49) übergehende Krümmung (1?e) aufweist und das erste Loch (51i) der Lochreihe unmittelbar über dem Ende der Krümmung (I2e) angeordnet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die ornte Röhre (13a) der Druckrogelkammer (15) nm unteren Ende eine Krümmung (13s) aufweist,unmittelbar über deren Übergang in den abwärts geneigten Querkanal (analog 49) sich das erste Loch (51i') der Anzeigevorrichtung (57) befindet.
  12. 12. "Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Röhre (13a) der Druckr'ege!kammer (13) ein den Austritt von Hilfsflüssigkeit verhinderndes Rückschlagventil (analog 37) angeordnet ist.
    13· Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein den Rückfluß von abgesaugter Flüssigkeit in den Hohlraum verhinderndes Rückschlagventil.
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