DE214876C - - Google Patents

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DE214876C
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sugar
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cold
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B50/00Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar
    • C13B50/02Sugar products, e.g. powdered, lump or liquid sugar; Working-up of sugar formed by moulding sugar

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 214876 KLASSE 89 d. GRUPPE
FRANZ NOWAK in BRESLAU.
Bisher stellte man Blockzucker, sowohl Brote, Platten als auch Stangen, entweder auf heißem Wege durch Formen einer besonders zu diesem Zweck vorbereiteten Füllmasse, oder auch auf kaltem Wege durch Pressen des fertigen, weißen, feuchten Zuckers her. Letztere Arbeitsweise wird in bezug auf Ausbeute der ersteren vorgezogen, nicht aber in bezug auf die Qualität. Namentlich bei
ίο Verarbeitung von Kristallzucker zu Block- und Würfelzucker befriedigt letzteres Verfahren nicht. . ■
Außer Block- oder Plattenzucker aus Feinkorn solchen auch aus Kristallkorn mit Vorteil herzustellen, bildet den Gegenstand vorliegender Erfindung.
Der zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Apparat besteht im wesentlichen aus durch Formrahmen mit Zwischenblechen von eigenartiger Art gebildeten Formfächern, in welche lose eingeschütteter Zucker, mit Deckkläre getränkt bzw. gesättigt, abgenutscht und dann in bekannter Weise getrocknet wird, wodurch die Grieße bzw. Kristalle in Blockzucker umgewandelt werden. Die innere Ausgestaltung des Apparates richtet sich selbstverständlich nach der jeweilig gewünschten Form des herzustellenden Blockzuckers.
In der Zeichnung ist ein Apparat zur Her-Stellung von Plattenzucker veranschaulicht, der bekanntlich zur Herstellung von Würfelzucker verwendet wird.
Fig. ι zeigt den Apparat'im Längsschnitt, Fig. 2 die vordere Stirnansicht, Fig. 3 eine Draufsicht, Fig. 4 ein einzelnes Zwischenblech, Fig. 5 ein einzelnes Rahmenstück und Fig. 6 den unteren Teil des Rahmens in vergrößertem Maßstabe.
Die Rahmen 1 (Fig. 5), deren Stärke derjenigen des gewünschten Plattenzuckers entspricht und aus Holz oder Gußeisen angefertigt werden können, sind mit etwas niedriger gehaltenen Zwischenleisten ia (Plattentrennungsleisten) und seitlich mit Handgriffen i* versehen. Zwischen je einem Paar dieser Rahmen, die mittels der Handgriffe 1* zwischen je auf zwei Böcken 2 und 3 ruhenden Tragbalken 4 verschiebbar eingehängt sind, ist ein Blech 5 (Fig. 4) eingeschoben, das einen Ausschnitt 6 besitzt, dessen Kante 7 sich mit der Plattenteilungsleiste ia (Fig. 5) in gleicher Höhe befindet. Werden nun sämtliche Rahmen 1 mit ihren Zwiscbenblechen 5, zwischen der feststehenden Stirnplatte 8 und der beweglichen Schlußplatte 9, mittels der Schrauben 10 zusammengepreßt, so entstehen die erforderlichen Formfächer 11 (Fig. 3) und infolge des Ausschnitts der Bleche über den-. selben ein für alle Formfächer gemeinschaftlicher offener Trog, der dazu dient, sämtliche Formfächer mit losem Zucker füllen und hierauf diesen mit Deckkläre überfluten zu können. Die Art der Verschraubung kann auch durch eine oder zwei Zentralschrauben, analog den Filterpressen, ersetzt werden. Um aus den einzelnen Fächern 11 (Fig. 5) den Überschuß der bei der Herstellung des Plattenzuckers notwendigen Deckkläre abnutschen zu können, stehen sämtliche Fächer 11 der Rahmen ι (Fig. 3) mit den horizontalen Kanälen 12

Claims (3)

  1. (Fig. 6), und vermittels der vertikalen Kanäle 13 mit den schräg verlaufenden Rinnen , 14 in Verbindung, die ihrerseits in Augen 15 endigen, welche beim Zusammenschrauben der Rahmen zusammen mit den in den Blechen 3 und den Endplatten an entsprechender Stelle angeordneten öffnungen Längsabzugskanäle 16 und 16'1 (Fig. ι und 3) bilden, die auf diese Weise mit.allen Formfächern in Verbindung stehen.
    Um ein Verstopfen der Kanäle zu verhüten, sind die Böden der Formfächer rnit Sieben 37 (Fig. 6) belegt.
    Die eigenartige Anordnung der Kanäle hat den Zweck, das erforderliche Gefälle für die Deckkläre zu erzeugen und dadurch das Verstopfen durch etwaiges Zukristall sieren der Abflußkanäle zu verhüten.
    Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt:
    Die Formfächer des Apparates werden zunächst mit dem losen Zucker gestrichen voll-
    . . gefüllt. Hierauf wird kalte gesättigte Deckkläre in den über den Fächern befindlichen freien Raum (Trog) eingefüllt, welche zunächst in den Zucker einsickert, bei weiterer Zuführung aber schließlich über dem Zucker stehen bleibt. Um nun eine durchweg gleichmäßige Tränkung und ein gleichmäßiges Gefüge des Zuckers zu erzielen, sind die Kanäle 16 und i6a (Fig. 3) mit einem Rohr 18 verbunden, dessen mit Absperrhähnen i8a und i8fi. versehene Enden einerseits an die zur Klärepumpe führende Leitung 19, andererseits an ein zur Nutschpumpe führendes Rohr 20 angeschlossen sind. Die kalt gesättigte Deckkläre, die bereits den bis jetzt noch lockeren Zucker innerhalb der Formfächer durchdrungen hat, wird, um eine möglichst dichte Lagerung der Kristalle innerhalb der Formfächer zu erzielen, mittels der Klärepumpe bei 19 unten abgesaugt und oben so lange immer wieder in den Trog gepumpt, bis ein Setzen des Zuckers nicht mehr stattfindet, was an der Oberfläche wahrnehmbar ist. Ist dies erreicht, so wird von der kalten Kläre noch so viel aus dem Apparat nach der dazu bestimmten Pfanne zurückgepumpt, bis alle über den Formfächern stehende Kläre in die Zuckerschicht eingezogen ist.
    Um nun ein Zusammenkitten der so verdichteten Kristalle zu bewirken, wiederholt man dieselbe Arbeitsweise mit heißer Deckkläre und fährt dabei mit dem Hindurchtreiben der letzteren durch den Zucker so lange fort, bis ein allmähliches Stocken des Flüssigkeitsdurchtritts zu bemerken ist. Die eingetretene Stockung beweist, daß die innere Struktur der Kristalle zur Genüge verdichtet ist. Damit ist die Tränkung bzw. Sättigung als beendet anzusehen. Man stellt nun den Zunuß der warmen Kläre ab, pumpt unten aus dem Apparat noch so viel ab, bis auch die über der Zuckerschicht stehende warme Kläre eingezogen ist, worauf das weitere Abpumpen eingestellt wird. In diesem Zustande bleibt die Füllung etwa 1 Stunde lang sich selbst überlassen, während welcher Zeit eine teilweise Abkühlung des Innern stattfindet, welche dazu beiträgt, eine noch vollkommenere Verdichtung und Verkittung der Kristalle zu bewirken. ■■
    Wie hieraus hervorgeht, wird die Tränkung bzw. Sättigung in zweierlei Operationen ausgeführt : die erste mit kalt, die zweite mit warm gesättigter Kläre. Der Härtegrad des nach dem beschriebenen Verfahren gewonnenen Block- oder Plattenzuckers wird durch die bei der zweiten Operation angewendete Temperatur bedingt, da der Kristallzucker desto mehr Zucker aus der Kläre aufnimmt, je wärmer diese ist. Die geeignetste Temperatur der Sättigungskläre liegt bei 50 bis 6ou C.
    Es sei noch erwähnt, daß die Tränkung mit kalter Kläre bei Verwendung eines feinkörnigeren Zuckers langsamer vor sich geht als bei Verarbeitung von grobkörnigem Zucker. Diesem Nachteil kann dadurch abgeholfen werden, daß man die erste Tränkung außerhalb des Formapparates in einer beliebigen Pfanne vornimmt, darin den losen Zucker vorher durch Zusatz von kalt gesättigter Deckkläre zu einer gleichmäßigen Maische einrührt und mit dieser den Formapparat füllt. Die weitere Behandlung bleibt dieselbe wie oben beschrieben.
    Die technischen Vorteile dieses Verfahrens sind in die Augen springend, weil dabei von 100 Teilen des gebrauchten Grieß- oder Kristallzuckers 100 Prozent an fertigem Plattenbzw. Würfelzucker gewonnen werden. Die Menge des bei diesem Verfahren für die Deckkläre verbrauchten Zuckers kristallisiert nach und nach immer wieder im Formapparat aus und wird auf diese Weise die verwendete Deckkläremenge in Form von Platten bzw. Würfelzucker zurückgewonnen.
    Die Betriebskraft, welche die Nutsch- und Klärepumpe beansprucht, ist so gering, daß sie z. B. gegenüber den bis jetzt gebräuchlichen Verfahren gar nicht in Betracht kommt.
    Pate ν τ-Α ν Sprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Blockoder Plattenzucker aus weißem, losem Grieß- oder Kristallzucker, dadurch gekennzeichnet, daß der kalt in die Fächer der Form eingefüllte Zucker nacheinander zunächst mit kalter und dann mit heißer gesättigter Deckkläre in der Weise behandelt wird, daß man den Zucker mit der Deckkläre überflutet und die über-■ schüssige, unten aus den Formfächern in geeigneter Weise zum Abfluß gebrachte
    Kläre mittels einer Pumpe wiederholt durch den Zucker hindurch treibt, worauf nach dieser Behandlung mit heißer Deckkläre die Masse abgekühlt und in bekannter Weise getrocknet wird.
  2. 2. Zur Ausführung des Verfahrens1 nach Anspruch ι ein aus filterpressenartig zusammengeschraubten Rahmen mit dazwischen angeordneten Trennungsblechen bestehender Apparat, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennungsbleche (5) mit Ausschnitten (6) versehen sind, derart, daß beim Zusammenschrauben der Rahmen ein zum Einfüllen des Zuckers bzw. der Deckkläre dienender gemeinschaftlicher Trog für alle Formfächer entsteht.
  3. 3. Ausführungsform des Apparates nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rahmen (1) unten mit zwei übereinanderliegenden, durch Kanäle (13) kornmunizierenden Rinnen (12 und 14) ausgestattet sind, von denen die letzteren in Augen (15) endigen, welche beim Zusammenschrauben der Rahmen zusammen mit den Augen (15) entsprechenden Öffnungen in den Trennungsblechen und Abschlußplatten gemeinschaftliche Abflußkanäle (16, τ6α) für sämtliche Formfächer bilden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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